Der alltägliche Wahnsinn

    • (1) 07.01.18 - 21:25

      Hallo!
      Ich suche Gleichgesinnte, die mich verstehen können, oder Leute, die es schaffen, mir wieder etwas Mit zu machen oder einen Tipp geben, mal wieder das Positive im Leben zu sehen.
      Ich bin verheiratet und habe 2 süße Mädchen, 4 und fast 2. Unsere Wohnung wird uns zu eng, also haben wir uns in der Nähe ein kleines Häuschen gesucht - auch wenn ich mich in unserer Wohnung immer so wohl gefühlt habe.
      Jetzt fragt sich wahrscheinlich jeder: Klingt doch super, oder? Bei mir leider nicht. Ich bin mit den beiden Kindern total überfordert und weiß nicht mehr weiter. Mich selbst gibt es schon lange nicht mehr. Die Kleine schläft nicht nachts. Der Tag besteht aus Stress, Gequengel, Geheul, Streitereien, Spülmaschine ausräumen, das Nötigste aufräumen, Termine versuchen einzuhalten (was ich oft nicht schaffe)...
      Kann mir mal jemand sagen, wo dieses große Glück ist von dem alle reden? Mit meinem Mann habe ich keine Zeit mehr, die Kleine ruft alle 20 Min... Ich schlafe auf der Couch. Geht es da draußen noch anderen so? Wieso kann ich einfach nicht genießen? Weihnachten war für mich der blanke Horror!
      Also ich bin sehr gespannt auf Rückmeldungen...

      • Mhm... ich würde wohl so schlafen, dass ich nicht alle 20 Minuten aufstehen müsste ;-)
        Kind müde, Mama müde, Tag im Eimer ;-)

        Gehen beide in kindergart3n, Krippe oder tagesmutter? Wenn nicht, würde ich genau da ansetzen. Die beiden brauchen input, mehr als nur zu hause mit Mama zeit verbringen. Durch eine Betreuung würdest du ihnen das gebrn, die kleine wäre abends müde und schliefe besser, du hättest etwas Zeit für dich oder eintn Job.

        Das Glück kannst Du nur in Dir selbst finden.

        Du hast zwei wundervolle - und scheinbar auch noch gesunde - Kinder. Das ist Glück.

        Du hast offenbar ausreichend zu essen und zu trinken, ein Dach Deiner Wahl über dem Kopf. Das nenne ich auch Glück.

        Deine Kleine ruft alle 20 min? Davon hätte ich phasenweise nur träumen können, in der Zeit hätte meine Kleine schon 20x gerufen.

        Deine Kinder sind noch klein, da muss Mama sich halt drauf einstellen, dass sie oft gebraucht wird. Das ändert sich schneller als Du denkst. Sie werden jeden Tag größer und selbständiger.

        Mein Rat wäre: Nimm Dein Leben so an wie es ist und sei dankbar für alles, was Du hast. Und dann richtest Du es Dir so bequem wie möglich ein:

        Du schaffst Euch Schlafplätze, an denen ihr Euch wohl fühlt und jeder ausreichend Ruhe bekommt. Wir hatten ein Familienbett (4 Matratzen auf Lattenrosten nebeneinander) bis die Kinder 3 und 6 waren. War toll. Wenn eins der Kinder unruhig wurde, brauchte ich nur eine Hand ausstrecken und schon wars gut. Kein Aufstehen, Herumlaufen, singen, trösten oder gut zureden.

        Dann sorg im Haushalt für die Basics, dass das Geschirr und die Wäsche weg sind und ihr alle regelmäßige gesunde Mahlzeiten habt. Alles andere ist nicht so wichtig. Dann saugst Du eben nicht jeden Tag. Fensterputzen kann man auch locker mal aufschieben bis man fitter ist. Niemand wird sterben, wenn ein bißchen Staub auf den Bilderrahmen liegt.

        Und wenn Du merkst, dass Deine Kinder stressig werden, dann unternimm etwas mit ihnen. Das beste Mittel gegen Gequengel und Gestänker sind gemeinsame schöne Erlebnisse. Geht raus, erlebt etwas, lass sie sich auspowern. Das dient dann auch gleich der nächsten Nachtruhe.

        Ich hatte auch miese Phasen, aber die waren immer mies, weil ich eine falsche Erwartungshaltung hatte. Sobald ich die abgestellt habe, wurde es wieder gut.
        Deshalb mein Rat, Dein Leben so anzunehmen und das Beste daraus zu machen!

      Hallo,

      Die 4jährige kann im Haushalt mithelfen, Wäsche aus dem Trockner holen und falten (die Tücher werden nicht perfekt gefaltet, aber mein Sohn hatte Spaß daran) oder sie kann die Spülmaschine mit helfen, auszuräumen (Plastiksachen gehen ja nicht so schnell kaputt).
      Gehe viel mit den Kindern nach draußen und bewegt Euch viel, das macht müde.

      Ich würde eine Matratze neben das Kinderbett legen und dort schlafen. Dann musst Du nicht aufstehen und das fast 2jährige Mädchen hat seine Sicherheit, dass Du da bist. Irgendwann, wenn die Kleine mehrere Nächte wieder durchschläft, würde ich wieder im eigenen Bett schlafen. Dabei würde ich die Matratze im Kinderzimmer noch ein Weilchen stehen lassen.
      Mit der Zeit wird es besser. Meine Jungs waren in ihren Schubphasen auch sehr anhänglich.

      Hallo,

      Ich habe auch mit Kleinkind und Mann als Schichtarbeiter ein Haus gebaut....

      Mein Sohn war ein schreikind und hat schrecklich geschlafen.... das wurde wirklich erst mit 2,5-3 Jahren gut!
      Ich war am Ende mit den Kräften, mein Mann und ich haben uns nur wegen dem Haus gestritten und auf Arbeit war es auch stressig.... eine sxh***** Zeit!

      Ich habe dann eine Mütter-Kur gemacht und meinen Sohn mitgenommen! Es war eine wundervolle Zeit! Ich habe sehr viel mitgenommen und weiß dass ich mehr auf mich achten muss und so auch viel stärker für den Alltag bin. Ich habe meinen Perfektionismus minimiert.... ich steh jetzt dazu nicht alles perfekt haben zu können!
      Und auch tolle erziehungstipss habe ich mit genommen!

      Vielleicht wäre das auch für dich gut!

      Inzwischen haben wir geheiratet und ein Baby (8 Monate) und genießen das Familienleben. Jeder muss aber mit anpacken und auch mal zurück stecken....

      Überleg was dir gut tun würde?! Ich geh dann mit einer Freundin essen, mal wieder richtig tanzen oder einfach zu den Pferden oder mit dem Hund alleine raus .... oder ich höre gaaaaanz laut Musik 😎

      Lg

      (11) 08.01.18 - 06:39

      Du hast 2 gesunde Kinder, die fähig sind zu schreien und einen Mann dazu, mit dem Du in ein Häuschen ziehen kannst. Das ist schon ein Glück, von dem manche gerne was abhaben würden.

      Wie wäre es, zusammen mit dem Kind zu schlafen, welches alle 20 Minuten ruft? Vielleicht würde es dann besser schlafen?

      Es gibt Phasen im Leben durch die man durch muss. Du hast jetzt eine Phase mit kleinen Kindern, die aber irgendwann besser wird.

      Gehen die Beiden in den Kindergarten?

      Hallo,

      ich kann dir sehr gut nachfühlen, unsere Tochter hat erst mit 3 Jahren gut geschlafen, kurz bevor sie in den Kiga ging und ich zur Arbeit.
      Ab da wurde alles entspannter. Durch den Schlafmangel vorher ging es mir auch nie gut, ich fühlte mich ausgelaugt.

      Mein Mann hat mit zum Glück oft längere Schlafzeiten ermöglicht, d.h. er hat mit unserer Tochter im Wohnzimmer geschlafen, damit ich in meinem Bett Ruhe hatte (ich kann woanders schlecht schlafen). Dadurch hatte ich mal "Verschnaufspause".

      Die Idee, eine Matratze in das Kinderzimmer zu legen, damit du nicht aufstehen musst, ist zwar gut, aber ich persönlich hätte dort keine Ruhe bekommen.

      Dein Mann und du solltet euch mit der Kinderbetreuung abwechseln, damit jeder seine Ruhephasen bekommt.
      In dieser Situation gerade in ein Haus zu ziehen, halte ich für eine eher schlechte Idee.
      Denn zu der angespannten Situation kommen doch sicher auch finanzielle Einschränkungen dazu - sowas geht dann auch noch an die Nieren. Kann das vielleicht noch warten?

      Was ist mit Kinderbetreuung außerhalb?
      Die 4jährige geht doch sicher in den Kindergarten?!
      Meine Tochter ging ab 18 Monaten in eine betreute Kleinkindspielgruppe. So hatte ich 3 Stunden nur für mich. Konnte man 3 Tage die Woche buchen. Vielleicht gibt es das ja bei euch auch?
      Was ist mit Großeltern? Babysitter?
      zeit zu Zweit ist wichtig für euch!

      Alles Gute!
      sonntagskind

      Hallo!

      Ich bin nur in Balance, wenn ich arbeiten gehe und meine Hobbies pflege. Nur zuhause sein liegt mir gar nicht, da werd ich wahnsinnig.
      Hatte jetzt über Weihnachten 2 Wochen Urlaub, das hat schon gereicht, um fast irre zu werden.. da fehlt mir einfach der Ausgleich.

      Nachts aufstehen, weil irgendwer weint / ruft musste ich noch nie. Wir schlafen im Familienbett. :)

      LG Claudi

      Beide Kinder sind alt genug für die Tagesbetreuung. Darum würde ich mich zuerst kümmern. Einem oder zwei kleinkindern jeden Tag gerecht zu werden ist schon anstrengend. Sie wollen beschäftigt und angeregt werden und die Kinder auszupowern ist schon eine Tagesaufgabe. Ich hätte meine 2jährige im Leben nicht zu Hause alleine ausreichend beschäftigen können - und nebenbei noch Haushalt und alles erledigen.

      Also würde ich zuerst sehen, dass ich die beiden Kinder in der Betreuung unterbringe. Wenn du das dann gemacht hast, dann hast du auch wesentlich mehr Zeit für den Haushalt, deine Erledigungen und Termine. Eventuell kannst du dann auch wieder eine Arbeit aufnehmen, dann erlebst du auch mal was Anderes als nur Haushalt und Kinder. Vielleicht bringt es dir etwas, wenn du dich in einem anderen Bereich verwirklichen kannst und dort auch entsprechend Anerkennung erfährst.

      Zudem würde ich erforschen, warum die Kleine alle 20 min etwas will in der Nacht. Das muss ja irgendeinen Grund haben. Hast du denn mal eruiert, warum dein Kind alle 20 min ruft? Was will sie denn und - wesentlicher noch - was bekommt sie denn dann?

      • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, es tut so gut zu hören dass es anderen ähnlich geht bzw. die Tipps waren auch nicht schlecht.
        Ja die Große geht in den Kiga. Dass es der Kleinen langsam langweilig wird dachte ich mir schon, eigentlich sollte sie seit dieser Woche zur Tagesmutter gehen, das verschiebt sich aber, da wie mit Grippe im Bett liegen...
        Ab März werde ich wieder arbeiten, bis zu 16 Std die Woche, mal schauen ob sich dann was tut. Immerhin wird auch das Wetter wieder besser werden...
        UnD eine Mutter Kind Kur wäre vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn ich sie überhaupt genehmigt bekomme. :-)

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