Neues Haus gegen Altes Haus?

    • (1) 10.01.18 - 21:52

      Hallo.

      Wir haben 4 Kinder (9,6,4,1) und haben 2007 ein Haus gebaut 188 qm mit 4 Schlafzimmern davon ein recht kleines, irgendwie ist die Planung von den Zimmern nicht ganz optimal. Die zwei grossen teilen sich auf deren Wunsch das grösste Zimmer, aber wenn der Tag kommt wo der grosse ein eignes Zimmer will müssten wir ein Badezimmer als Schlafzimmer umbauen. Und wir würden das Zimmer von Mini nehmen, aber da passt nur unser Bett rein und eine kleine Komode (kleines zimmer eck fenster) und der Kleider Schrank müsste Platz im Flur finden.

      Jetzt ist bei uns ein paar Strassen weiter ein altes Haus (Bj 1961) zuverkaufen 198qm und wir könnten noch den Dachboden ausbauen und das Erdgeschoss vergrössern, dann hätte jedes Kind ein Schlafzimmer um die 28qm und wir auch. Das ganze Haus müsste komplett renoviert werden ( Elektrik, Heizung, Wasser, Dach,..). Das Haus hat auch ein schöner grosser Garten wo niemand direkt reinschauen kann, wo wir jetzt wohnen neue Wohnsiedlung kleiner Garten und alles recht nah aufeinander.

      Ich würde das alte sofort Haus kaufen, aber mein Mann ist der Meinung wir wären dumm ein neues gegen ein altes Haus zu tauschen. Ich bin aber der Meinung wenn das alte Haus renoviert ist, dann ist ja auch alles neu es wird bis auf die Grundmauern renoviert.

      Er würde dann eher in eine andere Stadt ziehen und da ein neues Haus kaufen, das finde ich aber nicht so gut, weil ich möchte dass die Kinder hier weiter zur Schule gehen, Sport machen und wegen den Freunden.

      Was würdet ihr tun?

      Lg😀
      Sandra

      • Hallo
        Ich weiß ja nicht, für mich persönlich ist ein Hauskauf, ein Umbau im großen Rahmen,... ja schon eine größere Sache. „Ich würde es sofort kaufen“ und „wenn es renoviert ist,ist alles neu“ finde ich recht einfach gesagt.
        So eine komplette Renovierung würde ich nicht unterschätzen. Ich kenne Leute die aus einem älteren Haus etwas richtig tolles gemacht haben, leider waren da aber auch einige Überraschungen dabei,trotz Gutachten, die sie einiges mehr an Zeit, Nerven und Geld gekostet haben.
        Außerdem gebe ich zu Bedenken dass deine Kinder irgendwann ausziehen, dein ältestes Kind vielleicht sogar schon in nur 7 Jahren, und ihr dann mit dem größeren Haus und Garten alleine seid. Auch die Frage: was machst du so im Schlafzimmer groß, außer schlafen? Solange das Bett Platz findet würde mir das für die paar Jährchen reichen.

        LG

        • Ja ich weiß, dass so ein Umbau nicht zu unterschätzen ist. "Sofort kaufen" war wirklich vielleicht schlecht ausgedrückt, ein Haus kauft man ja nicht wie eine neue Jacke. Was die Renovierung betrifft weiss ich schon was auf uns zukommen würde, denn wir haben eine eigene Firma und machen auch Renovierungen.

          Lg

      (4) 10.01.18 - 22:17

      Ich liebe alte, liebevoll renovierte Häuser mit einem tollen Garten und fände den Tausch daher nicht als Rückschritt. Man müsste es halt auch mal kalkulieren. Was legt man drauf, ist das finanziell zu machen usw.

      • (5) 10.01.18 - 23:19

        Danke.

        Ja das Finanzielle habe wir schon durchgerechnet das wäre kein Problem.

        Ich würde es auch nicht als Rüchschritt sehen, nachher wenn alles fertig ist wäre es ja nach unseren Vorstellungen, aber mein Mann sieht es etwas anders.

        Lg

    Hallo,

    ich liebe alte Häuser und wohne selbst in einem. Oft sind sie wesentlich pragmatischer gebaut aus die Neubauten. In den 60ern gab es noch weniger Platzansprüche als heute ... Wohnzimmer waren kleiner, Schlafzimmer größer, daher bekommt man da recht schöne Kinderzimmer raus. Die Gärten sind oft auch größer und Haus und Garten oft ohne Schnickschnack ...

    Ich würde aber Folgendes bedenken: Du schreibst "bis auf die Grundmauern renoviert" und da sehe ich ehrlich das Problem. Wir haben es auch so gemacht ... wenn du nicht viel Eigenleistung bringst - und beim Renovieren stößt man schnell auf so manche Überraschung - dann dann wird das v.a. eins - irre, irre teuer. Und wenn du viel selbst machst ... es frisst alles irre Zeit. Tapeten abkratzen, Bodenbeläge raus, dann muss das alles irgendwie entsorgt werden (und Bauschutt kann da wirklich teuer sein). Jeder Quadratmeter Fliesen kostet Geld, die Elektrik, wenn du Pech hast, sind keine Leerrohe verlegt und du musst alle Wände aufspitzen, neue Fenster, Wärmedämmung ... Bei uns tauchten immer wieder Risse auf, die sich zwar allesamt als Setzungsrisse entpuppten, aber z.T. so bedrohlich aussahen, dass wir immer den Statiker kommen ließen ... das schlug dann wieder extra zu Buche.

    Bei uns sind die Wochen nur so gerast, der Frust war mitunter riesig, die Kinder hatten Bedürfnisse, wir selbst arbeiten, und dann, nachdem die Kinder im Bett waren, noch auf die Baustelle und totmüde Tapeten abkratzen ... Dann konnte DIE Fliese nicht geliefert werden, obwohl bestellt, dann konnte der Fliesenleger erst wieder vier Wochen später als endlich die Fliese da war ... es kostet sehr viel Nerven. Und Geld, weil du ja schon den Kredit bedienst für das neue Haus ... je nachdem. Du spürst den Zeitdruck ...

    Wenn ich mir den Standard meiner nun frisch renovierten Hütte anschaue, bin ich persönlich zufrieden. Ich darf aber nie zusammenrechnen, wie viel wir wirklich im Detail investiert haben, bis es so war (und es ist halt immer noch ein Durchschnittshaus aus den 1960ern) und unsere Arbeitszeit (pro Nase mehrere 100 Stunden und die Kinder haben auch gut mitgeholfen) kann man auch vergessen. Dann eben noch so Liebhaberinvesitionen: der unter dem schlecht verlegten Linoleum aufgetauchte ramponierte Parkett musste saniert werde. Und so Sachen: Sprich: Würden wir heute verkaufen (und der Markt ist leer ...) dann würden wir den Kaufpreis + alle Investitionen nie mehr rausbekommen.

    Dann seid ihr ja bei der maximalen Ausdehnung eueres Platzbedarfes. In zehn Jahren zieht vielleicht das erste Kind wieder aus....und der Kredit läuft weiter.

    Könnt ihr nicht erstmal den Architekten kommen lassen und fragen, ob der nicht eine Idee hat? Wir haben in unserem Haus auch umgebaut und auf die Lösungen, auf die der Innenarchitekt kam, wäre ich in 1000 kalten Wintern nicht gekommen. War super investiertes Geld! Vielleicht kann man Wände einziehen oder versetzen oder irgendwo einen Anbau erstellen, den Keller ausbauen, eine zweite Ebene einziehen ....

    Freunde von uns, die beengt wohnen, haben statt umzuziehen einen wunderschönes Grundstück am Waldrand gemietet ... haben dort einen Wohnwagen und sind den ganzen Sommer über da draußen, Kinder schlafen manchmal im Zelt ... ist wunderschön. Und entschärft das Platzproblem auch. Habt ihr schon mal an eine solche Alternative gedacht?

    GLG
    Miss Mary

    • Danke erstmal.

      Ja wir hatten einen Archtiekten hier für ein Anbau, aber das würde uns von der Gemeinde leider nicht genehmigt. Im Haus gibt es keine Möglichkeiten mehr Wände einzuziehen.

      Lg

      • Hallo,

        okay. Was ist denn die Meinung deines Mannes (vom Fach?). Du klingst eher ziemlich entschlossen.

        Eine Frage (gar nicht böse gemeint und mehr aus Interesse): Ihr habt 2007 frisch gebaut und seid vom Fach ... Mich wundert dann ein wenig, dass ihr die Familienplanung etc. nicht mit bedacht habt ...nur, dass das nicht wieder passiert?

        Dann noch ein Punkt. Braucht ihr das Haus irgendwie zu Repräsentationszwecken - wenn ihr vom Fach seid? Bei uns in der Gegend gibt es einen Familienbetrieb mit Zimmermännern, Vater + zwei Söhne, von denen jeder eine andere gängige Dachkonstruktion hat und das Haus sozusagen als Musterhaus mitnutzt.

        Geld scheint bei euch keine primäre Rolle zu spielen ... ihr Glücklichen ... wäre altes Haus kaufen, abreißen und komplett nach euren Wünschen wieder aufbauen (vielleicht auch so, dass man einen Teil später abtrennen kann) keine dritte Option? Die Architektur hat sich seit den 60ern schon weiterentwickelt. Wie gesagt, ich habe geschmacklich ein einfaches Gemüt, aber bei Freunden, die jetzt bauen oder gebaut haben, gibt es z.B. schon echt coole Gimmicks, wo ich wirklich denke "wow", cool und andere Lösungen, z.B. 200qm auch für ein später kinderloses Paar mit gelegentlichen Enkelbesuch optimal zu nutzen.

        Das neue Haus klingt sympathisch (man merkt, dass du es magst), ist aber sicher kosten- und arbeitsintensiv, bis es so aussieht, wie ihr euch das wünscht. Wenn es euch alle glücklich macht (und es auch dort mindestens zwei Bäder gibt ...).

        Mich würden aus der heutigen Sicht mehrere Punkte vom Hausverkauf abhalten:

        (a) Die Kaufnebenkosten. Ich trinke äußerst selten, aber bevor ich Makler, Notar und
        Finanzamt mehr als ein halbes Jahresgehalt - mühsam erspart - überwiesen habe,
        musste ich ein doppeltes Baileys trinken und krampfhaft an andere Dinge denken

        (b) Ich glaube, bei Häusern gibt es die eierlegende Wollmilchsau, die auf alle Lebens-
        lagen passt, einfach nicht. Man muss immer Kompromisse eingehen und ent-
        wickelt sich ja auch mit seinem Geschmack und den Bedürfnisse einfach weiter.

        (c) Die Arbeit, die bei Renovierung, dem Umzug eines Mehrpersonenhaushaltes etc.
        involviert ist und die ganzen Gedanken, die man sich machen muss, weil man ja
        doch wieder in neue Möbel und Einrichtungsdetails investieren muss - zumindest
        teilweise.

        (d) Das Geld, das ich in meiner Hütte versenkt habe. Ich habe im Laufe der Renovierung
        festgestellt, dass ich einen sehr exklusiven Geschmack habe #schein. Das würde
        ich nie rausbekommen und woanders fände ich sicher den Boden wieder scheußlich
        und alles begänne von vorne

        GLG
        Miss Mary

        • Hallo,

          Mein Mann sagt man könnte was schönes draus machen er für sich wäre aber lieber in einem "Neubau"(kann aber nicht sagen wieso) Ich denke dass er auch weiss was ich immer so für "extras" möchte und ein möglicher Umzug mit 4 Kids, deshalb bleibt er lieber in unserem Haus😅😂😅

          Zum Zeitpunkt wo wir mit dem Hausbau begonnen haben hatten wir noch keine Kinder, und zu der Zeit waren nur 2 Kinder geplant.😀 Nach den 2 Grossen wussten wir aber recht schnell, dass wir noch nicht komplett sind, hätten wir das 2007 schon gewusst hätten wir einiges anders gemacht.
          Unser Haus wäre auch noch mit 3 Kinder "perfekt" aber mit 4 etwas schlecht aufgeteilt. Es kann auch sein dass irgendwann in ein paar Jahren noch ein 5. Kind kommt😊.

          Das Haus soll nicht als Musterhaus dienen darauf hätte ich keine Lust immer fremde Leute im Haus. Das andere Haus ganz abreißen dürfen wir nicht die Grundmauern müssen stehen bleiben.

          Lg

Das mehr an Platz + der größere schönere Garten sind ein wirkliches plus. Ohne den Dachbodenausbau sind es aber erstmal nur 10 m² mehr mit der Ausbauoption lässt sich an Platz aber auch noch was rausholen so das es dann ausreichend sein dürfte . Bleibt nur die Frage der Kosten es muss ja quasi alles gemacht werden , nach und nach wird sicherlich keine Option sein mit 4 Kindern wollte ihr sehr wahrscheinlich auch nicht halb fertig in eine Dauerbaustelle ziehen . Ich würde auf jeden Fall einen Gutachter hinzuziehen , Kostenvoranschläge einholen und überlegen wie viel ihr für euer jetziges Haus bei Verkauf bekommt bzw. wie viel mehr ihr in das alte neue reinstecken müsst hängt sicher auch davon ab ob oder zu welchem Teil das jetzige Haus schon abgezahlt ist . Bedenken würde ich auch das es unter Umständen trotz Gutachter sein kann das versteckte Überraschungen in Form von Mehrkosten auf euch zu kommen könnten denn alles sieht auch ein Gutachter nicht von außen manches stellt sich erst bei der Renovierung heraus .

  • Danke für's antworten.

    Das Finanzielle haben wir schon durch gerechnet wieviel unser Haus Wert ist was wir noch abbezahlen müssen, Kosten "neues" Haus/Renovierung, dann hätten wir für die Renovierung so um die 300.000€.

    Wir hatten schon ein Gutachter mit der sieht keine Probleme, natürlich sieht er auch nicht durch Mauern.

    Was die Renovierung betrifft wir haben eine eigene Firma deshalb können wir einiges selbst einschätzen von den Kosten her.

    Lg

Hallo,
hmm, schwer zu sagen. Also aus alt wird niemals neu, da kann man noch so viel renovieren. Dafür hat´s Charakter, is auch schön.
Wichtiger ist, Ihr seid Euch einig.
Und das 2. Bad abreißen, bei 6 Personen in Haus? Hui, das ist mutig. Find ich....
LG

Hallo!

Ich würde vorallem bedenken was ist, wenn IHR alt seit. Ihr habt jetzt 188qm. Das Problem ist meist die Unterhaltung im Alter. Also was das sauberhalten betrifft. Oft sehen ältere Leute ihre Obergeschosse jahrelang nicht mehr, weil sie einfach nicht hoch kommen. Und dann ein noch größeres Haus? Hmmm.... und ich würde auch bedenken, dass sich die beengende Situation vlt gar nicht so lange zieht. Oder glaubst du, dass deine Kinder bis 30 Zuhause wohnen? Mal angenommen der größte zieht mit 20 von Zuhause aus. Und die beiden würden sich ab der Pupertät das Zimmer nicht mehr teilen. Dann würde es sich um ca. 6 Jahre handeln in denen ihr ein wenig enger zusammenwohnt, weil ihr in ein anderes Schlafzimmer müsst.

Ich würde nie ein neues Haus gegen ein altes tauschen. Erstens wisst ihr nie was ihr bekommt und zweitens bedeutet ein gebrauchtes Haus immer Arbeit und Geld.

(14) 11.01.18 - 08:20

Hi,

ich würde in dem Fall auch eher zum Neukauf tendieren. Zumal das Haus in den 60ern gebaut wurde. Sooo alt ist es nicht. Wir haben vor 1 1/2 Jahren unser Haus gekauft. Baujahr 1928 und genauso war innen drin alles. 2 adrige Leitungen, Ölheizung in allen Räumen.

Wir haben 7 Monate renoviert, viel in Eigenleistung (Elektroleitungen ziehen, Esstrich, Türen einbauen usw.) gemacht. Wir haben knapp 120 m2 und nach 7 Monaten war soweit alles fertig. Da ihr über Vorkenntnisse verfügt, wisst ihr was auf euch zukommt.

Wir haben insgesamt für alles so 60.-70.000 € für die Renovierung gebraucht.
Ging auch nur durch die Hilfe meines Schwiegervaters und da wir Bekannte in verschiedenen Gewerken haben, die uns Sachen günstiger besorgen konnten bzw. uns beraten konnten was sinnvoll ist.

Wir sind glücklich mit unserem Haus und der Garten ist auch toll, muss aber dieses Jahr gemacht werden. Ich sag nur Brombeeren 😑.

Würde es immer wieder machen.
Vorher im Haus der Schwiegereltern hatten wir auch genug Platz 4 ZKB, aber im eigenen Haus ist es doch was anderes.

Also wenn es finanziell machbar ist, würde ich immer die größere Variante vorziehen.

Ich hab zum Beispiel 2 Ausbildungen gemacht, weil die erste nicht das wahre war, aber hätte ich nicht meinen Freund jetzt Mann gehabt, hätte ich bis 25 zu Hause gewohnt.
Und ich würde nicht selbst jahrelang in einem winzigen Schlafzimmer sein wollen.

Hi,

unser Haus ist 120 Jahre alt, 220 m2 groß und hat ein Grundstück von knapp 600 m2.
Niemand wollte es haben, da haben wir es zu einem Spottpreis gekauft und innerhalb von 14 Jahren in ein Schmückkästchen verwandelt.
ABER: Das geht nur, wenn man entweder genug Kohle für die vielen Handwerker hat oder selber handwerklich geschickt ist und wie mein Mann sehr viel selbst machen kann.
Dann würde ich das Haus kaufen!

lg

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