Ist das egoistisch?

    • (1) 14.01.18 - 17:16

      Hallo ihr lieben,

      ich schreibe über den Account von einer Freundin.
      Ich weiss bald nicht mehr weiter.

      Ich lebe zurzeit in Scheidung, mein Ex mann und ich haben 3 gemeinsame Kinder (7, 4 und 2 Jahre alt.
      Mein Ex mann hat eine Eigentumswohnung, jedes der Kinder hat sein eigenes Zimmer. Nun verlangt er von mir mit den Kindern ausziehen, ich habe keine Ausbildung und habe mich die ganze Zeit mit Mini Jobs herumgeschlagen. Ich muss jeden Cent 5 mal umdrehen.
      Seit einigen Monate denke ich mir das es das bester wäre die Kids beim vater zu lassen und ich ziehe alleine in eine kleine Wohnung, ich möchte gerne in meinem Leben beruflich noch was erreichen und ich weiss genau das ich das mit 3 Kindern nicht alleine schaffen werde. Sie dann noch aus ihrem Umfeld heraus zureissen würde mir das Herz brechen. Die Kinder verstehen sich wirklich super mit ihrem Papa und ich hätte auch meine Bedenken sie bei ihm zu lassen. Könnte sich der Vater dagegen wehren?
      Findet ihr das egoistisch von mir?

      Ich liebe meine Kinder wirklich über alles aber ich kann Ihnen nicht so ein Leben bieten wie es der Papa könnte. Ich hab mir das auch gründlich überlegt und natürlich würde ich sie auch immer am Wochenende nehmen und in den Ferien. Ich will nur das beste für meine Kinder und ich denke dass es das beste für die Kinder wäre.

      Ich danke euch schon mal für eure Antworten.

      LG

      • (2) 14.01.18 - 17:37

        Du machst dir Gedanken um das Wohl deiner Kinder und die Unterbringung bei der Mutter ist zwar nach wie vor der Regelfall, aber nicht zwangsläufig automatisch die bessere Lösung.

        Ich weiß nicht, wie die Kommunikation zwischen euch in der doch sehr schwierigen Phase nach der Trennung läuft. Für mich liest sich das alles einigermaßen planlos oder habt ihr euch wegen Trennungsunterhalt abgesprochen bzw. wie hat er sich das überhaupt vorgestellt? Nimmst du die Kinder mit, muss ja erst mal ausreichender Wohnraum gefunden werden und Trennungsunerhalt plus Unterhalt für drei Kinder ist auch nicht ohne.

        Wie schätzt du denn den Wunsch der Kinder ein? Du hast geschrieben, dass der Vater sich gut kümmert und das Verhältnis bestens ist, aber das passt für mich nicht so ganz zum Verhalten des Vaters, der von dir verlangt, mit den Kindern aus der Wohnung zu verschwinden. Er selbst scheint noch nicht mal mit dem Gedanken gespielt zu haben, kann das sein?

        Noch ein Hinweis: wenn die Kinder bei Vater leben, bist du grundsätzlich nicht nur unterhaltspflichtig, sondern hast auch eine erhöhte Erwerbsobliegenheit, dh. du müsstest eigentlich alles unternehmen, um den Unterhalt zu sichern. Da du aber keine Ausbildung hast, geht die Erstausbildung nach der Rechtsprechung des BGH dem Unterhalt vor, dh. du bist in der Zeit dann nicht zum Unterhalt verpflichtet.

        Alles Gute!

        • Ja das kommt noch dazu ich finde keine geeignete Wohnung mit 3 Kindern.
          Er sagt er könne die Kinder nicht nehmen weil er arbeiten geht bis 18.30 Uhr.
          Aber ich finde er müsste dann halt schauen wie er das geregelt bekommt. Ich will meinen Kindern irgendwann was bieten können und das kann ich nicht wenn es so weiter geht. Ich will mein Leben in den Griff bekommen und wenn alles so läuft wie ich mir das vorstelle dann können meine Kinder sehr gerne wieder zu mir kommen wenn sie das wollen. Ich will auf jeden Fall eine Ausbildung als Hebamme machen und das heisst auch Schicht arbeiten und das würde ich nie mit 3 kleinen Kindern hin bekommen. Was bringt den Kindern eine unglückliche Mutter.
          Danke für deine Antwort aber aus meiner Familie versteht mich eingach keiner und alle sagen ich würde mit dieser Aktion meine Kinder im Stich lassen und machen mir ein schlechtes Gewissen.

          • (4) 14.01.18 - 18:54

            Puh, da bist du wirklich nicht zu beneiden.

            Ich hatte ja schon geschrieben, dass es eben nach wie vor der Regelfall ist, dass die Kinder bei der Mutter bleiben. Das ist so gefestigt in den Köpfen, dass dabei gerne übersehen wird, dass das die Väter zu Elternteilen zweiter Klasse degradiert und der konkreten Situation nicht gerecht wird.

            Du bist und bleibst die Mutter und er der Vater, egal, wo die Kinder nun künftig ihren Lebensmittelpunkt haben. So schwer es fällt, kann ich dir da leider nur raten, dich ganz auf deine Lage zu konzentrieren und die wenig hilfreichen Kommentare der Familie auszublenden.

            Ja, eine Wohnung mit drei Kindern zu finden, ist mehr als schwierig.

            Ich verstehe schon seinen Einwand, dass er arbeitet. Aber wäre er denn bereit, so lange auch nach der Scheidung nachehelichen Unterhalt für dich zu zahlen, bis das Alter eine Vollzeittätigkeit zulässt, eine vernünftige Betreuung vorausgesetzt?

            Vielleicht wäre es auch eine Lösung, dass er auszieht und du mit den Kindern in der Wohnung bleibt. Du müssest dann natürlich Miete zahlen, würdest aber nach wie vor erst Trennungsunterhalt und dann nachehelichen Unterhalt und Kindesunterhalt beziehen und die Ausbildung dann zu einem späteren Zeitpunkt beginnen, wenn die Betreuungssituation geregelt ist.

      Das ist nicht egoistisch! Eher im Gegenteil. Ich wäre egoistischer und würde meine Kinder mit in eine kleinere Wohnung nehmen--so musst du das mal sehen.
      Ob sich der Vater wehren kann?? Gut, er könnte sagen, er will sie nicht--dann wären wahrscheinlich auch direkt seine Rechte an den Kids futsch, aber da kenne ich mich nicht aus. Viel Glück und alles Gute.

      • (7) 14.01.18 - 21:52

        "dann wären wahrscheinlich auch direkt seine Rechte an den Kids futsch,"
        BGB 1626 Elterliche Sorge, Grundsätze
        (1) Die Eltern haben die Pflicht

        Das Wort Pflicht wird je nach dem gerne mal überlesen aber deswegen verliert man sie nicht.

    Im Prinzip sage ich, mache was du für richtig hältst.
    Aber wenn die Kinder zu dir wollen, würde ich ihnen das nicht verwehren oder wenn der Vater sie nicht will, würde ich sie auch mitnehmen.

    Vergiss bei deinen Überlegungen nicht, dass er den Kindern und wahrscheinlich auch dir, Unterhaltspflichtig ist.

    Liebe Grüße

    Ja für mich klingt das sehr egoistisch.
    Wenn ihr verheiratet sind Kann er dich und die Kinder nicht einfach raus werfen.
    Die Wohnung müsste doch rein theoretisch euch beiden gehören, und wer die Kinder behält bleibt drin wohnen.
    Aber ich glaube das wohn Problem ist hier nicht so das Problem. Sondern
    Und das liest man raus, Das du indirekt keine Lust mehr auf die Kids hast und dein Leben wieder Leben willst.
    Aber du bist nun mal Mutter.
    Und wenn der Papa arbeiten muss, Ist klar das er die Kinder nicht bereuen kann. Den wenn er nicht arbeitet könnte er den Kindern auch nicht das bieten was sie jetzt bekommen.

    • Hi,

      die Wohnung gehört dem, der im Grundbuch steht. Auch wenn man verheiratet ist.
      Daher nie Eigentum kaufen und einen Vertrag unterschreiben ohne, dass man mit eingetragen wird. :)

    " dein Leben wieder Leben willst."
    Sie will eine Ausbildung machen und keinen Urlaub.

    "Aber du bist nun mal Mutter."
    Und er ist der Vater.

    "Und wenn der Papa arbeiten muss, Ist klar das er die Kinder nicht bereuen kann."
    Mir ist das nicht klar. BEIDE sind für die Betreuung zuständig und BEIDE haben das Recht zu arbeiten in VERNÜNFTIGEN Jobs.

    "Den wenn er nicht arbeitet könnte er den Kindern auch nicht das bieten was sie jetzt bekommen."
    Mit einer Ausbildung bekommt sie bessere Arbeit und normalerweise mehr Lohn , dann kann sie das auffangen.
    Wann dürfte sie denn eine Ausbildung machen um nicht egoistisch zu sein? Wenn die Kinder aus dem Haus sind? Zahlst du dann ihre Rente, weil von Aushilfsjobs wird sie keine bekommen.

Hey, es ist definitiv egoistisch zu sagen, dass der Papa halt schauen muss , wie er das macht mit der Betreuung bis 18.30. das wärst dann wohl auch eher du mal gefragt.
Meiner Meinung nach, solltet ihr euch schleunigt zusammensetzen und einen Plan schmieden, wie ihr das GEMEINSAM hinbekommt und zwar so, dass für die Kinder das Beste bei rausspringt.
Ich finde es auch echt krass, dass du momentan die Vorstellung hast, deine Kids dann vorerst nur am Wochenende zu sehen?!? Könnte ich niemals übers Herz bringen....
Alles gute für euch und vor allem für deine Kinder.

  • Nein natürlich würde ich im gleichen Ort bleiben bzw so in der Nähe, das mich die Kids wenn sie wollen jeden Tag sehen können, oder ich die kleinen auch vom Kiga abhole solange der Papa noch arbeitet bzw wenn es meine Arbeit dann zulässt, ich liebe meine Kinder und wenn sie mich sehen wollen dann können sie das auch jederzeit.

    • Hallo und guten Abend!

      Auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden: Was sind die Gründe für eine Trennung? Wäre evtl. eine Paar-Therapie einen Versuch wert? Ich habe den nicht eben guten Eindruck, dass die Kinder als "Altlast" hin und her geschoben werden und das find ich sehr traurig. Ich verstehe, dass du gerne beruflich durchstarten willst, vielleicht ist da auch eine leise Trauer dabei oder Minderwergikeitsgefühle - keine Ausbildung, kein eigenes Einkommen, "nur" Kinder... Im Gegensatz zu deinem Mann, der vermutlich einen guten Job hat und "auch" Kinder. Bisher hat er offenbar gut und gerne finanziell für die Familie gesorgt. Nun willst oder mußt du dich ausklinken, ich weiß nicht, warum. An deinen, euren Kindern wird das nicht spurlos vorübergehen, ganz gewiß nicht. Letzlich zahlen immer die Kinder, nicht in Geld, aber mit tiefen emotionalen Verletzungen. Von Liebe reden wird da nicht viel helfen. Ich wünsche dir, deinen Kindern vor allem und auch deinem Mann, dass ihr einen guten Weg findet.

Ich möchte nicht entscheiden, ob es egoistisch ist, mir tun nur die Kinder leid. Der Vater, von dessen Geld ihr anscheinend jahrelang gut gelebt hat, soll jetzt die Kinder behalten und zusehen wie er das jobmässig geregelt bekommt.
Du willst dich anscheinend erstmal verwirklichen.
Man kann auch mit Kindern eine Ausbildung machen. Auch im Schichtsystem, wenn man ein gutes Betreuungsnetzwerk hat.
Du wirst dir alleine wahrscheinlich nicht mehr als ne 2 Zimmer Wohnung leisten können. Da soll dann in den Ferien Platz für die Kinder sein?
Und wenn deine Ausbildung fertig ist, Papa und Kinder sich mit der neuen Situation arrangiert haben, dann willst du sie wieder zu dir holen?
Interessiert es euch beide wie es den Kindern mit der Situation geht?
Mag sein, dass meine Ansichten komisch sind, aber ich könnte mir nie vorstellen meine Kinder nicht mitzunehmen.

Wie alt bist du?
Welchen Schulabschluss hast du?
Hast du schon nen Schulplatz für die Hebammenausbildung??? - Du weißt schon, wie viele Bewerber auf 1 Platz kommen??

Kann es sein, dass du dir da grade selber was vormachst??

Ich will dir echt nicht zu nahe treten... Aber stellst du dir das alles nicht ein wenig zu einfach vor?

Im übrigen: Auch Ausbildungen kann man MIT Kindern machen, z.B. in Teilzeit.

Auch brauchen Kinder in dem Alter noch nicht jeweils ein eigenes Zimmer. Ich glaube dir, dass du die drei liebst. Aber ich habe auch den Eindruck, dass das Ganze auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.

Hallo,

kurz und knapp: ja es ist egoistisch.

Du willst sie beim Vater lassen, weil du eine Ausbildung als Hebamme machen willst, bei der die Kinder quasi im Weg stehen würden! Das hättest du dir vorher überlegen müssen, sorry. Mit den Argumenten, sie haben beim Papa ihr eigenes Zimmer und du willst sie nicht aus ihrem Umfeld reißen, willst du es dir nur schön reden.

Dein Mann arbeitet bis 18:30 Uhr und du aktuell nicht, wie soll er das machen? Kürzer treten, damit du deine Ausbildung machen kannst? Warum hast du die Ausbildung nicht vor dem ersten oder nach dem ersten Kind gemacht?

Hallo,

nur als kurze Zwischenfrage, hast Du dich ernsthaft mit dem Beruf der Hebammen auseinander gesetzt ?
Hast Du ein Kreißsaal-Praktikum ?
Hast Du überhaupt eine Schule in der Nähe ?
Bewerbung geschrieben und abgeschickt ?
Welchen Schulabschluss hast Du ?
Wie stellst du dir das vor,wenn Du weiter fahren musst ? Sprich bist Du mobil mit dem Auto ?

Ich persönlich finde es schon etwas schräg, dass Du deine Kinder beim Papa lassen möchtest um Dich nun zu verwirklichen, wieso hast Du das nicht getan als Ihr noch ein Paar wart ?
Die Hebammenausbildung ist ein dickes Brett, Du brauchst sehr viel Zeit zum lernen und auch für die Fahrtwege,unterschätze das nicht !

LG

(21) 15.01.18 - 09:10

Ich denke, ihr solltet im Interesse der Kinder mit ihnen reden. Situation aktuell: euch stehen beide die Kinder im Weg und das Geld reicht hinten und vorne nicht.

Angenommen Du lässt sie beim Vater und bist während der Ausbildung vom Unterhalt befreit - danach bist Du unterhaltspflichtig für 3 Kinder... das dürften jeden Monat 1.000€ sein - wie genau willst Du das mit einem Hebammengehalt machen? Mit dem Schichtsystem können sie danach auch nicht zu Dir, können nicht mehr regelmäßige Besuchswochenenden wahrnehmen und Dir bleibt nur ein kleiner Selbstbehalt mit dem Du weiterhin nur in einer kleinen Wohnung wohnen wirst.
Dein Mann hingegen endet in einem finanziellen Desaster: er bekommt jahrelang keinen Unterhalt, muss evtl. Stunden reduzieren und eine Betreuung für 3 Kinder finanzieren , eine verlässliche Kindsmutter, die regelmäßige Betreuungen übernimmt, kannst Du auch dann nicht sein, weil Du ja Schichtsystem festhängst.

Nimmst Du die Kinder, muss er auch Unterhalt zahlen, kann aber dafür voll arbeiten und kann an den Wochenenden als Vater zur Verfügung stehen. Finanziell beisst er so oder so in einen sauren Apfel und Du solltest ehrlich nochmal darüber nachdenken, ob Du Dir nicht besser eine familienverträgliche Ausbildung suchst - einen Tod muss schliesslich jeder von uns sterben.

Naja, also die Kinder einfach ohne weitere Rücksprache beim Vater "zu lassen" (wie du ja schreibst) und die Frage danach, ob er sich dagegen "wehren" kann, finde ich schon einen seltsamen Gedankengang. Eigentlich solltet ihr doch gemeinsam das Sorgerecht, die Wohnsituation und auch die finanzielle Regelung besprechen.

Kann der Vater sich denn ausreichend um die Kinder kümmern? Ermöglichen Beruf und Betreuungssituation die Betreuung eurer Kinder? Immerhin muss er dann den Großteil der Zeit alleine stemmen und das dürfte für ihn als Berufstätigen genauso schwierig werden wie für dich, wenn du nun eine Ausbildung beginnen möchtest.

Mir stellt sich die Frage, warum du nur daran denkst, dass die Kinder bei dir ODER bei ihm sind. Warum könnt ihr nicht eine 50/50 - Regelung besprechen?

Ich glaube nicht,das er Interesse daran hat,das die Kinder bei ihm bleiben.Sonst hätte er ja vielleicht mal den Vorschlag gemacht.
Ihr habt da eine recht schwierige Situation.Ich befinde mich derzeit in einer ähnlichen.
Trennung seit Oktober,von heute auf morgen und erst jetzt ziehe ich mit meinen Kindern in eine kleinere Wohnung.Bisher sind sie nur Haus gewöhnt und ihr Vater zieht jetzt zb mit seiner neuen in eine riesen Hütte,wo jedes Kind ein Zimmer hätte.Aber sie hätten es deswegen nicht besser dort.
Materielles und ein großes Haus alleine sind nicht ausschlaggebend,wie gut es den Kindern geht.
Ich habe zwar eine Ausbildung gemacht,aber nie darin gearbeitet.Jetzt habe ich das Glück,das dieser Beruf hier gesucht wird und ich gute Chancen habe auf eine Stelle.Aber für mich ist das natürlich auch alles neu und wirbelt alles durcheinander.
Hier ist die Miete recht hoch und ich habe sehr großes Glück gehabt überhaupt eine Wohnung mit 3 Kindern und meinen Tieren zu bekommen.Das war in letzter Sekunde,sonst wären wir zurück in die Heimat gegangen.Dann wären Vater und Kinder 400km getrennt gewesen.
Ich werde beruflich nie viel erreichen,aber das war ja schon klar,als ich entschied bei den Kindern zu bleiben,daher käme es für mich nie in Frage,die Kinder beim Vater zu lassen.Bei uns ist es auch so,das er quasi rund um die Uhr arbeitet.Er könnte sich gar nicht kümmern.In eurem Fall dürfte das auch mehr als schwer sein.
Ich würde realistisch überlegen,welche Ausbildung du auch mit 3 Kindern machen kannst,evtl. auch in Teilzeit und mir Unterstützung jeglicher Art suchen.
Wichtig ist,das ihr euch zusammen setzt und schaut,wie ihr euch gegenseitig unterstützen könnt,bzw. wie du eben die Ausbildung machen kannst.Das wäre zumindest das beste.In der Praxis klappt das ja leider nicht immer so gut.
lg Julia

Hi,

ich finde es nicht egoistisch, sondern sinnvoll, dass du dir Gedanken machst.
Welches Ziel dabei herauskommt, wird sich dann ja zeigen. Aber zumindest überlegst du, wie es weitergehen könnte.

Eine Mutter soll mit Kindern ihre Ausbildung wuppen (arbeiten + lernen + Kinder versorgen + am finanziellen knappsen damit es mit Wohnung klappt), aber einem Mann ist es nicht zuzumuten, dass er neben Vollzeitjob (ohne Lernen, ohne finanzielle Sorgen) sich um die Kinder kümmert #kratz
Mutter soll sich um Vollzeit-Betreuungsnetzwerk kümmern, damit das mit der Ausbildung klappt. Dem Vater ist es nicht zuzumuten sich um ein Betreuungsnetzwerk zu kümmern, weil er den Job schon hat? #gruebel

Ich finde es durchaus sinnvoll, dass du dir Gedanken machst.
Ausbildung ist schon mal super.
Wie lässt sich das realisieren?
Verdienst in der Zeit abzüglich Fahrkosten etc.?
Arbeitszeiten, Berufschulzeiten?
Welche Ausbildungen kämen in Frage? Evtl. auch erst mal eine andere, um dann Hebamme darauf aufzubauen?

Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es?
Sowohl, wenn die Kinder bei dir wären?
Als auch wenn die Kinder bei ihm wären?
Wie gut könnt ihr euch verständigen?
Könntet ihr gegenseitig die Betreuung MITübernehmen und nur einen Teil anders abdecken?
Wie weit könnten die Kinderbetreuungszeiten im Kindergarten ausgedehnt werden?
Zu welchen Mehrkosten?
Bei welchen Zuschüssen?

Müssten die Kinder Schule/Kindergarten wechseln? Z.B. falls du nicht innerhalb des Ortes eine Wohnung findest?
Wie weit sind die Wege zu Freunden, Großeltern? Wer könnte wann wie einspringen oder unterstützen?
Sowohl dich als auch ihn? (um die Endsituation mal offen zu halten)

Gäbe es überhaupt eine Chance auf einen Teilzeitausbildungsplatz? (dass es diese gibt, weiß ich. Hier würde es z.B. keinen in der entfernten Umgebung geben)
Könnte der Vater der Kinder seine Stunden reduzierien? Was müsste er dabei beachten?
Zwischen Teilzeit 20 Stunden und Vollzeit 40 Stunden, gibt es immerhin einiges dazwischen. Je nach Vertrag und Tätigkeit.

Würdest du das kräftemäßig packen? Kinder versorgen, (Vollzeit) Ausbildung, lernen, finanziell, Betreuung, emotionale Versorgung? Wie könnte er da seine Kinder unterstützen? (oder müsste er das nicht, weil er ja "nur" Vollzeit arbeitet und ihm da die Unterstützung seiner Kinder nicht zuzumuten ist/wäre?

Prüfe welche Möglichkeiten es gibt.
Bei welchen Möglichkeiten würde der Vater mitziehen?
Bei welchen würde es mehr Streit als Nutzen geben?

Viel Kraft!

(25) 15.01.18 - 13:28

------Aber ich finde er müsste dann halt schauen wie er das geregelt bekommt.---

Natürlich ist das egoistisch, was sonst?

Warum bist Du vorher nie auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zu machen?

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