Familie unkomplett - geht das Gefühl mal weg?

    • (1) 15.01.18 - 20:56

      Gibt es unter euch Mütter, bei denen das Gefühl, die Familie sei nicht komplett oder sie wollen nochmals ein Kind, irgendwann verschwand?

      Ich komme aus einer grossen Familie und wollte selber auch mal eine haben. Aber nach zwei Kindern (4 und 3) muss ich sagen, dass es vernünftig wäre, keine weitern mehr zu haben. Vor allem weil mein Mann und ich uns zu wenig belastbar fühlen, um nochmals durch die Babyphase zu gehen.

      Trotzdem ereilt mich immer wieder das Gefühl, es fehle da noch ein Kind. Mal mehr, mal weniger. Je nach dem, wie stark ich von anderen Aufgaben abgelenkt bin.

      Kennt das jemand? Ist das irgendwann verschwunden? Ich hoffe es eigentlich sehr, denn das Gefühl schmerzt schon ziemlich.

      Katrin

      • Hallo, ich hatte dieses Gefühl auch. Bei mir ging es nicht weg. Mein Mann fühlte sich komplett.
        Nachdem ich ungeplant schwanger war und eine FG hatt wurde es noch schlimmer. Konnte meinen Mann dann vom 3.überzeigen.
        Unser kleinster Schatz ist nun 2 und icv muss sagen ich fühle mich jetzt auch komplett. Er ist das beste was uns noch passieren konnte.

        • Schön zu hören, dass ihr so euer Glück gefunden habt!
          Hattest du denn komplett den Kinderwunsch oder war bei dir die Vernunft eigentlich auch eher dagegen?
          (Du musst darauf natürlich nicht antworten, wenn du nicht magst.)

          • Unsere Grossen sind schon 14 und 11. Es ist also ein richtiger Nachzügler. Der Verstand hat ganz klar gesagt: lasst es, die beiden sind aus dem gröbsten raus, seid dankbar für 2 gesunde Kinder, du arbeitest, ihr habt schon genug Stress, wird man allen gerecht ect.
            Ich liebe alle meine Kinder und der Kleine ist echt ein Sonnenschein.
            Wir sind abends aber auch fix und fertig, alle unter einen Hut zu bekommen ist schwierig.
            Wir sitzen sonntags abends zusammen und machen einen Wochenplan wer wann wo welche Kind hinfährt bzw.abholt.
            Obwohl ich den Kleinen nicht missen möchte würde ich mich mit dem Altersabstand und meinem Wissen heute evtl nicht nochmal so entscheiden

            • Ja, eine Familie ist ein echtes kleines Unternehmen! #schwitz
              Herzlichen Dank für deine ehrliche Antwort!
              #herzlich

              Fast so ist es bei uns auch, nur dass die kleinste ungeplant kam aber auch ich fühlte mich immer wieder nicht komplett, hab öfters "im scherz" gesagt, dass eins schon noch gehen würde... sie hat uns dann alle überrumpelt, mich am allermeisten!

              In der situation als familie jetzt fühle ich ganz genau wie du! Auch wir haben auch einen grossen abstand und es ist sehr anstrengend! Aber mit kleinerem abstand wäre es das wohl nicht weniger gewesen, nur anders...

              LG Bianca

              • Unser Kleinster hat uns auch überrumpelt. Nachdem ich 2 FG hatte und 2 ELSS hiess ds ich kann auf normalem Weg nicht mehr schwanger werden. Hatte mich dann damit angefunden und schwups war ich schwanger.
                Ich glaube mit kürzerem Abstand wäre besser gewesen.
                Grad die Grossen tun mir oft leid.
                Sie müssen viel zurückstecken und der Mittlere möchte immer das wir alle etwas zusammen machen. Das gestaltet sich durch die unterschiedlichen Interessen schwierig.

      Hallo,

      bei mir ging das weg ... ich habe aber gar nicht gemerkt wann. Ich war mir immer sicher vier Kinder - Layout des Hauses war so gewählt, Auto ... Alle Babysachen waren verstaut.

      Dann waren drei Kinder, die 5, 2 und Baby waren, genug. Ich habe gestillt und mich auf das vierte gefreut. Es war sehr klar, es würde ein viertes Kind geben und ich wollte das auch so. Dann waren die Kinder 6, 3 und 1und mein pflegeleichtes Baby war auf einmal eins: megaanstrengend, ich musste nachts mit beiden Kindern raus und hatte oft das Gefühl, dass ich mich total aufreibe. Zudem ging ich ja arbeiten und war vor allem eins: immer entsetzlichst müde.

      Daher hatten wir beschlossen, noch ein Jahr zu warten, v.a., weil es mit dem dritten nahezu sofort geklappt hatte und ich schon eine Zwillingsschwangerschaft hatte (allerdings nur eins überlebt) und ich wusste, dass zwei weitere Kinder außerhalb des Schaffbaren waren..

      Als die Kids dann 7,4 und 2 waren, haben wir mit "Üben" losgelegt und es tat sich nichts. Wir haben angefangen, Kurven zu zeichnen, Bienchen zu setzen und haben gewartet. Dann waren die Kinder 8, 5 und 3 - der Kleine war endlich im Kindergarten und mitunter, an meinem freien Tag (ich habe immer Vollzeit gearbeitet und dann ein Jahr lang reduziert) habe ich es so genossen, alleine zu sein, morgens. Da kamen die ersten Zweifel. Wollte ich wirklich nochmal von vorne anfangen? Zudem wurde die Schule anstrengend, das ständige Hausaufgabenbewachen, helfen ....

      Der Gyn drängte ein wenig, wegen meines Alters und des Altersabstandes ... und wir beschlossen erst, nachhelfen zu lassen, bis wir das mit dem Zwillingsrisiko unterschrieben haben (also schon mal eine Zwillingsschwangerschaft, nun noch älter ...). Ich hatte vorher Sectios gehabt und eine Zwillingsschwangerschaft wäre wegen einer drohenden Uterusruptur gefährlich geworden. So fingen sie dann an, die Zweifel. Ich hatte wirklich Angst, dass ich mit Zwillingen schwanger werde und mir etwas passiert. Daher haben wir das mit dem Nachhelfen gelassen und einfach beschlossen, wir warten, ob was passiert. Das war das erste Mal, dass ich in Erwägung zog, dass wir fünf bleiben. Erst tat das Gefühl etwas weh. Dann gewöhnte ich mich daran.

      Es passierte Jahre nichts, als ich dann 40 war kam die Megaüberraschung ... ich war schwanger. Ich hatte immer gedacht, ich würde mich ewig freuen, ich war jeden Monat irgendwie enttäuscht. Aber das Gegenteil war der Fall ... ich hatte völlige Panik, der Kleine war schon in der Schule und der Gedanke, nun noch einmal von vorne anzufangen ... war seltsam. Und instinktiv hatte ich auch das Gefühl, dass etwas nicht stimmte ... der Schwangerschaftstest brauchte ein paar Tage, bis er dunkelblau war und ich machte erst für die 7. Woche einen Termin aus, einfach, weil ich wusste, dass bei einer intakten Schwangerschaft da das Herzchen schlagen musste.

      Beim Gyn war dann eine Fruchthöhle zu sehen ... aber nicht mehr, er schätzte, dass es 5+4 vom Stadium war und war recht optimistisch. Ich wusste aber irgendwie, dass es keine intakte Schwangerschaft war. Tatsächlich war es ein Windei. Er drängte mich zu einer Ausschabung (ich hatte wochenlang Blutungen und die Fruchthöhle wuchs ja weiter) und ich konnte es nicht ... ich wollte mich nicht mit der Gym konfrontieren, wissend, dass ich vermutlich nie mehr ein Kind bekommen würde. Und gleichzeit war ich erleichert ... im Warten auf den ersten Gyntermin waren mir so viele Gedanken und Zweifel gekommen .... Und irgendwie wurde mir klar - im ganzen "Üben" und doch etwas Hoffen hatte ich das zweite Gefühl völlig ignoriert, das Gefühl "es wäre schön gewesen wenn, aber es sollte einfach nicht sein. Jetzt ist nicht mehr der richtige Zeitpunkt". Die Fehlgeburt habe ich dann alleine daheim hinter mich gebracht (würde ich in der 11 Woche nie mehr so machen). Es fühlte sich wirklich an wie eine kleine Geburt ... und danach wusste ich, das wars jetzt.

      Von daher ... ja ... mein Kinderwunsch ist verschwunden.
      GLG
      Miss Mary

      • Wow, danke fürs Teilen deiner bewegten Geschichte. Ja, manchmal nimmt uns der Körper bzw. der Lauf der Geschichte die Entscheidung dann ab...
        Ich hoffe, du konntest Frieden mit deiner Geschichte finden und wünsche dir viel Freude mit deinen dreien!

        • Hallo,

          ja, ich habe mit dem Thema "Baby" völlig abgeschlossen. Früher habe ich Babys geliebt und auch gerne auf die Babys von Freundinnen aufgepasst. Inzwischen nerven mich Babys und Kleinkinder echt ziemlich schnell - ich hätte nie mehr die Nerven.

          GLG
          Miss Mary

    (11) 15.01.18 - 23:31

    Hallo!
    Ursprünglich habe ich immer von 4 Kindern geträumt, mein Mann eher von 3en.
    Als unser drittes Kind geboren wurde, war mir sofort klar, dass es nicht das letzte Kind sein konnte. Ich habe das so sehr gespürt, mein Mann allerdings nicht so. Ich habe schon irgendwie gehofft, dass sich bei ihm vielleicht doch auch noch ein Kinderwunsch einstellt, wenn der Jüngste etwas größer ist, vielleicht so 2 Jahre alt. Als er dann so in dem Alter war, habe ich schon sehr viel darüber nachgedacht und konnte mich von dem Kinderwunsch noch nicht so recht verabschieden. Allerdings hatte ich irgendwie auch das Gefühl, dass man auch mal mit dem zufrieden sein sollte, was man hat und dieses Glück nicht immer herausfordern sollte (zwischen Kind 2 und Kind 3 hatte ich auch 3 Fehlgeburten). Als die Kinder dann 8, 6 und 2 waren, starben innerhalb von einer Woche der Mann meiner besten Freundin und meine heißgeliebte Oma. Das Gefühl, sein Glück zu schätzen zu wissen, wurde immer größer, der Kinderwunsch damit auch irgendwie kleiner, bis er schließlich verschwand. Das tat ich auch in vielen Gesprächen anderen gegenüber kund.
    Und dann, ein paar Wochen später hielt ich völlig überraschend einen positiven Test in der Hand. Puh, war das ein Schock und ich bekam echt Panik. Nach und nach stellte sich dann Freude ein, es hat wirklich gedauert.
    Heute ist der kleine fast 2 und wir sind unendlich froh, dass es ihn gibt und er sich so hineingemogelt hat. Geplant hätten wir zu dem Zeitpunkt sicher kein weiteres Kind.
    Und jetzt sind wir definitiv komplett. Es fällt mir allerdings total schwer, daran zu denken, dass ich nur wieder schwanger sein und nie wieder ein kleines Baby im Arm halten werde. Das macht mich schon traurig.

    Also meiner Erfahrung nach kann das Gefühl schon weggehen, aber das ist sicher nicht bei allen Menschen der Fall.

    Alles Gute Dir, wie auch immer es werden wird!
    Grüße Jujo

    • (12) 16.01.18 - 09:42

      Danke! Schön, dass es für euch gut ausgegangen ist! Manchmal mogeln sich die Kinder rein und es ist gut. Kenne aber auch Beispiele von Leute, die lange gebraucht haben, sich auf ein Kind einzustellen, dass sich hineingemogelt hat...

Hallo,
auch wir hatten das Gefühl der Unvollständigkeit; ausserdem waren und sind unsere beiden Kinder ausgesprochen pflegeleicht und unproblematisch, sodass wir vielleicht sogar etwas blauäugig diesen Wunsch hatten. Gerne hätten wir sehr bald nach unseren Zwillingen noch ein drittes Kind gehabt und fingen, als die beiden 6Monate waren, mit dem aktiven Ueben wieder an; hatten zwar positive Tests, die aber nicht gehalten haben - auch wir hätten Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wir waren ein Jahr sehr fokussiert auf dieses Thema und häufig auch sehr traurig, dass es nicht klappen wollte, und uns das Alter entgegenspielt. Wir haben uns dann ganz bewusst "einen Termin" gesetzt, wo dieses Thema nicht mehr soviel Raum einnehmen durfte. Inzwischen konnten wir wirklich abschliessen, auch in dem Sinne, dass wir die ganzen Babysachen komplett weitergegeben haben, was sehr befreiend war. Nach wie vor ist eine gewisse Traurigkeit da, man spielt das wenn und aber durch, was wäre gewesen wenn... und wird bisweilen wehmütig. Andererseits ist da aber auch eine tiefe Dankbarkeit für die beiden tollen Kinder, die Möglichkeit, weiterhin in einem sehr schönen und anspruchsvollen Beruf tätig sein zu können, wieder zunehmend MIT den Kindern sportliche Aktivitäten und Reisen zu planen und durchzuführen.
Es wäre wunderschön gewesen, tut ab und zu noch weh, ist aber gut so wie es nun ist.

  • Danke für deine Geschichte! Ich denke, bei mir wird es wohl ähnlich sein. Vernunft sagt nein, Babysachen habe ich auch schon angefangen wegzugeben. Aber ein Stück Wehmut, wird mich vermutlich noch eine Weile begleiten... #schmoll

(15) 16.01.18 - 08:46

Meine Antwort lautet vermutlich Nein. Eigentlich wollte ich nie mehr als 2 Kinder. Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen und habe immer gesehen, welche Probleme insbesondere finanzieller Natur vor meinen Eltern standen. Das wollte ich so nie.

Wir haben zwei wunderbare Jungs, 6 und fast 5. Mein Mann und ich haben gute Jobs, arbeiten Vollzeit, können uns ein bißchen was leisten. Das Leben zu viert ist schon jetzt für uns ziemlich anstrengend und oft liegen die Nerven blank.

Dennoch...der Wunsch nach einem Drittten ist da.

Die ersten beiden sind zu einer Zeit gekommen, in der unser Leben nicht wirklich geordnet war. Trotzdem hatten wir uns bedingslos für die beiden entschieden. Da gab es gar keine Diskussion, Pro und Contra-Listen. Einfach nur Ja.

Damals wollte mein Mann ein Drittes. Ich sagte, nur wenn wir ein geordnetes Lebens haben.
Das haben wir heute - Jobs, Haus, Familie nicht mehr so weit weg wie früher.
Vor einigen Wochen haben mein Mann und ich dann drüber gesprochen, quasi Pro und Contra abgewägt. Er meinte dann, dass wenn es nicht ein bedingungsloses Ja ist, wir es besser lassen sollten. Damit war für ihn das Thema erledigt. Vom Kopf her ist es das bei mir eigentlich auch, aber vom Herzen her nicht...

Ich werde bald 39, nach 40 will ich kein Kind mehr bekommen. Nun habe ich festgestellt, dass wir in diesem Zyklus genau 2 Tage vor dem Eisprung geherzelt haben. Und nun ist er wieder da, der Wunsch dass es vielleicht doch noch mal passiert...

Wenn nicht, dann wird vermutlich einfach weiter Zeit vergehen. Ich genieße das Leben mit meinen Jungs und irgendwann kommt dann der Punkt, wo man keine weiteres mehr haben will bzw. kann. Die Natur regelt, das bei uns Frauen zum Glück von alleine...

Wenn du magst, gib mal Laut, wie du dich bzgl. eines weiteren entschieden hast!

>>Vor allem weil mein Mann und ich uns zu wenig belastbar fühlen, um nochmals durch die Babyphase zu gehen.<<
Ja, dann sollte das Gefühl aber ganz schnell verschwinden, sagt Dir ja Dein Verstand eigentlich, oder?

LG

  • Ja, eben. Dieser Meinung bin ich auch. Nur kommt es immer wieder und es nervt mich so! Ich wünsche mir echt, dass ich das mal abschliessen kann.

    Ich habe zwei tolle Mädels, wir geniessen es, dass es immer einfacher läuft. Nach meiner zweiten, hatte ich eine schwierige Zeit. Als ich sie abstillte, bekam ich sehr starke PMS mit psychischen Symptomen. Ich war also 2 von 4 Wochen mehr oder weniger depressiv. Dazu kam, dass die zweite ziemlich anstrengend war zwischen 6 Monaten und 2 Jahren und mein Mann und ich auf dem Zahnfleisch gingen. Darum wollten wir erst mal sicher eine Pause! Und je länger die anhielt, desto mehr wurde uns klar, dass es bei zweien bleiben könnte, weil wir nicht die Kraft haben, nochmals so viel aufzustehen, Geschrei zu ertragen, etc.
    Für mich ist es aber ein ganz neuer Gedanke - ich wollte nie nur zwei Kinder. Ich fand das immer oberspiessig. Unter Familie stellte ich mir immer einen Haufen Kinder vor - ein Haus, wo immer was läuft! So habe ich es in der Kindheit erlebt und so wollte ich es auch mal haben. Und da wir relativ jung mit der Familienplanung begonnen haben und ich immer sofort schwanger wurde, schien dem Traum nichts im Wege zu stehen.
    Nun ist es ein langer Prozess, mir einzugestehen, dass ich wohl nicht der Typ Frau bin, die das machen kann/will. Meine Mutter und meine Schwester, waren beide so (beide 6 Kinder).
    Ich habe schon vor einem Jahr begonnen, Babysachen wegzugeben. Ich dachte, das hilft mir, einen Strich zu ziehen. Und es war irgendwie auch eine Erleichterung: Yeah, nie mehr Windeln, nie mehr Tragetuch/KiWa, keine Schnuller und Flaschen mehr...
    Aber alle paar Monate ereilt mich die Krise und es verwandelt sich in ein wehmütiges: nie mehr stillen, nie mehr schwanger, nie mehr Baby... #heul
    Gleichzeitig habe ich regelmässig das Gefühl, wenn ich mit den Mädels am Tisch sitze: Da fehlt doch einfach noch ein Kind!

    Wenn mir jemand ein Zweijähriges geben würde und ich die Babyphase überspringen könnte: Ich würde es sofort nehmen.

    Ich möchte einfach gern irgendwann mal Herz und Kopf übereinanderbringen.

    • Das ist sicher leicht gesagt, aber versuche, nicht mehr darüber nach zu denken, freu Dich über Deine Familie. Ich kann das und weiß, anderen Menschen fällt das schwerer, aber ich dneke, das kann man schon hin bekommen.

      LG

(20) 16.01.18 - 10:34

Hallo

Also ich hätte immer gerne noch ein weiteres Kind gehabt. So als das jüngste drei war, wurde der Wunsch sogar recht schmerzlich. Mein Mann wollte aber partour keines mehr und sehr vernünftig wäre es auch nicht gewesen. Klar, wir hätten alle selber ernähren können, aber trotzdem.
Mein Mann fand; es wird nicht schöner, nur weils mehr sind. Geniessen wir unsere!
Er fühlte sich mit zwei sehr wohl, er hatte immer das Gefühl, mit zwei Händen zwei Kinder retten zu können - bei drei fehle ihm eine Hand. (Ich hätte ja auch noch Hände gehabt, aber naja, es war anschaulich...)
Ausserdem hat mich die Vernunft überzeugt. Es war kein Zwang, ich sah das auch als viel praktikabler an - aber das Gefühl war halt da.

Ich denke, das Gefühl ist stark in den Hintergrund getreten, als beide in der Schule waren und wir wieder richtig aktiv was machen konnten. Dann mit dem Baby nur zuzusehen konnte ich mir auch nicht vorstellen.

Heute ist die Kleinere neun Jahre alt. Und ich bin drüber weg - ich bin sogar froh, dass es ist, wie es ist. Mein Mann düst im Schnellzugstempo mit dem Sohn die Piste runter, die Kleine und ich machen unsere gemühtlichen Schwünge... es ist einfach perfekt. Ich schaue mir das Match vom Sohn am Sonntag früh an - und mein Mann geht mit der Zwergin ins Spassbad. Klar ja, da könnte immer auch noch eins mit. Genommen hätte ich schon noch eins, aber ich vermisse nichts mehr.

Wir wollten eigentlich immer nur 2 Kinder haben.
Tja aber wir fühlten uns nicht komplett. Trotz Haustiere und co.
Dann kam vor fast 1 Jahr nummer 3 und nun finde ich es fantastisch, so sollte es immer sein. Jetzt ist es einfach perfekt, auch wenn es an einigen Tagen echt anstrengend ist.

Ich glaube, wir Frauen sollten uns bei diesem Thema immer wieder vor Augen halten, dass unser Kiwu zum Großteil durch unsere Hormone hervorgerufen wird und diese manchmal die Sicht ein wenig vernebeln können ;-)

Meine beiden Kinder sind 3 und knapp 1 und ich finde es an manchen Tagen mega anstrengend. Vor allem sind beide recht anspruchsvolle Kinder und oft alles andere als pflegeleicht. Mein Mann und ich sind also gut ausgelastet, und vom Kopf her wissen wir beide, das war's. So aber nun kommen bei mir die Hormone ins Spiel. Ich bin anfang 30, d.h um mich rum ist ständig irgendwer schwanger oder hat gerade ein Baby bekommen. Somit ist dieses Thema in unserem Leben also ständig präsent. Oft erwische ich mich dabei zu denken, dass ein drittes in ein paar Jahren ja schon toll wäre, aber mein Kopf sagt nein, wir wollen dann doch nicht noch mal von vorne anfangen...

Ich denke, ich werde das Thema vertagen bis die Kinder in der Schule sind (bei uns in England schon mit 4/5). Bis dahin hoffe ich einfach, dass die Schwangerschaften und Geburten um uns rum etwas abnehmen, denn ich bin mir fast sicher, wenn ich es nicht jeden Tag 100 mal vor Augen habe, wird auch bei mir der Wunsch kleiner. Wir werden sehen ;-)

Die Antworten der anderen machen auch mir Hoffnung, dass dieses Gefühl doch irgendwann weggeht. Wir haben auch zwei Kinder, inzwischen 8 und 6 Jahre alt und seit ungefähr vier Jahren gibt es bei mir auch immer die Frage, wie wäre es mit einem Dritten. Mein Mann sagt aber (mehr oder weniger deutlich) nein und mein Verstand (inzwischen) auch. Ich habe auch jetzt schon Phasen, in denen ich echt froh bin, dass wir uns nie dafür entschieden haben und denke auch, dass es irgendwann mal ganz so sein wird.

Wir haben aber unsere Kinder recht jung bekommen (ich bin jetzt 31) und unser ganzes Umfeld ist gerade erst dabei, Kinder zu bekommen oder wird überhaupt erstmal damit anfangen. Und immer, wenn dann jemand aus dem näheren Umfeld schwanger ist, kommt die Frage wieder hoch, wie wäre es wenn...
Komischerweise, sobald die Kinder geboren sind kommt sofort so eine Phase, in der ich froh bin, kein Baby zu haben. ;-) Also ist es vermutlich die richtige Entscheidung, es bei zwei zu lassen!

  • Merci für eure Antworten! Ja, ich glaube bei mir spielt es auch eine Rolle, dass in meinem Umfeld gerade viele Frauen schwanger sind. Meine Kinder habe ich bekommen, als bei meinen Freundinnen noch keine Familienplanung in Sicht war. Und nun bekommen sie alle Babys und grad zwei enge Freundinnen bekommen bald ihr drittes.
    Ich schaue mal, wie's mir geht, wenn ich die kleinen mal Hüten darf. Vielleicht bin ich dann ganz froh, wenn ich sie wieder abgeben kann...

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