Zuhause Langeweile haben?

    • (1) 16.01.18 - 11:01

      Huhu,

      ich möchte gerne mal eine Diskussion starten.
      Ich bin seit drei Jahren "Hausfrau", gerade mit dem zweiten Kind schwanger und studiere
      nebenbei Ernährungswissenschaft. Mir macht es Spaß, Zuhause zu sein, mit meinem Sohn unterwegs zu sein, meinen Hobbies nachgehen zu können oder auch mal nichts zu tun. Langeweile kommt da eigentlich nie aus, ich habe einen gut gefüllten Tagesplan, in der Regel. Oft hört man: Oh Gott, Zuhause bin ich eingegangen, ich musste unbedingt wieder arbeiten um nicht zu verblöden bei Babygeschrei und Windel wechseln.
      Das erschließt sich mir nie. Macht man auf der Arbeit nicht auch immer die gleiche (irgendwann sicher stupide) Arbeit? Inwiefern ist das denn ausfüllend? Ich habe vorher als Erzieherin gearbeitet und war am Ende des Tages oft erledigt und froh darüber Feierabend zu haben.
      Was denkt ihr dazu? Liegt es nicht an einem selber, wenn einem Langeweilig ist, nur weil man Zuhause ist?

      LG nourily

            • Wenn Du gerade ein Studium machst, machst Du das auch nicht zum Spaß, oder? Also wirst auch Du irgendwann wieder arbeiten, richtig? Dann genieße doch einfach die Zeit und lass die in Ruhe, die arbeiten müssen oder wollen. Was bringen Dir diverse Vergleiche? Gar nichts!

              ich empfinde das keineswegs als Provokation und sehe das genauso wie du. mir würde nie langweilig werden oder behaupten man verblödete Zuhause. ich hab es 2 jahre lang genießen dürfen und würde es wieder genauso machen. kann auch nicht verstehen wie einem langweilig sein kann🤔

              lg

      Schön dass Du das so siehst, wobei wenn Du nebenbei studierst, dann ist es doch auch nicht ein "nur" Hausfrau. Dann wirst Du doch genug fordernden und geistigen Input bekommen, neben windel wechseln und Geschrei. Also ist es für Dich okay, wenn jemand studieren geht nebenbei aber nicht wenn jemand wieder arbeiten geht?

      Und ja es ist jeder für sich verantwortlich. Und nein ich mache auf der Arbeit nicht jeden Tag das gleiche. Und ich bezweifle auch dass mein Job bis zur Rente jemals stupide wird.

      Und ganz neben bei nicht jedes Kind ist gleich. Während mein Kind Nr. 1 zu Hause unaustehlich war und er am einfachsten wahr, wenn wir unterwegs waren. Waren die Stunden die ich mit Nr. 2 zu Hause war echt entspannt und sie war fröhlich, auch wenn sie mal nicht meine 100% Aufmerksamkeit hatte.

      (8) 16.01.18 - 11:29

      Ich glaube, es gibt einfach Menschen, die sich beschäftigen können und andere, denen schnell langweilig wird, die da mehr Rahmen brauchen. Das ist ja schon bei den Kindern so, die einen sitzen stunden total zufrieden in ihrem zimmer oder spielen im Garten vor sich hin, die anderen fordern ständig jemanden, der sich mit ihnen beschäftigt.
      Einfach Charaktersache...

      Ich könnte bestimmt auch einfach nur zu Hause beleiben ohne einen Funken von Langeweile, wobei ich natürlich nicht einfach nur zu Hause wäre#schein. Meine Tage wären wahrscheinlich innerhalb von null komma nichts genauso ausgefüllt wie als arbeitender Mensch.

      Hallo,
      langweilig ist mir zu Hause nie......es gibt ja immer mehr als genug zu tun. Aber ja, ich gehöre auch zu denen, die nie im Leben jahrelang ausschließlich Hausfrau hätten sein können. Das wäre mir einfach geistig zu unterfordernd gewesen ;-).
      Ich liebe meinen Job und will meiner Tochter auch ein Vorbild sein, bzw. sie in der Wahrnehmung aufwachsen sehen, daß es normal ist, daß Mama ihr eigenes Geld verdient.

      Die arbeitende Mütter werden Dich jetzt ächten und mit Steinen beschmeißen.

      Natürlich ist deren Arbeit niemals stupide und deren Kinder würden zuhause sicherlich vor Langeweile eingehen, wenn sie - total unterfordert und kontaktlos - nur bei der Mutter bleiben würden.

      Dieses Thema ist so alt wie Abrahams Bart.

      Jede Familie hat ihr Lebensmodell, was sie umsetzt. Manchmal sicherlich auch ungewollt und mit ein wenig Neid auf die anderen Lebensumstände. Manch eine arbeitende Mutter möchte vielleicht doch lieber zuhause bleiben und Hausfrau sein und man eine Hausfrau würde lieber arbeiten gehen. Aber aus den unterschiedlichsten Gründen geht das eben nicht.

      Die große Kunst ist es, zu akzeptieren, dass es noch andere Lebensmodelle gibt, als den eigenen kleinen Dunstkreis.

      Solange DU hinter Deinem Alltag stehst und ihn richtig findest hast Du alles richtig gemacht. Die Meinung der anderen ist völlig uninteressant.

      Leben und leben lassen.

      LG

      • Das ist eine gute Antwort. Genau so ist es. Ich wäre vor 12 Jahren auch gerne bei meinem Kind geblieben statt zu arbeiten. Aber die alternative stand nicht zur Debatte. Jeder muss seinen Weg finden. Und es ist nunmal so das man immer das möchte was grad nicht ist. Langweilig ist es einem als Mama glaube ich nie wenn man seinen tag organisiert.

    (12) 16.01.18 - 11:45

    Hallo,
    ich gehöre auch nicht zu denen, die sich zuhause langweilen. Ich habe die Elternzeit sehr genossen, weil ich viel freier in meiner Tagesplanung war, viel weniger Stress empfunden habe und auch seltener kaputt war als zuvor im Vollzeitjob. Mir hat diese Zeit sehr gut getan und trotz Kind konnte ich auch viel für mich selber tun, also Beschäftigungen, die mir gut tun und Freude bereiten.
    Auch Urlaube oder Verwandschaftsbesuche ließen sich viel unkomplizierter organisieren, weil wir zeitlich ungebunden waren.

    An der Arbeit schätze ich hingegen, dass ich mehr Struktur im Alltag habe, also auch mein Tag-/Nachtrhythmus gleichmäßiger ist. Damit hatte ich in der Elternzeit ab und zu Probleme (auch nach dem ersten Jahr), was u.a. zu Schlafstörungen führte.
    Auch die Vielfalt an Menschen und Begegnungen habe ich in meinem Privatleben nicht so sehr wie im Job. Das kann durchaus bereichernd sein.
    Abgesehen davon mag ich 80% meiner Tätigkeitsfelder, habe also auch ein gutes und sinnvolles Gefühl bei den Aufgaben, die ich erledige. Das tut auch gut und ergänzt das schöne Familiengefühl sehr gut. Und wenn es in der Familie mal eine schwierige Phase gibt, kann ich auf der Arbeit etwas Abstand gewinnen und durchatmen.

    Meine Lösung ist eine Teilzeitstelle (knapp 80%). So habe ich weniger beruflichen Stress, bin zumindest von der Arbeit nicht mehr so kaputt und habe noch den ganzen Nachmittag für unser Kind und den Abend für meinen Mann oder mich selbst je nach Bedürfnis von uns beiden. So kommt niemand von uns zu kurz.

    Ich bevorzuge für mich also eine ausgeglichene Mischung aus Zuhause und Arbeit. Sollte das allerdings finanziell irgendwann nicht mehr gut klappen, dann kann ich auch jederzeit wieder vollzeit arbeiten, was natürlich auch ein Stück weit Sicherheit bedeutet.

    (13) 16.01.18 - 11:58

    Genieße die Zeit und lass dich von anderen nicht runtermachen.
    Ich war jahrelang Hausfrau und habe nebenher ein paar neue Berufe gelernt,ehrenamtlich gearbeitet.Im Grunde nur das gemacht was Spaß macht, natürlich habe ich mich noch um die Familie gekümmert.

    Ich hatte viele Neider die mich als Hausmuttelchen usw betitelt haben, jetzt wo meine Kinder groß sind und ich mich Selbständig gemacht habe habe ich einige von damals getroffen. Jetzt höre ich wie sie sagen hoffentlich kommen bald Enkel damit ich wenigstens was von denen habe.Für meine Kinder hatte ich ja nie Zeit .....Andere sagen was jetzt fängst du an mit arbeiten? Ich warte das ich endlich in Vorruhestand gehen kann, endlich mal Zeit für mich haben. Klar gibt es noch die arbeitenden Mütter die nie was anderes machen würden die bis um letzten Tag arbeiten gehen.

    Lass alle reden denk dir deinen Teil, freue dich das du Zeit für deine Familie hast und genieße es, denn nicht nur du profitierst davon :-D

    (14) 16.01.18 - 12:17

    Jede Wohnsituation ist anders, jeder Charakter ist anders, jedes soziale Umfeld ist anders.

    Es liegt also nicht nur "an einem selber".

    Das Leben hat viele Facetten.

    Wenn man zu hause ist und jeder andere, den man kennt jeder mag in der Zeit arbeitet, msn also absolut niemanden hat, mit dem man Erwachsenen Gespräche führen kann, jahrelang, von morgens bis abends, dann langweilt man sich logischerweise. So war es bei mir. Alle Freunde waren arbeiten, nie hatte irgendwer zeit sich mal zum Kaffee trinken und reden zu treffen, alle Spielplätze sind vormittags leer, es gab niemanden, mit dem man sich unterhalten konnte außer mein Kind. Ja, da geht man geistig ein und langweilt sich zu Tode.

Top Diskussionen anzeigen