Eltern kümmern sich nicht richtig um das Kind - Was tun?

    • (1) 17.01.18 - 18:15

      Hallo ihr lieben :)
      Und zwar geht es um folgendes (wird ein langer Text deshalb sorry schon mal) meine Schwägerin hat eine kleine Tochter von 20 Monaten.
      Zu der kleinen sie ist wirklich so ein liebes und aufgewecktes Kind ist weder anstrengend noch stellt sie sonst was an.
      Das Problem ist das weder Sie noch ihr Mann sich richtig um die kleine kümmern.

      Die Maus wird von alleine um 6 uhr morgens wach bekommt dann aber noch eine Flasche damit sie bis 9 uhr weiter schläft damit der Vater (arbeitslos seit etlichen Jahren und nicht bemüht welche zu finden) nicht so früh aufstehen muss.
      Dann bekommt die kleine zum Frühstück sei es am Wochenende von der Mama oder sonst vom Papa nur kleine würstchen zu essen jeden Tag (weder gibt es Obst noch Gemüse oder Brot/Müsli etc) Die kleine wird um 12uhr "gezwungener maßen" hingelegt für den Mittagsschlaf obwohl sie nicht müde ist klar wenn man erst um 9 aufsteht. Danach gibt es Mittagessen und auch da fehlanzeige bezüglich Obst oder Gemüse im Gegenteil es gibt pommes/Schnitzel/chicken Nuggets/kroketten usw. Alles das was schnell im Backofen geht weil warum kochen da die Küche eh nicht richtig funktioniert.

      Ansonsten ist die kleine den kompletten Tag in der Wohnung mit schön trockener Heizungsluft - und damit man sich nicht mit ihr beschäftigen muss läuft den ganzen Tag bis sie um 19 uhr ins bett geht Kinderfernsehen oder sie hat das Handy in der Hand (soweit dass die kleine schon nicht mehr reagiert wenn man sie anspricht)

      Laufen kann sie bis jetzt auch immer noch nicht klar jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus aber wenn man dem Kind nicht hilft oder es beibringt wird das auch nichts werden.
      Jegliche versuche unserer Seits die Eltern dazu zu bewegen dem Kind mal richtiges essen zu geben oder mal an die frische Luft zu gehen scheitern kläglich ohne Einsicht und wir wissen nicht weiter.
      Klar wäre Jugendamt eine Möglichkeit aber ich wollte mal nachfragen ob jemand von euch ähnliches Erlebt hat und eine Lösung weis.

      Danke für eure Geduld und liebe Grüße
      :)

      • Was wäre denn so verkehrt daran, daß Jugendamt zu informieren? Die reißen Kinder ja nicht gleich aus der Familie. Sondern es könnte dadurch zum Beispiel eine familienhelferin regelmäßig bei Ihnen vorbei schauen und ihnen Tipps und Hilfe im Umgang mit einem Kleinkind und dem Alltag geben. Was wäre daran verkehrt?

        • Verkehrt daran ist natürlich nichts und falls es anders nicht geht bleibt auch nur das aber ich wollte mal fragen ob es Leute in ähnlichen Situationen gibt die es ohne geschafft haben :)
          Wir möchten ihnen ja auch gerne helfen oder geben Tipps aber es interessiert sie null und umsetzen tun sie auch nichts

        (7) 17.01.18 - 23:31

        Und was soll sie dem Jugendamt sagen?

        Das Kind bekommt Würstchen zu essen und hat keinen preußischen Schlaf-Wach-Rhytmus?

        Also bitte, ich find das lächerlich, mit so einem Shice werden Behörden belästigt und dann wundert man sich, dass für relevante Fälle wie Missbrauch und Gewalt kein Potenzial mehr da ist.

        • (8) 17.01.18 - 23:33

          Das Jugendamt muss JEDER Meldung nachgehen. Was soll es schaden, wenn da msl jemand nach dem Rechten sieht? Wenn alles ok ist, um so besser. Wenn nicht, wird Hilfe angeboten. So oder so, was schadet es?

          • (9) 18.01.18 - 12:12

            Hättest Du da Bock drauf, nur weil deine Schwiegerleute Dir was böses wollen und Dich vorverurteilen?

            Angenommen das JA würde bei mir aufschlagen, sie "hätten einen Tip bekommen", ich würde umgehend meinen Anwalt einschalten und Anzeige (gegen den Tip-Geber) erstatten.

            Ob ich mit meinem Kind bis um 6 oder 11 schlafe, ist MEINE Sache.

            Ob ich ihm Junkfood oder Bio-Eier-Brokkoli-Quinoa-Taler füttere ist MEINE Sache.

            Also was bleibt übrig?

            Das Kind ist lebhaft, lieb, aufgeschlossen...

            Wie kann man sich als Bürger nur so bevormunden lassen?

            • (10) 18.01.18 - 12:18

              Klar wäre ich überrascht, wenn das Jugendamt vor der Tür stehen würde. Aber da ich nichts zu verbergen habe, hätte ich nicht das geringste dagegen, wenn sie sich umschauen wollen. Und gegen Tipps von außenstehenden hab ich auch nichts.

              • (11) 18.01.18 - 12:30

                Ich habe auch nichts zu verbergen, trotzdem wehre ich mich dagegen, dass fremde Menschen in meine Privatsphäre eindringen, und mich und meine Erziehungsmethoden beurteilen wollen. Meine Küche inspizieren oder mein Schlafzimmer.

                Nochmal die Frage: Wie kann man sich als mündiger Bürger nur so bevormunden lassen?

        Hallo,

        also hier in unserer Stadt war gerade gestern ein Artikel über die niederschwelligen Angebote des Jugendamtes in der Zeitung, die sich gerade an solche Familien richten, wo es nicht so ganz schlecht, aber eben auch nicht gut läuft. "Das Jugendamt" hat ja unterschiedliche Abteilungen, so dass eine Meldung dort an die entsprechenden Ansprechpartner weitergegeben wird. Darum denke ich schon, dass das Jugendamt der richtige Ansprechpartner ist.

        LG Sabine

„...aber wenn man dem Kind nicht hilft oder es beibringt wird das auch nichts werden.“

Völliger Unsinn!
So etwas braucht man einem Kind nicht beibringen!
Mein Kind ist von ganz alleine mit 10 Monaten gelaufen! Da hab ich auch nix geholfen oder gezeigt!

Klingt ja so, als wäre Ihnen das Kind lästig. Vielleicht wird das ja noch! Sicherlich sollten sie erst einmal eine Familienhilfe gestellt bekommen. Diese wird vom Jugendamt geschickt.
Also, ruf an!

  • Mit dem laufen helfen meinte ich auch eher deshalb weil man sieht die kleine würde gerne laufen sie zieht sich hoch und versucht es aber sie bekommt keine Hilfe in Form von Hand geben und gemeinsam versuchen usw.
    :)

    • (16) 17.01.18 - 19:47

      Wenn dann braucht das Kind Physio wenn was nicht stimmt, das entscheidet der Kinderarzt bei den U-Untersuchungen.
      Man muss einem Kind nicht die Hand geben, sie laufen immer erst an Möbeln entlang und wenn sie sich sicher sind stehen sie auf und laufen los. Die einen mit 12, die anderen mit 24 Monaten. Man sagt eigentlich sogar dass man keine große Hilfestellung geben sollte, weil der Körper nur das leisten soll was er aus eigener Kraft kann.

      Ich sehe Deinen Bericht ehrlich sehr zwiegespalten. Ein "aufgewecktes freundliches Kind" ist kein Kind das verwahrlost ist. Das wäre eher tump und anteilslos. Oder völlig überdreht weil es ständig vor der Glotze hängt. Also Deine Schilderung des Wesens passt finde ich nicht zum Rest.
      Dann sind Verwandte, vor allem kinderlose oder Omas immer schnell mit "Ursachenforschung" dabei. Unser Lütte spricht spät, ok, ist ein Extremfrühchen, da kann das passieren, aber wir haben schon oft gehört das läge daran dass wir zu wenig lesen mit ihm. Stimmt, wir lesen wenig, er kann es aber noch gar nicht erfassen und hört nicht zu und rennt davon. Erst jetzt mit wachsendem Sprachvermögen folgt er auch den Geschichten besser, jetzt lesen wir auch mehr.

      Und ich finde es immer befremdlich wenn jemand "immer, ständig, nur" schreibt. Bist Du den ganzen Tag dabei? Oder kann es nicht auch sein dass Du die Ursache bist? Dass man schnell kocht weil gerade Besuch da ist, dass das Kind vorm TV "parkt" damit man sich mal ein bisschen unterhalten kann? Und es gibt nicht wenige Familien die ungesund essen, das ist kein Fall fürs Jugendamt. Auch "zu wenig an die frische Luft" nicht. Vielleicht wenn die Entwicklungsverzögerung auf Vernachlässigung zurückzuführen ist, aber ob das Arzt und Jugendamt so sehen ... gehen sie denn zu den U-Untersuchungen?

      Unternimmt der Rest der Familie wenigstens mal was mit der KLeinen, sprich Du, Oma Opa?

      • Die Mutter hat selbst zugegeben dass sie es gut findet wenn wir so oft da sind weil wir uns dann mit der kleinen beschäftigen nur komisch dass weder wir noch oma oder andere die kleine jemals alleine haben können weil die kleine dann angeblich was hat.
        Wenn man sich mit ihr beschäftigt dann ist es auch okay aber sobald der Fernsehen an ist und das ist er nunmal immer auch wenn wir nicht da sind dann ist sie nicht mehr ansprechbar bzw anwesend.
        Und weder Mutter noch Vater sind daran interessiert sich mit dem Kind auseinander zu setzten.
        Bezüglich Jugendamt das möchte ich nicht einschalten so wie es läuft wird das JA auch nichts tun aber irgendwie muss man sie doch mal aufwecken gesund und fördernd ist diese Art des Lebens ja nun nicht

        • Ich glaube viele Mütter sind mal ganz dankbar, wenn Besuch kommt und sich auch mal jemand anderes mit dem Kind beschäftigen bzw man nicht den ganzen Tag alleine zuhause sitzt. Das muss ja nicht gleich bedeuten, dass man kein Interesse am Kind hat.

          Könnte postnatale Depression mit im Spiel sein? Überforderung?#wolke

          • Ich glaube nicht dass es daran liegt als die kleine nur ein paar Woche alt war hat sie sich soviel mehr gekümmert und seitdem sie ihren ersten Geburtstag hatte hat es aufgehört und jetzt ist es "ganz" schlimm geworden und wenn wir ihr das sagen oder helfen wollen interessiert sie das nicht und den Vater erst recht nicht weil der entweder am Handy oder am PC spielt

        (20) 17.01.18 - 23:10

        Ich finde es auch gut wenn jemand da ist und sich mit dem Keks beschäftigt!

        Ehrlich du überdramatisierst vieles und ich hab echt das Gefühl deine Schwägerin und ihr Mann sind die schwarzen Schafe in der Familie weil arbeitslos und deswegen wird alles negativ gesehen.

        Kein Kind schläft wenn man ihm die Flasche gibt "damit der Vater länger schlafen kann" #rofl. Kinder stehen auf wenn sie wollen und schlafen mittags nicht wenn sie nicht wollen, meistens nichtmal mehr wenn sie müssten! Ein Königreich für das Kind das dann schläft wenn die Eltern das wollen. Schlafen ist oft ne Krux in dem Altern. Oft wollen sie Mittags nicht, fallen dann aber um vier über die eigenen Füße und sind am Dauerweinen weil zu müde, lässt man sie später schlafen machen sie wieder die Nacht zum Tag, ...

        Genauso Essen. Was meinst Du wie frustierend das sein kann in dem Alter wenn 50 % dessen was man gesundes kocht mit "mag ich net" quitiert wird? Es wäre schön wenn gesundes Essen nur Erziehungssache wäre, viele Kleinen sind Meister im gesunde Dinge nicht mögen.

        Vieles was heute abgeht mit Kindern und Förderung und Beschäftigung ist grenzwertig am zuviel des Guten. Jeder Pups ist ne Förderung, alles wird gefördert. Als Eltern mit einem Kind das irgendwas spät macht ist man generell unter Generalverdacht zu wenig zu fördern und zu tun. Unser KiA sagt immer "Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht". Kein Tier bringt seinen Jungen Laufen oder Fliegen bei! Beschäftigung in dem Alter ... da entdecken sie noch die Welt, da reicht ein Schneebesen und eine Schüssel zum Spielen. Man muss sich in dem Alter nicht dauernd mit ihnen beschäftigen, meist laufen sie mit im Alltag, putzen mit, wischen Staub, kontrollieren den Einkaufszettel, ...

        Auch sonst passt immer noch vieles nicht oder immer mehr. Die Eltern drehen täglich Filme und machen Fotos, das spricht nicht für Eltern die sich nicht mit ihrem Kind auseinandersetzen wollen. Sie machen sich Gedanken dass es ihm nicht gut geht, ... Vielleicht schämen sie sich auch gerade weil das Kind noch nicht Läuft und sie den dummen Fragen aus dem Weg gehen wollen? Klar könnten sie einiges besser machen, aber ich glaube so schlimm wie du das siehst ist es nicht. Da spricht viel dagegen.

        LG
        WuschElke

        • also mir.ist der Kaffee hochgekommen bei dem Post. Kinder laufen nebenbei her? wow manch einer kümmert sich um seinen Hund mehr.

          • (22) 18.01.18 - 14:44

            Genau das ist das Problem dass heute irgendwie keiner mehr ein gesundes Mittelmaß finden kann, oder Du hast mich falsch verstanden.

            Ich rede nicht von "nicht beachten" sondern davon dass es mit der Mutter einfach auch den Alltag bewältigt und das Kind mitmacht. Meiner hüpfte lieber beim Betten beziehen im Bett rum und zog die Kissen ab als dass er Lego spielte, da mache ich eh meist alles falsch. Man muss sich nicht dauernd hinsetzen und Bauklötze stapeln und Bildergeschichten erzählen sondern man macht Wäsche und das Kind sortiert mit, stapelt die Wäsche mit in die Waschmaschine, darf den An-Knopf drücken, ... so war das gemeint. Es klingt so als sei für die TE mit dem Kind beschäftigen eben nur auf dem Boden hocken und Bilder schauen oder "Laufen üben" und so.

            Da wir ein Frühchen haben haben wir viel Kontakt zu Ärzten die sich mit Kinderentwicklung gut auskennen und bei denen galt gerade das im Haushalt mitlaufen lassen (und sich dabei natürlich um das Kind kümmern und nicht wegignorieren) als sehr gut fördernde Maßnahme!

            Mehr nebenher laufen täte gefühlten 90% der heutigen 24/7 von ihren Eltern helicopterten Kindern nur gut.
            Irgendwann muss jedes Kind Lernen, dass es nicht das Zentrum des Universums ist.

      Hallo,

      ich denke, so und ähnlich läuft es in ganz vielen Familien in einem bestimmten Milieu.
      Das können die Jugendämter überhaupt nicht abdecken. (Mal abgesehen davon, dass bei denen auch eine Menge Inkompetenz und blinder Aktionismus herrscht. Die machen vieles schlimmer, als es vorher war.)

      Das Problem bei dieser Familie durfte nicht das Können, sondern das Wollen sein. Ich meine, Dein Bruder ist ja so aufgewachsen, wie Du. Du und Deine Eltern haben vernünftige Ansichten, was Kinder brauchen, aber Deinem Bruder soll das neu sein?
      Meiner Meinung nach, ist der lediglich zu bequem oder zu unmotiviert.
      Deine Schwägerin hat auch keine Lust dazu. Wenn sie motiviert wäre, etwas für das Kind zu tun, aber nicht wüsste, wie, wäre sie Euren Ratschlägen gegenüber aufgeschlossener. Falls sie sich von Euch nichts sagen lassen wollen würde, könnte sie sich im Internet informieren, ob das wirklich so ist, wie Ihr sagt.

      Aber, dass das Jugendamt die Situation verbessert, falls die überhaupt aktiv werden, glaube ich nicht. Ich schätze, als erstes würde die Familie den Kontakt zu Euch abbrechen, weil Ihr ihnen das Amt auf den Hals gehetzt habt.
      Und dass die die Anweisungen einer Familienhilfe befolgen würden, halte ich auch für fraglich. Die werden sich vermutlich vorbildlich präsentieren, wenn die Dame vorbei kommt und dann weiter machen, wie bisher. Da das Kind nicht misshandelt oder ernsthaft vernachlässigt wird, lässt sich das nicht überprüfen.
      Man kann ja auch nicht alle Kinder aus Familien nehmen, wo es nicht wirklich optimal läuft. Wo will man da die Grenze ziehen? Vor allem, weil es in Pflegefamilien auch nicht unbedingt optimal läuft, und in Heimen schon gar nicht.

      Ich fürchte, da kann man nichts machen, solange das Kind nicht selbst einen eigenen Willen entwickelt, außer immer mal anzubieten, das Kind für ein paar Stunden zu nehmen (Man kann ja sagen, dass man die Eltern entlasten will ;-)).
      Ich habe übrigens eine Bekannte, die als Jugendliche mit gesundem Essen rebelliert hat, weil es bei ihr zu Hause nur ungesunden Mist gab. #rofl

      LG

      Heike

      • Das ding ist ja auch dass jetzt jeder hier auf das Thema Jugendamt herum springt. Wir wollen kein Jugendamt informieren wie bereits gesagt gibt es dafür anscheinend eh "zu wenig" schlechtes. Wir bzw ich wollte auch mal hören ob es anderen genauso ergeht oder jemand Erfahrungen hat wie man an die Eltern dran kommt eben ohne sowas wie JA.
        Jede Mutter und jeder Vater haben ihre eigenen Erziehungsmaßnahmen das ist klar und jeder ist anders aber Kindgerecht ist manches was sie machen nun auch nicht und ich setzte kein Kind in die Welt egal welches alter um es dann vor den Fernsehen zu parken und als Elternteil nur am Handy zu hängen so sehe ich das.

        Aber ich gebe dir recht es liegt bei ihnen nicht am können sondern am wollen. Sie wollen nicht und genau da versuche ich zu helfen eben weil es meine Nichte ist und mir das nicht egal ist.
        :) :)

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