Kurz vorm zerbrechen (Achtung sehr lang)

    • (1) 18.01.18 - 20:39

      Hallo ihr lieben

      Mir ist grade alles so zu viel ... ich fange mal vorne an

      Vor 3,5 Monaten habe ich unsere wunderbare Tochter zur Welt gebracht, unser erstes Kind.
      Ich hatte immer eine unglaublich enge und liebevolle Bindung zu meiner Mutter, wir waren uns sehr vertraut und sie war meine engste Vertraute und meine sicherheit.
      Schon seit ca Mitte letzten Jahres habe ich gemerkt das sie sich sehr verändert hat und wir uns voneinander entfernen, dann 4 Wochen nach der Geburt hat sie ihre Sachen gepackt hat meinen Vater verlassen und ist abgehauen. Wir waren alle völlig geschockt, verletzt und unglaublich wütend. Vier Wochen war Funkstille und sie hat versucht wieder Kontakt aufzubauen was wir auch zugelassen haben. Naja dann sagte sie mir plötzlich am Telefon das sie einen neuen Partner hat und das das schon lief als sie noch mit meinem Vater zusammmengelebt hat. Er war natürlich am Boden zerstört, hat im 2 Monaten 16 Kilo abgenommen und es ging ihm einfach nicht gut ist ja klar .
      Dann wurden wir aus unserem Haus gekündigt weil unsere Vermieterin selbst einziehen will.
      Jetzt haben wir was tolles gefunden und ziehen übermorgen um.
      Aber so ein Umzug mit Baby ist auch nicht ohne
      Ich merke grade das meine Akkus auf null laufen. Ich bin seit 3 Monaten der „ Mülleimer“ für meinen Papa. Ich weiß das es wirklich sehr schwer für ihn ist aber das ist es für mich auch .. ich habe auch meine Mutter verloren und mich sehr allein gelassen gefühlt oder tue es immernoch.
      Er redete die ersten Wochen von nichts anderem als von ihr und ich konnte es nicht mehr hören
      Er versucht mir zu helfen und mich zu unterstützen aber im Endeffekt geht es doch immer um ihn und was bei ihm grade los ist. Mein kleiner Bruder (22) ist auch sehr anstrengend und immoment auf sich fixiert. Er beschwert sich bei mir über meinen Vater und dieser wiederum über meinen Bruder. Ich habe beiden gesagt das sie MItEINANDER sprechen müssen und nicht mit mir weil ich da eh nichts machen kann. Aber da treffe ich auf taube Ohren.
      Mein Partner unterstützt mich sehr und trägt alles ganz tapfer mit Aber ich muss langsam einfach wieder zur Ruhe kommen ... ich habe meinem Vater schon des Öfteren gesagt das es sehr viel für mich ist, er sagt dann das weiß er aber das wars. Er versucht es wirklich aber er schafft es nicht sich selbst mal etwas zurück zu nehmen wenn es um mich geht.
      Wir haben meinen Vater sehr unterstützt was für mich auch selbstverständlich ist aber es ist einfach so anstrengend. Mir fehlt eine weibliche Bezugsperson, mir fehlt meine Mutter aber der Kontakt besteht seit 2 Monaten nicht mehr weil sie sich so sehr verändert hat und Mir schlimme Sachen an den Kopf geworfen hat zb das Ich die größte Enttäuschung ihres Lebens sei ... ach ich weiß nicht ich kann einfach langsam Nichtmehr
      Das einzige was mich immoment nicht zerbrechen lässt ist meIne Tochter die mir zeigt wie schön es doch sein kann. Aber auch daran kann man sich nicht ewig festhalten .. ich weiß einfach langsam nicht mehr wie ich mit diesem ganzen Mist umgehen soll

      • (2) 18.01.18 - 21:09

        hallo,

        es tut mir leid, dass deine eltern sich getrennt haben und du nun so viel stress dadurch hast.

        allerdings verstehe ich etwas nicht. wieso genau hast du deine mutter verloren? erst schreibst du, wie nahe ihr euch immer war, dann dass sie deinen vater verlassen und sich bei dir nicht gemeldet hast. dann wieder, dass ihr euch angenähert habt und am ende, dass sie dir an den kopf geworfen habe, du seist eine schlimme enttäuschung.

        kannst du das mal näher erklären, dann kann ich dazu vielleicht auch etwas schreiben.

        zu deinem vater. wurdest du schon einmal verlassen und dein leben bestand nur noch aus einem haufen scherben? als mein vater starb (sehr jung, ich war gerade 14), war meine mutter witwe und hat (wir alle) lange gebraucht um wieder ein schönes leben zu führen. das erste jahr war reine trauer. meinvater starb plötzlich, dein vater verlor auch seine frau für ihn plötzlich. wir wussten, dass unser vater nicht freiwillig gegangen ist, dein papa wurde verlassen. zu einer zeit in seinem leben, in der man nicht ansatzweise darüber nachdenkt (nach vielen vermeintlich glücklichen ehejahren) noch einmal von vorne beginnen zu müssen. dein vater muss jetzt erst einmal lernen allein zu sein und das nicht unglücklich. 3 monate sind da leider nichts.

        du bist seine größte stütze und das ist toll. natürlich darfst du aber nicht dich selbst dafür opfern. aber es gibt sicherlich wege, auf welchen du ihn unterstützen, und dich nicht aufgeben musst.
        auf der einen seite bin ich der meinung, da musst du durch, denn ihr seid familie und als solche steht man sowas eben gemeinsam durch. andererseits kannst du nur soviel geben, wie du unbeschadet geben kannst.
        wie wäre es also, wenn du deinem vater nahe legst sich zusätzlich!!! weitere hilfe zu holen, denn du KANNST schlichtweg nicht alles abfangen.
        es gibt selbsthilfegruppen, super psychologen etc. sag ihm deutich, dass du ihm helfen willst, aber nicht bis zur selbst aufopferung.

        zu dienem bruder und c´vater: schnapp sie dir beide, sag klipp und klar, dass du nicht der mittelsmann bist und auch nicht sein willst. beide sind erwachsen udn sollten sich auch so verhalten. wenn sie probleme haben zu kommunizieren, gibt es fachkräfte, die sie dabei unterstützen. du bist nicht die fachkraft!

        zu dir: du trauerst. deshalb bist du am ende. deine elterliche welt ist zusammengebrochen, die eckpfeiler deines lebens. du musst auch dich neu sortieren. gut, das du bereits eine eigene familie hast. nun ist die abnabelung von deiner mutter nicht graduell geschehen, sondern plözlich und schmerzhaft. konzentriere dich auf deine familie und vielleicht solltest auch du darüber nachdenken mal mit jemanden zu sprechen. ich bat dich ja oben das ganze näher zu beschreiben. ihne das hintergrundwissen weiß ich leider auch keinen anderen rat.

        deine mutter: kennst du die hintergründe ihres handelns? hat sie erklärt, warum sie deinen vater verlassen hat? irgendwelche gravierenden gründe wird sie gehabt haben. und dazu zählt auch nicht glücklich gewesen zu sein. so schlimm das für einen vater ist, aber deine muter hat das recht so zu leben wie sie möchte. und wenn das ein leben ohne ihn ist, dann sollte ihr das gewährt sein ohne vorwürfe.
        was man natürlich vorwerfen kann ist das wie. betrügen ist scheiße und verletzt den partner tief und nachhaltig. das recht auf glück bedeutet nicht, dass man es durch lug und betrug erreichen darf.
        aber wie gesagt, deine mutter darf glücklch sein, auch wenn es nicht das leben ist, welches ihr für sie wollt.

        alles gute für euch!

        • (3) 18.01.18 - 21:37

          Vielen lieben Dank für deine Antwort !

          Mit meiner Mutter ist es so sie hat schon seit ich denken kann mit Depressionen zu kämpfen mit sehr schweren Depressionen sie haben auch mehr oder weniger unsere Kindheit bestimmt und trotzdem hat sie wenn es ihr gut ging alles dafür gegeben das es uns gut geht und deswegen würde ich auch nicht sagen eine schlimme Kindheit gehabt zu haben, nicht ganz unbeschwert und es hat mich natürlich geprägt. Trotzdem hatten wir in den letzten Jahren Vorallem nachdem ich ausgezogen bin ein sehr sehr gutes Verhältnis. Sie war meine Stütze eine sehr verständnisvolle emphatische und liebevolle Frau.
          Dann hätte sie plötzlich Facebook war in irgendwelchen Foren unterwegs und hat sich sehr verändert. Man muss auch kurz einwerfen das meine Mutter sich in ihren depressiven Phasen öfter von meinem Vater getrennt hat aber sie sich immerwieder zusammenrauft haben. Auch mein Vater hat all das 30 Jahre lang mitgetragen weil er sie über alles geliebt hat .
          So weiter im Text sie wurde plötzlich ganz forsch und teilweise zynisch. Hat meine Ängste oder Probleme nicht mehr ernst genommen. War plump und hat keine Rücksicht mehr auf die Gefühle von anderen Leuten genommen. Wenn ich bei ihr war habe ich mich nicht mehr willkommen gefühlt und sie hat mir nichts mehr erzählt. Für uns war klar das sie wieder in einer Depression steckt. Dann wollte sie plötzlich jedes Wochenende mit Freundinnen irgendwo hinfahren und erzählte keinem wohin. Jetzt wissen wir wo sie hingefahren ist. Hat sich noch das Auto von meinem Vater geliehen weil Ures kaputt war um zu dem Typen zu fahren.
          Irgendwann habe ich diese Art nicht mehr ausgehalten und bin geplatzt sie wurde immer böser und war plötzlich weg . Hat ihre Sachen dann 3 Tage später mit ihrer Schwester abgeholt( stand dabei unter starken Medikamenten) und hat ein Riesen Theater veranstaltet. Und dann war erstmal Funkstille. Irgendwann hat sie sich gemeldet und wir haben uns getroffen um zu sprechen . Haben uns nicht ausgesprochen an dem Tag sondern uns erstmal wieder angenähert. Sie hat sich zu dem Zeitpunkt im Sauerland aufgehalten was ca 3 Stunden von uns entfernt ist( sagte sie wäre bei einer bekannten war aber schon bei ihrem Typen)
          Und dann nach dem zweiten treffen haben wir telefoniert und sie sagte sie hat nen neuen und als ich nicht mit „ ph super das ist toll für dich „ reagier habe nachdem sie mir sagte das sie den auch noch bei Facebook kennengelernt hat sagte sie es wäre mir lieber gewesen sie hätte sich umgebracht.
          Ich habe das Telefonat daraufhin beendet. Sie wollte natürlich das ich meinem Vater nichts sage und ist ja auch leicht wenn man 300 Kilometer weg ist und nicht diejenige ist die den Vater jeden Tag sieht
          Naja daraufhin war jedenfalls Funkstille bis icj ihr irgendwann schrieb sie soll da bleiben wo sie ist und ich zurück bekam ich sei die größte Enttäuschung ihres Lebens. Meine Tochter ist jetzt 3,5 Monate alt und meine Mutter hat ganze 4 Wochen aus ihrem Leben „mitbekommen“ denn zu der Zeit war sie psychisch schon nicht mehr anwesend auch wenn sie da war.
          Warum sie sich getrennt hat ? Wahrscheinlich wollte sie noch mehr vom Leben wollte nochmal 16 sein keine Ahnung.
          Mein Vater ist kein Romantiker aber er hat immer versucht meiner Mutter jeden Wunsch zu erfüllen und ist jeden noch so schweren oder dunklen weg mit ihr gegangen.
          Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr weil die Frau die jetzt in ihrem Körper ist nichts mehr mit meiner Mutter zu tun hat wie ich sie kenne. Und diese Mutter die sie war die vermisse ist unendlich. Sie hat das Recht glücklich zu sein aber nicht indem sie andere Leben zerstört .
          Und zu meinem Papa ich habe vollstes Verständnis dafür das es so unglaublich schwierig für ihn aber wie gesagt ich habe auch viel um die Ohren was noch sehr sehr milde ausgedrückt ist und ich fühle mich langsam erdrückt
          Aber immerhin strebt er an eine Kur zu machen ich denke das würde ihm sehr gut tun. Und mir auch. Es ist schwer jemanden der schon am Boden ist noch zu klipp und klar zu sagen das man selbst nicht mehr kann. Denn an wen wendet er sich dann ?
          Es ist wirklich schwer für mich immoment denn ich will weder meinen Vater noch meine kleine Familie vernachlässigen aber das gleicht immoment einem Spagat. Ich fühle mich als wäre ich seine Mutter und nicht er mein Vater . Ich muss wohl sagen das es ihm schon viel besser geht aber trotzdem geht es irgendwie fast nur im ihn und nicht so richtig darum wie es mir geht. Mir fehlt es einfach das mich mal aißer meinem Partner jemand ernsthaft fragt wie es mir geht. Aber ich muss sagen er kümmert sich herzzereißwnd toll um die kleine Maus .
          Es ist alles ein bisschen schwierig und verzwickt

          • (4) 19.01.18 - 09:15

            hallo nochmal,

            sehr schwierig eure situation. und wirklich traurig.
            ich kann mri kaum vorstellen, wie es sich anfühlt wenn sich die eigene mutter so derart ändert.
            puh, was kann man da raten.

            ich denke eine sendepause zwischen dir und deiner mutter ist erst einmal das beste. so lange sie in dieser phase ist, wenn man es so nennen kann, da es ja eine klinische beteiligung gibt, ist es einfach zu verletzend für dich.
            was ich eventuell machen würde, wäre mich mal bei einem fachlich versierten arzt zu informieren, was da eventuell gerade schief läuft bei deiner mutter. einfach um besser zu verstehen, warum sie so handelt und spricht, wie sie es tut.

            ja, dein vater hat mal schlicht die größte arschkarte gezogen. da steht er ihr jahrzehnteang bei, nimmt ihre psychischen probleme stoisch hin und wird dann so behandelt. jetzt ist es an der zeit, dass er sich um sich selbst kümmert. mal raus finden, was er in seinem leben möchte. was ihn, abseits von deiner mutter, erfüllt. denn so lange zeit musste er ja seine eigenen wünsche zurück stellen wegen der krankheit deiner mutter. er tut mir sehr leid. aber vielleicht ist es jetzt eine chance genau das zu tun, auf was er immer verzichtet hat.und sei es bis mttag schlafen, in den tag hinein leben, stundenlang dumme filme gucken. und auf längere sicht sich ein leben so aufzubauen, wie er es sich vorstellt ohne rücksicht auf die belange eines anderen. ich hoffe er schafft den weg dahin.

            zu dir und deiner mutter nochmal: ich möchte dir gerne ans herz legen, so weh sie dir jetzt auch tut, erst einmal offen zu bleiben. trenne deinen schmerz von dem deines vaters. offensichtlich steckt da mehr dahinter als einfach 'nur' lebenskrise.
            der mensch, den du kennst steckt ja in ihr und wer weiß wann er wieder zum vorschein kommt.. und dann kannst du entscheiden, wie du weiter mit ihr umgehen willst. ob es möglich ist diesen vertrauensbruch wieder zu kitten.
            so wie du schreibst glaube ich nicht, dass deine mutter (wie du sie kennst) dauerhaft verschwunden ist. die geschichte ist noch nicht vorbei. ich hoffe, dass ihr es irgendwie schafft wieder eine positive beziehung miteinander aufzubauen.

            vg

            • (5) 19.01.18 - 18:27

              Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort ..
              ja es ist schmerzhaft und es ist schwer, Kontakt kann ich mir immoment nicht vorstellen und den wird es auch erstmal einfach nicht geben dabei tut es mir einfach nur weh das sie so viel von ihrer Enkeltochter verpasst denn diese Zeit bekommt sie nie mehr zurück ... und ich hätte mir für meine Tochter einfach eine tolle Oma gewünscht die sie mit Sicherheit gewesen wäre wenn das alles nicht passiert wäre. Ich weiß auch garnicht was passieren könnte um es möglich zu machen sich wieder anzunähern.
              Über ihre Krankheit weiś ich ziemlich gut Bescheid. Wir haben auch viel darüber gesprochen, es war kein Geheimnis oder wurde totgeschwiegen. Das habe ich immer sehr geschätzt denn das ist ja auch nicht so normal das man offen über soetwas sprechen kann .
              Man merkt einfach wie schnell alles kaputt gehen kann und man dann plötzlich erstmal vor einem Scherbenhaufen steht bis man ihn dann mit der Zeit beseitigt hat
              Morgen steht der Umzug an und wenn das geschafft ist bin ich schonmal sehr froh.. ich schlueße es nicht aus jemals wieder Kontakt zu meiner Mama zu haben aber ich denke auch das da noch einige Zeit Vergehen muss und Mann es auch akzeptieren und irgendwie realisieren wird das es niemals mehr so wird wie es einmal war

          (6) 19.01.18 - 09:46

          Wusstest Du, dass jemand mit Depressionen auch manische Phasen entwickeln kann? Diese Störungen bei der Persönlichkeit deiner Mutter klingen für mich krankhaft. Sie kann zwar nur therapiert werden, wenn sie selber will, und bei manisch Kranken ist das meist nicht der Fall, aber vielleicht hilft es Euch persönlich, dass Ihr Euch besser distanzieren könnt von diesem schmerzhaften Verhalten Deiner Mutter.

          • (7) 19.01.18 - 18:19

            Hallo und danke für deine Antwort :)
            Ja das weiß ich und ich denke das sie in einer starken Manie gesteckt hat und habe natürlich h auch Angst vor der Depression die danach folgt und wenn ihr bewusst wird was da alles passiert ist. Aber zu 100 Prozent kann das nur ein Arzt sagen .. wenn es aber eine ist dann ist auch das keine Entschuldigung denn sie kämpft mit 30 Jahren damit wird behandelt aber hat einen Arzt erwischt der nur noch Medikamente aufschreibt und keine Gespräche Sucht. Sie kennt das alles, weiß es genau wenn es los geht und wie gesagt wenn es eine manische Phase war oder ist hat sie sich ihr völlig hingegeben . Wir alle hatten so lange Verständnis für sie und haben sie immer unterstützt. Ich habe mich sehr mit ihrer Krankheit auseinander gesetzt und ich weiß das sie sich das nicht ausgesucht hat und es für auch sehr schlimm ist aber sie ist die einzige die was dagegen machen kann und dann ist es noch schwerer wenn man einfach nur „zugucken „ und nichts machen kann ..

      (10) 18.01.18 - 21:50

      Ich will meinen Papa auch garnicht so schlecht darstellen denn das ist er ja nicht und ich denke er gibt immoment wirklich sein bestes. Wahrscheinlich liegt es einfach daran das meine Mutter mir so fehlt aber ich weiß das sie irgendwie garnicht mehr da ist. Ich fühle mich irgendwie alleine denn es kann sie nunmal keiner ersetzten . Aber Kontakt mit ihr aufzunehmen ist für mich auch einfach keine Option nach allem was passiert ist dafür sitzt das alles noch viel zu tief. Es ist einfach Garde so kurz nach einer Geburt wo ich sie am meisten brauchen könnte immoment einfach sehr schwer und dann noch der einzige Ansprechpartner für meinen Vater zu sein und selbst völlig außen vor zu sein tut weh und ist so einfach schwierig

Ich kann dein Entsetzen über die Trennung deiner Eltern und vor allem über das Abkapseln deiner Mutter verstehen. Es ist schwierig, wenn sie lange Jahre deine Hauptbezugsperson war und sich dann auf einmal so abschottet. Du schreibst, dass du dir momentan nicht vorstellen kannst, so kurz nach all dem Kontakt zu ihr aufzunehmen. Dann lass es einfach und tu, was dir als das beste erscheint - für dich! Warte ab, lass sich erst einmal alles setzen. Eventuell bist du in ein paar Monaten bereit, den Kontakt mit ihr wieder zu suchen und vielleicht kann sie dir dann auch eine Erklärung liefern, warum sie so gehandelt hat. Jeder Mensch macht Fehler - auch eine Mutter. Und auch wenn das schon sehr harter Tobak ist, so ist vielleicht eine Annäherung in ein paar Monaten möglich.

Für deinen Vater kannst und musst du stark sein, aber auch nur bis zu deiner Belastungsgrenze. Sag ihm einfach deutlich, wie sehr dich das alles belastet und dass du ihm gerne eine Stütze sein möchtest - aber nicht jeden Tag und andauernd. Wenn er dann doch wieder damit anfängt, sage ihm klar und deutlich "Ich möchte JETZT nicht darüber sprechen". Auch zu der Sache mit dem Brude würde ich nur noch einen Satz verlieren "Ich habe alles dazu gesagt. Sprecht miteinander, nicht mit mir, ihr seid beide erwachsene Menschen".

Dann ist es wichtig, dass du dir selbst ein ventil suchst. Du stehst sicherlich nicht alleine im Leben, wirst ja einen Mann und Freunde haben. Suche dir dort Verständnis, Hilfe, Zuhörer.

Es gibt immer Situationen im Leben, in denen man denkt, man kommt nicht mehr weiter und es geht doch immer irgendwie.

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