Hilfe!!

    • (1) 20.01.18 - 08:13

      Hallo Ihr!
      Ich melde mich hier einfach mal zu Wort, da ich nicht weiter weiß!
      Vorab ich habe ein Alkoholproblem.
      Mein Sohn (21 Monate) lebt bei mir, haben aber sehr guten Kontakt zum Vater.
      Letzten Donnerstag habe ich mich betrunken, der Vater kam abends vorbei und hat vor lauter Sorge um das Kind das einzig richtige gemacht und den Jugendnotdienst gerufen, welcher dann auch schnell mit Polizei etc. vorbei kam.
      Wir sind dann alle gemeinsam ins Krankenhaus gefahren, wo das Kind vollständig untersucht wurde. Dort wurde auch bestätigt, dass das Kind in einem sehr guten und gepflegten Zustand ist. Auch meine Wohnung wurde von der Polizei als gepflegt und kindgerecht betitelt mit Fotobeweisen. Zum Schutze des Kindes ist er erstmal in ein Kindernothaus gekommen. Auch gab es noch nie irgendwelche Auffälligkeiten.
      Es ist auch nicht so, dass ich täglich trinke und betrunken bin ich auch so gut wie nie, trotzdem habe ich ein Alkoholproblem, da es klar Zuviel ist. Dieses Erlebnis hat mich wirklich wach gerüttelt. Habe sofort alles in die Wege geleitet für eine Alkoholtherapie, welche am Montag startet. Ich möchte NIE wieder in meinem Leben Alkohol trinken.
      Am Freitag sind wir dann zum Jugendamt, welches beschlossen hat, dass mein Sohn erst wieder zu mir darf, wenn ich genügend gefestigt bin. Zu dem Vater darf das Kind auch nicht, da dieser scheinbar toleriert hat, dass ich trinke.
      Wir durften unseren Sohn auch nicht besuchen und noch nicht einmal eine Tasche abgeben mit Kleidung, seinem Schlafkuscheltier etc.
      Am Montag (kommt mir noch ewig weit vor) dürfen wir Ihn zumindest besuchen.
      Ich will und werde mein Leben ändern, aber leider bin ich zu spät aufgewacht.
      Was können wir tun? Das kann doch nicht zum Wohle des Kindes sein? Er ist einer fremden Umgebung ohne jegliche Bezugsperson! Der Vater trinkt nicht, nimmt keine Drogen etc. Warum darf mein Sohn nicht wenigstens zu Ihm?
      Hilfe!!!
      Für jeden Tipp dankbar. Wir wissen nicht, wie wir das Wochenende überstehen sollen.

      • Hallo,

        warum das Jugendamt so gehandelt hat, kann dir hier keiner sagen.

        Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg. Geh ihm für dich und das Kind!

        LG

        • Klar, kann mir hier keiner sagen warum. Aber vielleicht Tipps geben, wie wir den Kleinen daraus bekommen. Zumindest in die Obhut des Vaters bis ich mein Leben wieder im Griff habe.

          • (4) 20.01.18 - 08:52

            Mir fällt nur ein, einen Anwalt einzuschalten und Dich mit dessen Hilfe an ein Familiengericht zu wenden. Das Jugendamt hat keine endgültige Entscheidungsbefugnis, aber ein Richter.

            • Ich gehe aber davon aus, dass kein Richter das Kind in solche Verhältnisse zurückschicken wird - hoffentlich.
              Mutter eines so kleinen Würmchens trinkt, Vater schaut zu und unternimmt nichts, ebenso offenbar keine weiteren Familienangehörigen. Großeltern, Tanten - alles nicht vorhanden? Oder alles Wegschauer? Dann soll das kleine Mäuslein lieber in einer liebevollen Pflegefamilie bleiben, bis sich die Mutter hoffentlich wieder berappelt hat.
              LG Moni

              • Es kann auch schon sein, dass ihr schon der Anwalt sagt, sie soll es besser lassen, weil das eventuell die Situation noch verschlimmert. Aber sie hat um Hilfe gefragt und ich denke, das ist das Einzige, was sie tun kann. Umgekehrt kann aber ja auch sein, dass das Jugendamt zu heftig reagiert hat und das Kind doch beim Vater gut aufgehoben wäre. Es ist schlecht zu beurteilen, ob der Vater überhaupt mitbekommen hat, wie oft und wieviel sie trinkt. Hier wurde ja nur die Meinung des Jugendamts mitbekommen und viele Alkoholiker verstecken den wirklichen Konsum recht geschickt.

            • Ganz ehrlich der Vater hat doch nicht weggeschaut sondern den Kindernotdienst gerufen warum sollte das Kind nicht zu ihm kommen... Das ist im aktuellen Zustand nicht zu oder kommen kann ist mir schon klar, aber gegen den Vater spricht doch nichts. Meiner Meinung nach hat er richtig gehandelt

        "Wie wir den Kleinen daraus bekommen". Ich muss gestehen, dass es sich sehr abwertend liest. Aber ich gehe mal davon aus, dass das Jugendamt zum jetzigen Zeitpunkt nur das beste für das Kind möchte und ein Vater, der die Mutter dahingehend unterstützt, sie am trinken nicht zu hindern, ist aus der Sicht des Jugendamts nicht die beste Option. Möglicherweise kommt der Kleine vorübergehend in eine Bereischaftspflegefamilie und auch wenn ich nachvollziehen kann, dass es dir ein Dorn im Auge ist, so solltest du dich darauf konzentrieren, gesund zu werden und mit dem Jugendamt zu kooperieren und nicht boykottieren. Das Wichtigste ist doch , dass das Kind nun geschützt ist und dass es dir dadurch die Augen geöffnet hat, dich deinem Problem zu stellen und gesund zu werden. Die Frage ist auch: warum hat der Vater nicht vorher gehandelt ? Warum hat er nichts unternommen? Und auch das JA wird sich diese Frage stellen...

        Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für das, was dir bevorsteht.

        VG

        • Ja, das ist das Wichtigste, dass es meinem Kind gut geht. Der Vater hat nichts vorher unternommen, da ich ja nicht ständig trinke und auch noch nicht so betrunken war, wie letzten Donnerstag. Das es aber soweit kommen konnte, sagt ja trotzdem klar aus, dass ich ein Problem mit dem Alkohol habe. Einen Entzug muss ich laut Arzt (bei dem ich sofort war) wohl nicht machen. Trotzdem möchte ich eine Therapie machen, welche wie gesagt Montag startet. Der Vater trinkt gar nicht.

          • (11) 20.01.18 - 09:19

            Meine Mutter ist trockene Alkoholikerin und als sie in die Klinik zur Therapie musste, war das erste, was gemacht wurde ein Entzug. Erst wenn du absolut klar im Kopf bist, wird die Therapie starten. Bzw. Gehört ein Entzug zur Therapie dazu. Du wirst dich auf einen klinikaufenthalt mit anschließender langzeittherapie einstellen müssen. Danach ambulante Therapie und Besuch der anonymen Alkoholiker. All das musste meine Mutter tun und wir Kinder waren da schon lange erwachsen.

          Er hätte aber viel früher etwas unternommen MÜSSEN. Das ist seine Pflicht. Wenn Alkohol kein Genuss mehr ist, sondern zur Sucht, dann ist es nun mal schon zu spät. Es ist gut, dass du dein Problem anerkennst und etwas dagegen unternehmen willst. Und zur Zeit ist es nun mal besser fürs Kind , wenn es weder bei dir noch beim Vater ist.

(14) 20.01.18 - 09:36

Ich hoffe sehr, dass das Ganze ein beilsamer Schock für Dich ist. Ich gehe davon aus, dass Dein Kind in eine liebevolle Bereitschaftspflege gekommen ist und dort gut versorgt ist. Das Lieblingskuscheltier kann am Montag jemand beim Jugendamt abgeben mit der Bitte, es weiterzuleiten. Und DU konzentrierst Dich auf Deinen Entzug und die folgende Therapie.
Es gibt nicht viel Schlimmeres für ein Kind, co-abhängig von einer trinkenden Mutter zu werden. Ich finde es auch in Ordnung, dass der Vater das Kind nicht bekommt, wenn er Deiner Trinkerei zugeschaut hat. Wenigstens jetzt hat er richtig reagiert. Alles Gute für Dich und setz Deine ganze Kraft in die Therapie, für Dich UND Dein Kind. LG Moni

(15) 20.01.18 - 09:54

Auch wenn du das nicht hören magst, ich finde es vollkommen richtig das der KV euren Sohn nicht bekommt.

Er hat es scheinbar eine ganze Weile toleriert, dass du im alkoholisierten Zustand mit eurem Sohn umgehst (und mal ganz nebenbei Alkoholiker sehen ihr Problem nie als so groß an, wie es wirklich ist. War ja nur 1-2 Bier/Schnaps) und jetzt erst ist der Aufschrei groß.

Keine Frage ich finde es toll, dass dich dieses Erlebnis wach gerüttelt hat. Manchmal muss man wirklich erst auf die Schnau*e fallen, um zu realisieren das es so nicht mehr weiter geht.
Und alle die sich dann einen Weg hinaus suchen haben meinen Respekt verdient.

Vielleicht ist ja sonst jemand aus der Familie bereit die Pflegschaft für deinen Sohn zu übernehmen.
Und dann ab zum Anwalt. Das Jugendamt hält sich nämlich gerne für unfehlbar und schlussendlich sehen nicht alle Richter es so wie das Jugendamt.
Kooperieren mit dem Jugendamt schadet aber auch nicht. Beantrage doch eine Familienhilfe, die geht mit dir Wege zusammen und kann dann eben auch bezeugen, dass du dein Bestmögliches tust für deinen Sohn.

(16) 20.01.18 - 09:55

Hallo,
das Kind wird dort gut versorgt und untergebracht sein. Jetzt so kurz vor der Therapie hättet ihr auch nicht die nötige Ruhe für das Kind, sicherlich auch nicht der Vater.
Schöner wäre es gewesen, wenn es nie zu dieser Situation hätte kommen müssen, aber nun ist es nun mal zu spät und alle machen nur ihre Arbeit. So wie du es beschreibst sind sie dir doch wohlgesonnen.

(17) 20.01.18 - 09:56

Hallo,

das mit Tasche ud Kuscheltier kann ich mir nocht vorstellen. Wir haben schon oft Kinder in Obhut genommen und eigentlich läuft es anders, außer die Kinder werden mitten in der Nacht raus geholt.

An deiner Stelle würde ich mit dem JA zusammen arbeiten und zweigen das du dich ändern willst.

(18) 20.01.18 - 10:00

Hallo,

Du betrinkt Dich am Donnerstag und kannst am Montag direkt eine Therapie beginnen? Respekt, in der Regel wartet man länger.
Arbeitet der Vater nicht? Wenn ja, wie soll er sich um das Kind kümmern können, während er arbeitet?
Und warum hat er an diesem Donnerstag nicht Dich in eine Klinik gebracht und das Kind mit zu sich genommen?
So ganz kann ich die Geschichte nicht glauben.
Aber ich würde dringend empfehlen, dass Du eine stationäre Therapie machst und drücke Deinem Kind die Daumen, dass es diese Phase seines Lebens gut verarbeiten kann.

  • (19) 20.01.18 - 10:10

    In akuten Fällen ist eine sofortige Aufnahme in die geschlossene Psychiatrie kein Problem. War bringen meiner Mutter so. Morgens ging sie zu ihrer Therapeutin (sie war wegen einem anderen Problem eigentlich da), kam mittags wieder, sagte, sie wird sofort stationär aufgenommen und nur zum packen kurz zu hause, dann fuhr sie in die Klinik und war ab da 3 Monate in der geschlossenen Psychiatrie. In den ersten 4 Wochen mit absoluter Beschuchersperre, weil sie eine Entgiftung gemacht hat und da durfte und sollte kein Besuch kommen.

    • (20) 20.01.18 - 10:16

      Stationär ja, aber ihr Beitrag klingt für mich so, als wäre sie zu Hause und die Therapie startet ambulant.
      Aber vielleicht habe ich da auch was reininterpretiert...

      • (21) 20.01.18 - 10:49

        Nein, hast Du nicht. Ich habe mich sofort freiwillig in ein Krankenhaus begeben wegen meines Suchtproblems.
        Das Jugendamt und das Krankenhaus waren sehr hilfsbereit bez Therapie.
        Bei der Therapiezentrum ist jemand ausgefallen und die konnten mir daher mit viel betteln und kpl Beschreibung meiner Probleme diese Termine einräumen. Das JA war auch überrascht, dass es so schnell ging. Ich habe keine Erfahrung und freue mich nur schnell meine Probleme anzugehen.

(22) 20.01.18 - 10:18

Das Jugendamt darf dein Kind nur eine gewisse Zeit einbehalten. Sie sind also definitiv schon den Weg über einen Bereitschaftsrichter gegangen - das kann manchmal innerhalb weniger Stunden erfolgen.

Das Jugendamt und das Gericht ist es erstmal egal, wie es dir geht. Denn es geht nur um dein Kind.
Sie werden Gründe haben, den Kindsvater das Kind nicht anzuvertrauen.

Du kannst dich natürlich Anwaltlich beraten lassen, aber nehme die Schritte des Amtes ernst und arbeite mit.
Sie wollen zwar das beste für das Kind - aber sie wollen es auch zurück in die Herkunftsfamilie bringen - sofern das möglich ist Laut den Ämtern ist dies der beste Weg.

Hierfür wirst du erst entziehen müssen. Das wird eine Weile dauern.
Wenn der Entzug beendet ist, wirst du dich eine Weile beweisen müssen. Bleibst du Trocken, bist du bereit für deine Sorge.

Erst wenn du alles erfüllst, wird das Kind LANGSAM in die Herkunftsfamilie zurückgeführt.


Auch das kann dauern.

Jetzt geht es aber erstmal in Dich. Du willst doch Therapieren lassen und das ist super ! So hat dein Kind die Chance auf eine tolle, stabile Mutter!
Geh diesen Weg, er wird sich lohnen

(23) 20.01.18 - 10:47

Sorry das passt jetzt voll nicht, aber das regt mich sowas von auf.

Dein Sohn darf nicht zu seinem Vater “nur” weil er angeblich toleriert hat, dass du trinkst.
Aber ein Pädophiler darf zu einer Mutter mit Kind ziehen, die dann auch noch gemeinsame Sache machen und das Kind war auffällig. Da kriegt ich echt zu viel sorry aber armes Deutschland kann manchmal echt nicht entscheiden was richtig ist.

Ich wünsche dir die Kraft die Therapie zu schaffen und dass dein Sohn schnellst möglich wieder bei dir oder deinem Ex ist.

  • Ich kann verstehen was du meinst und ich habe den Fall , von dem du sprichst genau vor Augen und bin ebenfalls völlig fassungslos darüber , was da passiert. In diesem Fall hat aber auch die Mutter gemeinsame Sache gemacht und ihren Sohn angeboten. Wie so etwas so lange allerdings unentdeckt bleiben kann, ist mir völlig unerklärlich. Und wie diese Täter dann auch noch geschützt werden.... ja, in unserem Rechtsstaat läuft da doch so einiges falsch.

    Jedoch finde ich es nach wie vor gut, dass das JA eingegriffen hat.

(25) 20.01.18 - 17:48

Hallo,

ihr lebt nicht zusammen (klingt zumindest so) und seid (wahrscheinlich) nicht verheiratet. Hast du das alleinige oder das geteilte Sorgerecht? Das wäre eine Erklärung - der Vater hat gar kein Sorgerecht und das Jugendamt ist nun an deine Stelle getreten, da für das Jugendamt erhebliche Zweifel bestehen, dass du in deinem jetzigen Zustand das Kind versorgen kannst.

Falls ihr das geteilte Sorgerecht habt, ist das Jugendamt eventuell zum Schluss gekommen, dass die Lebensumstände des Vaters nicht ausreichend sind, um den 100% Schutz diesen doch noch sehr kleinen Kindes zu gewährleisten.

Sehr gut ist ja schon mal, dass du realisierst, dass du ein Problem hast und auch bereit bist, das anzugehen.

Das Jugendamt denkt klar vom Kind aus und vertritt die Interessen des Kindes. Du warst am Donnerstagabend nicht mehr in der Lage, dich verantwortungsvoll um das Kind zu kümmern und so hat das Jugendamt die Notbremse gezogen und vorübergehend eine Fremdunterbringung angeordnet.

Das einzig Vernünftige ist nun, so konstruktiv es geht, mit dem Jugendamt zusammen-
zuarbeiten und an dir zu arbeiten. Stelle Kleidung, Lieblingsspielsachen etc. zur Verfügung, dass sie auch sehen, dass wir etwas an deinem Kind liegt. Kümmere dich um einen Therapieplatz.

GLG
Miss Mary

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