Hallo 3 Fach Mamis :)

    • (1) 21.01.18 - 19:35

      Hallöchen ihr Lieben
      Ich wünsche mir schon lange von Herzen ein drittes Kind mein Mann wollte absolut gar nicht.
      Jetzt hat sich das Blatt gewendet und er sagt nun ja zum dritten Wunder.
      Nun habe ich Zweifel, wie verrückt ist das?
      Ich habe 2 tolle Jungs 9 und 5 Jahre alt.
      Wie ist das bei euch?
      Haben bei euch alle drei ein eigenes Zimmer?
      Bekommt man denn Nachmittags alles unter einen Hut mit ggf Therapien und Hobbys?
      Ich wünsche es mir sehr habe nun aber doch auch Angst..

      • Ich habe 4. Ja alle haben ein eigenes Zimmer. Ich arbeite ganztags. Mein Mann auch. Bei uns kannst du viel an Hobbies dazu buchen. Musikschule kommt in Kiga z.b. hängt scheinbar auch von der Region ab, wie ich hier immer lese. Komme eigentlich aus dem als konservativ verrufenen Bayern. Bei uns ist aber aktuell alles super geregelt, dass man auch mit 4 Kindern ganztags arbeiten kann. Ich drücke euch die Daumen. Das schafft ihr.

      Hallo,

      meine Kinder sind nun 15, 12 und 9. Ich habe die Belastung immer als sehr unterschiedlich empfunden (muss allerdings sagen, dass ich fast immer Vollzeit gearbeitet habe, was wirklich auch einen großen Belastungsfaktor darstellte):

      Im Kleinkindalter kamen wir ziemlich gut klar, allerdings waren wir eben sehr gefordert (wie mit zwei Kindern eben auch) - einer wachte um 5 auf und konnte nicht mehr schlafen, der andere schlief abends nicht ein. Die üblichen Wehwehchen halt x3. Die dritte Schwangerschaft lief so "nebenher" - unser drittes Kind war im ersten Jahr kaum eine Belastung. Ich war zweimal wegen einer Blutung krank geschrieben und musste viel liegen und habe mich in der Zeit auch nochmal prima erholt.

      Die Große wurde sehr selbstständig und alle hatten das gleiche Programm. Wir haben viel gemeinsam unternommen (Zoo, Schwimmbad, Waldspaziergänge mit Stockbrot, etc.). Die Planung in der Zeit war "einfach" und wir waren sehr flexibel, ich war allerdings immer müde und hatte kaum Zeit für mich, weil immer irgendwer Aufsicht brauchte. Es gab schon viele Termine (Kindergartenfeiern, Kindergeburtstage, Laternelaufen), aber wir haben die oft als Familie absolviert. In der Zeit konnte ich mir ein viertes Kind vorstellen, bin aber heute ganz froh, dass es nicht geklappt hat. #schein Ich habe aber auch viel Druck gespürt, gerade als arbeitetende Mama (das war damals ja sehr unüblich) und ich habe vielleicht auch den Fehler gemacht, dass ich immer bei allen Veranstaltungen präsent sein wollte.

      Mit Eintritt der Großen in die Grundschule wurde es dann etwas schwieriger, weil alle meine kinder am Anfang sehr viel Unterstützung beim Schulstoff und den Hausaufgaben brauchten. Ich kam also um 13 Uhr von der Arbeit, aß kurz (mein Mann kocht) und dann hatte ich zwei kleinere, die spielen wollten und sie. Wir haben uns mittags dann oft aufgeteilt. Zuerst wurden dann die Hausaufgaben gemacht, dann gespielt und oft musste ich noch für ein bis drei Stunden in die Arbeit, damit ich auf meine Stunden kam (und ich bin in der absolut glücklichen Lage, dass ich einen Teil flexibel gestalten darf). Weil ich selbst ein sehr schlechtes Gewissen hatte, lief es bald so ab, dass ich von 7 Uhr - 13 Uhr arbeitete, heimging, Hausaufgaben mit dem Kind erledigte, mit den Kleinen spielte und nach dem Abendessen um 18 Uhr nochmals zwei - drei Stunden arbeitete. So hatte ich beides - ich war als Mutter präsent zu einer Zeit, wo die Kinder wach waren und konnte voll arbeiten - allerdings kam ich selbst voll zu kurz. Ich war abends einfach müde. Ich hätte mir mehr Entlastung holen sollen, aber es war finanziell nicht drin, weniger zu arbeiten, weil wir gerade da viel ins Haus investierten.

      Die Grundschulzeit habe ich wirklich am Anstrengensten gefunden, da zumindest bei uns die Grundschule wirklich darauf ausgelegt ist, dass du als Eltern immer einen Überblick hast, was gerade gefordert ist, etc, mit dem Kind übst, liest, bei Referaten unterstützt, ... das ist dann eine spezifische Fragestellung, die das eine Kind betrifft, die anderen beiden schauen in die Röhre und man selbst ist zeitlich einfach "am Limit". Ein konkretes Beispiel: Bis der Mittlere (eigenständig) sein Plakat für die Buchpräsentation nach Maßgaben der Schule erstellt hatte, waren acht (!) Stunden vergangen. Wir haben es dann doch vorbesprochen und waren dann auf Abruf bereit. Das ist dann eben wieder ein Samstag/ Sonntag, den man nicht wirklich flexibel gestalten kann. Unsere Grundschule schafft es auch, Dinge sehr kurzfristig zu fordern. Bei uns ist die Grundschule wirklich darauf ausgelegt, dass die Eltern aktiv ins Geschehen eingreifen und üben - mit dem, was sie in der Schule lernen, kann man keinen Blumentopf gewinnen, die Klassenarbeiten sind aber absolut happig. Meine Kids hätten keine Klassenarbeit besser als 3 geschrieben, wenn man daheim nicht noch eine Übungssession gestartet hätte. Bei meinem Mittleren war die Lehrerin in Klasse 3 und 4 oft krank, der Unterricht wurde wenn überhaupt miserabel vertreten und die Lücken mussten daheim mühsam geschlossen werden, bevor er ins Gymnasium kam. Von Schulseite kam nur "machen Sie sich keine Sorgen" - hätten wir nicht aktiv eingegriffen, hätte es gleich in Klasse 5 massiv Probleme gegeben, v.a. in Mathe (da hat die Schule z.B. die schriftliche Division nicht mehr "geschafft", im Gymnasium war das natürlich Grundvoraussetzung - das ist nur eins von vielen Beispielen.

      Das war auch die Zeit, wo jedes Kind ein Instrument lernte, im Sportverein war und man eben noh viele "Fahrtermine" hatte, weil wir darauf achteten, dass jeder das tut, was ihm Spaß macht - mit dem Erfolg, dass jeder andere Hobbys hatte. Mittags saß ich oft zwei - drei Stunden mit den Kindern an den Hausaufaufgaben (erst mit dem einen, dann ...) und hatte immer das Gefühl, dass ich dem nicht so gerecht werde (einer sollte Lesen üben, der andere hatte sein Arbeitsblatt vergessen, ....).

      Heute würde ich sagen, dass ich "zeitlich aus dem Gröbsten" raus bin, bis auf den Kleinen, da ist die Grundschule eine Katastrophe #augen - ich habe auch wieder Zeit für mich. Heute sind eher Finanzen ein Thema: wir fahren ein großes Auto, Urlaub zur Hochsaison zu fünft - schwierig (es sei denn, du nimmst ein Ferienhaus, aber dann bleibt wieder viel an dir hängen), Kleider x3, Eintritte x3, sonstige Ausgaben x3. Du musst finanziell immer und ständig vorausplanen, weil schon die kleinste Abweichung teuer wird. Es kommen eben Klassenfahrten x3 (v.a. nun in der 10ten Klasse teuer), Markenklamotten, Handy etc. Die Große zählt sehr oft schon als Erwachsene und orientiert sich auch daran, was andere haben. Mitunter komme ich mir nun WG mäßig vor - wir brauchen Sonntag den Spagat nicht mehr machen, wen was interessiert, da die Große nun sowieso nicht mehr mitgeht.

      Es gibt solche "Stoßzeiten" - z.B. 3x Elternabend im September, 3x Weihnachtsfeier in der Schule, irre viele Extratermine vor Weihnachten (Feiern im Sportverein, etc. etc. etc.), da ist man mitunter nicht mal einen Abend die Woche daheim. Vor Weihnachten hatten wir dieses Jahr alle von den Kindern 17 (!) Extratermine. Also da ist nichts mit "das dritte läuft so nebenher".

      Ich möchte meinen Kleinen nicht mehr missen und habe ihn als große Bereicherung für unsere Familie empfunden. Dennoch war bei mir (allerdings mit Vollzeitjob) oft auch die Grenze der Belastbarkeit ausgereizt.

      GLG
      Miss Mary

      • Eigentlich ist einem das bewusst, was du so schreibst. Aber dennoch bekommt man schon etwas Angst, wenn man deinen Ablauf so liest.
        Auch ist der finanzielle Aspekt nicht zu unterschätzen.

        Du beschreibst mein Leben! Habe auch drei Kinder und bin voll berufstätig, z.T. auch flexibel - es sieht genau so aus wie bei Dir. Vor allem auch mit der Grundschule und den "Stoßzeiten" vor Weihnachten (...und vor den Sommerferien...! Diese Wochen "blocke" ich immer schon für extra-Termine die flexibel sein können, z.B. Arzttermine usw.) erkenne ich mich bzw. uns wieder.

        Ich finde übrigens Deine Beiträge auch oft sehr hilfreich und nett geschrieben. Wollte ich mal loswerden. :-)

        • Danke! Das ist total lieb von dir ....

          Ja, vor dem Dezember graut mir immer. Ich habe dieses Jahr in den Herbstferien alle Weihnachtskarten geschrieben und Geschenke eingepackt und kam mir total doof vor. Im Dezember hatten wir dann einige sehr ungeplante Ereignisse und ich war so froh ....

          GLG
          Miss Mary

      ich kann dir in vielem nur rcht geben.

      Der Sprung von 2 zu 3 KIndern ist viel teurer als von einem zu 2 Kindern.

      entsprechend große Wohnungen sind viel seltener, das Auto muss deutlich größer sein, gerade wenn es drei Kindersitze fassen soll.
      Urlaube sind viel teurer, da Familienzimmer im Hotel fast immer nur für zwei Kinder gelten.
      Klamotten weitergeben klappt auch nciht so gut, weil diese nach 2 Kindern meist durch sind.

      terminlich kann es oift eng werden, Weihnachtsfeiern etc.

      • Hallo,

        ja, es sind so die "Mini" Kosten. Beim Haus war es echt so, dass die Auswahl sehr viel beschränkter ist. Bei uns sind viele Häuser nun "von der Stange" mit fünf Zimmern - drei Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer ....

        Meine Tochter (nun fast 16) hat nun begonnen, selbst etwas Geld zu verdienen - das nimmt echt etwas Druck raus.
        GLG
        Miss Mary

    Sehr toll beschrieben! Ich habe auch drei, wenn auch in anderem alter (12, 8 und 1) und würde das sofort unterschreiben! Spare mir also eine ausführliche antwort ;o)

    LG Bianca

Die Zweifel hatte ich auch kurzzeitig, allerdings war ich da schon schwanger und hätte eh nichts mehr dagegen unternehmen können... ;-)

Unsere beiden Großen sind 8 und fast 9 Jahre und unsere Kleine ist 13 Monate alt und es klappt fantastisch... Die beiden Großen lieben ihre kleine Schwester abgöttisch, trotz der Tatsache, dass unsere Tochter anfangs lieber ein Pony gehabt hätte und sich nach der Geburt gar nicht an die Lütte rangewagt hat, weil sie Angst hatte, sie kaputt zu machen... :-p Unsere Kleine ist aber auch ein totaler Sonnenschein...

Wir sind direkt nach der Geburt in eine 5 Zimmer Doppelhaushälfte gezogen, die wir in den letzten Wochen meiner Schwangerschaft noch relativ aufwendig renovieren mussten... Nun hat jedes Kind ein eigenes Zimmer, allerdings nutzen die beiden Großen das hauptsächlich in der Woche, am Wochenende schlafen sie gemeinsam entweder mal in dem einen oder anderen Zimmer oder bei uns im Familienbett, welches wir mittlerweile auf 3,20 m erweitert haben... Die Kleine schläft eh bei uns im Familienbett und nutzt ihr Kinderzimmer bisher maximal morgens zum Anziehen oder nach dem Baden, aber alles andere ist bisher noch unpraktisch...

Nachmittags läuft das hier super, die Kleine ist es gewöhnt, dass sie überall mit hin muss... An manchen Tagen, an denen wir viel mit dem Auto unterwegs sind, merkt man ihr allerdings an, wenn es ihr zuviel wird, dann macht sie sich steif und will nicht ins Auto oder sie versucht auf dem zum Auto auszubüchsen oder so... Allerdings muss sie in den meisten Fällen dadurch, nützt ja nicht, wenn die Großen Termine haben... Wie es mal wird, wenn sie Termine hat, wird sich zeigen, aber dann sind unsere Großen ja schon deutlich größer und selbständiger... Bisher haben wir mit ihr maximal Arzttermine, da ich weder Kurse noch Krabbelgruppen mit ihr besuche... Ist einfach nicht so meins...

WIe gesagt, ich hatte auch zwischendurch immer mal Bedenken, aber als unsere Püppi dann auf der Welt war, war da nur noch das Gefühl, endlich komplett zu sein... Sie war ein super zufriedenes Baby, das wirklich niemals geschrien hat und auch wenn sie jetzt jeglichen Mist macht, den ihre Geschwister nicht gemacht haben, ist sie doch eigentlich recht pflegeleicht... Sie ist für ihr Alter auch schon sehr weit und sehr verständig, da hat sie von den Großen total profitiert... Sie hat uns als Familie komplettiert und es ist einfach nur herrlich, alles nochmal erleben zu dürfen...

LG

(15) 21.01.18 - 21:15

Hallo, ich bin mit dem 3. Kind schwanger und denke mir seitdem oft “Wie doof bist du eigentlich?“ Meine beiden Jungs aus erster Ehe sind 13 und 12 Jahre alt. Der 12-jährige ist auf Grund eines Gendefektes geistig behindert und teilweise noch sehr anstrengend. Doch im Großen und Ganzen aus dem Gröbsten raus. Mein 13- jähriger Sohn freut sich schon riesig auf ein Geschwisterchen und wir freuen uns auch. Wobei es schon hart wird, alles nochmal mitzumachen. Und ich bin jetzt auch schon älter (36).
Aber jetzt ist es schon rum und das Würmchen auf dem Weg.
Was ich schön finde, man kann alles nochmal neu erleben und irgendwie auch bewusster und finanziell sieht es besser aus, als mit Anfang 20.
LG

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