Bald 9jährige raubt mir den letzten Nerv

    • (1) 21.01.18 - 20:20

      Meine Tochter ist noch 8 und seit einiger Zeit eine Ober-Katastrophe. Sie war noch nie pflegeleicht und ich brauche kein immer braves, angepasstes Kind aber im Moment ist es wirklich schlimm. Seit Monaten schon. Sie ist wirklich NUR am Zicken. Bei jedem kleinsten Mist muss bis aufs Blut diskutiert werden. Sie gibt permanent Widerworte und jede Antwort ist pampig. Ich gebe echt mein Bestes. Helfe ihr wo ich kann. Mache mit ihr ab und zu Mutter-Tochter-Nachmittage wenn es geht (wir haben nich einen 14 Monate alten Sohn) und halte meine Rituale mit ihr ein. Aber nichts scheint gut genug zu sein. Bei der kleinsten Sache wird sie wieder pampig und echt super frech und respektlos. Auch in der Schule ist das so. Bitte gebt mir Tips bevor ich sie noch an die Wand klatsche.

      • Ich glaube, die Pubertät fängt langsam an? Du hast mein Beileid!

        Bei pampige antworten würde ich aber durchaus was sagen und Konsequenzen ziehen. Mit 9 sollte ihr doch klar sein, welchen Ton sie mit dir benutzen darf. Ich würde es korrigieren und mir eine Strafe ausdenken zB die ganze Woche die Spülmaschine ausräumen oder was weiß ich was sinnvolles dir erscheint und ihr weh tut. Nach der Ankündigung der Strafe, nächstes mal auch durchziehen. Pampige antworten muss du nicht ertragen und mit 9 sind deine letzten Chancen, dass sie es endlich kapiert.

        • Erziehung über Strafe? .... wird nicht klappen.

          • Warum soll das nicht klappen? Ich denke kleinere angemessene strafen müssen schon sein. OK zugegeben finde ich Geschirrspüler ausräumen auch keine gute Strafe, sie könnte es einfach nicht machen.. aber ein Tag Süßigkeiten streichen oder so. Natürlich sollte man ermahnen und die Strafe ankündigen und man sollte es dann durchziehen. Wenn sie sich später aufrichtig entschuldigt und Reue zeigt und vielleicht sogar versucht es wieder gut zu machen, kann man immer noch ab und zu ein Auge zu drücken, aber prinzipiell sollte man schon streng sein. Es gibt ja viele Trends und unter anderem der beste Freunde Elternteil. Natürlich soll man die wichtigste Bezugsperson für sein Kind sein, aber man ist immer noch eine Autoritätsperson und man muss diese Verantwortung übernehmen und auch Grenzen setzen und erziehen. In der Schule ist der Kumpellehrer immer der, bei dem es laut war, keiner aufgepasst hatte und keiner Respekt hatte. Der strenge war zwar unbeliebt, aber es war ruhig und man lernte etwas. Ich sage nicht schwarz oder weiß, ich sage grau. Man muss einen Mittelweg finden, dem Kind seine Grenzen zu zeigen und die wichtigste Bezugsperson zu sein. Darüber könnte ich noch mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Vermutlich gibt es auch viel Kritik, aber ich kann mir das nicht mehr durchlesen:
            Ich kaufe für den Spielplatz mein eigenes Spielzeug, wenn mein Kind nicht teilen will, dann gebe ich meins ab.. was ist das bitte? Mit Erziehung hat das null zu tun. Kein Wunder, dass heutzutage keiner mehr Respekt vor irgendwem hat und alle nur noch ich bezogen sind. Katastrophe, leider.
            Lg

        Hallo,

        Mal abgesehen davon dass ich von Erziehung durch Bestrafung eh nicht viel halte, frage ich mich, warum Geschirrspüler ausräumen eine Strafe sein soll?

        Unsere Kinder leben hier mit im Haushalt und können sich auch an den Pflichten beteiligen. Und ja– sie räumen jeweils eine Woche lang den Geschirrspüler aus. Anfangs haben wir täglich gewechselt, bis die Diskusionen, wer denn heute dran sei, zu groß wurden. Seit dem ist jeder eine Woche dran und es gibt keine Missverständnisse.

        Wenn du möchtest, dass deine Kinder später mit anpacken und selbstständig im Haushalt helfen, würde ich solche normalen Dinge nicht negativ behaftet in dem du sie als Strafe anwendest. Damit schneidest du dir auf lange Sicht ins eigene Fleisch.

        Gruß
        Susanne

    (6) 21.01.18 - 20:54

    Das ist das Alter. Bei meiner Ältesten ist es das Gleiche.
    Sie ist dazu nah Wasser gebaut, hat unreine Haut uvm. Ich denke da spielen die Hormone verrückt. Sie hält sich schlicht für älter, legt viel Wert auf ihr Äußeres, geht nicht ohne Tasche aus dem Haus usw.

    Ich vermute da müssen wir alle durch. Der eine früher der andere später. Der eine extremer als der andere.

    • Das Alter??? Echt jetzt? Geht das soooo früh schon los? Ich weiss ja, dass Pubertät früh losgehen kann, aber mit 8 schon? Dachte da an 11, 12... da muss ich mich vielleicht auch schon bald drauf einlassen. Frag mich langsam echt, ob das an unseren Umwelteinflüssen, Hormonen im Trinkwasser oder Fleisch liegen könnte. Finde 8 Jahre jedenfalls verdammt früh!!!

Hallo, mit welchen Konsequenzen muss sie denn rechnen, wenn sie sich daneben benimmt? Vielleicht mal ein paar Annehmlichkeiten streichen.
Was ist denn in der Schule? Wie läuft es da?

Ich würde bei Dingen, die klar sind, nicht diskutieren. Sondern eine klare Ansage machen. Falls sie sich weigert - Konsequenz ankündigen und auch durchziehen.
Parallel kannst du ja ein Belohnungssystem mit ihr einführen für Tage, an denen es gut läuft. Wichtig finde ich, dass du dir im Vorfeld dein Handeln überlegst und ruhig bleibst.
LG, der Mops

  • Belohnungssystem mit ihr einführen für Tage, an denen es gut läuft.

    Puuuh, das sehe ich aber als falsches Signal an, besonders wenn es nur Tage sind. Meine 11jährige Enkelin hat auch bei den Eltern ihre Mucken und Macken, aber da gibt es höchstens mal nen Hallenbadbesuch oder Kinobesuch extra, wenn es ein paar Wochen gut läuft. Sonst kommt man ja aus der Belohnerei nicht mehr raus. Eigentlich sollte der anständige Umgang mit seiner Familie die Regel sein - und keine belohnenswerte Ausnahme.
    Gut, ein paar Mucken kann man sowieso immer einfach übersehen, aber Frechhheit, Respektlosigkeit und Pampigkeit hat Folgen - und keine erfreulichen. Das hat meine Enkelin schon begriffen. Bei mir ist sie zu 100% noch "normal" #schein da legt sie es nicht drauf an....noch nicht #cool LG Moni

Konsequent sein und eine klare Linie vorgeben.
Klingt jetzt sehr autoritär, aber Kinder haben einfach nicht immer zu diskutieren. Manche Dinge sind so, weil ein Erwachsener es so bestimmt ( bspw. Zubettgehzeiten).

Geduldig bleiben, Ruhe ausstrahlen aber eben auch Haltung beziehen. Kinder suchen einfach nach einer starken Orientierung.

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