Das leidige Thema "Geld"

    • (1) 24.01.18 - 21:30

      Liebe Urbianer,

      Mich beschäftigt seit längere folgendes: ich frage mich wie andere Familien das mit dem Geld machen 🤔

      Genauer gesagt: mein Freund und ich sind nicht verheiratet und haben einen 7 Monate alten Sohn, der ein absolutes Wunschkind ist. Wir haben kein gemeinsames Konto. Die Miete und alle Nebenkosten werden geteilt. Wenn wir Lebensmittel kaufen gehen, dann wird abgewechselt mit dem Bezahlen.

      Ich bin derzeit in Karenz. Vorher habe ich gut verdient - mein Freund verdient nicht so viel, er ist teils selbstständig und mit dieser Selbstständigkeit kommt eigentlich nichts rein, nur durch den fixen 12h Job.

      Seit mein Sohn da ist (und auch schon in der Baby Vorbereitung) bezahle ich alles was das Kind betrifft. Windeln, Essen, Kleidung, Kinderwagen, Arztkosten etc. Wenn ich meinen Freund darum bitte etwas zu übernehmen meint er nur, er hat kein Geld (was ja auch stimmt).

      Ich mache mir Sorgen, denn irgendwann sind auch meine Reserven aus. Nächstes Jahr fange ich wieder zu arbeiten an, aber auch nur Teilzeit - schließlich muss auch jemand unseren Sohn betreuen...

      Wie macht ihr das denn? Habt ihr eine Haushaltskasse? Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Bin ich zu fordernd?

      • (2) 24.01.18 - 21:44

        Huhuu, also bei uns gab es von Anfang an kein meins und deins, wir haben ein gemeinsames Konto und auf dieses wird alles eingezahlt, alle Einnahmen! Davon wird dann auch alles was so ansteht bezahlt. Anders hätte ich keinen Überblick.

      (4) 24.01.18 - 21:46

      Dein Freund hat einen 12-Stunden-Job, du gehst erst im nächsten Jahr wieder arbeiten - nur Teilzeit. Das KANN ja nicht funktionieren.

      >>>Ich mache mir Sorgen<<<

      Da hast du auch allen Grund zu. Aber Sorgen und Gedanken hättest du dir machen sollen, bevor das Wunschkind angesetzt wurde.

      Warum betreut dein Freund das Kind nicht, damit du Vollzeit arbeiten gehen kannst?

      • (5) 24.01.18 - 22:06

        Du hast vollkommen recht - jetzt kann ich aber nicht mehr zurück, um vorher darüber nachdenken zu können.

        Ich mache mir auch keine Sorgen ums Überleben. Dafür würde ich auch Halbzeit ausreichend verdienen. Mein Freund arbeitet per se schon 40h die Woche - mit dem Rest (die Selbstständigkeit) kommt halt nichts rein

        Ich habe ihm auch schon vorgeschlagen, dass er zuhause bleibt. Das möchte er aber nicht, will er dann seine Umschulung nicht fertig machen kann (er möchte den 12h Job auf Halbzeit ausweiten).

        • (6) 24.01.18 - 22:29

          >>>mit dieser Selbstständigkeit kommt eigentlich nichts rein, nur durch den fixen 12h Job.<<<

          >>>Mein Freund arbeitet per se schon 40h die Woche<<<

          Da habe ich gerade ein Verständnisproblem. Was stimmt denn jetzt? 12 Stunden oder 40 Stunden?
          Und wenn er 40 Stunden arbeitet, wieso kann er sich dann an keinerlei Kosten beteiligen?

          • (7) 25.01.18 - 09:06

            Nochmals genau erklärt:
            Er hat eine 12h Anstellung in einer Firma. Die restliche Zeit arbeitet er von Zuhause aus für seine eigene Firma (die aber gerade keinen Gewinn abwirft).

      (8) 24.01.18 - 22:32

      Na ja das ist jetzt dein bisschen doof finde ich. Ich arbeite auch nicht mehr als 12 Stunden und es reicht und mein Mann hat auch einen Vollzeitjob und trotzdem können wir recht gut leben. Jeder geht eben anders mit dem Geld um und hat andere voraus Sachen. Da kann man doch nicht pauschal sagen dass man sich Sorgen macht und dass es nicht funktioniert.

      • Ich wollte eigentlich schreiben keinen Vollzeitjob

        (10) 24.01.18 - 22:37

        Meine Antwort bezog sich auf die Aussage der TE, dass ihr Partner 12 Stunden arbeitet und sie im nächsten Jahr Teilzeit.
        Finde den Unterschied.

        >>>Da kann man doch nicht pauschal sagen dass man sich Sorgen macht<<<

        "Man" vielleicht nicht, aber die TE macht sich Sorgen, sie wird wissen, wie sie finanziell im nächsten Jahr dastehen.

Er sollte seine Selbstständigkeit mal überprüfen... wenn nichts reinkommt an Geld, wo ist da der Sinn?

  • Stimmt. Aber weißt du wie heikel das ist, wenn man sowas anspricht? 1000 mal versucht. Er will einfach seinen Traum nicht aufgeben...

    • Na das ist mir ein Schnuffi. Ein Herr auf dem Weg zur Selbstverwirklichung und das Kind bekommt kein Essen auf den Teller sozusagen.
      Er sollte da wirklich Prioritäten setzen, er hat Verantwortung. Er kann doch nicht ernsthaft zu stolz sein, eine nicht laufende Selbstständigkeit aufzugeben.

      (14) 25.01.18 - 21:29

      Seit wann besteht dieses Problem denn? Ich befürchte nicht erst seit gestern - warum setzt man dann ein Kind in die Welt?

Hallo, bei uns war es auch schon immer so dass ich fast alles bezahle was mit den Kindern zu tun hat. Ich will ja auch schließlich schöne hochwertige Kleidung aussuchen und den Kinderwagen... und wenn es nach meinem Mann geht täte es auch die billige Pflegecreme usw.
Woran er sich aber beteiligen muss sind Lebensmittel, Windeln, Leasingrate für unseren VW-Bus und Kitagebühren - und den Kredit fürs Haus, wenn auch nicht zu gleichen Teilen.

Im Notfall hätte ich noch das Kindergeld, aber momentan lebt es sich so ganz gut und wir sparen es für die Kinder.

Ich komme gut damit klar, war lange bei uns der Besserverdiener, dann habe ich meine Arbeitszeit reduziert und verdiente gleich viel wie mein Mann. Jetzt beim dritten Kind arbeitet auch mein Mann weniger und ich habe dafür leicht erhöht, weil dadurch einfach mehr rein kommt, uns reicht das vollkommen so :-) Dasselbe könntet ihr doch auch machen, es muss ja nicht zwingend du sein die daheim bleibt?

Vielleicht kann er seine selbständige Tätigkeit dann ausführen wenn du von der Arbeit kommst?

(18) 24.01.18 - 22:03

Wir haben schon immer, auch weit vor den Kindern, alles zusammen gelegt.

(19) 24.01.18 - 22:27

Er ist als Vater dir und dem Kind gegenüber zu unterhalt verpflichtet. Heißt, ob er will oder nicht, er MUSS euch einen monatlichen Unterhalt zum Leben zahlen.

Preisfrage: Warum macht man mit einer Selbstständigkeit weiter, wenn sie nichts einbringt?
In Deutschland würde Dir das Finanzamt schon den Hahn abdrehen und die Selbstständigkeit zum Hobby erklären, das heißt, Du kannst nichts mehr steuerlich absetzen.
Ist das bei euch nicht so? Ein Hobby kann sich nur der leisten, der es auch finanzieren kann. Dein Partner ist aber Familienvater, da sollte er mal ganz schnell umdenken.
LG Moni

  • (21) 25.01.18 - 05:55

    Das stimmt leider nicht. Das Finanzamt dreht dir allenfalls den Hahn ab wenn du Steuerschulden hast. Kleingewerbe kannst du haben bis zum Sankt Nimmerleinstag.

    • Dann hat sich da was geändert, was ich nicht weiß. Mein Mann hatte zig Jahre ein Nebengewerbe. Als er krankheitsbedingt ein Jahr fast keine Aufträge annehmen konnte, kam nach der nächsten Steuererklärung schon der Brief, dass das Gewerbe als Hobby eingestuft würde, wenn wir nicht "schlüssig nachweisen" können, warum so wenig Einnahmen vorliegen. Wir hatten definitiv nie Steuerschulden, da wir ja beide einen Vollzeitjob hatten und das Finanzamt genug an uns verdiente; zudem hatten wir immer gute Umsätze gehabt mit dem Nebengewerbe.... aber gut, das ist schon ca.15 Jahre her. LG Moni

      PS: Ich könnte mir eigentlich nur vorstellen, dass es dem FA egal ist, wenn Du auch von denen nichts willst, d.h. nichts steuerlich absetzen willst.

      Fruechenomi hat Recht.
      Natürlich kannst du dein Kleingewerbe behalten, niemand zwingt dich zur Abmeldung beim Gewerbeamt.
      Aber wenn man dauernd Verluste macht, so wird die Tätigkeit vom Finanzamt als Liebhaberei eingestuft, was dann dem Begriff Hobby gleichkommt.
      Für derartige Betriebe gibt es keinen Betriebsausgabenabzug mehr und was nützt es einem dann Verluste zu machen, wenn sie steuerlich nicht anerkannt werden.

      Ganz viele Finanzämter haben aktuell in 2016/2017 Liebhaberei geprüft.

    (25) 25.01.18 - 11:28

    Ja HABEN kannst du es. Aber deine Verluste nicht steuerlich geltend machen. Das nennt sich dann Liebhaberei. Da hat Frühchenomi schon Recht.

    LG

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