Wie geht's euch nach der Trennung?

    • (1) 25.01.18 - 11:51

      Hallo, ich bin neu hier und auf der Suche nach Erfahrungen.
      Ich habe bewusst nicht ins "Trennungsforum" geschrieben, weil es hier nicht nur um die Trennung sondern in erster Linie um unser zukünftiges Familienleben geht.


      Kurz zu uns:
      Mein Mann und ich haben eine 2 jährige Tochter und bekommen im Mai unser 2. Kind.
      Mittlerweile stehen wir kurz vor der Trennung, die von mir ausgeht.
      Die Tatsache, dass wir Kinder haben macht es mir nicht leicht 😔 ich weiß aber, dass ICH in dieser Beziehung und mit diesem Mann leider nie mehr glücklich werden kann.

      Ich kann mir ein Leben hier (Rhein Main Gebiet) nicht alleine leisten. Daher müsste (und möchte) ich wieder zurück in meine (sehr ländliche) Heimat gehen - mit den Kindern. Ich könnte dort erst bei meinen Eltern unterkommen und dann, sobald ich arbeite, eine eigene Wohnung und unseren Lebensunterhalt finanzieren - zum Glück verdiene ich sehr gut und die Kosten dort sind niedrig.
      Meine Heimat ist an die 200km von der Heimat meines Mannes entfernt.

      Ich bin sicher, dass mein Mann zulassen würde, dass wir dort hin ziehen... Und auch die Kinder würde er gehen lassen..
      Ich GLAUBE auch, dass wir im Guten auseinander gehen könnten. Aber meine Schwiegerfamilie wird mich hassen - sie würden es niemals akzeptieren dass ich IHREN Sohn verlassen würde .... Da könnte er sonst was getan haben! Ich bin sicher, sie würden ihn aufhetzen.

      Der Gedanke an meine Kinder bricht mir einfach das Herz, ich habe keine Vorstellung davon wie es denn werden kann - denn ich will meinen Kindern auf keinen Fall ihren Papa vorenthalten ... Er ist ein guter Papa, aber leider nicht mehr ein guter Mann und es ist viel passiert 😢 (unserem Kind hat er nichts getan)


      Über die rechtlichen Beschaffenheiten weiß ich Bescheid, darum geht es mir hier nicht.
      Ich würde ich mich dafür interessieren wie es Familien ergangen ist, die sich auf so eine Entfernung trennen mussten (die Gründe für die Trennung sind meiner Meinung nach egal)
      Wie habt ihr das erlebt? Habt ihr es bereut? Was würdet ihr anders machen?
      Ist irgendwann alles gut geworden? Und wie organisiert ihr euch der Kinder zuliebe?

      Ich würde mich über viele Antworten freuen.
      Vielen Dank schonmal!

      Liebe Grüße, Conni

      • Hallo erstmal,
        Warum willst du dich denn trennen? Was ist plötzlich passiert, dass du sagst, du könntest nicht glücklich werden mit dem Mann? Warum dann noch ein Kind (da muss ja August/September noch alles super gewesen sein)?

        • Ist das wichtig?

          Ich habe das ganz bewusst nicht in den Haupttext geschrieben, weil ich nicht gern darüber sprechen möchte und auch seine Qualitäten als Vater nicht betroffen sind.
          Es geht mir ja hauptsächlich um meine Kinder. Wenn die nicht wären, wäre ich längst weg.
          Ich will mit den Gründen nicht vom eigentlichen Thema ablenken, selbst wenn es natürlich zusammen gehört.

          Aber ja - im September war noch alles gut.

          • Aus Erfahrung her kann ich dir sagen, dass die Gründe sich sehr wohl auf das Verhalten nach der Trennung auswirken. Auch wenn du jetzt glaubst, er erlaubt dir den Umzug einfach so, dann kann es in paar Wochen schon ganz anders aussehen und du befindest dich ganz schnell in einem Rechtsstreit um das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

            • Die Kurzfassung ist: Er hat mich monatelang betrogen - ich habe es im Oktober erfahren. Sogar in unserem Haus. Er gibt mir aber die Schuld dafür, sagt ich wäre selbst Schuld.. statt dass er mal mit mir über seine scheinbaren Probleme mit mir redet, holt er so eine Ische in unser Bett 😭 und lässt mich im Glauben, alles wäre ok.

              Ich würde ja sogar hier wohnen bleiben, aber ich kann es mir einfach nicht leisten.
              Und will auch einfach ... Achtung jetzt kommt's: "zu meiner Mama!" 😉

              • Leider zeigt die Erfahrung, dass wer in der Beziehung ein Arschloch (und das trifft auf ihn zu) war, es auch nach der Trennung ist.
                Bei uns war es so, dass ich ein halbes Jahr um die Beziehung gekämpft habe und letztlich aufgeben musste...es hieß immer wir trennen uns friedlich....davon war aber nicht mehr die Rede, als ich Ernst gemacht habe. Wir wohnten in einer Gegend, in der selbst eine Dreiraumwohnung 800 Euro kostete....aber von der Erlaubnis wegzuziehen war keine Rede mehr...ich musste aber die Wohnung kündigen, einfach weil ich ohne Unterhalt (laut ihm bräuchte er ja keinen zahlen, denn ich bin selbst Schuld ihn zu verlassen und der Rechtsstreit bis es Geld gab dauerte ein Jahr) keine Miete leisten konnte....unendlich viele Wohnungsbesichtigungen blieben erfolglos und so blieb nur die Wahl zurück in unsere 400 km entfernte Heimat zu ziehen. Erst 2 Wochen bevor die Obdachlosigkeit drohte, bekam ich dann vom Gericht die Erlaubnis. Er selbst zog dann einige Monate später selbst in die Nähe der alten Heimat. Inzwischen viele viele Jahre später kann ich dir sagen, dass es die richtige Entscheidung war und alles gut geworden ist, aber ich muss auch ehrlich sein und zugeben, dass es damals oft Phasen gab, in denen ich mich gefragt habe, ob es das alles wert war und ein Verbleib in einer unglücklichen Ehe nicht besser gewesen wäre.

                • :( oh weh, das klingt ja heftig.

                  • Es muss ja nicht immer so laufen, aber ich wäre damals froh gewesen, wenn mir jemand gesagt hat, dass auch die Zweifel normal sind und vergehen....stattdessen erwartete jeder ich soll überglücklich sein, dass ich die Ehe hinter mir habe.

                    • Ja, ganz so einfach ist das eben nicht 😔 habe auch schon gehört ich solle es nicht so eng sehen. - der Kinder zuliebe.
                      Verrückt, aber natürlich schürt das noch mehr Zweifel. Ich will ja auch glücklich sein! Und anscheinend ist er ja ohne mich auch glücklicher .....
                      Aber halt die Kinder 🙁

              (10) 25.01.18 - 21:43

              Er hat Verkehr mit einer fremden Frau und deswegen eine Trennung, wo zwei kleine Kinder betroffen sind? Echt jetzt?

              Gott, es ist doch nur Sex. Das mit dem Bett geht natürlich nicht, aber ansonsten?

              Ich würde das mit dem Bett klar ansprechen und sonst geflissentlich drüber wegsehen.

              • Das kann doch nicht dein ernst sein ?

                EINEN Ausrutscher könnte man vielleicht noch verzeihen.

                Aber monatelanges Betrügen und dann auch noch im gemeinsamen Ehebett 😱 darüber kann man doch nicht hinweg sehen !

      Was hat das mit ihrer frage zu tun außer "Neugier"

      • Weil um ehrlich zu sein mein erster Gedanke war, dass sie aufgrund der schwangerschaftlichen Hormone etwas übertreibt mit dem Unglück...und dann mein Rat gewesen wäre, erstmal halblang mit Trennung zu machen.

Mein Mann und ich haben uns im März letzten Jahres getrennt und ich bin im Juli, nachdem ich eine Wohnung gefunden habe, ausgezogen.
Wir leben weiterhin in einer Stadt. Trotzdem hat unsere Tochter (13) nicht viel davon, da er
ich kaum meldet und sie ihn selten sieht.

Mir selbst geht es phantastisch, meiner Tochter geht es deswegen nicht gut. Sie vermisst ihren Vater und alles, was wir früher gemeinsam gemacht haben (essen gehen, Weihnachten und Silvester) betrübt sie heute sehr.

Es ist gut, dass Dein 1. Kind noch so klein und Dein 2. noch gar nicht auf der Welt ist.
So ist es einfacher.

Klär das mit Deinem Mann. Erstmal die Trennung an sich und dann den Umzug bwz den Umgang.
Ich wünsche Dir alles Gute!!

Ich kann nur halb antworten, denn ich finde es ehrlich gesagt hart, dem Vater die Kinder so zu entfernen.
Wir haben uns damals bewusst für das Wechselmodell entschieden, damit Sohnemann bei seinem Vater und bei mir den Alltag erlebt und ich kann Vollzeit arbeiten, was uns den ganzen finanziellen Ärger erspart.

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