Mit Kindern Haus im Wald kaufen?

    • (1) 27.01.18 - 14:40

      Hallo in die Runde,

      meine Schwester hat sich gerade mit Ihrem Mann ein Haus im Wald gekauft, da hat wohl bis vor wenigen Wochen der Förster drin gelebt.

      Das Haus war günstig, ist dementsprechend aber auch in schlechtem Zustand (Schimmel, kaputte Stellen am Dach, innen muss es komplett saniert werden, Bäder neu, Küche neu, Garten angelegt, Garage ist schrottreif), sie wollen alles in Eigenregie machen (nein, keine Handwerker und bislang auch keine Ahnung von Heimwerken).

      Die Mädels sind beide in der 2. Klasse, die finden die Vorstellung, im Wald zu leben, bislang sehr romantisch. Ihr Mann ist eher der Abenteuertyp und von ihm ging alles aus.

      Meine Schwester hat inzwischen allerdings starke Bedenken und ist gar nicht mehr so glücklich. Das Haus steht einen Kilometer hinter der Ortsgrenze (500-seelen-Dorf), da kommt keine Post hin (muss man auf der Filiale abholen), es gibt kein Abwasser und auch nur einen matschigen Waldweg, der über Stock und Stein hinführt.

      Ich selbst hätte dort panische Angst, wenn es rund um mich herum abends stockdunkel ist oder ich gar im Dunkeln alleine heimkomme. Auch meine Kinder würde ich dort nicht alleine mit dem Rad in die Schule schicken.

      Ihr seht, sehr viele verschiedene Meinungen.
      Bitte helft uns mal ein bisschen weiter in dem Chaos , vielleicht gibt es ja hier jemanden, der mit solch einem Leben Erfahung hat?
      Ansonsten hoffe ich auf viele Meinungen.

      • Mit Kinder? Definitiv nein
        Allein? Warum nicht wer es mag
        Rate in dem Fall deiner Schwester davon ab.

        Da sie das Haus schon gekauft haben, ist es jetzt wohl etwas zu spät.
        Ich würde es auf keinen Fall wollen, allerdings bin ich sowieso ein Stadtmensch.
        Mir ist es hier schon zu einsam, mit 2500 Einwohnern ;-)
        Ich möchte auch nicht Nachts im Wald sein.

        LG

        • Das Geld ist eher zweitrangig, es war für "einen Appel und ein Ei" und dafür könnten sie es auch wieder loswerden.
          Aber irgendwie stellen sie sich das ja alle ganz nett vor, nur sie bekommt allmählich Zweifel.
          Für mich ist es ein wahrer Alptraum #zitter Ich hätte schreckliche Angst um mich und um alle :-D

        • Huhu,

          ich wohne so ähnlich und würde es nicht mehr anders wollen. Angst hatte ich hier noch nie, wovor auch...

          Für die Kinder gibt es im Moment nix schöneres und wenn ich mir die Jugendlichen am Ort ansehe, dann sind die nicht unzufrieden.
          Lg

      Es ist nicht Dein Leben. Nur weil du panische Angst hast, muss es nicht auf deine Schwester zutreffen.
      Und ehrlich , welcher Dieb würde schon in einem alten Forsthaus einsteigen?

      Fahr doch mal auf dem Land andere Wege entlang, da gibt es überall Gehöfte, abseits aller größeren Strassen.

      Jetzt wurde es gekauft und allem sollte man eine Chance geben.

      lg
      lisa

    • Hallo,

      wir hatten mal ein tolles Angebot, ein großes Einfamilienhaus mit Schuppen, Doppelgarage, Terasse und 1000qm Grundstück am Waldrand zu kaufen (hin führte ein Landwirtschaftsweg, der auch ein öffentlicher Wanderweg war). Das Haus war in gutem Zustand.

      Wir haben es auch aufgrund folgender Überlegungen gelassen:
      a) Ich bin eher ein geselliger Typ, die Einsamkeit wäre mich irgendwie aufs Gemüt geschlagen
      b) Im Winter wird dort nicht geräumt
      c) Die Kinder finden es cool, solange sie Kinder sind, als Jugendliche sind sie dann eher gesellig
      d) Man wird nicht jünger und muss das erst mal managen mit dem Garten und so
      e) Ein Waldweg wäre die nächste Verbindung zur Landstraße gewesen ...
      f) Verkehrsanbindung mit Öffis war schlecht

      Dann kann man in einem Haus auch sehr viel verschlimmbessern.

      Die Familie, die es nun hat, ist total happy und hält Pferde auf dem Grundstück und können ab Haus losreiten.
      GLG
      Miss Mary

      Ich selbst könnte mich dafür auch begeistern, aber mit Kindern würde ich das nicht machen.
      Nicht unbedingt wegen des Schulweges, aber die vereinsamen da doch.
      Dennoch, Deine Schwester und Dein Schwager sind erwachsene Menschen, das musst Du wohl so hinnehmen.

      Hallo,
      ich würde es genial finden, gerade im Wald und mit großem Garten. Allerdings sind wir handwerklich beide begabt. Im Fall deiner Schwester würde ich ihr raten wenigstens für Dinge wie Schimmel begutachten und ggf. professionell entfernen und Dacharbeiten jemanden zu beauftragen. Ansonsten sollten sich beide klar sein, ob sie es generell wollen so zu wohnen oder ob dein Schwager deine Schwester nur "überzeugt" hat durch seine Begeisterung.
      In Sachen Sicherheit, passieren kann überall was, auch in der Stadt vor der Haustür.
      Liebe Grüße

      • (10) 27.01.18 - 16:18

        ich würde es auch machen....keine blöden Nachbarn ( die können das Leben zu Hölle gestalten) Tiere haben, Platz ohne Ende.
        Alleine für Kinder und Teenager Party doch total ideal, Zeltlager, etc.

        Bei uns waren die Kinder vom Bauernhof total beliebt, weil es immer total spannend war.
        Auch später im Burschenverein, etc. war dort immer Treffpunkt gewesen.

        lg
        lisa

    Hallo,

    ich bin ao aufgewachsen,mein Vater war Revierförster und wir haben in der Försterei gelebt.
    Das nächste Dorf,der nächste Nachbar,die Bushaltestelle alles gute 2 Kilometer weit weg und ganz ehrlich ? Es war die tollste Zeit in meinem Leben.
    Wir konnten machen was wir wollten ohne das ein Nachbar meckert.Laute Musik ? Kein Thema !
    Sonntags Rasen mähen ? Kein Thema !
    Laut mit Freunden sein ? Kein Thema !

    Ich habe meine Pferde gehabt und konnte dank dem Platz auch schalten und walten wie ich wollte.

    LG

    Ach ja, war im übrigen auch sehr gut um sehr früh selbstständig zu werden, bei uns gab es kein "Mama-Taxi" und das war das beste was uns passieren konnte.
    Man ging sorgsamer mit allem um und hat eben Wege zusammen gelegt und hat dann eben 5 Sachen erledigt anstatt nur 1.

    LG

    Vielen Dank für eure Pro und Contras, die werde ich so weitergeben.

    Schön zu hören, dass es gut klappen kann!!

    Für Kinder kann das sicher schön sein. Ich bin nur jemand, der auch nach vorne schaut.

    Haben die Kinder in 10 Jahren, fast volljährig, lust, in ner Waldhütte zu sitzen?
    Wenn sie ausziehen, sind beide Eltern dann wohl Mitte 50 und auch nicht mehr die Jüngsten, um all diese Arbeiten (Sickergrube, Schneeräumen usw) zu verrichten?

    Das Thema Sicherheit würde mir auch keine Angst machen, da passiert sicher überall genauso viel oder wenig. Es ist eher die Angst vor der Einsamkeit.
    Ich würde sie dort außerdem niemals alleine im Dunkeln besuchen, bei der Hausbegehung neulich blieb ich im Matsch stecken mit dem Auto. Da war ich a) froh, dass mmein Mann dabei war und b) dass es hell war #zitter

    • Miite 50 ...nicht mehr die Jüngsten...#rofl
      Sorry, wo lebst du denn?

      Auch die Altersforscher haben festgestellt, das der Spruch " die 50 sind die neuen 40iger"
      seine Richtigkeit hat.

      Das heisst, wenn sie 70 sind ist es eine Überlegung wert aber wer weiss was dann ist.


      lg
      lisa

      • Nein, sehe ich anders.
        Ich bin nun Mitte 40, sie auch. Ich merke jetzt schon, dass ich weniger leisten kann, als mit 20.

        Ein Haus renoviere ich nicht jahrelang, um dann nach 10 Jahren wieder auszuziehen.
        Und ich finde, ein Haus, das viel Arbeit macht, weil eben viele elementaren Dinge nicht da sind, ist mit Mitte 50 oder auch 60 eine Belastung.

        Mit 18 so ein Projekt anzugehen , finde ich nochmal einen großen Unterschied, als mit 45 oder 46

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