Hauskauf finanziert durch Schwiegermutter

    • (1) 05.02.18 - 20:05

      Guten Abend,

      der Beitrag weiter unten mit dem Hauskauf und den Schwiegereltern, hat mich bezüglich unseres eigenen Vorhabens ins Grübeln gebracht.
      Wir wohnen derzeit zur Miete im Haus meiner Schwiegermutter. Im Sommer will sie das Haus aber verkaufen (wir wollten hier sowieso nicht langfristig wohnen bleiben) und eigentlich zur Miete irgendwo anders hinziehen, um in ein paar Jahren irgendwann mal ein Haus zu kaufen.
      Nun sagte meine Schwiegermutter, dass sie "uns" von dem Geld des verkauften Hauses, ein anderes kaufen will. Es würde aber ihr gehören und wir würden ihr Miete zahlen (irgendwann würde uns das Haus dann auch mal gehören).
      Ursprünglich war es mal so geplant, dass sie uns finanziell beim Hauskauf etwas unterstützen würde (wir würden dann noch einen Kredit aufnehmen), wir aber in Eigenregie unser eigenes Haus, was uns dann wirklich auch sofort gehört, kaufen.
      Ich habe irgendwie die Vermutung, dass sie das meinetwegen wieder davon abgekommen ist (damit mir im Falle einer Scheidung nichts gehört). Ist das ein paranoider Gedanke? Fast bin ich dafür ganz auf ihre finanzielle Unterstützung zu verzichten, weil ich einfach unabhängig von ihr sein will.
      Wie denkt ihr darüber?
      LG,
      Julie

      • Huhu,
        frag sie sich einfach, warum sie den komplizierteren Weg gehen möchte 😉

        Ich persönlich würde von so nem Kuddelmuddel die Finger von lassen... ich wünsche euch natürlich, dass alles in eurem Leben glatt läuft... aber das ABER bliebe für mich im Hinterkopf stehen. Zoff gibt es leider in denbesten Familen und ich bin n Typ und bräuchte klare Fronten.
        Ich würde es in Kauf nehmen auf Finanzen der SchwieMu zu verzichten und selbst alles zu finanzieren... dann ist im Fall der Fälle das nur n Ding zw. dir und deinem Mann und hängt kein 3. drin.

        VG

        Kauft Euch lieber ein eigenes Haus, mir wäre das sicherer.

      • Noch ein Gedankengang: Schwiegermutti kauft das Haus und steht im Grundbuch, jetzt wird sie ein schwerer Pflegefall, den ihr nicht zu Hause pflegen könnt. Sobald ihre Reserven aufgebraucht sind, ist das Haus dran.
        Natürlich wünscht man das niemandem, aber leider kann es einen diesbezüglich immer treffen. Alleine das wäre ein Grund für mich von so einem Gemuddel die Finger zu lassen.

        Hallo,

        das wäre mir auch zu heiß .... klar ist das Angebot verlockend, kann aber einen ganzen Rattenschwanz hinter sich ziehen. Von "braucht Geld doch selbst", bis "emotionales Druckmittel" ist da alles drin.

        Hier auf dem Land gibt es häufig so Konstellationen zwischen Altbauer und Jungbauer. Mitunter ist es echt so, dass Leute dann nach der Hofübergabe, nur um den Hof zu halten, in den Jahren zwischen Übergabe und Tod es Altbauern die Hölle auf Erden erdulden. Das verlässt dann auch schnell die rationalen Komponenten und bekommt eine nahezu unerträgliche emotionale Ebene.

        GLG
        Miss Mary

        GLG
        Miss Mary

        • Magst du das mal genauer beschreiben?
          Es scheint ja als würdest du einen Fall genauer kennen...
          Wollte altenteiler Haus für Junior oder Haus für sich bauen?
          Oder wollte Junior ein Haus für altenteiler bauen?

          • Hallo,

            es ging dort gar nicht so sehr ums Haus, sondern um das Problem, dass der Altbauer trotz Übergabe mit der neuen Rolle als "Mithelfer" aber nicht mehr "Bestimmer" klar kam. Man stritt sich total erbittert ...

            GLG
            Miss Mary

      (11) 05.02.18 - 23:44

      Hi,
      die Schwiegermutter hat doch nichts zu verschenken, sie muss sich dpchach fürs Alter absichern.
      Gibt sie Euch Geld, kann es schnell weg sein, wenn es eine Schenkung ist und sie nach 10 Jahren ein Pflegefall wird.

      Hat sie ein Haus, wo ihr Mieter seid, dann ist sie abgesichert.

      Wenn ihr genug Geld habt, solltet ihr Euer Haus bitte auch alleine finanzieren und sie kann eine andere Immo kaufen.

      lg
      lisa

      (12) 06.02.18 - 05:19

      Eigentlich ist das sehr vernünftig von Deiner Schwiegermutter. Sie kümmert sich um ihre Altersvorsorge ohne dieses Kuddelmuddel mit Schenkung und Ansprüchen. Und ja, das sie nicht möchte, das im Falle einer Scheidung dir 50% von etwas zustehen, das sie (mit)finanziert hat, ist durchaus nachvollziehbar. Meine Eltern hatten schlaflose Nächte, als sich meine Schwester von meinem Ex-Schwager trennte, weil sie einiges an Geld in die Immobilie meiner Schwester gesteckt hatten. Der Gedanke, das der Typ, der sich zum Ende der Ehe immer mehr als Vollpfosten outete, nun auch von ihren mühsam ersparten Kröten partizipieren könnte, war für meine Eltern nicht besonders erbaulich.

      Also: Wenn ihr was Eigenes wollt, seht zu, das ihr das alleine stemmt. Das spart viel Nerven.

      Grüsse
      BiDi

      (13) 06.02.18 - 06:08

      Sie kann sich ja selbst ein Haus kaufen, das steht ihr ja frei.
      Klar, dass ihr als Mieter praktisch seid. Euch kennt sie, weiß wie ihr mit ihrem Eigentum umgeht.

      Für euch von Vor- oder Nachteil:
      ihr kennt eure Vermieterin dann schon.

      Schwierig kann es werden, wenn sie das Haus nur für euch kauft. Nicht, weil sie es selbst will, sondern weil sie nicht weiß, was sie sonst mit dem Geld machen könnte bei den Zinsen.
      Wenn sie euch in ihre Pläne so einbindet, dass es schwierig wird, wenn sich eure Pläne/euer Leben ändert oder ihr nicht mit ihren Vorstellungen zusammen passt. Art des Hauses, Umbau des Hauses. Je nachdem wie weit sich da einmischen oder raushalten würde.
      Verhält sie sich wie andere Vermieter auch und ihr könntet entsprechend dem Mietvertrag kündigen und umziehen, ohne dass sie emotionale Erpressungen rauslässt, könnte es wiederum klappen.

      Dann würde ich mich aber nicht darauf verlassen, dass euch das Haus mal gehören würde, sondern damit planen, dass ihr dort erst mal zur Miete wohnt, wie woanders auch.
      Dann ist es für sie einfacher, wenn sie das Haus doch wieder verkaufen will (ihr Eigentum) bzw. ihr seid ungebundener, wenn es nicht euer Traumhaus ist.

      Besteht sie aber darauf, dass ihr diess Objekt übernehmen sollt/müsst
      oder plant ihr fest ein, dass es irgendwann euch gehören würde und bei ihr verändert sich was im Leben,
      dann würde ich die Finger von lassen und was weniger emotionales zur Miete suchen, bis ihr selbst finanziell soweit seid.

      • Vielen Dank! Das finde ich eine sehr gute Idee. Ich werde diesen Gedanken auf jeden Fall mal mit ins Gespräch bringen. Dass wir zumindest die Freiheit haben sollten jederzeit auch wieder ausziehen zu können. Besonders weil es für mich einfach nicht "unser" Haus wäre, selbst wenn wir Mitspracherecht bei Auswahl der Immobilie hätten.

        • Das und umgekehrt eben auch, dass sie die Freiheit hat, die Immobilie wieder zu verkaufen, wenn sie merkt, dass es ihr nicht gut tut. Dass dann kein emotionaler "du hast aber gesagt" oder "die sollte doch eigentlich für uns sein" Gefühl dran hängt. ;-)

          Wenn es später doch dazu kommt, ok.
          Wenn nicht, auch ok, da keine emotionale Bindung dran hängt. Was von beiden Seiten aus leider entstehen kann, wenn es zweckgebunden gekauft würde. Sie sollte es für sich kaufen.

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