Frustriert vom Familienleben

    • (1) 10.02.18 - 00:55

      Hi!
      Ich wollte mal fragen, wem es noch so geht, dass man frustriert ist von der Elternschaft und Familienleben? Im Bekanntenkreis spricht natürlich niemand so offen darüber. Da gibt man sich im Großen und Ganzen gerne nach außen glücklich. Ich bin ehrlich: mich kotzt meine Mutterschaft regelmäßig ziemlich an und ich bereue es oft genug Mutter zu sein. Meine Kinder sind natürlich toll und werden auch geliebt. Ich mache alles für sie, Tag und Nacht, nonstop, zusammen mit meinem Mann. Aber ich himmele sie jetzt nicht durchweg an, ich sehe wie sie sind, mit ihren liebenswürdigen und anstrengenden Seiten. Sie sind regelmäßig richtige Terrorzwerge. Zur Info: ich habe zwei kleine Kinder, 1 und 3 Jahre alt. Seit etwas über einem Jahr leide ich an extremen Schlafstörungen. Der Kleine kommt mindestens alle 1,5 Stunden, das war nie besser, weckt mich und schläft nur wieder mit Tragen oder Dauergenuckele an der Brust ein. Bei dem Großen ging das Theater bis er 1,5 war. Ich kann dann zusehen wo ich meinen Schlaf herhole, im Bett liegt es sich zusammen sehr unbequem, weil er sich so ausbreitet und hin und herwälzt. Ich stehe jeden Tag völlig zerschlagen und mit stechenden Rückenschmerzen auf und muss mich durch den Tag schleppen. Durch den Schlafmangel bin ich sehr infektanfällig und bin ständig krank. Der Große geht neuerdings in den Kiga, da habe ich wenigstens vormittags etwas Entlastung, aber da er nichts von Mittagsschlaf hält, komme ich auch tagsüber nie zur Ruhe. Mama ist immer nur gefordert, nonstop. Da frag ich mich schon, ob nicht auch Mutterliebe irgendwann mal eine Grenze hat. Ach ja, Babysitter, Oma etc haben wir nicht. Wir sind komplett auf uns alleine gestellt. Wir suchen Babysitter, aber es ist schon schwer jemand Gutes zu finden. Zudem fremdelt der Kleine extrem stark. Ganz ehrlich: so schlimm hatte ich mir das Familienleben nicht vorgestellt. Klar bin ich dankbar wenn wir alle mal gesund sind (das sind wir eigentlich nie, ständig kränkelt einer wer rum, v.a. ich). Ich bin schon ziemlich frustriert und fühle mich von all den Leuten, die vom Familienleben schwärmen, verarscht. Und kann es nicht verstehen, wenn Leute mehr als 2 Kinder sich zumuten. Mit einem waren wir schon ziemlich gefordert und jetzt mit zweien überfordert. Ich arbeite den ganzen Tag zu Hause und werde trotzdem keinem gerecht. Ich mache den Haushalt, kümmere mich um die Kinder und dennoch bleibt kaum Zeit zum Spielen mit ihnen. Oder für den Partner. Ein- und Zweisamkeit. Ich frag mich was noch aus meinem alten ich geblieben ist. Werbin ich überhaupt? Früher hatte ich mal Hobbies, Zeit für mich. Alles bleibt auf der Strecke. Ach ja, was mich auch so extrem stört: dass die Kinder immer gleich so hysterisch kreischen müssen. Ich kenne gar keine sanften Töne. Immer muss alles sofort kommen. So auch nachts. Da wird geplärrt und sich in Rage geweint, so schnell kannst du gar nicht aufstehen. Ich kann das nicht ab. Ich bin immerbei ihnen, habe sie noch nie alleine gelassen mit einem Kummer etc. Warum müssen sie nur immer so brüllen wie am Spieß? Bitte nur diejenigen schreiben die auch gefrustet sind. Ich kann das glückliche Getue nicht mehr ab.

      • Huhu
        Mhhhh puhhh, schwer die richtigen Worte zu finden, ich hab nur ein Kind, der mich wahnsinnig fordert, Das es nur bei einem Kind bleibt, ich glaub bei zwei, wäre ich jetzt an deiner stelle, ich kann dich trotzdem durch aus verstehen.
        Man hört von anderen wie toll das doch alles ist, kaum sind die Kinder aber da erlebt man wie oft man von anderen angelogen wurde😂
        Ich denke einfach das du dich mit deinem Partner zusammen setzten solltest, mit ihm reden, Das er die beiden mal nimmt. Mal ein paar Stunden einfach Frau sein, nicht Mama sondern Frau, den das darfst du, du bist nicht nur Mama, auch wenn dir das wahrscheinlich grad so vor kommt, nimm dir eine Auszeit, das ist wichtig für dich und die Kinder, die sicherlich auch merken wie gestresst Mama ist, und dadurch natürlich noch schlimmer werden und Mama noch gestresster Teufels Kreis. Aus dem du aus brechen musst.

        Meine beiden sind 1.5 und 4 und ich finde es wird besser. Es ist immer noch anstrengend aber je selbständiger sie werden um so einfacher wird es.

        Aber ich verstehe dich. Ich war früher regelmäßig beim Sport, mit Freunden unterwegs und wir waren viel weg. Das bleibt auf der Strecke und fällt weg. Selbst bei Nr. 1 haben wir das durch die Großeltern noch hin und wieder hin bekommen. Bei Nr. 2 nicht mehr.

        Ich liebe meine 2. Muss sagen, beide haben schnell gut geschlafen. Der Schlafmangel ist wahrscheinlich dein größtes Problem. Du hast keine Energie mehr. Aber ein drittes würde ich auch definitiv nicht schaffen.

        Du brauchst glaub ich einfach Schlaf. Aber wir du dazu kommst, dafür hab ich leider keine Idee.
        Ich wünsch dir ganz viel Kraft und gute Nerven. Es wird besser...

        Ich finde 2 kleine Kinder auch anstrengend. Aber ich finde, dass wir es uns doch so ausgesucht haben. Die erste Zeit mit 2 so kleinen ist anstrengend, dafür haben wir dann sehr bald zwei Kinder in einem ähnlichen Alter, so dass sie sich gegenseitig beschäftigen und wir als Eltern ihnen leichter gerecht werden können. Wir müssen uns quasi 1,5 Jahre durchbeißen und können dann das Familienleben immer mehr genießen. Das ist zumindest mein Plan. Und du hast es doch bald geschafft, da ist doch Licht am Horizont. Du sagst doch selbst, dein Großer hätte mit 1,5 besser geschlafen. Das war bei meiner Großen auch so. Das dauert dann doch nicht mehr allzulange.

        Meine beiden sind 2,5 Jahre sowie 4 Monate alt. Ich versuche eine vernünftige Balance zu finden zwischen dem Hinfiebern auf eine Zeit, wo beide miteinander spielen können und eben trotzdem einem Blick in die Gegenwart haben und dabei die Babyzeit des Kleinen bewusst zu genießen. Die kommt ja nun auch nicht wieder und ich möchte mir später nicht vorwerfen, die verpasst zu haben, weil ich ihn so schnell groß haben wollte.

        Eine Bekannte (von einer Bekannten) hat 3 oder sogar 4 Kinder im Abstand von je 2 Jahren und wirkt immer gestresst und leicht überfordert. Sie sagt jedoch selbst, dass sie es sich extra so ausgesucht hat mit den kurzen Abständen, damit sie es quasi so bald wie möglich anfangen kann zu genießen und nicht immer wieder ein Kleinstkind zuhause hat.

      • Hey
        Lass dich druecken
        Meine sind sozusagen im gleichen alter wie deine...
        Ja manchmal traeume ich auch davon wie es anders waere. Ich liebe meinen beiden auch mega dolle und sie bekomen alles liebe, zuneigung... Alles eben was kids so brauchen.
        Ich bin auch immer wieder angeschlagen, immer irgendwie krank, sobald ich das gefuehl habe es geht bergauf, ist was anderes
        Wir leben in der schweiz meine sind mit ca vier mon in die kita. Zwei tage die woche, in dieser zeit arbeite ich in einer klinik. Also abschalten nicht wirklich, aber arbeiten tut gut.

        Du bist nicht alleine...

        Man sollte offener darueber reden, vorallem frauen machen sich lieber gegenseitig fertig anstatt, dass sie einander unterstuetzen oder mut machen...
        Ist leider so

        Glg und diese zeit geht vorueber

        Hi,
        meine Kinder sind mittlerweile 12 und 15!
        Und ich verspreche Dir, es wird besser und anders.
        Auch dein Kleiner wird Mal durchschlafen und in die Kita gehen. Sie werden selbstständig und du als Mama wirst weniger und anders gefordert.
        Diese Phase in der ihr grad seid ist anstrengend, aber ihr schafft das.
        Ich denke dass der Schlafmangel das Hauptproblem ist, aber wirklich, es wird besser.
        Wir waren auch auf uns gestellt und ich hatte zu dieser Zeit auch Mal einen Nervenzusammenbruch. Bin total ausgeflippt weil mir ein Eimer auf dem Balkon ausgekippt ist.

        Auf einmal war es nachts ruhig...kein getapse mehr zu uns ins Schlafzimmer. Und dann hat es mir so gefehlt obwohl ich es so herbei gesehnt habe.
        Jetzt wo sie schon älter sind, wird mir bewusst wie kostbar die Zeit ist die wir noch zusammen leben. Irgendwann sind sie weg......

        Halt die Ohren steif!

      • Ich kenne das. Unsere sind 4, 2 und das Baby kommt bald. Familie haben wir nicht vor Ort. Ich bin einfach nicht die Kleinkind-Mama. Ich mag Kinder, mit denen ich mich vernünftig unterhalten kann.

        Das Gekreische finde ich auch am schlimmsten. Dann sage ich zu meinem Mann, dass ich ne Auszeit brauche und er kümmert sich dann. Dann kann ich mal schlafen, ohne ständig angefasst zu werden. Schlaf ist wirklich sehr wichtig für mich, sonst ist der ganze Tag mies.

        Ich bin vom Charakter her sehr introvertiert, brauche also regelmäßig Ruhe vor anderen Leuten. Dazu kommt noch eine Hochsensibilität, sprich, ich empfinde Lärm schlimmer als er eigentlich ist. Das ist mir aber erst nach den Kindern aufgefallen. Aber wie gesagt, wenn ich regelmäßig Pausen einbaue, geht es ganz gut.

        Ich muss sagen, es wird tatsächlich langsam besser. Die Trotzanfälle der Großen werden weniger, der Kleine ist allgemein ein sehr ausgeglichener Charakter. Jetzt sind beide ein paar Stunden im KiGa und ich kann endlich mal alleine Erwachsenen-Dinge erledigen.

        Gut, nun haben wir bald noch ein Baby, aber so viel schlimmer kann es auch nicht werden. Durch die beiden anderen haben wir ja eine Struktur.

        Und nach der Babyzeit freue ich mich schon sehr wieder auf meine Arbeit.

        Den Vorteil bei dem kurzen Altersabstand sehe ich tatsächlich darin, dass die Kinder zusammen spielen können und wir, wenn wir aus der Windel- und Schlecht-schlafen-phase heraus sind, nicht wieder von vorne anfangen müssen.

        Viel Kraft ☺️

        Hallo,

        ich hab 2 schon recht große Kinder (10 und 12 Jahre).

        Rückblickend kan ich sagen, dass die Zeit, in der du dich befindest echt die anstrengendste Zeit ist.

        Das hilft dir zwar momentan nicht weiter aber halte durch und glaub mir, es wird einfacher und leichter.

        Ich bin so stolz auf meine zwei Kinder.

        Hast du die Möglichkeit das kleine Kind auch in der Kita anzumelden? Evtl. wieder arbeiten in Teilzeit? Glaub mir, arbeiten gehen ist in der Phase die reine Erholung!


        LG Tina

        Lass dich erst mal fest drücken. Ich kann dir so nachfühlen.

        Meine beiden sind auch nur 1,5 Jahre auseinander. Du hast zwei wirklich kleine Kinder zu hause, die beide noch viel viel aufmerksamkeit brauchen.
        Bis vor kurzem hatte auch ich noch oft den gedanken, warum ich überhaupt zwei Kinder bekommen hab. Die kleine schlief katastrophal (so wie bei dir, wenn nicht noch schlimmer), schläft jetzt noch nicht durch, meistens schlafe ich bei ihr. Der große schläft meistens durch. Aber 2 Nächte die Woche wandere ich Nachts zwischen den kinder hin und her.

        Naja, was ich eigentlich sagen wollte. Meine beiden sind jetzt 3 und 4,5 Jahre und zur Zeit genieße ich das Mama sein so so sehr. Die zwei sind so liebe Kinder. Brauchen hier zu hause nicht immer immer input, spielen schön zusammen auch mal in ihren zimmern. Ich kann sogar manchmal ein Buch lesen während sie spielen.
        Noch vor einem Jahr ist mir die kleine überall hin schreiend hinterhergelaufen. War sie nicht auf meinem Arm hat sie gebrüllt.
        Jetzt sitze ich den halben Nachmittag mit beiden da und wir spielen ein Spiel nach dem anderen, Memory, Mensch ärger dich nicht, UNO usw. die andere hälfte spielen sie alleine oder zusammen oben und ich kann in Ruhe kochen putzen, was aucb immer machen.

        Naja, jetzt ist es sogar so weit, dass ich mir noch ein weiteres Kind wünsche. Ich habe wieder genug Kraft und hab noch viel Liebe übrig die ich verteilen kann.

        Mit der Zeit wird es besser. Seit die kleine 3 ist, hat sich wirklich viel verändert bei uns zu Hause.

        Aber ich kann dich so verstehen. All diese Gedanken hatte ich auch 😘

        (10) 10.02.18 - 08:44

        Hallo,
        ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Also drück ich Dich jetzt einfach mal fest.
        Zum Glück ist bei mir diese Phase weitestgehend vorbei, nur ab und an kriege ich nochmal einen Rappel...
        Ich habe 4 Kinder (jetzt 11,9,5 und 2) und hatte meinen Tiefpunkt, als der kleinste etwa ein halbes Jahr alt war. Ich hätte so die Schnauze voll und war einfach richtig fertig. Und im Grunde ist das ja auch eine Sache, die man offen ansprechen darf . Diese Gefühle sind normal und man darf sie haben, finde ich. Lass Dich also nicht von anderen verrückt machen, bei denen alles (angeblich) rund läuft. Es ist eben auch eine enorme Belastung, 24 Stunden für die Kinder verantwortlich zu sein. Und Schlafmangel bzw. -entzug ist eine wirklich fiese Nummer und kostet soooo viel Energie.
        Fest steht, Du brauchst Auszeiten, einfach für Dich und vielleicht auch mal für deinen Mann und Dich. Ich war zu dieser Zeit allerdings dann eher egomäßig unterwegs und habe die Zeit für mich allein gebraucht. Wenn es mit dem Babysitter gerade nicht klappt, müsst Ihr Euch da gegenseitig helfen. Dein Mann nimmt mal für ein paar Stunden die Kinder und Du kannst auftanken. Du wirst merken, wie viel Dir das bringt. Und andersrum ist auch dein Mann mal dran, wenn er es auch braucht.
        Wie die anderen schon schrieben, es wird besser, entspannter, wenn die beiden größer sind. Du kannst dann auch wieder Du sein!
        Aber jetzt musst Du Dir einfach kleine Nischen suchen, in denen Du auftanken kannst.
        Meine sind schon so groß, dass ich auch mal ein Wochenende weg kann. Das tut mir soooo gut und ich genieße es total.
        Alles Liebe für Dich!
        Grüße Jujo

        (11) 10.02.18 - 09:02

        You made my day!!!

        Genau so ist es oft!

        Ich rate dir zu einer Kur (alleine).

        (12) 10.02.18 - 09:21

        Hey,

        also wenn ich 1,5 Jahre lang solche Nächte gehabt hätte und so lang hätte stillen müssen wie du, wäre ich wohl ähnlich drauf 😅
        Meine Kinder sind gute Nachtschläfer, vielleicht auch weil sie früh die Flasche (MuMi) bekamen und nicht mehr die Brust. Mein Mann konnte immer mithelfen und sie schliefen halt auch schnell 4-6 Stunden am Stück und dann auch ganz durch von 19-5 Uhr.
        Ich glaube Schlafmagel ist wirklich Folter und kann dich da verstehen! Wie soll man glücklich sein, wenn man einfach keine Energie hat um den Tag zu bewältigen?
        Viele Mütter meinen heute, sie müssten sich jahrelang kasteien für ihr Kind. Ich habe das nie getan und immer auch auf mich geachtet, mir Ausgleich gesucht usw. Wenn man sich selbst aufgibt für seine Familie, kann man nicht glücklich werden!
        Denk langsam mal etwas mehr an dich... du bist auch Vorbild für deine Kinder, die sicherlich spüren, wie es Mama geht. Und DAS wollen sie ganz sicher so nicht auch wenn du das Gefühl hast alles zu geben.

        Liebe Grüße

        Zunächst: ich verstehe dich vollkommen und finde deinen Frust komplett berechtigt.

        Was mir fehlt: wo ist denn dein Mann in der Geschichte? Er müsste dich doch wenigstens in seiner Freizeit unterstützen? Dich mal eine Nacht zum Ausschlafen und in Ruhe frühstücken in ein Hotel schicken? Oder mal ein WE mit Freunden weg schicken?

        Viele sagen immer, das ginge nicht. Natürlich geht das. Wenn Mama zusammen klappt und im Krankenhaus liegt, müsste das auch gehen. Ja dann ist das Geheule nachts eben groß, aber Papa ist ja da und tröstet.

        Vielleicht brauchst du auch mal ein NEIN und ein paar Rituale? Und ich bin ehrlich, würde mein Kind mit 1 Jahr nachts noch alle 90 Minuten stillen wollen, würde meine Quelle versiegen. Irgendwann muss mal gut sein mit totaler Selbstaufgabe. Eine erschöpfte Mutter mit depressiver Verstimmung die stillt und am Ende ist, ist sicher nicht besser, als eine, die ihre Grenzen wahrt, erholte wird und dann auch wieder fröhlicher gestimmt ist.

        LG

        Ich hoffe, ich frustrier Dich jetzt nicht noch mehr mit meiner Antwort, aber ein Teil des extremen Stresses liegt auch an Dir selbst.

        2 kleine Kinder zu Hause zu haben ist anstrengend, gar keine Frage. Aber ich glaube, was Dich wirklich ankotzt ist nicht die Mutterschaft, sondern dass Du permanent springst, wenn jemand auch nur ansetzt zu pfeifen.

        Ich vermute, dass Du Dich selbst unter Druck setzt, wenn Deine Kinder "hysterisch kreischen", dass Du das ganz schnell abstellen musst. Sie haben gelernt (vor allem das 3jährige Kind), dass das bei Dir ganz super funktioniert. Da kannst Du mal langsam ansetzen und nur noch auf vernünftig vorgebrachte Wünsche reagieren und nicht mehr aufs Kreischen.

        Was die Nächte angeht: Ich würde Dir raten, Eure Schlafmöglichkeiten so zu erweitern, dass die Kinder bei Dir liegen (wir hatten im Schlafzimmer einfach alle 4 Betten nebeneinander, wenn das Schlafzimmer zu klein ist, kann man das auch im Kinderzimmer machen oder einen anderen Weg finden), aber jeder ausreichend Platz hat. Dann brauchst Du nachts nicht aufstehen und die Kinder kreischen weniger, weil sie wissen, dass Mama ohnehin neben ihnen liegt. Das spart wirklich viel Kraft!

        Wenn Du nonstop gefordert bist, dann sag ich Dir: Die Kindern fordern immer ein, was sie kriegen können. Das heißt aber nicht, dass sie alles auch nonstop brauchen. Selbst mit eins kannst Du schon sagen "nein, ich trinke jetzt erst in Ruhe meinen Kaffee aus oder ich beende erst in Ruhe meine Mahlzeit". Du hörst ja, ob die Kinder nur wütend sind, wenn sie kreischen oder ob sie tatsächlich verletzt sind. (Oder wenn Du das vor lauter Stress gerade nicht hören kannst, achte mal ein paar Tage darauf, um den Unterschied wieder mitzubekommen). Wut kann warten, Verletzungen natürlich nicht.

        Da aber bei 1-3jährigen doch meist eher Ungeduld und Wut zum Schreien führen, musst Du vielleicht gar nicht den ganzen Tag sofort losspringen, sondern kannst auch mal mit etwas mehr Ruhe rangehen. Wenn Du Glück hast, überträgt sich das auf die Kinder.

        Ich hab auch keine Eltern, die mir etwas hätten abnehmen können, und hatte eine Phase (mit meinen Kindern im ähnlichen Alter als ich dann auch noch anfing, wieder zu arbeiten) als ich straight auf ein Mama-Burnout zumarschiert bin. Da habe ich gelernt, dass doch ein sehr großer Teil meines Stresses auf meinen eigenen Erwartungen und Wünschen (z.B. die Kinder sollen nie weinen müssen, unsinnig und übertrieben, aber hab ich damals tatsächlich so gefühlt) beruhte und nicht auf den Bedürfnissen der Kinder.

        Eine Mutter-Kind-Kur kann auch sehr gut tun, aber ehrlich gesagt bin ich nicht ganz sicher, ob ihr dafür schon bereit seid. Das bringt nur wirklich etwas, wenn Du Dich auch traust, sie dann beide in der Betreuung zu lassen und das Vertrauen hast, dass sie davon keinen Schaden nehmen werden.

        So oder so: Ich wünsch Dir, dass es bald leichter wird! #liebdrueck

        Bitte google Entwicklungsberatung, oder frag deine Hebamme. Es gibt Therapeuten, die bei Schlafproblemen sehr gut helfen können. Ich hätte genau das gleiche Problem wie Du, nur mein großer war in der 1.Klasse Grundschule. Schlafmangel und Schlafstörung sind die größten Probleme, nicht die Kinder an sich. Ich habe Hilfe geholt und unser Schlaf wurde echt in 2 Wochen besser!!! Meine Tochter war 10 Monate und mit 1 Jahr hat sie durchschlafen können. Aber es ging hauptsächlich darum dass sie nicht alle 1,5 Stunden aufgewacht ist und nur mit der Brust einschlafen konnte. Du musst Dir Hilfe holen!!!! Alles gute!

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