Würdet ihr Umziehen?

    • (1) 14.02.18 - 08:38

      Hallo zusammen,

      wir sind gerade am Überlegen, ob ein Umzug für uns sinnvoll.
      Wir wohnen aktuell in einer großen Stadt in BaWü in unserer 140qm Eigentumswohnung. Diese ist auch fast abbezahlt.
      Wir mögen unsere Wohnung und die Umgebung, allerdings nerven uns die Nachbarn immer mehr. Es ist wirklich schon ein Verlust an Lebensqualität wenn es immer unnötige Streitthemen im Haus gibt wie, wer hängt zu viel Wäsche auf, wer faltet seine Eierkartons nicht, wer lässt seine Schuhe im Treppenhaus stehen etc.
      Wir haben das Glück, dass wir ein Haus 35km von unserem derzeitigen Wohnort geerbt haben. Es ist erst 10 Jahre alt und ca. 180qm und einen kleinen Garten und ist momentan vermietet.
      Mein Mann müsste nach einem Umzug eben jeden Tag in die Stadt fahren zum Arbeiten und meine Tochter müsste in einen neuen Kindergarten.
      Würdet ihr unter diesen Unständen umziehen?
      Hat jemand von euch solch einen Schritt gewagt und war es die richtige Entscheidung?
      Freue mich auf eure Erfahrungen.

      Liebe Grüße
      Flaps

      • (2) 14.02.18 - 08:43

        Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass 35km Umzug ein "Wagnis" darstellt.

        Ich würde auf jeden Fall lieber in das Haus einziehen und die Wohnung verkaufen, sobald der Umzug abgeschlossen ist.

        (3) 14.02.18 - 08:44

        Hallo Flaps,

        auch ein Haus schützt euch nicht vor schwierigen Nachbarn, es sei denn der Abstand zu den nächsten Häusern ist groß genug, dass man von ihnen nichts mitbekommt! Kennt ihr die dortige Nachbarschaft? Aber selbst wenn, können die netten übermorgen ausziehen und ihr bekommt doofe Nachbarn.

        Hat denn das Haus viele Vorteile eurer Wohnung gegenüber? Nur wegen der Nachbarn auszuziehen und die bisher aufgezählten "Nachteile", das wäre erstmal kein Grund für mich umzuziehen!

        Gibt es einen guten Kindergarten in der Nähe, in dem auch ein Platz mit den entsprechenden Stunden für euer Kind frei wäre?
        Würde deinem Mann die Fahrerei eher etwas ausmachen oder ihn gar nicht stören?

        • (4) 14.02.18 - 12:42

          Also uns stört auch, dass man eben viele Dinge nicht selbst entscheiden kann, sondern alles in der Versammlung abstimmen muss, selbst das Aufstellen eines Trampolins im Garten.
          Es gibt mehrere gute Kindergärten dort und einen Platz würden wir auch bekommen, das habe ich schon nachgefragt. Und es gibt viele Vorteile wie beispielsweise mehr Platz, beide Großelternpaare wohnen in unmittelbarer Ungebung und wir haben einen eigenen Garten mit Spielgeräten für unsere Tochter

      (6) 14.02.18 - 08:46

      Guten Morgen,

      ich hatte so ein Glück bis jetzt noch nicht ;-). Aber kurz und knapp: Ja, ich würde an Eurer Stelle umziehen.

      Viele Grüße

    • (7) 14.02.18 - 09:02

      Toll, dass sich für euch eine derart schöne Alternative bietet.

      Haus und Garten und das in erreichberer Nähe zum Arbeitsplatz - das hört sich großartig an. Ob es dann großartig ist, hängt aber ganz von euch ab.

      Du schreibst jetzt nichts davon, dass mit dem Haus für euch ein Traum wahr wird, sondern scheint - abgesehen von den nervigen Nachbarn - glücklich und zufrieden zu sein, das gibt mir schon zu denken und daher finde ich eine Abwägung hier schwierig, auch wenn ihr mit dieser Auswahl wirklich zu beneiden seid.

      Ihr habt zwar bereits eine große Wohnung, müsst aber auch einbeziehen, dass ein Haus womöglich mehr Arbeit macht. Auch wenn der Garten klein ist, fällt mehr Arbeit an. Im Haus wird wahrscheinlich mehr an Putzarbeit anfallen.

      Dann stellt sich die Frage nach der Umgebung: handelt es sich um eine dörfliche Umgebung oder ist es gar so weit außerhalb, dass alles mit dem Auto erledigt werden muss, nutzt ihr die Möglichkeiten einer Großstadt oder seid ihr mehr häusliche Menschen, muss das Kind dann später immer gefahren werden, das sind alles Fragen, die ihr euch sicher auch schon gestellt habt.

      Würden mich wirklich nur die Nachbarn nerven, würde ich wohl eher nicht umziehen wollen. Man sollte es immer nicht glauben, aber trotz des räumlichen Abstands, können einem auch bei freistehenden EFH nervige Nachbarn auf die Pelle rücken.

      Ich wünsche ein gutes Händchen bei der Entscheidung.

      • (8) 14.02.18 - 13:26

        Das Haus steht nicht auf dem platten Land. Es gibt dort diverse Kindergarten, eine Schule, verschiedene Supermrärkte/ Discounter, Metzger, Bäcker etc. Die Anbindung an die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ok.
        Und ja wir nutzen die Angebote der Stadt kaum, sind eher Naturmenschen.

        • (9) 14.02.18 - 13:31

          Vielen Dank für die Antwort.

          Das hört sich aber schon außerordentlich vorteilhaft für euch an!

          Welche Bedenken hast du denn selbst? Es bleibt als Nachteil dann ja eigentlich nur noch die Fahrtzeit zum Arbeitsplatz, alles andere hört sich für mich perfekt an.

    (10) 14.02.18 - 09:06

    Definitiv JA!
    Eigenes Haus, noch dazu größer, keine mitentscheidenden Nachbarn/Miteigentümer - was gibt es da noch zu überlegen? Für uns war das vor 7 Jahren die beste Entscheidung :-)
    Und die meisten arbeitenden Menschen fahren jeden Tag zur Arbeit ;-)
    Unsere Tochter hatte nach unserem Umzug noch 1 Jahr einen neuen Kindergarten besucht und so ihre späteren Klassenkameraden kennen gelernt, war gar kein Problem, aber sie ist von Natur aus sehr aufgeschlossen.

    • Danke für deine Erfahrung, das stimmt mich positiv :)

      • Natürlich hat man auch mit Einzelhaus Nachbarn, logisch.
        Aber es ist schon was anderes, Tür an Tür zu wohnen und bei jedem Pups Mitentscheider zu haben. Oftmals sind das ja auch mehr Parteien als man am Gartenzaun hätte.
        Hier interessiert es keinen, wie ich meine Wäsche aufhänge, meine Treppe fege/wische, in welcher Farbe ich mein Haus streiche oder wann ich meine Mülltonnen rausstelle ;-)
        Es ist schon eine gewisse "Befreiung".

(13) 14.02.18 - 09:12

Ich wäre sofort weg. Gerade weil die Tochter noch so klein ist.
35 km für einen Arbeitsweg ist ja auch nicht so weit.

(14) 14.02.18 - 09:29

Hi,

ich würde auf jeden Fall umziehen! Wir wohnen ländlich, im Haus mit Garten, und pendeln 30 bzw. 40km zur Arbeit. Passt für uns!

Ich bin aber auch überhaupt keine Stadtpflanze...

Viele Grüße
Angel08

(15) 14.02.18 - 09:45

Ich würde sofort umziehen. Eigenes haus wo sich niemand einmischt. Finde es ist mehr Lebensqualität.
Meiner fährt täglich 50km in die Arbeit.
Kinder finden schnell Anschluss.
Unsere geht 10km weiter auf nem Dorf in die Kiga. Kiga ist freifällbar. Schule bloß nicht.
Wohnung vermieten für die Unkosten die anfallen.

(16) 14.02.18 - 10:35

Hallo.

Auf jeden Fall würde ich auch umziehen. Dann kannst du deine Wäsche aufhängen, wie und wann du willst oder deine Schuhe vor der Tür stehen lassen.:-p Ist natürlich nicht der Grund, aber ich würde es auch machen.

LG

(17) 14.02.18 - 10:38

Es ist sehr schwierig euch etwas zu raten. Ich kann nur für mich persönlich sprechen. Ich würde es vermutlich nicht tun. Wäre ich dein Mann, würde mich die Pendelei zur Arbeit extrem abschrecken. Es ist super, in der Stadt zu wohnen, in der man arbeitet. Und von außerhalb in eine Großstadt rein- und nachmittags wieder rauszupendeln, bedeutet (wenn man "normale" Arbeitszeiten hat) tägliches Stehen im Stau. Ich empfinde das als extrem stressig. Aber wie man an den anderen Antworten sieht, geht es vielen Leuten da ganz anders.
Ihr scheint euch in eurer Wohnung insgesamt sehr wohl zu fühlen. Das würde ich nicht unbedingt aufgeben, denn so genau kann man vorher nie wissen, welche Nachteile es am neuen Wohnort/im neuen Haus/in der Nachbarschaft gibt.
Wenn die Nachbarn der einzige Grund sind, würde ich nicht ausziehen, denn mit Nachbarn ist das immer so eine Sache. Letztlich weißt du nie, wie lange sie dort wohnen, wie die Nachbarn beim neuen Haus sind etc. Aber wenn es so ein generelles Ding ist, dass euch nicht bestimmte Nachbarn stören sondern die Tatsache, dass man ständig Diskussionen mit der Eigentümergemeinschaft hat, dann ist das eventuell schon ein Grund, nur ihr wisst, wie sehr ihr davon genervt seid.
Ich persönlich finde auch, dass die Vorteile einer Großstadt nicht zu unterschätzen sind und würde es mir sehr gut überlegen, in einen Vorort zu ziehen. Aber wie gesagt, da tickt jeder anders.

  • (18) 14.02.18 - 10:46

    Stimmt, das hatte ich bei meiner Antwort noch gar nicht berücksichtigt.

    Wir sind vor 13 Jahren in den vom Stadtkern am weitesten entfernten Ortsteil gezogen. Vorher hatte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln rund 10 Minuten von Tür zu Tür. Jetzt brauche ich für lächerliche 12 Kilometer rund 40 Minuten, aber auch nur dann, wenn es gut läuft. Es kann auch mal eine Stunde werden. Einfache Fahrt, versteht sich. Es spielt auch keine Rolle, ob ich mit dem Auto fahre oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da der Bus denselben Weg bis zur ersten erreichbaren U-Bahn nimmt, den ich auch mit dem Auto fahren würde. Da geht schon viel Freizeit flöten.

    Den Umzug bereut habe ich nicht, allerdings waren unsere Wohnverhältnisse vorher auch nicht so gut wie die der Threaderstellerin. Alles, was das Haus an Zusatzaufwand mit sich bringt, ist auch nicht gerade toll. Die Vorteile überwiegen noch für uns, weil wir Hunde haben und da die ländliche Umgebung optimal ist. Ansonsten würde ich lieber in der Stadt wohnen.

    (19) 14.02.18 - 13:31

    Naja uns stört eben schon, dass man Dinge nicht selbst entscheiden kann. Selbst ein Planschbecken im 20 AR Gemeinschaftsgarten war nicht erlaubt und das bei 4 Parteien!
    Mein Mann arbeitet morgens spät und abends lang, sodass er nicht zu den Stoßzeiten fahren müsste.
    Tendiere immer mehr zum Umzug.
    Bis auf den Zoo und Parks nutzen wir die Stadt auch kaum. In dem Dorf selbst würde es auch diverse Kindergärten, eine Schule und Einkaufsmöglichkeiten geben.

(20) 14.02.18 - 10:49

Mein Mann fährt jeden Tag 37km zur Arbeit.
Natürlich könnten wir näher zur Arbeit ziehen. Aber wir wohnen hier in einem schönen Haus mit großem Garten.
Als wir hergezogen sind musste meine Tochter auch den Kindergarten wechseln. Nach ca 4 Monaten war sie voll integriert.
Mittlerweile geht sie zur Schule.
Ich denke jetzt wäre ein Umzug nicht mehr so einfach für meine Tochter.
Die Leitung des Kindergartens erklärte, je früher ein Kind umzieht, je besser wird es integriert.
Ich würde umziehen. Ganz klar.
Lieber als mich jeden Tag zu ärgern. Es wird ja nicht besser, die nerven werden immer mehr strapaziert, bis es mit den Nachbarn vollkommen eskaliert.

  • (21) 14.02.18 - 13:32

    Vielen Dank für eure Erfahrung. Denke auch, dass sie jetzt den Umzug noch sehr gut verkraftet. Da feste Freindschaften noch nicht so ausgiebig bestehen.

(22) 14.02.18 - 12:51

Hallo
Alleine durch das was du schreibst finde ich das schwer zu sagen. Die 35 km sind sicher nicht die Welt, aber was wäre das für ein Ort? Was gibt es dort vor Ort, wie sieht es aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie sieht die Nachbarschaft aus,...?
Mit einem Haus bist du nicht automatisch von Stress und Ärger befreit. Ich kenne jemanden den es da ganz toll getroffen hat. Anschuldigungen wegen Lärmbelästigung(zB. weil um 16 Uhr 6 Erwachsene auf der Terrasse Kaffee trinken), weil vor dem Haus gehalten wird,... und sobald man aus dem Haus tritt oder sich jemand denn Haus nähert wird sich aus dem Fenster gehangen und observiert #schock Beides Eigentümer übrigens. In einem Haus mit Mietwohnungen wechseln die Bewohner dann schon eher mal. Zudem sind die von dir erwähnten Punkten ja immerhin nicht völlig an den Haaren herbeigezogen.

LG

(23) 14.02.18 - 14:35

Hallo! Ich würde keine einzige Minute überlegen! #verliebt Dass einem so was passiert, ist ja schon fast ein 6-er im Lotto ;-) Nur 10 Jahre alt das Haus! Das steht ja da wie neu. Wenn ihr sowieso keine Stadtmenschen seid - dann los! #pro

Ich kann dir gerne noch unsere Wohnsituation schildern: Wir waren zuvor in einem Mehrfamilienhaus zur Miete. Haben uns alle gut verstanden aber es war immer unser Traum ein eigenes Häuschen mit Garten, eigene Garage, usw. zu haben. Letztes Jahr haben wir nun gebaut und wohnen jetzt seit fast einem Jahr in unserem Haus auf dem Land. Und es ist wirklich Land ;) 30 Häuser sind in dem kleinen Örtchen. Nächster Ort 2 km entfernt mit Einkaufsmöglichkeiten. Hier kennt jeder jeden und es ist toll! Wir sind hier auch viele junge Pärchen mit Kinder und es ist immer was los. Und jetzt das große ABER. Unser Nachbar wollte uns hier nicht haben. Ist Anwalt und hat gegen uns geklagt. Wir waren sogar vor Gericht aber haben gewonnen. Wir haben hier sozusagen absolut kein gutes Verhältnis mit dem Nachbar aber das ist mir egal. Man darf sich nicht alles gefallen lassen. Wir leben hier unseren kleinen Traum und man kann sich aus dem Weg gehen. Ich habe es nicht bereut. Mein Mann fährt übrigens 39 km jeden Tag einfach. Überhaupt kein Problem.

Wenn euer Gefühl sagt, dass es das richtige ist, dann macht es! Wenn es finanziell auch noch passt (Erbschaftssteuer kann ziemlich hoch sein) viel Glück und alles Liebe!! #klee

  • (24) 14.02.18 - 19:51

    Hallo, warum hat euer Nachbar geklagt? Interessiert mich nur. 😁

    • (25) 14.02.18 - 21:38

      Das ist ne gute Frage. Er wollte einfach frei stehen. Wollte die Fläche auch schon kaufen damit niemand anders dorthin baut. Er hat mit zu enger Bebauung argumentiert. Baurechtlich war aber alles ok. Also eigentlich auch nicht anfechtbar.

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