3. Kind - Hat jemand Erfahrungen, bei dem der Partner keine Elternzeit nach der Geburt hatte?

    • (1) 14.02.18 - 11:16

      Ihr Lieben,

      ich bin frisch mit unserem 3. Kind schwanger. Als meine Söhne (3 und 5) geboren wurden, war mein Mann noch im Studium bzw. gerade fertig und wir hatten extrem viel gemeinsame Zeit. Mein kleiner Sohn war ein Schreibaby, da war das besonders gut noch jemanden nach der Geburt im Haus zu haben. Diesmal kann mein Mann "nur" die klassischen zwei Elterngeldmonate nehmen. Wir überlegen, beide Monate erst in die Lebensmonate 4 und 5 (oder so ähnlich) zu legen, weil wir eine längere Reise zu Verwandten in die USA planen. Mein Mann hätte dann nach der Geburt (wenn das Kind zum Stichtag kommt) eine Woche Urlaub und das wars (kann auch nicht verlegt werden). Er arbeitet im Schichtdienst und ist dadurch generell viel weg (auch am Wochenende)
      Ich würde jetzt so (hormon)schwanger sagen, dass man das schon irgendwie hinkriegt, aber ich erinnere mich auch an viele Tränen und Themen im Wochenbett und die "Großen" müssen ja auch zum Kiga und zurück bzw. haben ihre Termine.#gruebel
      Wie war eure Erfahrung beim 3. Kind? Wie "hoch" war die benötigte Unterstützung nach der Geburt? Oder lief alles "einfach" normal weiter? Für mal eine Stunde mit den Großen spielen, hätten wir noch Oma oder eine Babysitterin in der Nähe. Die "Taxifahrten" und allgemeiner Alltag wären mein Job.
      Mich würden einfach eure Erfahrungen nach der Geburt des 3. Kindes interessieren. :-)
      Liebe Grüße
      von Pommel

      • Bei uns kehrte nach der Geburt des 3. ziemlich schnell der Alltag ein - leider. Ist ja eine ganz besondere Zeit die nicht wiederkommt. Aber es war gut machbar, nur muss man auch gut für sich Sorgen, man ist ja schließlich nicht umsonst im Wochenbett.

        Ich hatte an einem Mittwoch einen Kaiserschnitt und wollte dann am Freitag schon aus dem Krankenhaus, sehnte mich nach meiner Family. Mein Mann war dann noch eine Woche für uns da, danach stemmte ich alles alleine: 3 Kinder morgens fertig machen, die 2 Großen in den Kindergarten bringen, was eine halbe Stunde Fahrt bedeutete, dann noch einkaufen gehen. Der Kleine müsste natürlich überall mit, aber gut, war halt so... Dafür hatten wir dazwischen viel Exklusivzwit und er war immer sehr pflegeleicht, hat z. B morgens brav in seinem Bettchen gewartet bis er an der Reihe war.

        Man weiß ja vorher nicht was man bekommt...

        ... und wie schnell man sich selbst erholt, aber die richtige Einstellung dazu hilft auch und dass man sich schon mal Gedanken über Plan B macht...

        Könntest du im Notfall von irgendwem Unterstützung holen? Mir hätte am meisten geholfen wenn der Kleine in der Zeit morgens wenn ich seine Geschwister weggebracht hatte versorgt gewesen wäre. So musste ich ihn oft aus seinen Träumen reißen.

        Aber schon erstaunlich wie schnell er sich unserem Rythmus angepasst hat. Er hat dann häufig von 9 bis 15 Uhr geschlafen und war dann ganz entspannt für den Trubel den die Geschwister verursacht haben. Da wollte er dann wohl nichts mehr verpassen ;-) Es hat sich alles ganz schnell eingespielt bei uns... und das wird es bei euch auch!

        • Ich habe drei Kinder (15, 12, 9) und mein Mann hatte niemals Elternzeit. Da mein mittlerer Sohn 4 Wochen zu früh war, trat mein Mann, nachdem ich nach einer Woche aus dem KRHS raus war, sogar eine Dienstreise an, weil ich eigentlich ja noch 3 Wochen gehabt hätte. Das war schon blöd, mit Kaiserschnitt und wütendem 2,5-jährigen Bruder des Babys, aber meine Mutter hat für mich in der Zeit gekocht und Wäsche gemacht, was toll war. Grundsätzlich hatte mein Mann nur jeweils eine Woche nach der Geburt Urlaub, solange ich im KRHS war.

          LG

        Ca. so stelle ich es mir auch vor. Natürlich in der Hoffnung, dass alle gesund sind in der Zeit. Ich bin nämlich nicht "haushaltshilfenberechtigt", was Notfälle (gerade bei mir als Mutter) echt schwierig macht. Aber ich will erstmal vom Positiven ausgehen.:-)
        #winke

    der mann kann nach der geburt von der krankenkasse aus 10 tage zuhause bleiben. die frauenärztin füllt dann ein blatt aus dass du bei der krankenkasse beantragen kannst.
    vielleicht kann er dann nach den 10tagen noch die woche urlaub nehmen. dann wären die ersten 3wochen abgedeckt und ihr hättet noch die 2 monate elternzeit für eure reise.

    vielleicht kann deine mutter bzw schwiegermutter nach deinem mann noch urlaub nehmen.

    • Das wäre toll, aber ich bin nicht "haushaltshifenberechtigt", weil ich und die Kinder privatversichtert und beihilfeberechtigt sind. Beide Stellen decken sowas leider nicht ab. Auch nicht, wenn ich halb tot im Krankenhaus liege.:-( Aber die Idee wäre natürlich verlockend.

      • ach mist... sorry das ich dir nicht weiterhelfen konnte.

        bist du denn schon etwas weiter in deinen überlegungen?

        • Ja, also ich würde es gerne alleine versuchen und es tut schon mal gut zu lesen, dass es bei vielen unproblematisch geklappt hat. Mein Mann soll sich mal erkundigen, ob er einen Monat Elternzeit auch spontan nehmen kann, falls Baby oder ich eben nicht gesund sind. Es kann ja alles mögliche sein, mit dem man erstmal nicht rechnet. Bei einer Bekannten hat sich die Gebärmutter nicht richtig zurück gebildet und sie hatte dann einen Wochenflussstau. Und mein letztes Wochenbett war psychisch nicht besonders gut. So langsam kommen Erinnerungen wieder.#rofl
          Dir lieben Dank!

          • (10) 15.02.18 - 13:22

            du bist ja nun schon ein alter hase im babygeschäft;-)
            ich drück die daumen und im normalfall wuppt man das ja auch ganz gut.

            und wegen der emanzipierung und so... klar haben die frauen früher viel geschafft, aber wenn man die möglich hat unterstützung zu haben ist das super. seine eigene frau zu stehen heißt halt auch verantwortung abgeben zu können und nicht wie der wetterhahn gleich in den wind zu gackern.
            sorry... sone sprüche gehn mir immer auf den keks...

            • (11) 15.02.18 - 13:30

              Ja, manchmal hört es sich fast so an, als würden die Frauen den Mann gar nicht zu Hause haben WOLLEN.#schock Selbst wenn ich alles alleine schaffen kann, ist es doch gemeinsam für alle viel schöner. Auch für den Mann#gruebel Ich bin also sehr froh, dass wir immerhin die zwei Monate haben. Wir müssen ja nur gucken, wann wir die nehmen.#hicks

(12) 14.02.18 - 12:05

Auf meinem Bauch liegt grad ein vier Wochen alter Zwilling. Der andere Zwilling liegt im Laufstall und macht ein Verdauungsschläfchen.

Mein Mann hatte den Tag der Entbindung frei und dann in der Folgewoche Montag bis Donnerstag. Montag hat er uns aus der Klinik geholt. Dienstag bis Donnerstag waren wir vier im totalen Chaos. Der Freitag war dann unerwartet entspannt, seitdem schmeiß ich den Laden hier allein. Mein Mann kümmert sich abends und am Wochenende, aber tagsüber und unter der Woche auch die Nächte mache ich.

Ich hab keine älteren Geschwisterkinder zu versorgen, aber eben zwei kleine Schreihälse, die oft gleichzeitig ihr Recht fordern und leider Erklärungen ("Ich komme gleich zu Dir, ich fütter noch eben Deinen Bruder"'') noch nicht verstehen.

Ich finde es anstrengend, aber machbar. Allerdings hab ich auch zwei anwenderfreundliche Jungs. Gestern abend und über Nacht war mein Mann beruflich unterwegs, da war ich dann doch ganz schön geschlaucht.

(13) 14.02.18 - 12:38

Hi,

wir haben eine ähnliche Konstellation wie ihr.

Freitag Kaiserschnitt, Montag heim und nach einer Woche war ich wieder 12 Stunden am Tag alleine mit den dreien. Die Grossen waren knapp fünf und sieben und schon eine grosse Hilfe.

Das geht wenn man möchte. Aber es geht viel vom Zauber der ersten Monate verloren. Man muss funktionieren und kann sich nicht wirklich erholen.

Gruß Ornella

(14) 14.02.18 - 12:43

Ich habe drei Kinder. 8, 6 und 4. Meine Jüngste kam 8 Wochen zu früh...somit war der Urlaub meines Mannes dafür, um mit den beiden „Großen“ (damals 4 und 2) die Zeit zu haben währenddem ich mit dem Baby im Krankenhaus war.

Es ist doch nicht anders als mit dem zweiten Kind. Zumindest nicht in der Babyzeit.

  • (15) 15.02.18 - 13:03

    Bei uns ja eben schon, weil mein Mann beim Zweiten nach ein paar Uniprüfungen fast 6 Monate zu Hause war und diesmal gar nicht. ;-) Aber ich weiß, was du meinst und ich denke ja auch, dass es eigentlich gehen müsste. Ich freue mich nur über Gedankenanstöße. Ich neige dazu, mir alles immer etwas zu einfach vorzustellen.#schein#winke

Hi,

meine Söhne waren 4 und 6, als Kleinsohn geboren wurde.
Mein Mann hatte 2 Wochen frei und ist dann wieder arbeiten gegangen. Verwandtschaft wohnt gute 40 km entfernt. Hat aber alles gut geklappt, da ich die Großen ganz gut einbinden konnte und die vormittags auch eh in Schule/Kiga waren. Nachmittags waren die dann mit Freunden unterwegs oder wir sind alle spazieren gegangen oder oder ;-)
War auf jeden Fall wesentlich einfacher als beim Mittleren #zitter

lg

(17) 14.02.18 - 13:01

Hallo

ich glaube diese Gedanken kommen dir,weil du nach dem ersten und zweiten Kind nicht alleine warst.
Früher gab es keinen Eltern Urlaub für Väter, obwohl natürlich überwiegend versucht wurde, zwei oder drei Wochen Urlaub zu bekommen.
Wenn man z.B. mit einem Selbstständigen verheiratet ist , geht es gleich weiter wie gehabt.
Mein drittes Kind wurde knapp anderthalb Jahre nach dem Mittleren geboren.
Das war optimal, da er noch nicht im Kiga war.Die Älteste war Grundschülerin und musste von Anfang an mit dem Schulbus fahren.Ich hatte eine Putzhilfe, so das nur die Einkäufe ( leider nicht Fuß läufig erreichbar ) an mir hängen blieben.Kochen und Einkaufen fand ich jetzt nicht schwer zu händeln.Der Förderbedarf des Mittleren stellte sich erst etwas später heraus, da war das Jüngste schon ein Baby.
Aber vielleicht hat man das früher anders gesehen.:-)
Wer es nicht anders kennt, für den ist es halt normal.

L.G.

  • (18) 15.02.18 - 13:07

    Ja das denke ich auch. Wir hatten es echt gut bei den beiden Großen (und jetzt ja im Grunde auch, weil es ja nur darum geht, wann wir die 2 Monate für meinen Mann nehmen und nicht ob).
    Eine Freundin von mir ist mit zwei Kindern (7 Monate und 5 Jahre) hauptsächlich alleine und hatte (Dank viel Geld) am Anfang mehrere Kindermädchen (tags und nachts). Das hat mich irgendwie verunsichert. Sie war (früher?) immer eine ganz toughe. Aber vielleicht macht zu viel Hilfe auch unselbstständig#gruebel
    Liebe Grüße!

    • (19) 16.02.18 - 22:39

      Mehrere Kindermädchen halte ich für übertrieben,oder gehört sie dem englischen Königshaus an???;-)
      Eine Haushaltshilfe fand ich schon sehr hilfreich.:-)

      L.G.

Mein Mann hatte nach der Geburt des 3. Kindes eine Woche Urlaub und das war's.

War absolut kein Problem, da das Baby easy und ich topfit war.

Insofern bringen dir unsere Erfahrungen nichts, weil man ja nicht wissen kann, wie dein Baby drauf sein wird und wie es dir geht.

Ich persönlich kenne das aus meinem Umfeld gar nicht, dass der Mann nach der Geburt mehrer Wochen zuhause bleibt. Und es geht immer irgendwie. Im Normalfall hat man ja auch Familie und Freunde.

LG Claudi

  • Das stimmt schon. Keiner weiß, wie es dann nach der Geburt ist. Aber es hilft schon zu lesen, wenn es viele alleine gewuppt haben (das kenne ich ja einfach noch nicht, obwohl es das 3. Kind ist) und auch, aus welchen Gründen Hilfe gut gewesen wäre. Bei meinem letzten Sohn habe ich wegen des Schreiens und einer Trinkproblematik extrem viel geweint. Da war es gut, dass der Papa für den Großen oder dann auch mal für den Kleinen da war.
    Ich glaube ja auch, das es einfach irgendwie klappt und wenn ich ein entspanntes Baby bekomme, habe ich erst recht keine Bedenken. :-)

Hallo,

Also bei uns ist ein drittes Kind geplant- ich hoffe es klappt noch dieses Jahr😉
Mein Großer wird im Oktober 6 und die Kleine im märz 2.
Beim Großen hatte mein Mann genau eine Woche Urlaub...Ich war eine Woche im Krankenhaus (KS ), dann hat er uns abgeholt und hatte eine Woche frei...besuchen konnte er mich nicht im Krankenhaus, da er zu der Zeit in München gearbeitet hat! Nach seiner Urlaubswoche ging er von Mo bis Fr nach München und ich war mit dem Kleinen auf mich allein gestellt...damals ging es noch- meine Mutter kam sporadisch vorbei und unterstützte mich ein bißchen.
Bei unserer Tochter nahm er sich dann zum Glück 3 Wochen Urlaub... (Neuer Arbeitsplatz in der Schweiz) und ich war 4 Tage (wieder Ks) im Krankenhaus und wir hatten immerhin gute 2 Wochen zu viert...Danach ging der Alltag los..Zum Glück kam mein Mann immer gegen 6 Uhr nach Hause!
Aber für mich waren schon die 2 Wochen Luxus! ElternMonate gibt es nicht in der Schweiz- naja leider besteht seit der Geburt unserer Tochter kaum Kontakt zu meinen Eltern...Unterstützung ist gleich null...meine Schwiegermutter ist sehr früh Witwe (lebt seit dem ihr leben- soll sie auch- habe ein gutes Vethältnis zu ihr) geworden und kommt einmal in 2 Wochen vorbei...Die einzige die mich unterstützt ist meine kleine Schwester (21Jahre)!
Sonst hätte ich niemanden- aber mein Mann und ich sind ein super Team und schaffen es zusammen...geht alles!
Wie es beim dritten Kind dann letztendlich wird weiß ich natürlich nicht...aber ich bin positiv eingestellt...Der Große wird mir eine gute Hilfe sein und die kleine zieht überall aus den Körbchen die Babys raus und macht ei😂😂😂
Ich wünsche dir eine unbeschwerte Schwangerschaft und eine unkomplizierte Geburt! Das schaffst du!!!

Liebe Grüße Sina

(25) 14.02.18 - 13:30

Mein Mann war nach der Geburt unseres 3. Kindes genau eine Woche zuhause... Ich bin nach 5 Tage aus dem Krankenhaus gekommen und zwei Tage später war er wieder arbeiten... Er war nie in Elternzeit und wir hatten auch nie vor, das in Anspruch zu nehmen... Wozu? Ich bin doch da...

Natürlich war es anfangs eine Umstellung, aber die Kleinen wachsen da rein... Klar war es anfangs stressig, aber es ist alles eine Frage der Organisation... Dann werden eben mal abends die Brotdosen vorbereitet und im Kühlschrank gelagert... Man kann auch wunderbar abends schon die Klamotten für den nächsten Tag raussuchen und bereitlegen, ebenso wie die wichtigstens Dinge, die keine Kühlung benötigen, auf dem Frühstückstisch schon Platz finden können... Das erspart morgens ungemein Zeit... Die ersten Wochen habe ich unsere Lütte im Schlafanzug gelassen und habe sie nur mit Mütze in den Maxi Cosi gelegt und den Fußsack zugezogen... Für alles andere hatte ich hinterher in Ruhe Zeit... Geht übrigens auch genauso gut im Kinderwagen, einfach einen Fleeceanzug oder vergleichbares über den Schlafanzug und ab in den Kinderwagen...

Ich fand es ok, dass mein Mann keinen Urlaub hatte... Wir mussten uns zwar tatsächlich neu organisieren, aber es hat gut geklappt... Ich denke, man muss es einfach auf sich zukommen lassen und nicht im Vorfeld sich schon Gedanken machen... Ändern kann man die Situation in der Regel eh nicht, dann braucht man sich auch nicht den Kopf zerbrechen...

LG

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