Ich bin wütend, enttäuscht und manchmal neidig und will das nicht mehr sein

    • (1) 16.02.18 - 12:49

      Hallo ihr Lieben,

      Ich weiß der Beitrag hier hört sich jetzt total überzogen negativ an ich habs nochmal durchgelesen, ich bin normal nicht so negativ und ein recht glücklicher lustiger Mensch, aber diese Punkte die mich ärgern mussten jetzt raus da war grad kein Platz für die schönen Geschichten des Lebens :)

      Ich habe ein Problem, wo fange ich an.
      Meine Eltern und auch die Schwiegereltern interessieren sich Null für unser Kind (erster und einziger Enkel). Kind ist fast 2 und sie haben ihn bisher 4-Mal gesehen und auch dabei kaum Interesse gezeigt. Sie kamen nicht zur Geburt mit der Begründung sie wüssten ja wie Babies aussehen. Zu Festivitäten sind sie immer im Urlaub, auf Weihnachtsgrüße oder Silvestergrüße reagiert man teils gar nicht. Das Gespräch natürlich schon öfters gesucht, zuerst etwas durch die Blume und dann direkt, die Antworten waren "Der wird auch ohne uns groß." Meine Antwort war, dass er natürlich ohne sie auch groß wird aber es schön wäre wenn er zumindest ein wenig die Großeltern hätte. Es gibt einfach gar keine Beziehung, keine Glückwünsche zur Geburt oder Hochzeit, es gibt nichtmal obligatorische Weihnachtskarten. Als Eltern waren sie schon Egoisten ich zog mit 15 Jahren bereits in eine eigene Wohnung zusammen mit meinem damaligen Partner, ich verdiente Geld durch die Ausbildung und lebte da schon wie ein völlig erwachsener Mensch, zum Glück ging das gut. Mit 15 Jahren fühlte ich mich nämlich erwachsen genug, erst jetzt im Nachhinein mit 30 weiß ich wie verantwortungslos das überhaupt von ihnen war. Als Großeltern sind sie gleich noch schlimmer im Verhalten als als Eltern, denn nun haben sie ja rein gesetzlich keinerlei Verpflichtung mehr.
      Aber es macht mich wütend. Ich dachte mit dieser Wut hätte ich abgeschlossen denn zu 95% bin ich glücklich und uns geht es gut, aber manchmal in manchen Situationen da kommt doch wieder diese Wut, oder Trauer oder Enttäuschung in mir hoch, so wie jetzt gerade. Ich hasse das weil es mir im Prinzip nämlich rein gar nichts bringt auf sie wütend zu sein oder traurig oder enttäuscht.

      Ich würde diese Gefühle gerne abschalten aber ich kann es nicht.
      Das Ganze kommt gerade hoch, meine Cousine hat vor 8 Tagen ein Baby bekommen, auch ein ganz süßer Kleiner. Ihre Mutter kam zur Geburt war ganz begeistert und ist fast täglich bei ihr. Wir wohnen weit weg und ich schreibe oft mit ihr ich mag sie auch sehr gerne, aber ich kann mich kaum mit ihr darüber unterhalten denn bei ihr ist alles ganz locker und leicht, 8 Tage erst her und sie war schon beim Friseur sich die Haare färben und schneiden lassen, im Nagelstudio sich die Fingernägel machen lassen (nicht dass ich das wollen würde), aber ich bin etwas neidisch obwohl ich sie sehr gerne mag und es ihr auch gönne.
      Aber genau dadurch krieg ich es eben so richtig vor Augen gehalten wie es bei anderen ist. Ich liege momentan flach mit einer Magen-Darm-Grippe und muss mich oft übergeben und mir hilft keiner und nimmt mal das Kind ab oder dass ich alleine zum Arzt gehen könnte, ich muss immerzu durchfunktionieren es gibt keine Pausen und ich hab schon festgestellt wenn mein Mann eine halbe Stunde mit dem Kleinen rausgeht bin ich ein entspannter und gelassener Mensch. Ich hatte etwa 4 Monate nach Geburt einen Bandscheibenvorfall und war 5 Tage von Hüfte ab völlig gelähmt, es dauerte ewig bis das wieder wurde und die erste Zeit war ich eher am gehen wie eine 80-Jährige. Keinerlei Hilfe der Familie in dieser Zeit. Alle in Rente und alle rüstig aber anscheinend fault ihnen etwas ab wenn sie mal eine halbe Stunde mit ihren Enkel verbringen würden.
      Alle meine Freundinnen (und davon hab ich eine ganze Menge) haben Großeltern die sich mehr oder auch weniger einbeziehen, aber gleich 0 ist es bei niemanden sonst. Eine gute Freundin hat 3 Kinder und tut sich leichter als ich, weil ihre Eltern jede Woche die Kinder für 1 Tag plus Nacht für sie betreuen, und wenn ein Notfall ist oder irgendein Termin der ohne Kinder einfacher ist, sind sie auch zur Stelle.
      Eigentlich hätte ich gerne ein zweites, aber ich bin momentan nicht bereit dafür. Wenn man immer ganz alleine dasteht (abgesehen von der Hilfe vom Mann) dann ist es ja noch schwieriger. Wenn alles glatt läuft geht das ja, bei leichter Erkältung auch noch, aber wenn so etwas gravierendes passiert wie schon einmal mit der Lähmung und man hat zwei Kinder dann ist es noch schwieriger. Wisst ihr, mein Mann hat damals seine Arbeitsstelle verloren, er war noch in der Probezeit, 5,5 Monate waren rum. Der Kleine war damals 4 Monate alt und er musste sich kümmern, bei mir ging es ja nicht ich lag ja gelähmt im Krankenhaus. Dieser Verdienstausfall wurde von der Krankenkasse übernommen der AG musste es nicht zahlen aber mein Mann hatte erzählt weshalb und da klingelten natürlich gleich alle Alarmglocken und sie hatten Angst er wäre wochenlang krank und dann könnten sie ihn ja nicht mehr kündigen.
      Am 5. Tag ließ ich mich aus dem Krankenhaus entlassen und an jenem Tag hatte er seine Kündigung im Briefkasten. Aus Sicht des Arbeitgebers nachvollziehbar, ich war aber seither wieder "einsatzfähig", er führte noch ein Gespräch dass es sich tatsächlich nur um eine einmalige kurze Sache handelte aber das war dem AG zu risikoreich es blieb bei der Kündigung. Zum Glück fanden wir etwas neues für ihn. Das treibt mir die Tränen in die Augen, weil 4 Rentner die Zeit gehabt hätten und gesundheitlich fit sind (zwischen 52 und 63 Jahren) aber nicht geholfen haben.

      Wenn alle gesund sind geht es ja, aber diese Darmgrippe zieht mich so runter, ich kuck mir Bücher an mit dem Kleinen und zwischendrin renne ich ins Bad zum übergeben. U d warum bin ich krank?, weil ich mein Kind in die Kita bringen wollte und während dieser mehrwöchigen Eingewöhnungsphase wurde ich eines Morgens von der Erzieherin angerufen wir sollen lieber zuhause bleiben denn nun sei ein Kind mit Scharlach da, eines mit Keuchhusten, ein wieder anderes mit Grippe (wenn das stimmt und nicht nur eine Erkältung war), und eines mit Röteln (ja keine Ahnung ob das überhaupt alles stimmt), ich meine wir sind gegen MMR geimpft und ich glaube Keuchhusten ist doch auch eine Impfung möglich ( es seidenn es gibt mehrere Formen davon). Wir sind dagegen jedenfalls geimpft aber gegen Grippe und Scharlach nicht, es seidenn es gegen Scharlach auch eine Impfung dann hat er die. Keine Ahnung da müsste ich den Impfpass ankucken. Jedenfalls waren wir nach 1 Woche krank und das geht jetzt seit fast 2 Wochen so. Das heißt die Rechnung von 330€ Kitagebühr krieg ich auch bald obwohl er bloß 1 Woche da war. Das sollte meine Entlastung sein, und jetzt war es eine Doppelbelastung denn Kindi ist trotzdem zuhause und wir sind alle krank und die Rechnung für die "Betreuung in der Kita" kommt auch noch.
      Und meinen Freundinnen möchte ich mein Kind definitiv nicht aufladen, die haben alle schon 2-4 Kinder und ich ja sowieso nur 1, und sie sind alle ganz gut mit ihren Großeltern organisiert. Ich hab halt leider keine gefunden die eine ähnliche Situation hat wie ich wo man sich gegenseitig unterstützen könnte. Das wär natürlich das Leichteste, ich hätte ja kein Problem damit zum Beispiel den ganzen Samstag noch 1-2 Kinder von Freundinnen zu nehmen wenn diese mir dafür im Gegenzug auch mal etwas Freizeit verschaffen könnten, aber die haben ja alle Samstag ihren Großeltern-Tag und haben frei und Sonntags dann den Familientag für Ausflüge, und bei manchen sind die Kids Samstag und Sonntag bei Oma und Opa. Und unter der Woche wird das nichts weil ich bald wieder Vollzeit arbeiten gehe (wenn das mit der Kita mal klappt)

      • Hallo,

        gut, Du musstest mal Dampf ablassen, völlig verständlich.
        ABER...warum heult man so einer "Familie" nach? Unverständlich für mich, niemals dürften sich so verantwortungslose, gleichgültige Menschen um mein Kind kümmer.
        Du bist gerade krank, gute Besserung an der Stelle, aber jede Mutter hat das irgendwie durch, auch ich und es geht vorbei. Und die erste Kiga Zeit ist furchtbar, die Kinder sind einfach immer zu den unpassendsten Momente krank. Natürlich wäre es schöner, mit Familie an der Seite, aber doch nicht mit der Familie, wie Du sie beschreibst.

        LG und alles Gute!

        • Haja jetzt ist der Dampf schon wieder weg xD Musste einfach mal sein.
          Nein, also mit der Familie natürlich nicht, sie sind ja keinerlei Betreuung oder überhaupt irgendwas für mein Kind, für ihn wären es Fremde. Ich meinte die familiäre Situation kotzt mich einfach an, der Punkt dass sie so sind wie sie sind und das ein Punkt ist über welchen ich keinerlei Einfluss habe oder es irgendwie ändern kann. Ich muss mich damit abfinden.
          Weißt...das ist das was mich nervt, ich hätte es gerne anders, aber ich kann es nicht ändern. Ich hab nur auf mich selbst Einfluss, wie ich selbst es mal machen werde wenn ich Enkel bekomme. Ich glaub wenn sie zu weit weg wohnen würden oder verstorben wären, aber ansonsten Interesse zeugen/gezeigt hätten, wäre es anders. Es wär zwar immer noch die selbe Situation ohne familiäre Unterstützung, aber irgendwie ist das so eine seelische Sache weil so wie es bei mir ist, ist das enttäuschend, verletzend, weil es sie ja gibt und ihnen gehts Klasse sie haben nur keinen Bock!

          Mal angenommen Kindi ist mal 5 und fragt warum sehen wir Oma und Opa nie und man sagt ihm dann, ja die Oma und Opa wohnen so weit weg dass es kaum geht (aber in den wenigen Malen in denen man sich sieht freuen sich alle), oder sie wären schon verstorben und man sagt dem Kind sie hätten sich sehr gefreut wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten.....finde ich besser. Aber was sagste einem Kind in meiner Situation? "Sorry deine Großeltern sind Egoisten und haben keinen Bock."....Das wäre die Wahrheit aber die kann ich ja nicht sagen. Das heißt ich werde mein Kind im Bezug darauf anlügen müssen, zum Beispiel dass die Großeltern krank wären, was besseres fällt mir nicht ein.

          Das kommt nur manchmal hoch, zu 95% ist es mir egal, ich hätte ganz gern das mir sowas gar nicht mehr im Kopf rumgeht, kommt aber momentan wieder hoch wahrscheinlich grad weil ich den Vergleich vor Augen geführt bekomme durch meine Cousine, die hat einfach so ein schönes familiäres Verhältnis und ich hätte das auch gerne. Meine Tante hat schon lange keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, findet deren Verhalten auch unmöglich, alle ihre Geschwister haben keinen Kontakt mehr zu ihnen aus den verschiedensten Gründen die ich nur teilweise mal erfragt habe. Ich weiß in der Zukunft wird das immer leichter und immer weniger störend weil es immer weniger Arbeit wird je älter die Kinder werden. Ist ja jetzt schon recht angenehm weil er fast 2 ist, das ist schon ein Unterschied im Vergleich zu einem Säugling, ich kann ihn überall problemlos mit hinnehmen er ja läuft ja selbst, kein riesen Kinderwagen mehr im Gepäck, kann normal essen ich muss keine Milch abpumpen oder Brei mitschleppen das ist ja jetzt schon erheblich einfacher mit einem Kleinkind. Aber ich bräuchte eine Wurzelbehandlung die dauert etwa 1,5 Stunden und wollt ich machen lassen wenn er in der Kita ist drum nervt es mich grad dass die Eingewöhnung unterbrochen werden musste. Mit 1 Jahr und 10 Monaten bleibt er nämlich noch nicht brav sitzen solang ich in Behandlung bin, wäre er 3 wär das auch kein Problem mehr....und dann erzählt mir eben meine Cousine wie sie jetzt schon toll Zeit für sich hat. Aber ich mag sie gerne und finde es toll für sie ist ja schön dass es nicht bei allen so scheiße ist. Mich kotzen dann nur meine an, würden sich keine Zacke aus der Krone brechen wenn sie 1-2 Stunden auf den Kleinen aufpassen würden, aber nein, die Sonne scheint ja so schön da will man in Ruhe lesen. In Ruhe lesen können sie schon seit 15 Jahren und können das nochmal gute 30 Jahre lang.
          Einmal bei einer Feier war es ja ganz nett, meine Mutter sagte wir müssen Kissen vor die Tischbeine legen damit er nirgends "hinplumpst"....nur war das halt zu einer Zeit in der er schon durch die Wiese gerannt ist und mit anderen Kindern Fußball spielte, der plumpst nirgends mehr hin, fast 2 und kein Baby mehr....aber wenn man halt die ganze Entwicklung verpasst und wahrscheinlich das Alter vergisst...

          • Du wirst dein Kind nicht anlügen müssen. Kinder sind da sehr flexibel und nehmen es so, wie es ist. Paul hat eben jeden Donnerstag Omatag und schläft manchmal bei ihr, ich sehe Oma nur ab und zu mal und dann unterhält sie sich gerne mit Mama. DU vermisst den Omatag, den Spaß, die Entlastung - nicht aber dein Kind, glaub mir :-)!

      Ich wünsche dir gute Besserung und ganz viel Kraft. Bald kommen Frühling und Sommer, dann wird es mit dem Gemüt besser und auch im Kindergarten kursiert dann weniger.

      Deine Situation ist meiner ähnlich. Mit meiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr. Da bin ich eher froh, dass mir niemand reinredet oder ständig auf der Matte steht. Meine Schwiegerfamilie ist leider nicht besser. Furchtbare Charaktereigemschaften, niemals würde ich ihnen meine Kinder geben, aber sie wollen ständig an unserem Leben teilhaben. Das nervt mich noch mehr.

      Aber ja. Es ist ganz verflixt anstrengend. Mit dem leider nicht pflegeleichten zweiten Kind ist es seit 2 Jahren ehrlich gesagt eine Katastrophe, niemals, niemals Entlastung zu haben. Ich habe mir das alles im Leben nicht so anstrengend vorgestellt. Aber man schafft es natürlich irgendwie.

      Magen-darm ist in solchen Situationen natürlich mit das Fieseste überhaupt. Bald hast du es hoffentlich hinter dir.

      Wein deiner lieblosen Familie nicht hinterher. Natürlich kannst du bedauern, dass du keine liebende, harmonische Familie hast. Das tue ich auch und beneide andere dafür. Aber ich versuche nicht, das mit meiner Familie zu erzwingen. Das bringt nichts. Diese Gefühle waren offenbar nie da und werden vermutlich auch niemals kommen.

      Alles Liebe

      Ich kann deine Trauer bezüglich der Großeltern verstehen, aber m.E. steigerst du dich da mächtig rein!
      Ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern , meine Schwiegereltern sind vor über 20 Jahren gestorben und ich bin halbseitig gelähmt nach schwerer Hirnblutung. Damals haben mich meine Eltern in der Reha besucht--aber mal die Kinder hüten (damals 6 Monate, 4 und 6 Jahre alt)? Fehlanzeige! Es sei schon anstrengend genug, in die Reha zu fahren....
      Wir hatten von Anfang an keine Unterstützung, mein Mann hat im Schichtdienst gearbeitet und trotzdem haben wir uns ein Haus gekauft, 3 Kinder bekommen und wuppen alles alleine.
      Großeltern sind ein netter Luxus, aber sollten kein Baustein für Zukunftspläne sein!

      • Ja du hast Recht von Zeit zu Zeit steigere ich mich da rein, so wie jetzt gerade. Das kommt meistens dann wenn es besonders anstrengend ist so wie jetzt gerade mit der Magen-Darm-Grippe. Ich habe heute nichts essen können und sogar stilles Wasser kommt mir wieder hoch, ich habe einen totalen Durst und kann nichtmal was trinken, kein Tee bleibt drin und kein Wasser. Und mein Kind stürmt durch die Gegend der braucht Action und ich sollte mich eigentlich ins Bett legen. Dann schreib ich mit meiner Cousine die das Leben voll genießt, täglich kümmert sich ihre Mutter, und sie geht auf Shoppingtour, zum Friseur und ins Nagelstudio und keine Ahnung was sonst noch. Und nachts schläft sie durch weil sich ihre Mutter da um den Kleinen kümmert. Der ist erst 8 Tage alt. Zu der Zeit bin ich rotiert und hatte Schlafmangel und war froh wenn ich zum duschen gekommen bin, meistens mit Baby in der Wippe vor der Dusche damit er mich sehen konnte und nicht geschrien hat. Eine symbiotische Beziehung. Zeitweise so um das 1. Jahr rum hat er geschrien sobald ich aus dem Sichtfeld war weil ich in die Küche ging (ist ja auch ganz normal machen ja alle Kinder) und deshalb nahm ich ihn einfach immer und überall hin mit, das ist natürlich schon längst vorbei jetzt kann ich natürlich in anderen Räumen sein ohne dass er Angst hat. Aber zu der Zeit brachte ich nichtmal den Müll raus, das machte ich abends wenn mein Mann da war. Die kurzen Minuten um den Müll rauszubringen war die einzige Zeit die ich hatte ohne Kind, und wehe mein Mann wollte das rausbringen das ging gar nicht denn das war meine freie Zeit....und das, ist traurig, und lächerlich. Mittlerweile mach ich das natürlich tagsüber jetzt kann ich ja problemlos den Müll rausbringen und dann kann ich auf dem Weg sogar noch Wäsche in die Waschmaschine und den Trockner schmeißen und Getränke mit hochholen xD Meine kinderfreie Auszeit...Müll, Wäsche und Getränke, bestimmt 5 Minuten an Freizeit xD In 10 Jahren lach ich darüber, oder in 5...aber momentan find ich mich da schon selbst lächerlich....wenn ich Müllbeutel schnapp und mir denk "Cool jetzt haste 5 Minuten kurz mal Ruhe vor der Action" schreie ihm noch zu "Mama ist gleich wieder da nur schnell Müll raus und Wäsche holen und was zum trinken, stell mir bitte solange nichts an sei schön brav." Meistens klappt das und er ist dann schön brav und malert mir nicht die Wände an oder sowas in der Art :)) Naja ich freue mich auf die Zeit wenn er mal 3,4,5 ist, ich kann ihm Sachen besser erklären bzw. er versteht es dann, heißt, wenn ich mal zum Arzt muss dann bleibt er im selben Zimmer sitzen und wartet bis die Wurzelbehandlung vorbei ist. Ich bin da nicht empfindlich find ich nicht schlimm also kriegt er keinen Schock fürs Leben vor dem Zahnarzt. x)
        Muss es einfach irgendwie schaffen dass mich das Verhältnis bzgl. Großeltern nicht mehr ärgert, ich versuche mich ja zu zwingen aber im Hintergrund wurmt es mich trotzdem da belüge ich mich nur selber. Wenn man seinem Enkel noch nicht mal ein kleines Geschenk zum Geburtstag besorgen kann, oder wenigstens ne Glückwunschkarte. Das völlige Desinteresse. Na, ich arbeite dran dass es mir immer egaler wird ich glaub das passiert automatisch. Wir sind dafür ein gut eingespieltes Team, mein Mann, Kind und ich. Aber eben keine Maschinen und deshalb warte ich wohl glaub noch einige Jahre mit dem zweiten Kind falls ich es nicht ganz lasse. So klappt es ja jetzt. Aber ich weiß dass es ein richtiger Knaller ist mit einem 2. Kind grad wenn man niemals nie selbst im seltensten Fall der Fälle echt keinen hat der ihn mal kurz nehmen kann. Ich wüsst nichtmal wo ich ihn zur Geburt von einem 2. Kind hintuen sollte. Wahrscheinlich beim Mann dann wäre er halt nicht bei der Geburt dabei, gut muss auch nicht sein dabei brauch ich ihn eh nicht im Gegenteil, der kann ja danach kommen wenn das vorbei ist....vorausgesetzt der AG gibt spontan frei, was der letzte nicht gemacht hat. Da wurde er angemotzt von der wohlgemerkt kinderlosen Vorgesetzten mit den folgenden Worten "Ja kann die das denn nicht planen wann das Kind zur Welt kommt das ist ja unmöglich das gibts ja nicht."...weil mein Mann um spontane Freistellung fragte wenn es bei mir losgeht. Das Ende vom Lied war dann dass sie ihn extra um den ET ins Ausland zu einem Termin geschickt hat, und es kam wie es kommen musste, die Wehen gingen los und er war grad 1000 km weit weg. Der Taxifahrer wollte mich nicht mehr mitnehmen weil ja das seine Sitze versauen könnte mit Fruchtwasser. Ja das war ein Theater, die Geburt hat er nichtmal verpasst, 5 Minuten bevor es kam war er da, musste dann aber bald wieder gehen weil Arbeit war am nächsten Tag. Das war der AG der ihn dann rausgeschmissen hat weil er unser Kind betreuen musste weil ich im Krankenhaus lag. Traurig sind wir nicht dass er da weg ist, aber daran sieht man schon damals war ich allein. Eltern wollten fernsehen und mich nicht ins Krankenhaus fahren ich könne ja selber fahren. Hab dann letztendlich doch noch ein Taxi bekommen ansonsten hätte ich einen Krankenwagen gerufen. Wegen einer 8 Minuten Taxifahrt hatten die so ne Panik, das flutscht ja nicht innerhalb von 5 Minuten raus schon gar nicht bei Erstgebährenden.

      Ich ziehe meinen Hut vor Dir!

      Sorry, off topic, aber das wollte ich schon länger mal schreiben. 🙋‍♀️

Ich verstehe was du meinst, ich sehe anhand meiner Freundinnen auch, wie schön es ist, wenn man Unterstützung hat. Gerade wenn man selbst erkrankt ist es mühsam, aber auch das geht vorbei.

Letztendlich war es unsere Entscheidung für ein Kind und wir haben die alleinige Verantwortung, mein Mann und ich haben uns jetzt für ein zweites Kind entschieden und sind uns auch bewusst, dass wir somit überhaupt keine Paarzeit mehr haben, aber das ist ok für uns.

Es gibt Leih-Omas, vll wäre das für euch denkbar.

Ich wünsche dir eine gute Besserung,
liebe Grüße Jenni-feer

  • "ich sehe anhand meiner Freundinnen auch, wie schön es ist, wenn man Unterstützung hat."

    Das sind dann vielleicht auch die Freundinnen, die ihre Eltern und Schwiegereltern in 20 Jahren von Arzt zu Arzt begleiten, für sie einkaufen, "kurz" deren Haushalt miterledigen, sich anhören, wer wieder alles gestorben ist, sie evtl. mitpflegen etc.pp.
    Zurzeit siehst du nur die Gute, praktische Seite des Nah-Beieinander-Wohnens, habe ich auch mal getan. Aber das Blatt wendet sich schnell.
    Du dagegen kannst eine gaaanz ruhige Kugel schieben, wenn du magst, wenn deine Kinder aus dem Haus sind. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden. VG

    • Das ist für mich ein selbstverständliches Geben und Nehmen und würde für mich keine Opfergabe darstellen.

      Aber du hast recht, vielleicht bin ich irgendwann froh drum.
      Liebe Grüße

(14) 16.02.18 - 17:05

Meine Mutter lebt nebenan, sie interessiert sich für Ihre Enkel. Ich war trotzdem seit der Geburt meiner Tochter vor sechs Monaten nicht mehr aus- sie nimmt kein Fläschchen und wird noch voll gestillt.

Magen Darm mit Kind (2) kenne ich auch. Rate mal wer zeitgleich auch Magen Darm hatte? Die Oma..

40 Grad Fieber mit ebenfalls krankem Kind..Oma macht eine Kreuzfahrt..

Auf Unterstützung durch die Großeltern kann man sich nicht unbedingt verlassen, auch wenn das von außen so wirkt. Man ist trotzdem selbst für die Kinder verantwortlich. Man weiß ja auch nie ob die Großeltern gesund bleiben. Meine Eltern reisen viel seit sie in Rente sind, haben einen großen Freundeskreis und unternehmen viel. Sie nehmen auch gerne mal die Enkel- aber eben wenn es ihnen zeitlich passt.

Natürlich ist es schade das du keine Unterstützung hast- aber es geht auch ohne.

Lg

  • Aber du hast eine Oma nebenan die dir hin und wieder das Kind abnimmt, und wenn sie nur rüberkommt und das Kleine im Arm hält, auch wenn sie beim Magen-Darm jetzt nicht da war.
    Ich habe seit fast 2 Jahren keinerlei Auszeit, außer wenn ich den Müll rausbringe, aufs Klo gehe oder die Wäsche in die Maschinen schmeiße. Einfach nichts. Mir geht es nicht um irgendwelches weggehen. In meinem Fall ist es völliges Desinteresse, was mich am meisten traurig und wütend macht...keinerlei Glückwunsch zur Geburt am Telefon, keine Karte, kein Geburtstagsgeschenk, nichts, einfach gar nichts. Und der Fakt wenn irgendwas schlimmes passiert ist dass sie nicht helfen. Würdest du jetzt gelähmt in deiner Küche liegen würde deine Mutter mit hoher Wahrscheinlichkeit sich um dein Kind kümmern und nicht zuschauen während dein Mann gekündigt wird. Natürlich soll man sich selber um sein Kind kümmern man wollte es und das ist die Pflicht von Eltern und nicht von den Großeltern. Und natürlich schafft man es auch so, weil man auch muss, nicht weil es optimal ist oder normal, sondern weil man gar keine andere Wahl hat als gefälligst zu funktionieren, seinem Kind zuliebe.
    Aber wenn sie selbst alt sind und Pflege brauchen und zu Arztterminen oder in Kuren oder Rehas müssen oder ins Krankenhaus oder zu irgendeinem Facharzt, sollte ich dann am Telefon auch sagen "Ach du wirst auch ohne mich wieder gesund, oder im anderen Fall, ach du stirbst auch ohne mich." Der Vergleich dazu weil sie sagten "Der wird auch ohne uns groß." Soll ich dann auch sagen nein ich kann dich nicht ins Krankenhaus fahren wenn sie grade einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten oder hingefallen sind, weil ich nämlich gerade fernsehe oder in der Sonne sitze und ein Buch lese. So wie sie es bei mir machten als ich sie fragte ob sie mich ins Krankenhaus fahren weil die Fruchtblase geplatzt ist und Wehen angefangen haben. Oder als sie sagten sie kommen nicht ins Krankenhaus weil sie ja wissen wie Babies aussehen. Sollte ich später sagen ich komme nicht ins Krankenhaus ich weiß ja wie alte Menschen aussehen. Und wenn sie weiß der Geier wo auf Kur/Reha/Krankenhaus/Spezialklinik etc. müssen einfach sagen ich hätte grad keine Zeit/Lust/fahre in Urlaub. Genau so ist deren Verhalten. Und das ist nicht familiär und es ist auch nicht normal sich so zu verhalten. Wenn wir alle nur auf unser selber schauen und der Rest ist vollkommen egal, nur solange wie es das Gesetz vorschreibt...was sind wir dann für eine Gesellschaft? Könntest du dir vorstellen dass dir alles egal ist von deinem Kind sobald es 18 Jahre alt ist? Ich wette es wäre dir nicht egal, mir wäre mein Kind nicht egal sobald es volljährig ist und seine Erstausbildung abgeschlossen hat. Und wenn du einen Enkel irgendwann bekommst ist dir dieses mit Sicherheit auch nicht egal. Mir wäre es nämlich auch nicht egal. Weißt das ist das was mich so wurmt. Es ist keinem egal, außer ein paar wenigen außergewöhnlichen Exemplaren wie die meinen. Das ist was mich traurig macht. Und das ist was ich lernen muss mich mit abzufinden, und zwar komplett. Vielleicht finde ich ja irgendwann eine andere Mutti in der Kita/Spielplatz/etc. bei der es ähnlich ist da kann man sich dann im Notfall helfen. Freunde sind eh verlässlicher als die Familie (in meinem Fall zumindest leider).

    • Das klingt alles nach schrecklichen Eltern und Großeltern, da gebe ich dir absolut Recht.
      Ich glaube das Problem liegt nicht bei der Betreuung deines Kindes an sich, sondern viel tiefer.

      Es tut mir schrecklich leid für dich, ich kann so viel Desinteresse am eigenen Kind nämlich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
      Hast du schon mal an Psychotherapie gedacht? Ich kann mir vorstellen, dass man das alleine nicht aufarbeiten kann. Und ein solcher Verstoß tut nun mal verdammt weh.

      Mein Schwager und zugleich Pflegekind (17 Jahre) lebt seit er 16 ist bei meinem Mann und mir im Haushalt, auch er wurde von heute auf morgen vor die Tür gesetzt, die Türschlösser wurden ausgetauscht, besonders tragisch, da er zu 100% schwerbehindert ist wegen einer chronischen Erkrankung. Auch er kommt mit diesem Verlust nicht klar und nimmt nun Psychotherapie in Anspruch, es geht ihm psychisch schon etwas besser dadurch.

      Vielleicht würde dir auch ein klarer Schnitt, sprich kompletter Kontaktabbruch gut tun. Du profitierst ja nicht von dem bestehenden Kontakt, sondern bekommst immer neue Gründe geliefert, dich aufzuregen.

      Ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Liebe!

      Jenni-feer mit Mia (4) an der Hand, Fabian (17) im Haus und Jakob 21+6 im Bauch

      • (17) 17.02.18 - 15:53

        Hattest du damals verzweifelt gepostet weil die Eltern das ganze Pflegegeld kassiert haben, ihr keinen Platz hattet und noch ne Ausbildung zu machen war oder so ähnlich?
        Wenn ja, wie geht es euch jetzt? Ist alles geklärt? Kommt ihr klar?
        Vielleicht hast du Lust zu antworten.
        LG,
        Hermiene

        • (18) 17.02.18 - 16:37

          Genau, das war ich.
          Meine Schwiemutter hatte weiterhin Kindergeld und Pflegegeld kassiert.
          Der Vater hatte uns zwar relativ zügig den Unterhalt zukommen lassen, aber für alles andere mussten wir mithilfe juristischen Beistandes kämpfen.
          Seit Juli sind wir offiziell Pflegeeltern von Fabian.
          Den Traum vom Hausbau gaben wir auf, da Fabian ja bei uns im Wohnzimmer wohnte und es für ihn uns uns auf Dauer einfach unzumutbar wurde. Wir suchten nach geeigneten Häusern oder Wohnungen, leider hatten wir hier keinerlei Unterstützung durch die Ämter, was uns teilweise nahe an den Rand der Verzweiflung brachte.
          Schließlich gab es Mitte Januar ein Happy End: Wir haben in unserem Heimatdorf ein wunderschönes Haus bezogen, jeder hat nun sein eigenes Zimmer und genügend Platz.
          Meine Schwiegermutter legt uns leider einen Stein nach dem anderen in den Weg, stellt üble Nachrede an und wir befürchten mittlerweile, dass sie stark psychisch erkrankt ist. Sie lässt uns über verschiedene Handynummern Sprachnotizen zukommen, in denen sie mit Selbstmord droht und ihren eigenen Sohn als „die Ausgeburt der Hölle“ bezeichnet.
          Als wir im Januar Fabians Möbel abholen wollten, traf uns der Schlag. Sie hat sämtliche Möbel und Kisten von ihm auf dem Balkon über Monate hinweg gelagert und sporadisch mit Planen abgedeckt. Alles war verschimmelt und ist beim Anheben auseinander gefallen, so viele Erinnerungen an seine Kindheit, die früher durchaus auch schön war, sind Schrott.
          Sie lässt ihre Psychospielchen nicht und deswegen sitzen wir immer noch ständig beim Anwalt, es kehrt einfach keine Ruhe ein, was uns sehr zu schaffen macht.
          Fabian befindet sich nun in psychotherapeutischer Behandlung.

          Lieb, dass du nachgefragt hast.

          Liebe Grüße

          • (19) 17.02.18 - 17:35

            Wahnsinn, wie ihr das packt!!!
            Danke für den Zwischenbericht. Ich merke mir sehr wenig von den ganze Urbia-Geschichten, aber das ist mir hängen geblieben.

            Ich drück euch fest die Daumen, dass Fabian die Geschichte halbswegs gut verarbeitet und das ihr alle als Familie jetzt endlich mal Ruhe rein bekommt!!!

            LG,
            Hermiene

          Hut ab, das hört sich auch mal nach einer anstrengenden Lebensgeschichte an. Ist ja noch schlimmer als bei mir. So hat jeder sein Päckchen zu tragen.
          Wünsch dir alles Gute dass sie endlich aufhört euch das Leben schwer zu machen. So ne blöde Kuh. "Ausgeburt der Hölle" wie kommt man allein schon drauf sowas zu sagen, über das eigene Kind. Die haben doch alle einen an der Waffel.

      Nope.
      Ich bin neu hier, war bisher noch nie in einem Forum. Meine sind noch rüstig und fit da gibts keinen Pflegefall und meine Ausbildung habe ich lange vor dem ersten Kind abgeschlossen das ist schon 13 Jahre her. :)

Warum hast du keine Auszeit? Was macht dein Mann das ganze Wochenende? Da müsste sich doch auch das eine oder andere organisieren lassen? Und sei es nur mal in Ruhe Lebensmittel einkaufen. Unsere Kinder haben fürsorgliche Großeltern aber bei allem was Freizeit angeht ist mein Mann bei den Klndern egal ob ich zum Friseur oder joggen oder Einkaufen oder mit ner Freundin essen gehen will.

Und ja Magen Darm ist bescheiden aber du kannst dein Glück doch nicht an den Großeltern festmachen. Ich kann auch verstehen dass du neidisch bist auf andere die die Unterstützung haben aber investiere nicht deine Kraft in etwas dass du nicht ändern kannst. Such dir lieber einen Babysitter oder eine Leihoma.

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