Trennung „trotz“ Baby

    • (1) 20.02.18 - 17:59

      Ihr Lieben Leute da draußen!
      Ich brauche unvoreingenommene Meinungen bzw. vl den einen oder anderen Ratschlag zu meiner Situation.
      Ich lebe seit 8 Jahren in einer Beziehung die immer schon ein stätiges auf und ab war. Streitpunkt ist eigentlich immer schon unsere Wohnsituation gewesen. Und zwar leben wir in einer Wohnung in seinem Elternhaus inkl. seiner Eltern und Großeltern im Haus. (So eine Wortspielereie)
      Das ganze funktioniert einfach nicht und macht mich seit Jahren unglücklich. Ich kann mit der Art seiner Leute nicht wirklich, hab mich aber die Jahre der Liebe wegen zurückgenommen. Da ich arbeiten war, hatte ich aber auch immer genügend Abstand und Zeit weg von dort, so das mir die Tragweite des Ganzen irgendwie nicht bewusst war.
      Mein Freund will von dort nicht wegziehen, „da fährt bei ihm der Zug drüber“.
      Tja nun haben wir seit 5 Monaten ein Baby und ich halte es immer weniger hier aus. Der Vater meines Freundes trinkt und rennt im ganzen Haus rauchend herum. Letztens stand er plötzlich in unserem Schlafzimmer und wollte wissen warum unser Kleiner so weinen würde. Meine Schwiegermutter ist sowieso ein eigens Kapitel, das würde hier zu weit führen.
      Also, zusammengefasst bin ich kreuzunglücklich und denke immer häufiger daran mich zu trennen. Ich will nicht das mein Sohn in so einem Unfeld aufwächst. Mit meinem Freund kann man in dieser Hinsicht nicht reden, er will nix davon hören. Fändet ihr es egoistisch auszuziehen? Ich mag meinen Freund, und er ist eigentlich ein toller Kerl, aber die Beziehung tut mir nicht mehr gut! Und eigentlich war ich immer der Meinung man darf ein Kind nicht als Grund nehmen in einer Beziehung zu bleiben. Aber das schlechte Gewissen ist trotzdem da :(
      Ach man, vl kann mir hier jemand von eigenen Erfahrungen berichten oder mir sagen wie er/sie die Sache sieht.

      • Hey, du magst ihn, aber due Beziehung tut dir nicht gut. Such dir eine kleine nette Wohnung in der Nähe, sodass euer Kleiner noch seinen Papa hat. Und wer weiß, vielleicht tut euch die räumliche Trennung auch gut?! Alles Gute für euch!

        • Sehe ich auch so. Und um do länger du dort ihm zu Liebe unglücklich bleibst, wird die „Zuneigung“ zu ihm wohl peu à peu schwinden - bis dir nichts mehr übrig bleibt als zu gehen. Dann wird die Basis zwischen euch voraussichtlich unter noch schlechteren Sternen stehen und das Verhältnis zwischen dir und seiner Familie vollends zerrüttet.

          Ich habe das so verstanden, dass du die Situation in seinem Elternhaus nur noch „erträgst“ und genau das ist Gift für dich und eure Beziehung. Ich hätte mich schon unlängst dazu entschieden auszuziehen, sorry aber du hattest gefragt :-/

          Lg und alles Gute

      Hallo,

      ich würde mir das nicht antun. Rede mit deinem Partner und sage ihm auch klar, dass du ausziehst. Entweder ihr seid ihm wichtiger und er geht mit euch oder er hat Pech gehabt und du suchst dir eine eigene Wohnung.
      Dir Situation wird sonst immer schlimmer und du immer unglücklicher. Damit tust du dir und schon gar nicht deinem Kind einen Gefallen. Du musst dich ja nicht von deinem Partner trennen wenn in der Beziehung sonst alles passt. Sondern ihr trennt euch nur räumlich. Obwohl ich bezweifle, dass das gut geht wenn er seine Familie jetzt schon über euch stellt und nicht von Mama weg kann.

      LG
      Michaela

    • Du hast von deinem Freund, den du "magst" und der "eigentlich ein toller Kerl" ist, ein Kind bekommen.
      DAS verstehe, wer will.

      Die Wohnsituation war dir doch vorher auch schon klar "Streitpunkt ist eigentlich immer schon unsere Wohnsituation gewesen."

      Zieh aus, wenn er dir nicht mehr gut tut.

      • Ja ich weiß, klingt sehr danach das ich es mir vorher hätte überlegen sollen...hätte ich womöglich auch. ABER, im alltäglichen Trott war mir das Ausmaß der Situation nicht bewusst. Ich hatte wohl immer die dummer Hoffnung wenn wir dann eine eigene „Familie“ sind, dass er sich leichter von seinen Eltern lösen würde. Ziemlich Blauäugig ich weiß! Aber ich bereue es aber keinesfalls. Mein Kleiner ist mein ein uns alles. Und auch mein Freund ist im Prinzip ein guter Vater. Das soll er auch bleiben. Ich möchte ihm auf keinen Fall sein Kind „wegnehmen“ oder so etwas.
        Und ja ich mag ihn...aber die Liebe...die ist wohl in den letzten 5 Monaten abhanden gekommen :(

    "Und eigentlich war ich immer der Meinung man darf ein Kind nicht als Grund nehmen in einer Beziehung zu bleiben. Aber das schlechte Gewissen ist trotzdem da :( "

    Das Kind wird also besser dran sein, wenn es eine kreuzunglückliche Mutter hat, aber wenigstens ist der Vater und dessen restliche Familie ständig um es herum? Und Dauerstreitigkeiten sind auch gut fürs Kindeswohl?

    Naja.

    Überleg doch mal, ob Du es ihm nicht so verkaufst, dass Du zwar mit dem Kind ausziehst (sofern Du das alleinige Sorgerecht hast), aber ihr die Beziehung ja weiter führen könnt. Wenn er das nicht will und Dich nicht versteht ist das ja nicht Deine Schuld.

    • Sorgerecht haben wir beide, aber die Obsorge obliegt mir alleine. Bin aus Österreich, hier wird das so geregelt.
      Das mit dem getrennt wohnen aber ein Paar bleiben habe ich ihm schon vorgeschlagen. Will er nicht. Da könnten die anderen Leute ja blöd reden. Er ist in dieser hinsicht seeeehr konservativ eingestellt :-/
      Wenn ich auf mein Herz höre, dann sagt es mir das ich mich trennen soll. Nicht gegen ihn, aber für mich, falls das verständlich ist.

      • Hier in D ist es so, dass man mit gemeinsamem Sorgerecht nicht einfach ohne Einverständnis umziehen darf. Aber falls Du das eben so umsetzen kannst, dann mach es. Und frag ihn doch ruhig mal, ob ihm wichtiger ist, was die Leute blöd daherreden, als wie es seiner Frau geht.

        Also ich habe das gerade mal nachgelesen. So wie ich das verstehe, ist das deutsche gemeinsame Sorgerecht = die österreichische gemeinsame Obsorge. Und wenn die gemeinsam ist, muss man sich im Trennungsfall einigen. Sogar von einer verpflichtenden Familienberatung habe ich gelesen. Aber nix von einer automatischen alleinigen Obsorge der Frau im Trennungsfall, wenn vorher gemeinsame Obsorge bestand.

        LG

        • Also es ist so. Ich habe alleinige Obsorge aber wir haben gemeinsames Sorgerecht. Gemeinsame Obsorge gibt es auch, hätte aber bei Geburt beantragt werden müssen, was wir nicht gemacht haben. Er hat also Umgangsrecht.

          • Ich raffe es nicht #rofl Ihr habt BEIDES?

            Euer Par. 177 ABGB über Obsorge liest sich genauso wie unser Sorgerecht. Sorgerecht finde ich aber bei euch gar nicht.

            Verwechselst du vielleicht Umgangsrecht mit Sorgerecht? Was unterscheidet denn die Obsorge vom Sorgerecht und die wieder vom Umgangsrecht?

            Ich tippe daher mal auf: Du hast die Obsorge (dt. Sorgerecht) und er nur Umgangsrecht.

            Neugierige Grüße

Du magst deinen Freund und er ist ein toller Kerl, aber die große Liebe lese ich aus deinem Text nicht raus.

Ich finde das Umfeld, in dem euer Kind aufwachsen muss, schon sehr speziell und würde wahrscheinlich auch eher ausziehen wollen.

Sicherlich trägt ein Kind in einer Beziehung dazu bei, dass man sich eine Trennung wohl überlegt. Allerdings ist eine unglückliche Ehe ebenso wenig eine gute Basis für ein Kind wie eine Trennung. Nach einer Trennung hast du aber wenigstens die Chance, irgendwann wieder einen netten Mann kennen zu lernen und deinem Kind trotzdem "Familie" zu bieten. Du musst deinem Freund das Kind ja auch nicht entziehen, sondern er soll es ja regelmäßig sehen und sich kümmern.

Vielleicht könnt ihr euch nach einer räumlichen Trennung auch noch mal etwas annähern.

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