Großeltern bevorzugen ein Kind (Geschwister)... Was tun? Bin verzweifelt!

    • (1) 22.02.18 - 11:05

      Hallo ihr Lieben,

      ich muss mir einfach mal meinen Frust und vor allem meine Enttäuschung & Wut von der Seele schreiben. Letzte Woche war der Horror!

      Mein Schwiegervater war mit seiner (neuen) Frau (Eltern meines Mannes sind schon seit seiner Kindheit geschieden) von Montag bis Freitag bei uns uns zu Besuch (wohnen 300 km entfernt).
      Unser Verhältnis war bisher eher "oberflächlich-normal"... alle beide haben gewisse Ansichten, die ich nicht Teile aber das war bisher ok. Im Verlauf meiner 2. Schwangerschaft wurde das Verhältnis zunehmend angespannter. Als wir diese verkündet haben kam sofort die Aussage "aber dieses Mal muss es ein Junge werden!" (Wir haben bereits eine fast 3-jährige Tochter... damals kam "Ein Mädchen... naja, ihr habe ja eh gesagt ihr wollt nicht nur ein Kind. Bei nächsten wirds dann eben ein Junge).

      Unser Sohn ist nun fast 6 Wochen. Und es dreht sich alles nur um ihn! Schon in der SS war er der Prinz... wir wurden mit Zeug überhäuft (auch mit Sachen die wir schon haben) und nichts war gut genug für ihn. Bei unserer Tochter haben wir bzgl. Erstausstattung sehr auf Qualität geachtet, da wir definitiv ein 2. Kind wollten (evtl. auch noch ein 3.). Da wir es uns auch leisten konnten haben wir hierfür auch viel Geld ausgegeben. Bsp.: Maxi-Cosi inkl. Base... hat mein SchwieVa gemotzt "Wie bitte? So viel Geld, sowas gibts doch auch bei Lidl im Angebot!" Als sie Ende letzten Jahres zu Besuch waren stand der Maxi-Cosi schon im Zimmer und sie haben das gesehen da kam dann die Aussage "Ihr wollt den Autositz nochmal verwenden? Der ist doch schon total abgenutzt!". Die selbe Aussage kam auch bzgl. Kinderwagen. Als sie den Preis (900 Euro) damals erfahren haben, pures Entsetzen wie verschwenderisch wir doch wären!"

      Nun aber zu letzter Woche... sie kamen am Montagabend an. Für unseren Sohn hatten sie eine große Tüte Klamotten dabei, dazu (schön eingepackt) ein Bilderbuch, Kuscheltier und eine Rassel. (Sie waren schon mal da, Geschenke zur Geburt gab es schon). Die Geschenke wurden unserem Sohn dann gleich unter die Nase gehalten "Oh, schau mal was Oma und Opa für dich haben...!". Unsere Tochter wollte dann beim auspacken helfen (wie sie es bisher bei allen Geschenken für ihn gemacht hat)... da hieß es gleich "Nein, nein, das ist für deinen Bruder!" Unsere Große ganz ruhig "Aber Bruder ist noch klein. E. kann helfen!" Da hat aber niemand wirklich zugehört und es hieß wieder "Nein, das ist für deinen Bruder!" Dann ist sie ganz traurig in ihr Zimmer gegangen. Ich hab sie zurückgeholt und gesagt, dass sie mir helfen darf. Das Buch fand sie dann toll (entspricht auch eher ihrem Alter) und wollte es anschauen. Kam wieder die Oma "aber denk daran, das gehört deinem Bruder!" Sie hat mich total verwirrt/traurig angeschaut, legte das Buch weg und sagte "E. auch ein Geschenk haben!" Die Oma "Achso ja wo ist es denn... hier das ist für dich!" Und drück ihr ein Ü-Ei in die Hand.

      Am Dienstagmorgen wollte unsere Tochter nicht in den Kindergarten, weil sie mit Oma & Opa spielen wollte. Das war für mich ok und ich hab sie für diesen Tag entschuldigt. Dann musste ich mir anhören, dass das aber nicht gut ist und sie würde immer ihren willen bekommen usw.! Dann musste mein Mann kurzfristig (hatte eigentlich Di und Mi Urlaub) kurz ins Büro (war nach 2 Stunden aber wieder da). Ich bin gerade ins Bad und wollte duschen... hab dann darum gebeten, dass die zwei kurz auf die Kinder aufpassen. Opa: "Wäre E. im Kindergarten hättest du das Problem jetzt nicht.!" Die beiden saßen dann gemütlich mit einem schlafenden N. auf dem Arm auf dem Sofa und unsere Tochter war alleine in ihrem Zimmer und hat ein Buch angeschaut...
      Nach dem duschen wachte mein Sohn auf und hatte Hunger. Kaum war er fertig mit Essen, nahm meine SchwieMu ihn mir aus dem Arm und motzte mich an "So, jetzt gib mir ihn mal damit du hier endlich mal sauber machen kannst. Hier muss ganz dringend gesaugt werden!" Ja, saugen war nötig. Wir waren am Tag davor beim Rosenmontagszug im Nachbarort, dort wurde auch mit viel Konfetti geworfen, der hing dann natürlich überall und wurde auch im Haus verteilt. In einem Ton, richtig unverschämt und herablassend!

      Am Mittwochabend kam mein Schwiegervater nochmal zu uns (waren bereits im Schlafzimmer) weil er nach einer Schmerztablette fragen wollte, er hätte Kopfschmerzen. Unser Sohn lag im Bett neben mir, hat geschlafen. Da sein Schlafsack noch im Trockner war, hatte er den Ersatzschlafsack an, den wir noch von seiner Schwester hatten (Mädchen = Rosa)... mein SchwieVa sieht das, geht zum Bettchen und will ihm den Schlafsack ausziehen mit dem Spruch "Spinnst du! Ein rosa Schlafsack. Willst du das er schwul wird! Ihr habe doch genug Geld, kauft mal was anständiges!" Ja, wir haben genug Geld aber wenn ich einen Schlafsack habe, dann brauch ich nicht noch einen kaufen. Als Ersatz reicht auch der in rosa aus... zumal die ja eh net lange passen!

      Dann wurde ich gefragt wie lang ich noch stillen möchte bzw. wann ich abstillen möchte. War etwas verdutzt bzgl. der Frage und haben gefragt "Wieso abstillen?" Oma: Fläschchen sei ja viel praktischer und sie will ihn ja auch mal füttern!

      Am Donnerstag kam dann die Aussage, sie bleiben noch übers Wochenende. Haben gesagt, dass das nicht geht weil wir Samstag auf eine Hochzeit eingeladen sind und dort übernachten werden. Gleich die Frage "Und ihr nehmt beide Kinder mit?" Ja, natürlich nehmen wir beide Kinder mit. Oma und Opa "Nein, das geht so nicht. Das ist für den Kleinen viel zu anstrengend und mit Kind könnt ihr doch gar nicht richtig feiern! Wir bleiben hier und passen auf N. auf!"
      Habe dann gesagt, dass wir beide Kinder mitnehmen und keiner hier bleibt. Zum einen ist die Hochzeit in einem Hotel, wir übernachten bewusst dort und wenn es am Abend zu Laut wird können wir im Wechsel mit dem Kleinen oder auch beiden Kindern hoch ins Zimmer. Zudem stille ich ja auch! Da musste ich mir anhören, dass ich total egoistisch bin und nur weil ich denke stillen zu müssen, muss der arme kleine Mann mit zu so einer großen Feier. Beugt sich zu N. und sagt "Du armer kleine Mann!"

      Nachdem unsere Tochter dienstags nicht in den Kiga wollte, wollte sie aber den Rest der Woche wieder gehen. Am Donnerstag habe ich sie dann auch gefragt ob sie mitkommen wollen zum abholen "Nein, es sei ja so kalt draußen!"... Kurz nach dem Mittagessen kam dann die Frage, wo N. seine Sachen sind, sie gehen mit ihm spazieren. Hab gesagt, dass des jetzt net geht da er wohl demnächst aufwachen wird und dann Hunger hat. Aber danach können wir alle zusammen raus und E. kann auch ein bisschen auf dem Spielplatz. Oma & Opa: Auf den Spielplatz wollen sie nicht. Sie wollten ja nur ein bisschen spazieren gehen! Hab dann nur gesagt, dass wir alle zusammen raus gehen und auch beim Spielplatz vorbei gehen oder gar nicht! Unter Augenrollen wurde zugestimmt.

      Am Freitag habe ich E. in den Kiga gebracht, komme zurück haben sie gerade ihre Sachen zusammen gepackt. Mein Mann wollte zum Mittagessen heimkommen, damit wir gemeinsam Essen und danach wollten sie nach Hause fahren. Nachdem packen saßen sie auf dem Sofa, bis N. gegessen hatte und dann einschlief dann sprangen sie auf "Wenn er jetzt schläft, können wir ja los!" Habe verwundert gefragt "Wohin?" Opa. "Na, nach Hause!" Bzgl. Mittagessen hieß es dann, dass sie unterwegs was essen und dann habe ich noch gefragt ob sie denn ihrem Sohn und E. nicht Tschüs sagen möchten. Ja, sie fahren kurz in der Firma vorbei und verabschieden sich dort... und E.? Ja, die sehen sie ja eh an Ostern wieder! Ich: An Ostern? Ja, wir sollen an Ostern zu ihnen kommen! Habe gesagt, dass das nicht geht... mein Bruder hat an Ostern Geburtstag und außerdem möchten wir (wenn es das Wetter zulässt) das erste Mal Osternestchen und Ostereier im Garten suchen (haben gebaut und letztes Jahr war der Garten da noch nicht fertig). Daraufhin wurde gesagt: Dann bleibst du eben mit E. hier und N.kommt mit dem Papa zu uns. Er kann ja eh noch keine Ostereier suchen und vom Geburtstag bekommt er ja auch nichts mit!"

      Kaum waren sie aus der Türe draußen dachte ich mir "Moment mal, wieso Ostern? Ihr Geburtstag ist ja noch davor!". Unsere Tochter hat nächste Woche Geburtstag und wir feiern dann am Wochenende.
      Am Abend rief mein Mann ihnen an und fragte nach. Da hieß es dann, dass sie da nicht kommen. Sie waren ja gerade erst da und was sollen sie denn in 2 Wochen wieder kommen und sie hat ja gar nicht an dem Tag selbst Geburtstag. Außerdem sind da ja dann auch all die anderen Omas, Opas, Tanten und Onkel da haben sie ja nichts davon.
      Im Vorfeld hieß es, sie kommen trotzdem auch zwei mal kurz hintereinander. Sie wollen aber den Urlaub von meinem Schwiegervater ausnutzen und mal in Ruhe Zeit mit uns verbringen. Und jetzt das!

      Für Ostern hat mein Mann ihnen auch abgesagt, er sagt wir kommen entweder alle zusammen oder gar nicht und da sein Schwager/mein Bruder an Ostersamstag Geburtstag hat und wir das erste Mal im eigenen Garten Ostern feiern wollen, bleiben wir hier. Aber er hat ihnen angeboten, dass sie ja auch ab Samstagabend (wenn wir vom Geburtstag kommen) uns besuchen können. Dann kam die Frage, was denn genau für Ostern geplant ist und u.a. werden meine Eltern (wohnen nur 3 Straßen entfernt) hier sein. Daraufhin haben sie abgesagt, wenn dann wollen sie mit uns alleine feiern und meine Eltern hätten ja schließlich bisher immer mit uns Ostern gefeiert.

      Ich bin so wütend und auch enttäuscht! Wie kann man seine beiden Enkel so unterschiedlich behandeln. Wir sind alle deutsch, also es hat nichts mit der Kultur zu tun, dass unser Sohn nun der absolute Prinz ist! Mir tut das so weh, wie meine Tochter behandelt wird. Ich habe ja schon befürchtet, dass sie aufs Abstellgleis abrutscht, wenn der Kleine da ist (aufgrund deren Verhalten in der Schwangerschaft) aber das es SOOO schlimm wird habe ich wirklich nicht erwartet!

      Ostern war den beiden bisher völlig egal, sie wollten nie das wir kommen oder sie uns besuchen. Bei meiner Tochter war es ganz wichtig, dass ich stille! Bei meiner Tochter haben wir ja viel zu viel Geld für alles ausgegeben und jetzt sollen wir einen 2. Schlafsack kaufen, obwohl wir einen haben, nur weil der rosa ist! Es ist zu kalt um unsere Tochter vom Kiga abzuholen aber kurz drauf will man mit N. spazieren gehen. Spielplatz für E. war aber zu lästig (waren ja dann dort, die standen nur rum und haben mürrisch geguckt, nach 10 Minuten wollten sie wieder gehen).

      Nein, ich bin keine von den undankbaren, immer motzenden Schwiegertöchtern und ich erwartet auch keine Geschenke wenn sie zu Besuch kommen (was bisher auch nie der Fall war., E. wurde nie etwas mitgebracht) aber wenn sie etwas schenken, erwartet ich immerhin, dass beide Kinder gleich behandelt werden und beide etwas halbwegs gleichwertiges bekommen (von Geburtstag mal abgesehen und das Geschenk zur Geburt gab es auch schon). Und dann dieser abwertende Tonfall mir und meiner Tochter gegenüber. Und einer knapp 3-jährigen zig mal unter die Nase reiben, dass es ihrem Bruder gehört. Sie war so traurig und verletzt, sie hat das Buch seither auch nicht mehr angefasst, wenn sie es sieht "Nein, das gehört N.!"

      Habe zu meinen Mann gesagt, dass ich das nicht aushalte und so kann es auch absolut nicht weitergehen. Ich halte nichts davon den Kontakt abzubrechen aber ich bin aktuell an dem Punkt wo ich sage, es muss ein klärendes Gespräch her und wenn sie nicht einsichtig sind und sich was ändert, dann möchte ich sie aktuell auch nicht mehr sehen. Und vor allem möchte ich nicht, dass sie unter solchen Umständen die Kinder sehen.

      Mein Mann meinte auch, dass es so nicht geht und ihm tut es auch verdammt weh. Ich glaube sogar noch mehr wie mir, schließlich ist es sein Vater der so handelt. Er ist schon die ganze Woche sehr ruhig und nachdenklich, hat sich bisher auch nicht mehr zu dem Thema geäußert. Ich merke sehr, wie weh ihm das tut und wie sehr es ihn beschäftigt. Wollte ihm nun einfach auch mal ein bisschen Zeit geben, seine Gedanken zu sortieren.

      Wir müssen das aber klären! Finde nur keine Lösung wie ich allen halbwegs gerecht werden kann... in erster Linie möchte ich meine Tochter schützen, weil sie leidet am meisten darunter. Gleichzeitig will ich aber auch meinen Mann nicht vor den Kopf stoßen, wenn ich sage, sein Vater und dessen Frau sollen die Kinder (unter diesen Umständen) nicht mehr sehen!

      Auch wenn mir niemand wirklich helfen kann, vielleicht hat ja jemand eine Idee wie wir eine Lösung finden können? Oder hat jemand ähnliches erlebt, wie habt ihr reagiert?
      Vielen Dank, wenn ihr bis hier her gelesen habt! Würde ich mich über einen Gedankenaustausch sehr freuen. Es tut immerhin mal gut, sich das von der Seele zu schreiben!

      Liebe Grüße

      Dein Mann und du solltet dringend ein klärendes Gespräch mit ihnen führen. Ich würde ihnen klar machen, dass sie E. permanent vor den Kopf stoßen und ablehnend behandeln. Es ist ja toll, dass sie sich über den kleinen N. so sehr freuen. Dass aber die Freude so übermächtig ist und E. keinerlei Beachtung mehr erfährt, ist unfair.

      Ich würde ihnen klar machen, dass es keine langen und ausgiebigen Besuche mehr geben wird, wenn sie die Kinder nicht fair behandeln. Man muss ja auch an später denken, wenn die beiden Kinder die Großeltern alleine besuchen sollen. Das kann man unter den gegebenen Voraussetzungen nicht verantworten.

    • Also, ich bin ja immer als Schwiegerelternbeschützer verschrien, aber das klingt wirklich unerhört!
      Ich denke, das muss mit denen knallhart kommuniziert werden. Und zwar, ohne in der Defensive zu stehen. Sag den Leuten, dass sie sich doch bitte so zu verhalten haben, dass kein Kind sich benachteiligt fühlen muss. Und lass dir nicht einreden, es sei in Wirklichkeit ganz anders gewesen.
      Dein Mann muß mitziehen, nicht, dass du nachher die hysterische Doofe bist.

      Alles Gute und viele Grüße

      • Ich habe ja schon damit gerechnet, dass unser Kleiner die Nr. 1 wird aber das es so schlimm wird und unsere Tochter so abwertend behandelt wird, damit habe ich nicht gerechnet. Insgeheim hofft man ja auch immer, dass es eben nicht so schlimm wird! Mit so einem Verhalten habe ich nun wirklich nicht gerechnet und war auch total überrumpelt letzte Woche. Im nachhinein denke ich mir auch, dass ich gleich besser/anders reagieren hätte sollen.

        Mein Mann hat selbst genug mitbekommen, steht hinter mir und weiß, dass wir ein Gespräch führen müssen. Einfach ist es trotzdem nicht für ihn... wenn ich mir vorstelle, mein Vater wäre so :-(

    Nein, das hat gar nix mit undankbarer Schwiegertochter zu tun!
    Da gibt's hier Fälle, da kratz ich mich immer am Kopf und überlege, warum das nun so gar schrecklich gewesen ist, dass man (so in den meisten Fällen) direkt den Kontakt abbrechen muss!
    Da liegt die Sachlage bei euch ja ganz anders. Furchtbar, um meinem Gefühl einen Namen zu geben, finde ich die Situtation und absolut lieblos und gemein deiner Tochter gegenüber!
    Und da sie ja auch noch so klein ist könnt ihr ihr ja auch nicht sagen, sei nicht traurig, die sind halt etwas merkwürdig und erwachsene Leute machen auch große Fehler im Verhalten, das halten wir ein paar Stunden/Tage aus und dann fahren sie auch wieder...
    Meiner Meinung nach kommt ihr nicht drum herum, mal ein klärendes Gespräch zu führen, am besten vorher ein paar Stichpunkte aufschreiben, damit eure Argumente nicht zu unpräzise sind, einfach die konkreten Situationen schildern und auch die Auswirkungen auf deine Tochter. Nochmal ganz klar machen, wie alt dein "großes" Kind wirklich erst ist! Und wie weh sie ihr tun! Ob sie das Verhältnis zu ihr ganz kaputt machen wollen, ob sie gut und mit gutem Gewissen damit leben können EIN vergöttertes Enkelkind zu haben und das zweite zu vergraulen. Denn noch so ein paar Geschichten und das Verhältnis ist kaputt, da können sie hinterher Handstände machen, das vergisst ein Kind nicht! Tut mir ehrlich leid, für euch und vor allem für eure Tochter und auch, nicht zu vergessen für euren Kleinen, der irgendwann auch merkt, dass seine von ihm geliebte Schwester nicht für voll genommen wird!
    LG und möge euch ein klärendes Gespräch gelingen!!!

    • Ja, ich hab hier auch schon Beiträge gelesen wo ich mich schwer gewundert habe und mich gefragt habe warum alle immer gleich den Kontakt abbrechen wollen. Mein Schwiegervater und seine Frau waren schon immer "speziell" bzw. haben eben zum Teil andere Ansichten, die ich/wir nicht teilen aber es war alles vollkommen im Rahmen und wir kamen soweit gut miteinander aus.
      Und es war schon in der Schwangerschaft absehbar, dass hier ein Hype ausbricht weil es ein Junge ist... aber, dass das nun wirklich SO schlimm wird, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich kann es auch nicht nachvollziehen wie man so gemein sein kann!
      Ein Gespräch wird es auf jeden Fall geben, das sagt auch mein Mann ganz deutlich!

Hallo

mir stand der Mund offen beim lesen. :-(

Auch ich finde, dass ein klärendes Gespräch notwendig ist.

Aber in einer Hinsicht kann ich dich beruhigen. Als vor 30 Jahren mein Ältester geboren wurde, bekam ich die Erstausstattung von einer Freundin, die ein Mädchen und danach einen Sohn hatte. Da waren auch einige rosa Strampler dabei, die ich auch meinem Sohn zumindest zuhause angezogen habe.

Liebe Grüße
Manu
Und weder er noch der Sohn meiner Freundin (der die rosa Strampler ja auch anhatte :-) ) sind schwul. #rofl

  • ups, die lieben Grüße gehören natürlich an den Schluß des Textes. #schein

    Natürlich wird ein Kind nicht schwul weil es als Baby einen rosa Schlafsack oder Strampler an hatte. Ist natürlich völliger quatsch! Mich stört einfach diese Einstellung, dass man für ihn deswegen was neues kaufen soll aber bei unserer Tochter wurde gemeckert, dass wir zu viel und unnötig Geld ausgeben würde. Ist die Frage, was hier nun wirklich unnötig wäre. Zudem mag ich diese abwertende Haltung nicht. Wir haben sehr gute Freunde - ja, ein schwules Pärchen und das sind ganz normale Menschen!!!

Bei uns ist es andersherum. Meine Erstgeborene ist die Prinzessin, der Sohn wird mehr oder weniger unter "existiert" abgelegt.

Ich kann nur ratschlagen: nimm es wie es ist. Kinder lernen damit zu leben. Es sind "nur die Großeltern" und die auch noch in 300 km Entfernung. Mein Sohn legt keinen gesteigerten Wert auf den Kontakt mit seinen Großeltern - er hat ja noch die andere Seite und diese ist an Gerechtigkeitssin kaum zu überbieten.

Alles andere ist Energieverschwendung - glaub mir, ich habe da echt Erfahrung. Vielleicht sind meine Schwiegereltern auch so närrisch, weil sie (also unsere Tochter) das einzige Mädchen von 4 Enkeln ist (sie selbst auch "nur" Söhne) oder weil sie die Familiensportart ausübt. Ich glaube allerdings, mein Schwiegervater wäre mit ihr auch zum Ballet oder Handball gefahren....#rofl.

Klärende Gespräche ergeben nur eines: Streit und Unmut. Lass es. Du änderst es nicht.

  • So fühlt es sich für mich gerade auch an! Der Prinz ist da und unsere Tochter "existiert" halt.

    Zum Glück wohnen sie so weit weg und sind nicht immer in der Umgebung! Meine Eltern wohnen nur 3 Straßen entfernt und meine SchwiegerMu mit ihrem Mann zwar auch gut 300km in die andere Richtung aber hier besteht ein sehr inniges, herzliches und liebevolles Verhältnis. Auch zwischen meiner SchwieMu und mir und auch mit ihrem Mann (denn ich eigentlich lieber SchwieVa nenne, wie meinen "richtigen"). Es werden auch alle gleich behandelt!

    Ich habe mir deinen Antwort nun mehrmals durchgelesen und denke darüber nach. Anfangs klang es etwas komisch... es einfach so hinnehmen? Das geht doch nicht! Wenn sie älter sind, hast du sicherlich recht, da können sie sich ihre eigene Meinung bilden. Jetzt ist sie aber noch viel zu klein dafür und versteht es nicht. Auch wenn es bisher nicht das innigste Verhältnis war, sie wurde normal beachtet, es wurde mit ihr gespielt etc.! Plötzlich ist ihr Bruder da und sie ist nur noch lästig, darf/soll nichts, mit ihr wird nicht gespielt, ihr Bruder bekommt viele Geschenke usw.! I

    hr Traurigkeit hat mir das Herz zerrissen letzte Woche und davor möchte ich sie in Zukunft schützen. Ja, ich weiß man kann Kinder nicht vor allem negativen schützen und das ist auch nicht meine Absicht aber vor Menschen die sie absichtlich so sehr verletzen, kann/sollte ich sie im Moment noch beschützen.

    Ich bin nun aber wirklich einen Schritt weiter gekommen. Ich denke wir suchen definitiv das Gespräch mit den beiden, erklären die ganze Situation wie wir das sehen etc. und geben ihnen damit einfach die Möglichkeit ihr Verhalten zu überdenken.

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