Freundschaft mit Müttern

    • (1) 03.03.18 - 00:21

      Hallo in die Runde!

      Ich bin ein Mensch, der nicht 1000 Freunde auf sozialen Netzwerken hat. Mit oberflächlichen Freundschaften kann ich nichts anfangen..Ich habe einige sehr gute Freunde, nur leider sind sie quer durch Deutschland und teilweise durch die Welt verteilt. Und nicht alle haben Kinder.
      Vor meinen beiden Kindern hat es mich nicht gestört.

      Aber jetzt kommt das Problem. Wir sind aus der Stadt in ein Dorf gezogen als ich schwanger war. Und ich finde keinen Anschluss zu anderen Müttern hier. Ich war in Krabbelgruppen, bin beim Kinderturnen. Wenn meine Große mit einem Kind aus dem Kindergarten gerne spielt, spreche ich die Mutter an...ich weiß nicht was ich machen soll?

      Es entsteht einfach kein Kontakt.

      Mir selbst ist es egal. Aber ich habe einen Frosch im Hals, wenn mich meine Große fragt, warum wir nicht zu dem oder zu der zum Spielen gehen...oder wenn mich ihre Freunde im Kindergarten fragen, ob sie zu uns zum Spielen kommen dürfen.

      Ich kann halt sehr schlecht über Belanglosigkeiten sprechen. Vielleicht ist das mein Problem? Ich spiele schon öfter mit dem Gedanken wieder weg zu ziehen. Aber das kann doch nicht die Lösung sein...:-(

      Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Oder eine Idee was ich tun könnte?

      (6) 03.03.18 - 01:36

      >> Aber ich habe einen Frosch im Hals, wenn mich meine Große fragt, warum wir nicht zu dem oder zu der zum Spielen gehen...oder wenn mich ihre Freunde im Kindergarten fragen, ob sie zu uns zum Spielen kommen dürfen. <<

      Das verstehe ich nicht. Was haben denn die Mütterfreundschaften mit den Kinderfreundschaften zu tun?

      Grüsse
      BiDi

    • >> Aber ich habe einen Frosch im Hals, wenn mich meine Große fragt, warum wir nicht zu dem oder zu der zum Spielen gehen...oder wenn mich ihre Freunde im Kindergarten fragen, ob sie zu uns zum Spielen kommen dürfen. <<

      Es klingt eher danach, ob du selbst Freundschaften ausbremst oder was der Satz jetzt deuten.

      Ob Stadt oder Land, da gibt es keinen Unterschied...in der Stadt kennen sich oft Nachbarn im selben Haus, nicht mal mit Vornamen und auf dem Land ist oftmals schon der Bekanntenkreis schon eingefahren..

      >>Ich kann halt sehr schlecht über Belanglosigkeiten sprechen. <<
      Was verstehst du belangloses, bei Mütter ist meist das Thema Kinder.Dann hast du auch Probleme, selbst was "interessantes "einzuwerfen.

      Ich selbst zog damals auf einen Landkreis, als Neue wird man eigentlich schon angesprochen und auf einen zugegangen, was daraus wird, liegt auch an sich selbst , ob man aufgeschlossen ist , auch auf andere zugeht und sich intergriert.Wenn man von Feste fernbleibt, alles Angebote (Gruppen/Vereine) meidet, bleibt man isoliert.

      Hallo,

      Wie alt ist denn dein Kind?

      Entweder willst du dich mit anderen Müttern (aus der Kita) treffen oder eben nicht....

      Ich versteh nicht warum du nicht ein bisschen smalltalk kannst....?!
      Vielleicht entwickelt sich daraus wirklich eine Freundschaft....

      Lg

      Ich verstehe dich gut - die meisten Leute incl. ihren Gesprächsthemen finde ich eher langweilig und dann fällt mir auch nicht mehr ein als „guten Tag“ und „Wiedersehen“.
      2 Freundinnen habe ich in einer Umschulung gefunden und eine bei einem Gemeinsamen Hobby kennengelernt.

      Was ich nicht verstehe ist, warum dein Kind keine Spielverabredungen treffen kann oder keine Freunde zu euch zu Besuch kommen dürfen. Dafür muss ja kein intensiver Kontakt zu den Eltern bestehen?

      Bist du in ein sehr konservatives Dorf gezogen mit rigiden Moralvorstellungen und einem hohen sozialem Druck zum Konformismus? und du bist halt ein wenig anders, lockerer, weniger ordentlich, bunter gekleidet, was auch immer?

      Ich bin mehrere Male im Leben umgezogen - und in jeder Stadt, jedem Dorf entsteht so eine eigene Atmosphäre - in der man sich wohlfühlt oder in der man fremd bleibt. Hat was mit der vorherrschenden politischen Einstellung, mit dem Einfluss der regionalen Kirchengemeinden und den tradierten Werten einer Region zu tun. Guck dir mal die Sitzverteilung im Gemeinderat an und den Anteil an Katholiken und Evangelischen an, die Verteilung von Arbeitern, Angestellten, Bauern, Beamten an und dann frag dich, ob du in deinem Dorf zu einer Minderheit gehörst oder ob du da gut reinpasst.

      Das Lebensgefühl in Bielefeld (sozialdemokratisch, evangelisch) und Paderborn (christdemokratisch, katholisch) ist ein anderes - da muss man reinpassen, um es zu mögen. je kleiner das Dorf, desto intensiver nimmt man diese „grundvibrations“ wahr.

      also: Umziehen kann durchaus eine gute Lösung sein - nur schau dir das nächste mal vorher an, ob das „dein Dorf“ werden kann oder nicht. Welche Vereine gibt es? wie sind die so drauf? Welche Kirche hat im Dorf das sagen? Sind die Vorgärten eher ordentlich und die Gehwege gut gekehrt, oder herrscht eine gewisse Lässigkeit?

      • "Bist du in ein sehr konservatives Dorf gezogen mit rigiden Moralvorstellungen und einem hohen sozialem Druck zum Konformismus? und du bist halt ein wenig anders, lockerer, weniger ordentlich, bunter gekleidet, was auch immer?

        Ich bin mehrere Male im Leben umgezogen - und in jeder Stadt, jedem Dorf entsteht so eine eigene Atmosphäre - in der man sich wohlfühlt oder in der man fremd bleibt. Hat was mit der vorherrschenden politischen Einstellung, mit dem Einfluss der regionalen Kirchengemeinden und den tradierten Werten einer Region zu tun. Guck dir mal die Sitzverteilung im Gemeinderat an und den Anteil an Katholiken und Evangelischen an, die Verteilung von Arbeitern, Angestellten, Bauern, Beamten an und dann frag dich, ob du in deinem Dorf zu einer Minderheit gehörst oder ob du da gut reinpasst. "


        Sorry, aber ich denke, du machst dir ETWAS zu viele Gedanken über die Entscheidung zu Wohnort und soziales Umfeld......#klatsch

        Freunde finden ist viel einfacher, wenn man einfach ist wie man ist und nicht nach Partei oder Konfession sortiert!#heul

    (13) 03.03.18 - 08:20

    Ich kenne das Problem auch. Bin vor ein paar Jahren in ein Dorf gezogen und hier Anschluss zu finden ist sehr schwer. Die Mütter kennen sich hier seit der Schule und zB beim kinderturnen stehen sie alle zusammen rum quatschen, um neue wird eher ein Bogen gemacht. Hab hier nach 4 Jahren auch erst eine Mutti im kiga kennengelernt , mit der ich eine Freundschaft aufgebaut habe. 🤷‍♀️
    Schreib doch zB bei Kleinanzeigen oder so eine Suchanfrage.., das du Mütter mit Kids im selben alter suchst. Das kann durchaus funktionieren, es gibt genug Mütter die ebenfalls keinen Anschluss finden.
    Alles gute

    (14) 03.03.18 - 08:39

    Was haben denn Mütterfreundschaften mit den Kindern zu tun? 🤔
    Meine drei sind ständig verabredet, aber ich doch nicht mit den Müttern dazu.

    Hallo,

    ich bin zwar nur von einer Gemeinde in die nächste gezogen, kenne aber dein Problem zu gut. Ich bin ein eher schüchterner Mensch und bei Smalltalk eher einfallslos bzw interessierten mich die Problemchen und der Tratsch oft nicht die Bohne. Das wird mir gerne mal als Arroganz ausgelegt.

    Trotzdem hab ich hier doch zügig neue Freundschaften geschlossen. Allerdings (und das finde ich extrem wichtig) unabhängig von den Kindern. Sondern im Verein, beim Sportkurs und beim Walkingtreff hier im Ort. Eine einzige Freundin habe ich nach langen Jahren und erst bei meinem dritten Kind in der Krabbelgruppe kennengelernt.

    Die Spielbesuche meiner Kinder habe ich von Anfang an so organisiert, dass ich mit den Eltern nur beim Bringen und Holen kurz bespreche was wichtig ist und wie der Nachmittag in etwa ablaufen wird. Bekomme ich was zu Trinken angeboten nehme ich es höflich an, verabschiede mich aber nach 10-15 Minuten. Umgekehrt genauso. Ergibt sich zufällig eine längere (interessante) Unterhaltung ist es schön, ich setze es aber nicht grundsätzlich voraus. Schließlich geht es um die Freunde meiner Kinder und nicht um meine. ;-)

    Was ich sagen will, mach deine Freundschaften unabhängig von deinen Kindern. Suche eher in Bereichen ohne Kinder. Verein, Sport, Hobby, irgendwas was dich interessiert.

    Alles Gute #blume

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