Schwanger mit dem 2.Kind....Trennung?

    • (1) 11.03.18 - 23:06

      Hallo! Ich muss mir mal was von der Seele reden, weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

      Mein Mann und ich kennen uns nun 13 Jahre, davon sind wir nun bald 3 verheiratet. Wir haben eine 1 1/2 jährige Tochter und ich bin nun im 7.Monat schwanger.

      Lass es teilweise an den Hormonen liegen, aber ich bin seit Monaten sooo unzufrieden mit unserer Partnerschaft, dass ich regelmäßig an Trennung denke.

      Mein Mann ist nicht der fleißigste. Wortwörtlich trifft auf ihn der Spruch zu: "Wenn ein Mann sagt er macht es, dann macht er es auch, man muss ihn nicht alle drei Monate daran erinnern."

      Gut, ich war in dieser Schwangerschaft (auf sein Drängen) zeitig im Beschäftigungsverbot und habe dann den Großteil des Haushalts geschmissen, mich viel um die Kleine gekümmert und das Organisatorische gewuppt.Wenn er dann auch mal was gemacht hat, dann war es aber auch mal wieder gut für diese Woche.

      Mir geht es in dieser Schwangerschaft tatsächlich fast durchgängig schlecht. Übelkeit am Anfang, 2x Magen-Darm, nur müde, Probleme mit der Symphyse, Seit 3 Monaten quasi durchgängig erkältet, weil ich nicht zur Ruhe komme und die Maus ständig was Neues aus der Kita mitbringt.

      Von meinem Mann erhalte ich null Support, kein: "Kann ich was für dich tun?", "Soll ich das nicht machen?", "Wie geht es dir?". Wirklich nichts. Das Interesse am Bauchbewohner ist auch mehr aus Pflichtgefühl geheuchelt, als alles andere. Dabei wollte er unbedingt, dass ich wieder schwanger werde. Für den Kleinen ist auch noch nix vorbereitet. Und würde auch nicht vorbereitet sein, wenn ich es nicht mache.

      Nun sieht er mich kaum an, geschweige denn fässt mich an.

      Er liebt seine Tochter über alles, aber vieles bleibt bei der Fürsorge auch an mir hängen, das eigentlich nötig ist- aber vermutlich das Los vieler Mütter.

      Wenn ich all die Dinge anspreche, sollen sie entweder nicht war sein oder ich kann ja schließlich auch mehr Aufgaben übernehmen, da er 40h arbeitet und ich zu Hause bin.

      Das bedeutet allerdings, dass ich mit meinen Wehwehchen, meist mit der Kleinen, dem Haushalt und Sonderaufgaben (Steuererklärung etc.) allein dastehe, während er zwischem Arbeit und Hobbys mal zwischendurch den Müll rausbringt oder die Maus noch ins Bett bringt.

      Ich weiß nicht, ich finde alles ungerecht und glaube manchmal, dass ich ohne ihn vllt besser dran wäre. Vor allem, wenn ich mal wieder gerade aufgeräumt habe, er 5 Min. da und es sieht aus als wäre ne Bombe eingeschlagen....

      Oder übertreibe ich???

      Sorry für den langen Text...

      • Rede mit ihm. Sag ihm nicht, was er alles nicht macht, sondern welche Hilfen Du brauchst und dass es so nicht weiter geht, weil Du es nicht schaffst. Schlag ihm vor, am Wochenende gemeinsam zu putzen und macht dafür einen Plan. Z.B. kann er ja das Bad übernehmen, was ja mit viel Bückerei verbunden ist.

        Alternativ:
        - Jemanden zum Putzen kommen lassen, entweder bezahlt oder eine Freundin, die hilft.
        - Kind und Klamotten packen und zu Deinen Eltern ziehen falls möglich.
        - Eigene Wohnung beziehen, in der nicht so viel zu tun ist. Räumliche Trennung also.

        Ja du übertreibst.

        Was machst du den ganzen Tag wenn deine Tochter in der Kita ist? So viel putzen kann kein Mensch. Du wirst nieeeeeeee wieder sooooo viiiiiel Zeit haben. Glaub mir.
        Ich würde deinen Unmut noch verstehen, wenn dein Mann wegen dem Haushalt meckert... aber das tut er scheinbar nicht. Es ist also dein eigener Anspruch. Und ganz ehrlich. Was meinst du wie es anfangs mit 2 Kindern sein wird. Noch mehr Aufgaben, aber nicht mehr Hände und dein Mann geht immer noch 40h arbeiten.
        Ich denke du jammerst auf hohen Niveau. Fahr deinen eigenen Anspruch zurück. Man muss nicht jeden Tag die Bude putzen. Bring die kleine in die Kita, schmeiß die Waschmaschine und die Spülmaschine an und dann ab auf die Couch. Dann würde ich nur noch die Wäsche aufhängen wenn es mir nicht so pralle geht und die Spülmaschine zum
        Ausräumen für den Mann abends lassen. Nachmittags Kind aus Kita holen und ggf. Zusammen fegen oder saugen (hat meine Tochter immer gern gemacht). Fertig. Du bist erst im 7 Monat mit dem zweiten Kind. Was soll da schon fertig gemacht sein? Ich kenne keine Mehrfachmama die den gleichen Hickhack für das 2/3. oder x Te Kind gemacht hat wie beim
        Ersten. Eine Grundausstattung ist in der Regel da und brauch nur aus dem Keller etc. Geholt werden. Das braucht sicherlich keine 3 Monate Vorbereitung. Ich denke deine Hormone sind tatsächlich etwas verrückt zur Zeit. Setz deinem Mann sogenannte Fixpunkte bis wann was erledigt sein muss. Und dann ist gut. Lehn dich zurück und genieß die Ruhe tagsüber ... denn bald wirst du 24h Action haben und froh sein, wenn du keinen nörgel-Muffel neben dir hast.

        Danke für eure Antworten!

        Ja, wenn die Maus in der Kita ist, schaffe ich schon noch so einiges. Wobei ich momentan dann einfach mal flachliege. Seit Wochen bin ich halt dauerkrank. Zurzeit ist die Kleine mit zu Hause, weil sie ja auch ständig krank ist.

        Ja und ich würde gerne langsam anfangen alles einzurichten (bin fast 8. Monat), weil die Kleine früher als geplant kam und ich jetzt fürchte, dass es wieder so ist. Außerdem bezweifle ich, dass im 9.Monat schon mehr Bewegung ins Spiel käme, wenn nicht durch mich.

        Ich sehe halt, wie andere Schwangere im Bekanntenkreis von ihren Partnern umsorgt werden, bzw. einfach mal ein nettes Wort kommt oder sowas wie: "Bleib mal sitzen, ich mach das!", während ich hier quasi alles schmeiße und er es auf Nachfrage nicht mal schafft mir was aus der Apotheke mitzubringen (Wozu brauche ich den Scheiß- Natriumchlorid kann man selber mischen).

        Auf alles angesprochen, bekomme ich nur zu hören, dass er ja auch keine Zuwendung oder Unterstützung bekommen würde ....

      • Es gibt einen der macht und einen der machen lässt!

        Dein mann ist bestimmt nicht erst seit gestern so?

        Männer sehen Dinge oftmals nicht bzw anders. Da helfen oft klare Ansagen.

        "Fahr heute bitte noch einkaufen, hier die Liste " ..."Wisch bitte mal Küche und Bad "

        Tut er es dann oder kommt dann ein meckern, jammern. Er verdient aktuell das Geld? Ich würde ihm nochmal in aller Deutlichkeit sagen das er das kizi fertig machen soll ansonsten wirst du dir einen Handwerker holen der das macht wenn er unfähig ist

        Sorry, ich finde auch, dass du übertreibst.

        Wer ist zur Zeit nicht krank??? Das ist doch nur ein Momentan-Zustand.
        Meine Kinder hatten beide Magen-Darm die letzten 2 Wochen (abwechselnd). Kannst dir vorstellen, was ich an Wäschebergen zu erledigen hatte. Die Kinder wurden von Oma betreut und ich war Vollzeit arbeiten. Genauso wie mein Mann. Mein Gott, das ist doch eine überschaubare Zeit, in der es mal etwas anstrengender ist.

        Steuererklärung???? Machst du die öfter als 1 x im Jahr???

        Ob du ohne ihn besser dran wärst???? DAS kannst nur du dir selbst beantworten.
        Wenn du gleich nach der Geburt wieder arbeiten gehst und du dann damit klarkommst, dass dich keiner betüddelt oder fragt, wie es dir geht - dann wirst du vermutlich ohne ihn besser dran sein.;-)

      • (7) 12.03.18 - 10:42

        Ich finde nicht das du übertreibst!
        Dein Mann arbeitet ok ! Aber dein Mann hat auch eine leben und Familie zuhause und kann auch gerne etwas tun schließlich lebt er auch bei euch 😊setzt dich durch sei stark und alles gute 🍀

        Hallo,

        ich kann verstehen, dass du enttäuschst bist, dass von ihm keine Zuwendung in der Schwangerschaft kommt. Wäre ich auch.

        Bei allem anderen denke ich, dass es vielleicht an deinem eigenen Anspruch liegt.
        Er macht nicht (gleich) das, was du ihm aufträgst, dann machst du es eben.
        Dann lass es doch einfach mal! Irgendwann kommt er schon drauf.

        Bei manchen Männern habe ich das Gefühl, dass sie sich extra Zeit lassen oder etwas halbherzig tun.
        Mein Mann ist bei einer Sache auch so ein Spezi: wenn ich z.B. die Spülmaschine ausräume, kommt immer wenn ich den letzten Teller in der Hand habe "Schatz, kann ich dir was helfen?"
        Höre ich von meinen Freundinne auch oft über ihre Männer. Zufall? ;-)

        Auch bekommt er immer das doppelte an Geschirr in die Maschine als ich. Was ist er dann stolz...
        Jaa ... dann ist aber auch nur die Hälfte richtig sauber. DAS liegt dann aber am Spülmittel #rofl
        Aber solange es nur das ist ...

        Sprich mit deinem Mann, sonst ändert sich nichts.
        Und evtl. hat er auch etwas Zukunftsangst, bald 2 Kinder bei 1 Gehalt... das kann schon auf´s Gemüt schlagen - könnte das sein?

        LG
        sonntagskind

        Ne, wir verdienen beide volles Gehalt, auch wenn ich zu Hause bin. Also Geldsorgen haben wir nicht...

        Oma und Opa sind leider nicht greifbar.

        Wenn ich von Sonderaufgaben, wie Steuererklärung spreche, dann ist das als Beispiel gemeint, ich dachte das ist klar^^. Und ich habe wie gesagt auch nichts dagegen mal ein paar Aufgaben zusätzlich zu übernehmen, wenn ich zu Hause bin. Bildlich gesprochen nervt es mich, dass er nach der Arbeit die Beine hochlegt, weil er schließlich arbeiten war und ich erledige selbstverständlich alles was anfällt, weil ich zu Hause bin. Dass ich quasi die gesamte Schwangerschaft krank war, bis auf wenige Wochen zwischendurch, interessiert nicht. Und ich denke es liegt unter anderem auch daran, dass ich es nicht richtig auskuriere.

        Und ja, er war schon immer ein Pascha, dem man alles sagen muss (bei Oma aufgewachsen), aber mit langt es echt, dass er sich so in der Opferrolle sieht und ich mir ja scheinbar ein schönes Leben zu Hause mache. Am liebsten hätte er noch zwei Kinder, nur bitte nicht darum kümmern müssen

        • Ach ja und geredet haben wir ja schon so viel. Aber er sieht sich eben echt in der Opferrolle und ich übertreibe. Weiß nicht, vllt ist es auch so. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo sich eben beide gleichermaßen um Familie, Haushalt und Job gekümmert haben. Und als ich noch arbeiten war, ging ja auch jede Aufgabe nur mit Gemaule

      Hallo!

      Nein, ich finde du übertreibst nicht! Und ich kann dir gerne mal aus eigener Erfahrung berichten.

      Bei meinem Mann und mir war alles bestens als wir beide Vollzeit gearbeitet haben und in einer 60qm 3-Zimmer Wohnung gelebt habt. Der Haushalt war ohne Kinder ja sehr überschaubar und jeder hatte so seine Aufgaben und es lief bestens.
      Dann kam im Feb. 2015 unsere Tochter und ich war im BV und dann in EZ also habe ich den Haushalt zu 95% übernommen. Mit einem (sehr pflegeleichten) Baby war das auch noch recht entspannt.
      Dann habe ich wieder angefangen Teilzeit zu arbeiten (unsere Tochter war 20 Monate alt). Ein halbes Jahr später war ich mit unserem 2. Wunschkind schwanger und wieder im BV. In der Zwischenzeit hatten wir auch ein Haus gebaut - 120 qm Haushalt plus 120 qm (1. OG) im Rohbau (mein Mann liebt es Hobbymäßig zu handwerken und will daher viel selbst machen).
      Kaum war ich Vollzeit zu Hause fing es an, dass er nichts mehr gemacht hat. Es bliebt alles stehen und liegen. Von der Kaffeetasse über Klamotten bis hin zur Fussballtasche! Wenn ich um Hilfe bat kam auch der Spruch "Du bist doch jetzt daheim und hast Zeit! Ich arbeite Vollzeit!"... Ich habe großen Respekt vor seiner Arbeit, er hat dort viel Verantwortung und er verdient unseren Familienunterhalt. Aber Haushalt und Kinder sind auch Arbeit und zwar ohne (halbwegs) geregelte Bürozeiten und dafür erwarte ich ebenfalls Respekt. Ich bin dann auch eines Tages richtig explodiert und wir hatten einen heftigen Streit! Und danach ein klärendes, respektvolles, ruhiges Gespräch:

      Ja, ich bin zu Hause und daher sehe ich es als meine Aufgabe den Haushalt zu erledigen. Ich sage mal zu 90% ist es mein "Job" aber ja, mein Mann lebt hier auch und hat sich auch einzubringen in den Haushalt und das Familienleben - es sind auch seine Kinder!

      Da er eben den ganzen Tag im Büro ist (ab und zu mal Homeoffice und zum Mittagessen kommt er meist nach Hause) sieht er vieles gar nicht was über den Tag hin anfällt. Wir haben es dann ein paar Tage so gemacht, dass ich eben nichts gemacht habe bzw. nur das aller nötigste wie kochen und was unsere Tochter betraf. Und dann sollte er eigentlich mal ein paar Tage alles machen aber soweit kam es gar nicht da er davor schon einsichtig war und gemerkt hatte was so alles anfällt.

      Wir haben die Aufgaben dann aufgeteilt (zu dem Zeitpunkt auch auf die Schwangerschaft bezogen) und er ist z.B.: immer dafür zuständig den Müll rauszubringen und die Mülltonnen rauszustellen wenn die Abfuhr kommt. Er kauft auch Getränke (Kisten schleppen in der SS ging ja nicht). Zudem eben auch seine Klamotten wegräumen und nicht überall liegen lassen und er ist selbst für sein Fussballzeug verantwortlich (hatte mich mal angemotzt warum es nicht gewaschen ist - weil es noch in der Sporttasche war, die ich nicht ausräume), er räumt eben auch seine Kaffeetasse auf wenn er sich Kaffee mit ins Büro runter nimmt usw.! Solche Kleinigkeiten empfand ich schon sehr hilfreich weil davor kam ich mir vor wie seine persönliche Putzfrau und Haushälterin und das bin ich definitiv nicht. Auch nicht während einem BV und/oder EZ!

      Wir waren beide total genervt von der damaligen Situation und haben uns beide gegenseitig keinen Respekt gezeigt. Nach dem Streit bzw. dem Gespräch ging es dann schlagartig viel besser. Er hat eben zuverlässig seine Aufgaben "erledigt" und ich habe ihm auch mal zugestanden kurz die Füße hochzulegen wenn er aus dem Büro kam und es ein sehr stressiger Tag war. Wir haben uns beiden gegenseitig viel öfter Danke und Bitte gesagt.
      Was das Familienleben angeht sind wir beide verantwortlich, d.h. wir bringen beide unsere Tochter zu Bett (unser Sohn ist erst 8 Wochen), er bringt sie auch gerne mal zum Kiga, er spielt mir ihr usw.! Zudem räumen wir auch gemeinsam den Tisch ab und je nach Bedarf sind wir auch beide für die Spülmaschine zuständig etc.!

      Putzen mach hauptsächlich ich, aber während der Schwangerschaft empfang ich das Bücken dann zunehmen anstrengender, da hat er dann eben auch mal die entsprechenden Tätigkeiten (z.B.: Badewanne putzen) übernommen.

      Dein Mann kann sehr wohl mithelfen! Es ist auch sein Haus/Wohnung und es sind auch seine Kinder! Wenn du die Stunden die du mit Haushalt und Kind(er) verbringst zusammenzählen würdest, dann kommst du locker auf mehr wie 40h die Woche ;-)!

      Such das Gespräch und klärt das! Vielleicht habt ihr ja jemand der als "Schiedsrichter" (mir fällt gerade kein passender Begriff ein) fungieren kann. Der darauf achtet, dass das Gespräch ruhig und sachlich verläuft. Spreche die Sachen aus deiner Sicht an "Ich benötige Hilfe bei xy..."... das ist klar formuliert und klingt nicht so vorwurfsvoll/angreifend wie "Du machst ja nie was!"!

      Alles Gute =)

      • Danke dir. Wir hatten heute noch ein langes Gespräch und mal schauen, wie es jetzt läuft. Leider hatten wir schon oft solche Gespräche. Ich bin gespannt. So feste Aufgaben sind meist schwierig...er denkt nicht dran und dann bleibt es doch wieder an mir hängen^^. Wir haben uns erstmal geeinigt, dass wir wieder mehr reden, was erledigt werden muss und wie wir uns das aufteilen. Und, dass er sich mehr bemüht seinen Krempel wenigstens zusammenzuhalten. Da haben wir eben schon sehr unterschiedliche Ansichten. Ihn stört es nicht, wenn Klamotten, Zeitschriften etc. rumliegen. Mich schon. Sehr sogar. Ist eben nicht so einfach da auf einen Nenner zu kommen, wenn es ihn nicht stört und ich es nicht ständig für ihn wegräumen will.

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