"Familienleben" --- Enttäuscht von Partner

    • (1) 12.03.18 - 14:16

      Hallo zusammen, #winke

      dies ist mein erster Beitrag bei urbia. ;-)
      Ich lebe zusammen mit meinem Freund und unserer 5 Monate alten Tochter #herzlich.
      Momentan bin ich etwas traurig und verzweifelt, weil das "Familienleben" bei uns für mich ganz anders als erwartet verläuft und muss mir das einfach mal von der Seele schreiben. Vielleicht geht es hier ja auch jemandem ähnlich:

      Seit der Geburt unserer gemeinsamen Tochter bin ich in Elternzeit. Mein Freund arbeitet weiter Vollzeit.
      Ich mag meine Arbeit sehr gerne und das Leben mit Kind ist für mich schon eine große Umstellung gewesen.
      Unsere Tochter ist aber ein sehr liebes Baby und es macht mir Spaß mich mit ihr zu beschäftigen und zu sehen, wie sie wächst und sich entwickelt.
      Allerdings ist es so, dass ich seit der Geburt eigentlich gar keine Zeit mehr für mich habe, da ich 24 Stunden am Tag mit meiner Tochter zusammen bin. Ich kann z.B. nicht mal zum Friseur gehen. Müsste sie dann halt mitnehmen, was nicht immer ganz einfach ist. Unsere Verwandten wohnen weiter entfernt, deshalb kann ich sie nicht mal schnell zu den Großeltern bringen.

      Mein Freund beschäftigt sich sehr selten mit ihr, wenn er gerade mal Lust dazu hat.
      Ich habe das Gefühl, er sieht es nicht als seine Pflicht an und lebt irgendwie sein altes Junggesellenleben weiter...
      Nachts aufstehen macht er so gut wie nie. Unter der Woche kann ich das ja auch verstehen, wenn er arbeiten muss. Da nehme ich Rücksicht und schlafe mit unserer Tochter im Wohnzimmer, so dass er durchschlafen kann. Aber am Wochenende schläft er bis 10 und 11 Uhr. Unsere Tochter ist jedoch bereits zwischen 7 und 8 Uhr munter und ich stehe dann mit ihr auf. Er rührt sich nicht. Zieht sich die Decke über den Kopf, wenn sie schreit und schläft weiter.
      Ihm steht ja auch ein Feierabend zu, weil er ja arbeitet, so seine Meinung.
      Die ersten Monate hat unsere Tochter abends immer wegen Koliken geschrien. Da war er genervt und ich sollte mit ihr aus dem Wohnzimmer gehen. Er will abends, wo er zu Hause ist, mal ein paar Stunden Ruhe haben... :-[
      Er ist öfters allein unterwegs, z.B. einkaufen. Das ist für ihn selbstverständlich.
      Eben alles so, wie er es früher auch gemacht hat.

      Ca. 3 Wochen nach der Geburt kam es vor, dass ich mich dann mittags nochmal hingelegt habe, als die Kleine geschlafen hat. Er kam dann ins Zimmer
      und fragte mich, was ich hier so faul rumliege... Ich mache ihm zu wenig im Haushalt und er wünscht sich abends, wenn er von der Arbeit kommt ein warmes Essen. Daraufhin war ich sehr wütend und habe ihm erst einmal die Meinung gesagt. Einsehen
      tut er es aber nicht. Ich hätte ja so viel Zeit, weil ich in Elternzeit bin. Bin aber gut ausgelastet, weil ich mich ja fast komplett allein um unsere Tochter kümmere. Haushalt mache ich nur so viel, wie ich eben schaffe. Bin ja zu Hause
      geblieben um mich um's Baby zu kümmern und nicht, um als Putzfrau zu arbeiten... Brauche ja auch mal ne Pause, in der ich nicht unbedingt den Haushalt machen möchte. Zudem bin ich auch nicht auf sein Gehalt angewiesen. Meinen Mietanteil zahle ich von meinem Elterngeld und einkaufen gehe ich davon auch.

      Vor kurzen war es auch noch so, dass er mich sogar aus der Dusche geholt hat, wenn unsere Tochter Hunger hatte und geweint hat. Da habe ich ihm letztens
      aber schon deutlich gemacht, dass das so nicht geht. Sie bekommt abgepumpte Muttermilch und Pulver-Milch aus der Flasche. Die kann er genauso gut aufwärmen bzw. zubereiten.
      Wenn er sich dann doch mal um die Kleine gekümmert hat, kommt es mir so vor, als würde er dafür Dankbarkeit erwarten...

      So habe ich mir das Familienleben nicht vorgestellt. Lange mache ich das so nicht mehr mit.
      Dann ziehe ich lieber wieder in meine Heimat zurück. Meine Eltern freuen sich immer, wenn sie die Kleine mal sehen und würden sie gerne mal nehmen, damit ich mal ein bisschen Zeit für mich habe.
      In der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt war mein Freund noch sehr interessiert an unserer Tochter. Wir haben auch gemeinsam einen Baby-Pflege-Kurs besucht und ich habe mich schon auf's Zusammenleben gefreut.
      Jetzt bin ich einfach nur enttäuscht. #aerger #heul
      Bin richtig traurig, wenn ich dann draußen Männer mit Kinderwagen sehe (mein Freund war noch nie mit der Kleinen allein unterwegs :-().

      Wie viel Hilfe kann man von seinem Partner mit Vollzeit-Job erwarten?
      Geht es jemandem ähnlich bzw. ist es jemandem ähnlich ergangen?
      Wie habt ihr das Problem gelöst? Ist es irgendwann besser geworden oder habt ihr euch getrennt?


      LG
      Theonia

      • (2) 12.03.18 - 14:21

        Da hast du dir ja ein Prachtexemplar an Land gezogen! Da kommt man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus.

        Ohne wirkliche Konsequenzen wird es sich aber nie ändern, läuft ja für Ihn. Er ruft, du hupfst...

        Hallo,

        er hat vorher wahrscheinlich auch nichts im Haushalt gemacht oder? Warum sollte er jetzt damit anfangen, das denkt er sich evtl?

        War das Kind geplant? Wie alt seit ihr denn?
        Wenn du zuhause bist, dann kannst du auch den größten Teil des Haushalts machen, das heißt aber nicht, das er gar nichts tun muss.



        vg
        novemberhorror

        • Vorher hat er etwas im Haushalt gemacht. So ein riesen Putzteufel war er zwar nicht aber es war in Ordnung.
          Das Kind kam etwas überraschend. Wir hatten schon über Kinder gesprochen, es ging dann aber schneller als gedacht, aber wir haben uns beide sehr darauf gefreut. :-D Wir sind 5 Jahre zusammen. Ich bin 32 und mein Freund ist 38.

      (5) 12.03.18 - 14:27

      Solche Postings liest man ja hier leider öfter.
      Und ich frage mich immer, wo man solche seltsamen Männer überhaupt aufgabelt und warum um Gottes Namen man mit so jemandem ein Kind bekommt?
      Nein, sein Verhalten ist nicht normal. Er ist rücksichtslos, respektlos und dreist.
      Nie im Leben würde ich mir soetwas bieten lassen.
      Wenn er nach einer ganz klaren Ansage deinerseits nicht zur Vernunft kommt und sich um 180 Grad dreht, dann würde ich meine Taschen packen und in die Näher deiner Eltern ziehen. Eine Wohnung und später dann mal einen Job findest Du dort bestimmt auch.
      Und wenigstens bist Du diese Flachpfeife los.

      Mein Mann hat 2 50%-Stellen, macht Überstunden, promoviert und ist ernsthaft getroffen, wenn ich mal deutlich mehr im Haushalt mache als er. Was ich ja gut kann, da ich in Elternzeit bin. Heißt, ich mache mehr im Haushalt, als er, er macht aber auch sehr viel und sieht das als selbstverständlich. Wir schlafen auch getrennt, weil er dann besser schläft. Allerdings schlafen Zwerg und ich im Schlafzimmer und mein Mann im Wohnzimmer. Und wenn die Nächte extrem hart sind, springt er mit der Trage ein. Er liebt unseren Sohn und ist ein wirklich toller Papa. Wir haben auch unsere Reibereien und hier ist auch nicht alles immer eitel Sonnenschein - aber das, was du da deinen Partner nennst, hätte ich auch ohne Kind nicht so genannt. Sorry aber der Typ gehört mal in unser Jahrhundert geholt, das Verhalten geht gar nicht. Würde an deiner Stelle wirklich mal ein paar Wochen Urlaub bei meiner Familie machen und ganz genau überlegen, wie es weitergehen soll. Alles Liebe!

    • (7) 12.03.18 - 16:51

      Hilfe kannst du dann erhoffen, wenn es sich um dein Kind und deinen Haushalt handelt;-). Bei eurem Kind und eurem Haushalt braucht er nicht zu "helfen", da soll er einfach seinen Anteil erledigen, da er ja anscheinend nicht mal Alleinverdiener ist, sondern du deinen Anteil selbst bezahlst.

      (8) 12.03.18 - 16:55

      Normalerweise würde ich in solchen Situation raten sich in Ruhe (nicht in einer „kritischen“ Situation) hinzusetzen und zu reden. Bei deinem Exemplar würde ich ihm morgens das Kind ins Bett legen und sagen „ich bin heute mal weg. Du bist dran“. Abends kannst du ihn dann mal fragen was anstrengender ist: arbeiten oder Kind und Haushalt. 😉

      (9) 12.03.18 - 17:36

      Hallo,
      der Text könnte von mir sein. Unser Kind ist mittlerweile fast 15 Monate, aber genau so war/ist es bei uns auch.
      Das Problem bei mir ist nur, dass ich arbeitslos bin (Vertrag lief in der Schwangerschaft aus) und wir umgezogen sind, haben keinerlei soziale Netzwerke hier. Zum Glück hat unser Kind seit sechs Wochen einen Kita-Platz in Vollzeit, sodass ich jetzt verstärkt auf Stellensuche gehe, um wenigstens weiter finanziell unabhängig zu sein. Gott sei Dank war mein Elterngeld so hoch, dass ich davon sparen konnte und auch mein ALG 1 ist so gut, dass ich notfalls selbst über die Runden käme, denn ich habe nicht die Illusion, dass das Verhalten mal anders wird.
      Ich glaube, dass man mit Zwang und Druck bei dieser Art von Männern nicht viel erreicht, also frage ich gar nicht mehr. So war ich schon mehrfach mit dem Kind alleine am Wochenende schwimmen oder mit dem Schlitten draußen. Mein Freund weiß gar nicht, was er alles verpasst - schade, aber ich bettel nicht mehr, entweder er geht mit oder er lässt es bleiben, ich lasse mir den Spaß mit der Kleinen nicht verderben, nur klappt das eben nur mit dem nötigen Kleingeld.

      Was ist denn Dein Gefühl: will Dein Freund sich nicht kümmern oder glaubt er, es nicht zu können? Vielleicht fühlt er sich auch hin und wieder bevormundet oder kontrolliert, wenn Du da bist und er hat Sorge, es Dir nicht Recht zu machen?
      Das ist bei uns manchmal so, mein Freund weiß nichts mit dem Kind anzufangen und setzt es vor den Laptop oder gibt ihr ein Handy zum spielen. Ich bin dann sauer, weil ich möchte, dass er sich zumindest Mal zehn Minuten selbst kümmert, weiß aber gleichzeitig, dass nicht jeder mit ihr so interagiert wie ich es täte.
      Das ist echt schwierig, aber Du musst auch an Dich denken - wenn es Dich zu viel Kraft kostet und Du Dich zu allein fühlst, könnte es für Dich vielleicht wirklich besser sein, umzuziehen, wo Du wenigstens Familienanschluss hast, das wirst Du nämlich noch dringend brauchen, wenn Du wieder arbeiten willst.

      (10) 12.03.18 - 17:38

      Hi du! Also ich schüttel, wie die Anderen hier auch gewaltig den Kopf ob deines Prachtexeplares. Ok das erste Jahr mit Kind ist nie einfach und das verstehe ich auch. Man muss sich neu finden, ist auf einmal ne Familie und für manche ist die Umstellung doch härter als gedacht. Jeder geht anders damit um.
      Aber dein Kerl scheint schlichtweg keinen Bock aufs Kind zu haben wenn ich lese wie er sich verhält.
      Klar arbeitet er Vollzeit aber deswegen ist er doch damit nicht aus der Pflicht was das Kind angeht.
      Mein Mann und ich wollten damals beide ein Kind, alles geplant und für uns war die Umstellung nicht einfach. Trotzdem sowas hatte er nicht gebracht.
      Heißt nicht das bei uns alles Rosa Wolke war.
      Wenn deiner dich sogar aus der Dusche holt ehrlich ich hätte glaub ich nen Koller bekommen bei sowas.
      Bist du sicher er will euch als Familie? Denn klar wenn man Familie ist muss nicht nicht auf alles verzichten und sich selbst aufgeben. ABer das auch nicht alles so weiterläuft wie bisher sollte ihm klar sein. Der Kerl scheint aber gerne so weitermachen zu wollen und fühlt sich offenbar eingeschränkt wenn es nicht so geht.

      Ob hier ein Gespräch helfen würde?

      Ela

      (11) 13.03.18 - 09:55

      Ich denke, ich würde hier noch genau EIN Mal klipp und klar sagen, was ich mir von dem werten Herren erwarte. Und wenn das nicht akzeptiert wird bzw. klappt: Sachen und Kind packen und tschüss.

      So Dinge wie..

      ..sich ums Kind kümmern, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt
      ..Frau einen Tag am Wochenende ausschlafen lassen
      ..gewissen (ev. fix festgelegten) Anteil im Haushalt übernehmen

      .. sollten eigentlich selbstverständlich sein. Schade, dass das in manche Männergehirne noch immer nicht vorgedrungen ist.

      LG Claudi

      (12) 13.03.18 - 10:28

      Wow. Wieder so ein Mann, der mit seinen 38 Jahren Applaus dafür erwartet, wenn er arbeiten geht und dem Kind die Flasche gegeben hat. Glückwunsch.

      Ich würde ihm am Wochenende morgens mal das Kind übergeben, ihm viel Glück wünschen und gehen. Abends würde ich mich dann darüber auslassen, dass die Wohnung aussieht wie Sau und dass er kein warmes Abendessen auf den Tisch gebracht hat.

      Wenn er es dann nicht verstanden hat, kannst du deine Konsequenzen ziehen...

      Ich finde es schon eine Frechheit, dass du in deinem Post nur davon schreibst, dass du "Hilfe" erwartest. Es ist nicht DEIN Kind, sondern EURES. Er hat dir nicht zu helfen, sondern seinen Anteil an der Elternschaft (sowie auch der Partnerschaft) zu leisten und keine Hilfe.

      Mein Mann war nur am Wochenende zu Hause und hat mich wesentlich besser unterstützt als deiner.

      Hallo

      Na ja, erstes Kind. Da wird erstmal alles auf den Kopf gestellt. Da hilft wirklich nur Geduld. Im Laufe der Zeit wenn man sich gewöhnt hat und super klar kommt sinken dann auch die Erwartungen an den Partner.

      Ich hab kürzlich das vierte bekommen.
      Mein Mann ist 8-21 Uhr außer Haus im Regelfall.

      Er geht einkaufen, macht was er mag. Warum du nicht auch?
      Und du siehst dich nicht als Putzfrau. Okay, aber es ist doch dein Haus, warum magst du es nicht sauber machen?
      Ich kümmere mich gern um mein Haus. Ich mag mich ja hier wohl fühlen.
      Ich binde mir einfach Baby um und mache dann worauf ich Lust habe.
      Ich möchte nicht frech rüber kommen, aber wenn ich neben dem Baby in der Trage nicht noch 3 weitere Kinder hätte, also auch kaum Wäsche, niemanden zu bekochen, kaum was wegzusaugen oder aufzuräumen, da wüsste ich wohl gar nicht was ich den ganzen Tag sinnvolles hier tun sollte... und dein Baby scheint ja pflegeleicht zu sein. Sind bei mir von 4 Kindern 3 NICHT gewesen.

      Zum Interesse der Väter: Find ich nicht so ungewöhnlich.
      Männer sind nicht schwanger und haben oft Berührungsängste bei den winzigen Wesen und sind unsicher dass sie was falsch machen. Meine Erfahrung ist: mit jeder Schwangerschaft/ Geburt steigerte sich das Interesse und Engagement und setzte jedes mal früher ein.

      Am Wochenende gabs hier zum Beispiel immer Ausschlafen. Finde den Rythmus der Kinder/ Babys kann man lenken. Ich hab meinem Mann nie zum Vorwurf gemacht dass ich nachts stille und nicht durchschlafen kann. Dafür hab ich freie Zeiteinteilung und muss nicht draußen arbeiten.

      • Hallo,

        ja das stimmt. Das erste Kind stellt alles auf den Kopf, aber es kann doch nicht die Lösung sein, einfach nur seine Erwartungen runterzuschrauben.

        Ich bin auch der Meinung, daß derjenige, der zuhause ist, mehr im Haushalt tun soll und muss, aber spätestens am Wochenende sollten beide gleichberechtigt den Haushalt und die Kinder untereinander aufteilen.

        So wie die TE das hier schildert geht es nicht und wäre mir auch eindeutig zu einseitig.

        • Kinder aufteilen klar. Beim Haushalt am Wochenende bin ich da etwas anderer Meinung.
          Mein Mann ist täglich bis zu 14 Stunden außer Haus. Am Wochenende ausspannen und mit Familie chillen wollen finde ich legitim und gut wenn man Vollzeit arbeitet.
          Ich käme mir dreist vor am Wochenende darum zu bitten dass er gefälligst Bad putzt, Wäsche macht oder durchsaugt. Ich muss aber auch sagen, ICH mach das am Wochenende auch nicht. Ich mach meine Arbeit wie er gern Montag bis Freitag.
          Er kocht gern mal am Wochenende, ich spül dann ganz normal wie ich es immer mache...

          Ich finde es etwas skuril von einem Vollzeit arbeitenden zu verlangen Haushalt mit zu machen. Ich mein jetzt alles was über Essenvorbereiten, Müll raustragen und Teller in die Küche tragen hinaus geht.
          Was ist denn da sooo viel zu machen, was der Elternteil der komplett zu Hause ist nicht bewältigen könnte?
          Ich mein wenn man nicht grad 7 Kinder, 300 qm plus Garten hat?

          • Wenn Du das Modell so leben möchtest, ist das doch in Ordnung.
            Die TE möchte das nicht.

            Es geht hier ja auch in erster Linie um das Kind, was er offenbar mehr oder weniger ignoriert.

    (17) 13.03.18 - 19:50

    So einfach kannst du nicht wegziehen, wenn er auch das Sorgerecht hat. Ich hoffe, dass ein Karacho etwas bringt.

    (18) 13.03.18 - 22:21

    Hallo,

    das tut mir sehr leid. Ich verstehe Dich gut.
    Ihr befindet Euch momentan nicht auf Augenhöhe und dieses Gefühl ist furchtbar.

    Leider ist es tatsächlich so, daß man sich alles so schön ausmalt und dann landet man in der Realität. Der Mann (oder eben derjenige, der weiter Vollzeit arbeitet) lebt im Grunde sein Leben weiter, ist selbstbestimmt und Du selbst kannst, überspitzt formuliert, nicht mal allein ins Bad. Ich z.B. liebe es alleine zu sein. Mir macht das auch jetzt noch schwer zu schaffen, daß ich das praktisch nie mehr bin. Das ist frustrierend und man ist so hilflos.

    Das geht vermutlich vielen Frauen so, aber Deinen Partner finde ich schon sehr extrem. Er lässt Dich im Wohnzimmer schlafen, er holt Dich unter der Dusche hervor, weil sein Kind ihn stört, weckt Dich, um Dich zu beschimpfen, er füttert sie nicht, er will, daß Du sie zur Ruhe bringst, er kommt und geht wie es ihm passt und bringt sich überhaupt nicht ein. Wie soll das denn werden, wenn Du wieder arbeitest?

    Ich glaube ich würde ihm das so sagen, wie Du es hier geschildert hast. Wie Du ihn erlebst, was Deine Erwartung war, was Du Dir wünschst und dann würde ich mal ein paar Tage zu meinen Eltern. Vielleicht bringt ihn das dazu, sich mal zu überdenken. Aber auch für Dich ist vielleicht der Abstand mal gut, um für Dich zu formulieren, was Du genau von ihm erwartest und die Stärke zu entwickeln, ihm das dann auch so zu präsentieren.
    Ob das irgendwann besser wird? Das kann leider nur die Zeit zeigen.:-(

    Alles Gute für Euch!

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