" Nur" Hausfrau

    • (1) 21.03.18 - 13:45

      Hallo meine Lieben
      Ich wende mich mal an euch, weil ich grade etwas unentschlossen bin.
      Gibt es hier welche unter euch die " nur" Hausfrauen sind?
      Als ich noch Kind war, war das eigentlich normal, aber heute nicht mehr.
      Ich habe zwei Kinder ( 5 und 2 1/2)
      Ab Sommer geht meine Kleine auch in den Kindergarten und meine Große hat noch ein Jahr.
      Für mich wird das eine ziemliche Umstellung, da ich ja seit über 5 Jahren immer eins von meinen Kindern bei mir hatte.
      Vom finaziellen her, würden wir gut klar kommen, wenn ich weiter " nur" zu Hause bleibe und meine Kinder um 12 Uhr wieder aus dem Kindergarten abhole.
      Aber ich weiss nicht, ob ich nicht lieber arbeiten gehen soll und meine Kinder bis 14 Uhr im Kindergarten lassen soll.
      Ich denke mir es ist gut für mich raus zu kommen.
      Aber dann denke ich mir wieder, was das für ein Stress ist, wenn die Kinder krank sind usw.
      Ob ich das letzte Jahr Kindergarten von der Großen nicht noch genießen soll, weil man in der Schule ja keinen Spielraum hat, mit mal das Kind zu Hause lassen etc.
      Morgens gemütlich alles fertig machen, ohne Stress.
      Dann kommt aber auch wieder der gesellschaftliche Druck, dass man ja nur zu Hause ist und " nichts" leistet.
      Anerkennung als Hausfrau und Mutter kann man ja knicken...,

      Wie seht ihr das? Gibts es hier noch Hausfrauen? Was würdet ihr mir raten?

      Danke fürs lesen und liebe Grüße

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      • Hallo,
        also vorweg ich bin absolut pro Arbeit.
        Aber nicht weil ich die Arbeit einer Hasufrau nicht anerkenne das möchte ich hier mal betonen.
        Meine Meinung: wenn du jetzt noch bis die Kids zb. 14 sind zu hause bleibst dann warst du 16,5 jahre zu hause.
        wie sieht es dann mit einem job überhaupt aus? wirst du dann noch einen job finden?
        was ist mit deiner riesen lücke in der rente? gegebenenfalls kann auch eine trennung kommen oder auch andere unvorhergesehene dinge. könntest du deinen normalen Lebensstandard ohne probleme so massiv einschränken?
        einfach um unabhängig zu bleiben und auch um einfach etwas für mich zu tun finde ich arbeiten wichtig.
        liebe grüße

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        Hallo, wichtig ist doch nur, dass es für EUCH passt! Gesellschaftlichen Druck kann ich selten erkennen, wenn, dann ist es oft einfach Neid, dass man es finanziell so kann, das können eben nicht viele. Um "ich möchte aber einfach auch gerne arbeiten" geht es ja selten, so meine Erfahrung.
        Du hast keinen Druck im Nacken, guck es dir erstmal bis nach dem nächsten Winter an (Krankheitsfall, morgens fertig machen, mittags um 12 das Essen auf dem Tisch haben etc.) - und wenn du meinst, dass du dann arbeiten möchtest, es finanziell dann besser etc. ist, dann suchst du dir etwas. Die Zeit wird zeigen, was für euch das richtige Modell ist. VG & alles Gute!

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        • "Um "ich möchte aber einfach auch gerne arbeiten" geht es ja selten, so meine Erfahrung."

          Muss am Umfeld liegen. Ich kenne kaum jemanden, der seinen Job als Qual ansieht. Nur weil es finanziell notwendig ist, heißt es ja nicht, dass Frau nicht auch gerne arbeiten gehen möchte.

          Ich würde auch dann arbeiten gehen, wenn mein Mann doppelt oder dreimal so viel verdienen würde und ich locker zu Hause bleiben könnte. Für mich gehört mein Job einfach dazu und so sehen das sehr viele in meinem Umfeld.

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          • (5) 21.03.18 - 14:31

            Für mich war der Job, der Stress, der hohe Druck bei der Arbeit oft eine Qual. Ich fühlte mich immer zerrissen zwischen Kindern und Job. Wenn es finanziell möglich gewesen wäre - ich wäre gerne noch länger zu Hause geblieben. Meinen Job gibt es irgendwie fast nicht in "gemütlich", der ist (fast) immer stressig!

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          • Dieses "zerrissen" hatte ich auch immer. Ich war nicht nur 50 % Kraft im Dienst, wo ich oft nicht unbedingt die dicksten Fälle bearbeiten konnte, ich war auch 50 % Mutter, fehlte bei Schulfesten, hatte keine Nerven noch Kuchen für Feste zu backen etc.
            Dazu kam noch mein Beruf an sich--vormittags musste ich Wohnungen durchsuchen, mich mit Straftätern kloppen etc. und nachmittags mit meinen Kindern kuscheln....das passte irgendwann nicht mehr #schwitz

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            • Ja, jeder ist unzufrieden: Der Chef, da ich "nur" 50% arbeite, obwohl es weit mehr als 50% ist. Die Kinder, weil ich müde fertig nach Hause komme, ich selbst, weil ich irgendwie kaum etwas geschafft bekomme und für mich selbst kaum Zeit habe und mein Mann, da ich ja in meinem Beruf in Vollzeit "sooo viel Geld verdienen könnte"...#rofl

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          (11) 21.03.18 - 15:13

          Ich will dir das gar nicht absprechen. Jeder Mensch ist anders.

          Ich kenne auch Menschen, denen ihr Job zu viel ist. Manchmal liegt das aber nicht an einem stressigen Job, sondern auch daran, dass Frau neben dem Job fast allein für Haushalt und Kinder zuständig ist. Oder daran, dass der Job keinen Spaß macht. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

          Meine Arbeit ist auch sehr fordernd, vor allem weil ich sie gut machen will. Trotzdem liebe ich meinen Job. Natürlich bekommen meine Kinder dadurch eben nicht 100% Aufmerksamkeit, aber das müssen Kinder meiner Meinung nach auch nicht. Außerdem bin ich nicht allein, sondern lebe mit dem Vater meiner Kinder zusammen, der sich genauso um sie und den Haushalt mitkümmert.

          Es gibt aber auch bei mir Phasen, in denen ich gerne mehr Zeit für meine Kinder hätte. Genau dann ist aber mein Mann doppelt für sie da, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss.

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          • (12) 21.03.18 - 17:38

            Da gebe ich dir recht. Ich habe meine Arbeit gern gemacht, aber ich war überfordert, mein Ex Mann hat mich nicht unterstützt und so bekam ich Depressionen und habe alles hin geschmissen, die Arbeit und den Mann alles an einem gleichen Tag. Jetzt bin ich im Moment nur Hausfrau, aber es gefällt mir so.

            Sobald ich wieder arbeiten gehe, weiß ich dass mich mein neuer Mann unterstützen wird und ich freue mich schon auf die Arbeit, ganz zu Hause kann ich nicht sitzen und brauche den Ausgleich auch wenn ich es gerade genieße "nur" Hausfrau zu sein

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Hallo,

ganz persönlich finde ich es zu kurz gedacht, denke lieber daran,was ist wenn Du im Rentenalter bist,sprich Vorsorge ist alles,entweder gut vorsorgen und/oder arbeiten gehen.
Hast Du das mit Deinem Partner besprochen ? Was sagt er dazu ? Wäre es nicht vielleicht auch eine Möglichkeit, dass er mal kürzer treten kann, Du gehst arbeiten und er bleibt zu Hause für das letzte Jahr (wenn das möglich und gewollt ist)?

LG

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Hallo,

ich würde dir raten: hör auf dein Bauchgefühl!

Besprich dich mit deinem Partner.
Wenn dir danach ist, sieh dir ohne Druck Stellenanzeigen an.
Prüfe sie, ob es für dich passt und entscheide dann, ob du es dir vorstellen kannst oder nicht.

Lass dich nicht stressen.

Wenn dir danach ist, arbeiten zu gehen. Prüfe die Stellenanzeigen. Vielleicht ist ja was passendes dabei. Wenn nicht, auch in Ordnung.

Wenn dir noch nicht danach ist, wieder arbeiten zu gehen (gegen Geld), dann warte noch ab. Wenn es für dich, für deinen Partner, für euch als Familie in Ordnung so ist.

Wenn du rauskommen möchtest, eine verpflichtetende Arbeitsstelle mit Vertrag zu viel wäre: es gibt auch einiges zwischendrin.
Trainer, 450 Euro Job (ist auch mit Vertrag, aber evtl. weniger Arbeitsstunden), ehrenamtliches, Weiterbildung (privat), Hobby

Nur weil jemand "nur" Hausfrau ist, heißt das nicht automatisch nur zu Hause rumsitzen!
Meine Oma war "nur" Hausfrau, als sie Oma war. Sie hatte oft Besuch von Kindern, deren Eltern arbeiten gingen und nach der Schule nicht wussten wohin, sie besuchte ihre Kinder und Enkelkinder. Andere Mütter machten ehrenamtlich sehr viel. Stundenweise nicht jeden Tag die Woche, aber so, dass sie rauskamen.

Heute gilt oft nur noch schwarz weiß.

Ich arbeite Teilzeit. Das wird auch nicht anerkannt. Bei gleichem Gehalt soll ich Vollzeit arbeiten, damit ich mehr Rente bekomme. #kratz #bla Weil nur wer Vollzeit arbeitet was leistet, egal wie gering der Verdienst ist.
Als ich krank war, galt das auch nicht. Wer krank ist, muss arbeiten gehen. Is klar.

Umgekehrt kenne ich Mütter, die leidenschaftlich gerne arbeiten gehen. Einfach weil sie es wollen und weil es ihnen gut tut. Auch sie werden angeblafft. Arbeiten sie, sind sie laut Umfeld nie zu Hause. Haben sie Urlaub, sollen sie ihren Allerwertesten hochbekommen und MAL was aktiv zur Familie betragen.

Ihre Männer, die Vollzeit oder Teilzeit zu Hause bei den Kindern bleiben - alles familiäre managen, mit den Kindern auf Spielplätze in Schwimmbäder gehen, soziale Kontakte der Kinder managen (also zu Hause sind UND rauskommen) werden entweder bedauert (weil sie eine egoistische Frau haben) oder bewundert (weil es toll ist, wenn ein Mann zu Hause bleibt).

So gesehen: egal WIE du es machst: es wird immer jemanden geben für den es falsch ist.

Überlege dir, was DU möchtest und was zu EURER Familie passt.
Betreuung, finanziell, organisatorisch usw.

Zwischen Nur zu Hause (also nicht mal zum Einkaufen rausgehen) und um jeden Preis arbeiten, gibt es so viele Möglichkeiten!
So lange du keinen Druck hast, mach dir keinen! Halte einfach Augen und Ohren offen.

Bei mir war es nach längerer Krankheit einfach Glück, dass ich genau zu dem Zeitpunkt den Tipp mit einer Schulung bekommen habe. Somit konnte ich mich familienpassend umorientieren. Hätte ich danach gesucht, hätte ich es wahrscheinlich nicht gefunden. :-p
So lange

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  • (15) 21.03.18 - 14:54

    Du hast ein seltsames Umfeld und einen seltsamen Bekanntenkreis! Ich kann deine Aussagen so gar nicht unterstreichen!

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