Einarbeitung bzw. Übergabevorbereitungen an Hausmann

    • (1) 23.03.18 - 09:01

      Hallo zusammen,

      bei uns steht eine Neuorganisation der Familienarbeit an: Der geschätzte Gatte wird in absehbarer Zeit "Hausmann".
      Als ich so darüber nachdachte, wie das wohl werden wird, fiel mir auf, dass es wie bei jedem anderen Job eine Einarbeitung oder Übergabe geben muss. Bisher leite ich die Familiengeschicke und mein Mann übernimmt dabei gewisse Aufgaben regelmäßig, andere teilen wir abwechselnd (Eigentlich alles, was das Kind betrifft). Es scheint aber eine Menge Aufgaben zu geben, von denen er entweder nicht mal ahnt oder nicht auf dem Schirm hat, dass sie zur Familienarbeit dazugehören.
      Nun gibt es Menschen, die wollen sich ihren neuen Tätigkeitsbereich gewissermaßen zu eigen machen und andere, die lieber ein Gerüst haben, an dem sie sich orientieren können. Der geschätzte Gatte gehört zu letzteren. Es ist ihm durchaus lieb, das Rad nicht neu erfinden zu müssen und sich in bestehende Strukturen einzufügen. Er organisiert und plant nicht so gern, hat aber kein Problem damit, sich nach Plänen zu richten.
      Da es notwendig wird, dass ich die Familienarbeit delegiere und dabei nicht ständig mental darum kreisen kann, was er noch zu erledigen hat (Ich muss ja meine eigenen Aufgaben überblicken), muss eine Hilfestellung her, die ihn befähigt, sich selbst zu helfen. Ich dachte an eine Art Familienbedienungsanleitung. Ein Büchlein/Hefter, in dem er sich schnell schlau machen kann und ich nicht ständig Rückfragen beantworten muss, wie man welche Wäsche waschen muss ect.

      Aber was - abgesehen vom genannten Wäschebeispiel- muss da noch rein?

      Also, liebe Menschen, die ihr hauptsächlich die Familienarbeit besorgt,stellt euch vor, euer Partner sollte euch zukünftig ersetzen, was müsste er wissen, welche Hilfestellungen bräuchte er, um das auf einem ähnlichen Niveau weiterzuführen?

      Ich bin gespannt auf eure Vorschläge und wünsche euch einen tollen Tag!

      • Gewisse Tätigkeiten wie Flasche machen, Waschmaschine bedienen etc. Zeig ihm einfach mal, wenn es ansteht. Das reicht. Dann würde ich ihm einfach einen groben Plan mschrn, was überhaupt anfällt. Wie er die Dinge dann erledigt ist dann seine Sache. Mehr braucht es nicht.

        • Ok. Das würde bei uns nicht reichen.

          Ich verstehe unter Familienarbeit nicht nur die Tätigkeiten, die akut anfallen (Staubsaugen kann er und erkennt auch, wann es notwendig wird. Aber es würde wahrscheinlich nie der Kühlschrank ausgewaschen, ein Kopfkissen gewaschen ect. Eben was nicht so häufig anfällt)

          Zu Familienarbeit zähle ich daneben auch solche Sachen wie Kindergeburtstage planen, Freizeitgestaltung planen (z.B. überlegen, was kann man eigentlich bei Regen/Hitze/Kälte unternehmen?) und vorbereiten (Was könnten wir zum Picknick mit nehmen?), Erinnerungsarbeit z.B. Fotobücher erstellen ect.

          Das waren nur ein paar Beispiele. Soll heißen: Eine "Hausfrau" leistet doch viel mehr als einfach nur Saugen, Wischen, Kochen.

          • Kopfkissen 2waschen - wenn es stinkt wird er entweder neue kaufen oder sich Gedanken machen wie man das sonst so erledigen kann.
            Kindergeburtstag, Fotaklebearbeiten, etc. werden ganz sicher entweder untern Tisch fallen aber in jedem Fall ANDERS als bei Dir erledigt werden. - LASS IHN DOCH! Ist nicht mehr Dein Business.

            Irgendwie höre ich aus Deinen Gedanken heraus, das Du gerne einen Befhelsmpfänger hättzest dder alles gebnbnauso macht wie DU das gerne hättest es aber nicht tun willst / kannst / wirst! Entscheide Dich: entweder übergibst Du den Job, oder eben nicht! Wenn Du die Oberhand behalten willst stelll Dir Personal an.

            LG, I.

            • Bist du immer so oder hast du einfach nur einen schlechten Tag?

              Das steht da doch nirgends.

              • Doch, genau so steht es „zwischen den Zeilen“. Hast du Angst, dass er seine neue Tätigkeit am Ende genießen könnte wenn du nicht alles kontrollierst?
                Wenn du es so genau haben möchtest, musst du tatsächlich einen exakten Plan anlegen, wann was in welchen Abständen erledigt werden muss/soll.
                Wobei ich deine Einstellung schon traurig finde. Besonders Kindergeburtstage und Ausflüge kann man doch zusammen planen oder?

    Wie soll denn hier jemand wissen, was bei Euch zur Familienarbeit dazu gehört?

    Im Mietshaus vielleicht die Kehrwoche, im eigenen Haus mit Garten das tägliche Gießen der Tomatenpflanzen.

    • Das war auch nicht die Frage.

      Die Frage war, welche Hilfestellungen bzw. Infos bei euch notwendig wären. Ich kann dann schon selbst filtern, was bei uns zutrifft oder nicht.

      Aber durch die Vorschläge oder Erfahrungen anderer vergesse ich wahrscheinlich nichts.

      • Hilfestellung wäre hier garnicht notwendig. Ich traue meinem Mann das zu und wenn er was nicht weiß, hat er einen mund zu fragen. Wenn kindergeburtstag ansteht könnt ihr doch einfach darüber reden wie was wo. Oder bist du außer Landes.

        Ganz ehrlich? Bei uns wäre so ein Handbuch überhaupt nicht nötig und ich finde es sehr befremdlich, so als wäre dein Mann unmündig und hilflos. Hat er noch nie alleine gelebt? Noch nie mal alleine Zeit mit eurem Kind verbracht? Tauscht ihr euch nicht täglich darüber aus, was anfällt? So oft kommen ja z.B. Kindergeburtstage oder so nicht vor. Okay, du schreibst, ihm wäre so ein Leitfaden lieber, ich finde das bissl so, als würde man ihn kastrieren. Traust du ihm das nicht zu, dass er Hausmann ist?

Hallo!

als Dein Mann würde ich Dir gepflegt den Vogel zeigen.

Wer hat Dich denn in die Mutterarbeit eingewiesen? Bist Du sicher dass Du alles siehst was "man" machen muss?
Warum sollen DEINE Prioritäten nach Abgabe des Aufgabenbereichs dieselben auch für ihn sein?
Wie kommst Du darauf, dass Du was delegieren würdest .... und weiterhin die Verantwortung dafür behältst? Du bist raus aus dem Job und er ist verantwortlich - Du darfst nicken und es gut finden!
Hat Dein Mann das mit Dir vorher so gemacht?
Hat der sich eigentlich in Deine Haushaltsführung und Mutterarbeit eingemischt?

Nach 2x rosa Wäsche wird er auch lernen, dass man nach Farben trennen muss.
Nachdem er feststellt, dass jeder Einkauf nicht unter 1,5h dauert, wird er versuichen dann doch auf Vorrat zu kaufen.
Nachdem er mit 100 Flaschen gleichzeitig zur Rückgabe / Entsorgung geht und wie ein Messi angesehen wird, wird er checken, dass man sich solcher Blicke entzieht, wenn man es regelmäßig tut.
Nachdem er feststellt, dass mit "Verschieben" von täglicch anfalllenden Aufgaben der Berg einfach nur wächst und sich nichts von alleine tut - wird er dann doch das tägliche Mindestpensum entdecken.

Und bei jedem Anruf wo er fragt welchen Knopf man zur Bedienung von Waschmaschine / Spülmaschine / Ofen / Mikrowelle / Trockner / .... oder wie man xy kocht verweise ihn auf Yourtube - da muss man nicht mal lesen können. Wenn Du es ihm immer brav sagen wirst wie es geht, wird es nie aufhören mit dem Nachfragen.

LG I.

  • Puh, geht das auch etwas netter? Ich verstehe nicht, wieso man sich die Mühe macht auf etwas zu antworten, wenn man nichts zur ursprünglichen Frage beitragen kann.
    Es ist auch nicht wichtig, ob du mir einen Vogel zeigen würdest/dich bevormundet fühlen würdest ect, weil ich weiß, dass mein Mann diese Hilfestellungen zu schätzen weiß. Das also gänzlich anders empfindet.

    Ich hatte es da leichter: Ich wurde schon als Mädchen mit diesen Tätigkeiten vertraut gemacht und konnte das bei der ersten eignen Wohnung üben, bevor ich Mutter war.
    Das war bei ihm nicht so.Er musste als Kind nicht mithelfen und zog von Hotel Mama in die gemeinsame Wohnung. Ich finde es schon sportlich für Haushalt und Kind ohne die Aufwärmübungen, die ich hatte, ganz plötzlich allein zuständig zu sein. Insbesondere, wenn man nicht so gern organisiert.
    Wer soll davon profitieren, wenn ich ihn beim Scheitern zusehe? Das würde er bei mir auch nicht tun und ich würde mich auch nicht bevormundet fühlen, wenn er mir helfen würde. So ist unsere Beziehung einfach nicht.

    • Puh, wenn du schon davon sprichst, dass du ihm nicht beim Scheitern zuschauen willst. Oh Hilfe! Wie kommst du denn drauf, dass er überhaupt scheitern könnte. Wann scheitert man denn deiner Meinung nach als Hausmann? Wenn die Kinder Läuse haben und nix mehr zu essen bekommen? Mir fällt da nix ein, was passieren müsste, um vom Scheitern zu sprechen. Setzt euch lieber GEMEINSAM hin und besprecht eure Vorstellungen. Und ganz ehrlich: ich hatte auch keine Einweisung in mein Eheleben und mein Mutter Dasein. Und es soll Menschen geben, die auch im Berufsleben keine Übergabe bekommen und trotzdem ihren Job super machen, halt auf ihre Weise!

Also ich hätte ja keine Lust auf ruinierte Wäsche nur für den Lernprozess...

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