Mein Papa hat Krebs ...

    • (1) 24.03.18 - 07:51

      Hallo ,
      ich habe gestern erfahren das mein Vater (57) metastasen an der Leber hat und tumore in der Lunge jetzt werden die eine Biopsie machen also ein Stück rausnehmen und ins Labor schicken aber der Arzt hat schon gesagt er wird eine palliativ chemo oder wie sich das nennt bekommen also um sein Leben vielleicht ein wenig zu verlängern aber eine Heilungschance gibt es wohl nicht . Mein Papa hatte letztes Jahr im Oktober einen ganz schweren Schlaganfall und es war für die ganze Familie ein riesen Schock wir haben zusammen gekämpft jeden Tag geübt und ihn zu therapien gebracht er konnte wieder alles außer das sprechen hatte er noch nicht so ganz drauf aber dadurch das er so positiv war und immer mitgemacht hat haben wir daran geglaubt das wir das auch noch meistern weil er ja auch noch jung ist. Ich habe drei Schwestern also wir sind vier Mädels ich bin mit 24 die jüngste und hänge extrem an meinem Vater er ist mein bester Freund er hat mir immer einen Rat gegeben und mir das Gefühl gegeben das ich keine Angst im Leben haben muss weil er da ist durch ihn fühle ich mich immer beschützt. Jeder der mein Vater kennt sagt das er ein hilfsbereiter und guter Mensch ist er hat sich immer mit jedem verstanden und hat sehr viel für seine Familie getan. Ich selber bin verheiratet und mein Mann hat seine Mama die gerade mal 51 war vor zwei Jahren verloren auch an dem gleichen Krebs. Was für ein Schicksal. Ich weis nicht mehr was ich machen soll .. wir waren vor drei Monaten wieder im Krankenhaus weil er immer untersucht werden muSs wegen dem Schlaganfall und er hat auch noch einen aneurysma im Gehirn . Wie kann es sein das die sowas nicht sehen es kann doch nich so schnell gewesen sein er hat seit einem Jahr lungenprobleme und wurde schon zweimal untersucht und das vor drei Monaten und es hieß das alles ok ist ich verstehe es nicht.
      Die können sich das auch nicht erklären ich will auch keinem die Schuld geben es ist einfach so.
      Das schlimmste kommt jetzt . Wie sollen wir ihm das beibringen? Wie wird er es aufnehmen? Wie werde ich das überstehen ? Was ist mit Mama? Ich fühle mich so als würde man mich erwürgen es ist so ein schlimmes Gefühl .. ich wünsche es keinem auf dieser Welt. Es ist einfach eine verdammte scheiß Krankheit eine Pest . Ich hoffe einfach das mit in Papa nicht leiden muss.

      ich würde mich freuen wenn ihr mir antworten schreibt so könnte ich es vielleicht besser verarbeiten Danke 🙏

      • Hallo,

        das tut mir so unglaublich leid für dich und deine Familie. :( So eine Diagnose ist schrecklich und das wünscht man wirklich niemandem. Meine Mama war 26, als sie ihren Vater verlor, der damals auch erst Ende 40 war. Es muss wirklich schlimm sein und ich mag mir solchen Schmerz nicht vorstellen. Vor allem nach eurer Vorgeschichte mit dem Schlaganfall.
        Ich wünsche dir und deiner Familie wirklich alles Gute und hoffe das Beste für euch. Eine Idee, warum das erst jetzt entdeckt wurde, habe ich leider nicht. Nur Mitgefühl. :/

        • Danke für die Antwort und das du dir das durchgelesen hast. Es tut echt gut das alles mal zu schreiben ich habe mir vorgenommen es immer wieder zu teilen und würde es auch jedem empfehlen. Danke 🙏

      Das tut mir sehr sehr leid, ich weiß recht gut, wie Du Dich fühlst. Vor drei Jahren stand ich auch vor der Situation, meinem Mann sagen zu müssen, dass er bald sterben wird, er hatte Bronchialkrebs. Allerdings sagte ich es ihm nicht, in Absprache mit den Ärzten. Ich konnte es einfach nicht und holte ihn schnellstens heim, wie er es sich immer gewünscht hatte. Er starb dann innerhalb weniger Tage. Gibt es in dem Krankenhaus einen psychologischen Dienst? Die würden euch sicher zur Seite stehen. Mein Vater war auch erst 58, als er starb, ich war 23 und ein totales Papakind. Es ist einfach nur schlimm und helfen kann man Dir wenig. Bei den verschiedenen schlimmen Diagnosen inklusive dem Aneurysma kann man nur beten, dass ihm palliativ gut geholfen werden kann, das heißt, das er sowenig Schmerzen hat wie möglich.Heilen kann man ihn nicht mehr. So schlimm es klingt, aber ich hoffe für Deinen Papa, dass die Ärzte ihm nicht mehr zuviel an Behandlungsversuchen zumuten. Mein Mann hatte eine entsprechende Patientenverfügung und die habe ich durchgesetzt. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Seid einfach bei ihm, vielleicht wäre ein Hospiz möglich? Dort würde er sehr liebevoll gepflegt und es kann rund um die Uhr jemand bei ihm bleiben.LG Moni.

      • Danke Moni. Das mit deinem Vater und deinem Mann tut mir auch sehr leid... ich wünsche dir auch viel Kraft ..
        Leider ist Das leben so knallhart von heute auf morgen bricht deine ganze Welt zusammen ..
        ich versuche positiv zu denken nur weil man immer diese böse Krankheit gewinnen sieht gibt man schnell die Hoffnung auf ..
        ich hoffe das er noch eine Weile schmerzfrei mit uns Zeit verbringen kann .. er wird es heute erfahren ich weis nicht wie ich das überstehen soll Gott sei dank habe ich ältere Schwestern die ihm das sagen aber mit einem Psychologen zusammen . Hoffentlich wird er nicht überreagieren und noch einen Schlaganfall bekommen das wäre jetzt das schlimmste ..

        • Bitte bestärke die Familie darin, dass er nicht mit weiteren Chemos oder ähnlichem geplagt wird. Ich habe meine beste Freundin nach eineinhalb Jahren erfolglosen schlimmen Chemos an Leukämie sterben sehen. Mir ist bis heute nicht klar, starb sie am Krebs oder an den furchtbar zehrenden Chemos. Lieber eine effektive Palliativmedizin.
          Alles Gute.
          LG Moni

          • Du spinnst doch! Chemos können Leben retten! Dass es bei deiner Freundin nicht geklappt hat, tut mir Leid, aber sie helfen anderen! Also erzähle hier nicht so einen Mist! Unglaublich!!!

            • Okay dann spinne ich halt - das ist mir sowas von egal.
              Meine Freundin war nicht der einzige Fall, in dem die Chemo mehr anrichtete als verbesserte. Ich bin ein paar Jahre älter als Du und habe diesbezüglich schon einiges erlebt, in Familie und Freundeskreis.
              Der letzte Fall, ein ehemaliger Kollege, wurde gestern beerdigt - er war nur noch Haut und Knochen nach jahrelanger Chemo nach Darmkrebs-Op - der Krebs streute munter weiter.....
              Warum gibt es soviele Bestrebungen, bei Krebsbehandlungen auf Chemo möglichst zu verzichten, wenn es irgendwie machbar ist? Die Chemo schädigt den ganzen Körper auf Jahre hinaus, das ist Fakt und keine Behauptung.
              Der Wirtschaftszweig Chemo ist riesig. Sie mag ganz sicher in vielen Fällen helfen - aber Chemo auf Teufel komm raus in hoffnungslosen Fällen - das ist den Menschen unnötig gequält!
              Gruß Moni

              • (9) 24.03.18 - 11:58

                Nochmal: Belies dich zum Thema palliative (!) Chemo. Und nur weil du älter bist und mehr gesehen hast im Leben, heißt das nicht zwangsläufig, dass du klüger, wissender oder weiser bist als andere.

                Hiho, ich kann dich schon verstehen, meine Mutter ist im September an Folgen der Chemo verstorben, dabei hatte sie die nur zur Vorbeugung. Eine Chemo ist einfach nur hart.......Ich habe wärend meiner Chemo gekifft, das hat wirklich geholfen. Mir hat die Chemo evt sogar das Leben gerettet.
                Ich finde man sollte sich als Familie gemeinsam entscheiden ob man den weg geht oder nicht.
                Aber nur verteufeln sollte man es auch nicht, ich kenne viele die durch die Chemo wieder gesund sind.

                Ich verstehe dich und weis was du meinst. Meine Schwiegermutter hatte auch einen Jahr chemo bekommen es hat nichts gebracht bei ihr war es auch sehr extrem also eigentlich wie bei Meinem Vater .. Wir werden schauen wie die Endergebnisse sein werden und dann werden wir uns dementsprechend entscheiden ob eine chemo wirklich Sinn macht oder nicht .. Man darf nicht vergessen er hatte einen schweren Schlaganfall und einen aneurysma hat er auch noch so eine chemo könnte ganz gefährlich bei ihm werden das müssen wir alles mit den Ärzten besprechen ..

                "aber Chemo auf Teufel komm raus in hoffnungslosen Fällen - das ist den Menschen unnötig gequält!"

                stimme ich Dir zu 100% zu, oft ist es dann so das die Menschen nicht an dem Krebs versterben sondern an der Chemo selber, habe das viele male erleben müssen, im KKh aber auch im Familienkreis, meine Tante starb letztes Jahr an Lungenkrebs, sie war trotz allem fit und war noch munter unterwegs, eigentlich sollte sie keine Chemo mehr bekommen, aber sie klammerte sich an dem Gedanken das es noch helfen könne, kurz nach Chemo Beginn wurde sie immer dünner, war nur noch Haut und Knochen, und verstarb urplötzlich nachts, ich bin mir sicher und die Ärzte auch, das sie noch ein paar Wochen vielleicht sogar Monate hätte leben können.

                Was für eine freche Antwort von der Dame über dir.

                Moni, die Erfahrung haben wir auch gemacht. Meine Mama ist an den Folgen der Chemo bestätigt. (Ärztlich bestätigt)

                Sie hatte Darmkrebs. Galt 2 Jahre als geheilt und hatte dann einen euen Turmor. Die darauf folgende Chemo hat sie zerstört. Es begann mit den Nerven. Sie hatte kein Gefühl mehr in Händen und Füßen. Dann bekam sie Herzprobleme. Am Schluss konnte sie nciht mehr atmen und wurde ins künstliche Koma gelegt. Dann gaben die Nieren den Geist auf. Daran ist sie letztendlich auch verstorben.

                Sie wurde tottherapiert. Immer hieß es, sie sei noch nicht austherapiert. Sie hatte ein multiples Organversagen, welches auf die eindeutig auf die Chemo zurückzuführen ist.

                Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es vollkommen sinnlos war, weil der Turmor stetig weiter gewachsen ist und gar nicht auf die Chemo reagiert hat. Sie war unheilbar krank. Und sie wurde mit dieser scheiß Chemo bis zu ihrem letzten Tag gequält.

                Das würde ich nie wieder unterstützen.

                Meine Schwiegermutti hat im letzten Jahr Brustkrebs gehabt. Ihr wurde keine Chemo empfohlen. Sie bekam einen Block Bestrahlung, das wars. Aktuell geht es ihr gut. Wir hoffen, das bleibt so.

                Du meinst, phne Chemo wü äre er gesünder und wohlgenährter gestorben? Und palliative Chemo gibt es ohnehin nur als letzte Möglichkeit zur Linderung.

            (15) 24.03.18 - 13:07

            Deine Wortwahl ist etwas sehr ungehobelt, meinst du nicht? #zitter

            Chemos können Leben retten, das stimmt.
            ABER in diesem Fall steht bereits fest, dass hier keine Heilung erreicht werden kann lt TE und da kann es definitiv die bessere Wahl sein, keine Chemo machen zu lassen.

            Den Uropa meiner Kinder haben wir vor einem Jahr genauso an Lungenkrebs verloren und er hat sich gegen eine Chemo entschieden und das bis zum Schluss nicht bereut.
            Was nutzen mir vielleicht 4 Wochen länger Leben, wenn ich diese im Krankenhaus zubringen muss, weil die Chemo mich zu sehr geschwächt hat? Der erwähnte Uropa ist friedlich in seinem eigenen Bett mit Blick auf Bilder seiner Kinder / Enkel / Urenkel eingeschlafen und morgens nicht mehr aufgewacht. Das fand ich viel schöner als bei meiner Uroma, die einsam im sterilen Krankenhauszimmer verstarb.

            Eine Chemo kann eben auch sehr viel Lebensqualität nehmen, da muss man jeden Fall neu abwägen zB anhand der Lage der Tumoren (am Tumor ersticken ist auch kein schöner Tod etc).

            Liebe TE, ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft das durchzustehen.
            Frage nicht nach dem warum, sondern genieße die Zeit, die euch noch bleibt - jede einzelne Sekunde ist so wertvoll!

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