Tics 6-jährige

    • (1) 27.03.18 - 05:25

      Hallo zusammen,
      bin grad kurz vorm Nervenzusammenbruch. Meine Tochter hat Tics; Sie macht den ganzen Tag über ein mm- Geräusch und zwinkert ständig extrem mit den Augen. Außerdem drückt Sie ihre abgeknickten Hände mit dem Handrücken gegen das Kinn und verdreht dabei die Augen nach oben als würde sie schielen. Das sieht wirklich schlimm aus und ihr hübsches Gesicht verwandelt sich in eine Grimasse. Das macht mir alles so Angst. Die schlimmste Angst ist dass es schlimmer werden könnte. Jedes alberne Geräusch das sie macht -im Spiel oder so- lässt mich innehalten und ich Check sofort ab ob es wieder ein neuer Tic ist oder eben einfach nur ein albernes spielen. Das Zwinkern und den Vokalen Tic hat sie jetzt seit 3 Wochen, das „Drücken“ seit ca. 2 Jahren. Wobei das schielen erst vor ca. 2-3 Monaten dazu kam. ADHS wurde ausgeschlossen, wobei ihr Verhalten schubsweise darauf hindeutete. Sie hat uns und unser Familienleben zeitweise echt auf die Probe gestellt. Naja was soll ich schreiben. Ich liebe meine Maus über alles und wünsche mir einfach von ganzem Herzen dass sie gesund ist.

      • (2) 27.03.18 - 06:46

        <<<Ich liebe meine Maus über alles und wünsche mir einfach von ganzem Herzen dass sie gesund ist. >>>

        Deine Tochter ist gesund, hab mal keine Angst.

        Unser Sohn hat auch Tics und ich dachte sogar schon an Tourette-Syndrom, da es auf einmal soviele waren. Mich nervt es auch noch, aber ich forciere es jetzt nicht mehr so. Er macht es ja nicht mit Absicht und wenn man ihn direkt drauf anspricht, wird es schlimmer, da die Konzentration darauf sich im Mittelpunkt stellt. Also "ignoriere" ich es (nervt trotzdem) und es ist schneller vorbei als gedacht. Ist aber auch nur schubweise, z. B. wenn er Stress hat habe ich festgestellt oder er im Wachstum steckt. Ich habe hier auch schon gelesen, dass sich das mit der Pubertät verwachsen wird oder kann. Ich hoffe darauf.:-p

        Alles Gute.

        LG

        PS: Meine Töchter hatten dieses nicht. War mir auch neu bei unserem Sohn.

        Hallo.

        Bei meinem Mann wurde das damals auch im Kleinkindalter festgestellt mit den Tics.
        Der Kopf nickte, zuckte und die Augen wurden zugekniffen. Dann hat er immer diesen Drang zwischen seinen Finger zu drücken. Alles sollte organisatorisch gut geplant sein und viele Dinge die ich putze werden wieder zurecht gerückt ;).

        Er hat eine Form von Asperger. Damals wurde nur alles von den Eltern schlimmer gemacht. Er wurde mit Tabletten vollgestopft musste zu etlichen Therapien und natürlich haben die das Gegenteil erreicht. Heute mit 26 Jahren weil es ja genau damit umzugehen und kann es auch in der Öffentlichkeit soweit verstecken nur zu Hause kommt es noch durch.

        Jeder in der Kindheit hat mal irgendwelche Tricks und das muss nicht darauf schließen dass man nicht gesund ist oder irgendeinen Syndrom hat. Zumal deine Tochter ja gesund ist. Hast du es mal mit dem Kinderarzt besprochen was sagt er dazu? Wenn keine weiteren Auffälligkeiten herrschen und sie nicht auch verhaltensgestört ist würde ich dir jetzt eher weniger Behandlungsbedarf sehen außer natürlich es wird viel Schlummer.

        Lg

        (4) 27.03.18 - 07:37

        Wenn ADHS ausgeschlossen wurde, ward ihr ja beim Arzt.

        Was sagt der Arzt dazu?
        Ich selbst habe ADHS und keine Tics. Als Kind in Stresssituationen schon. Je mehr diese Erwachsene störten, desto schlimmer wurde es bei mir. Das ist bei Freunden ohne ADHS aber auch so.

        Manche Tics stören mich und meinen erwachsenen Freundinnen fallen sie nicht auf.
        Manche Tics treiben meine erwachsenen Freundinnen an den Rand des Wahnsinns und mir fallen sie nicht auf.
        Die Tics bei unseren Kindern, die teilweise zur gleichen Zeit die gleichen oder ähnliche Tics hatten.

        Woher kommt deine Angst?
        Wodurch wird die Angst verstärkt?
        Hat sie die Tics auch in anderem Umfeld? Fallen sie dort einfach nicht auf (weil von anderen nicht so betont wahrgenommen) oder hat sie dort nicht.

        Wann hat sie diese Tics?
        Stress? Konzentration? Langeweile? Immer wieder?


        Wenn du weißt, wann, wo, in welchen Situationen
        und wie von anderen wahrgenommen oder nicht wahrgenommen
        noch mal mit dem Arzt sprechen

        a) sie sind behandlungsbedürftig, dann kann dich der Arzt aufklären
        z.B. weil was zu behandelndes dahinter steckt

        b) sie sind normale Kinder-Tics, die einfach Phasenweise da sind
        da könnte dich der Arzt beruhigen
        durch Beruhigung entsteht vllt Gelassenheit
        durch die Gelassenheit fallen sie dir vllt. nicht mehr so stark auf

        Bei einer ADHS (Ausschluss) Diagnose sollte die Frage nach den Tics eigentlich gestellt worden sein. Wenn sie da schon aufgetreten sind, was sagte der Arzt dazu?

        • (5) 27.03.18 - 09:10

          Der kinderpsychiater hat direkt gesagt, sie arbeitet viel zu konzentriert als dass sie ADHS haben kann. Er hat das Kind 15 Minuten lang kennengelernt und meint sie habe die tics nur um meine Aufmerksamkeit zu kriegen, wobei die beiden neuen tics erst nach dem Gespräch dazu kamen. Ich soll sie dazu auffordern es zu lassen. Sie würde dies dann auch können. Kann sie aber nicht. Und die tics finden auch statt wenn ich nicht dabei bin. Ich habe sie dazu aufgefordert und sie sagt: Mami ich kann es nicht lassen. Mein Körper sagt ich muss es tun und es kommt dann einfach.

          Meine Angst dass sie Tourette haben könnte und die tics schlimmer werden rührt daher dass ihre überdrehtheit phasenweise Auftritt und sie in der Schule völlig gelassen, lieb, sozial, halt normal ist. Und zu Hause für sie nicht steuerbar ist. Sie ist zu Hause extrem impulsiv. Das heißt sie kann das alles unterdrücken, ist angepasst und zu Hause sprudelt sie über. Dann muss alles raus. Dazu ist sie sehr laut, kreischt viel, ein ruhiges spielen ist selten möglich.

          Ein Intelligenztest wurde auch gemacht, viel überdurchschnittlich aus obwohl für mich der Eindruck entsteht dass logisches denken nicht gerade ihre Stärke ist. Sie kann sich auch schlecht konzentrieren, wobei ich weiß dass ok der dies erstmal lernen müssen,,

          • (6) 27.03.18 - 11:16

            ADS/ADHS ist mehr als nur nicht konzentrieren können.

            Das Interessante dabei ist: im Hyperfokus können sich ADS/ADHSler sehr wohl konzentrieren. Dann jedoch so stark, dass keine Ablenkung möglich ist. Das ist von Nachteil, wenn z.B. das Telefon klingelt oder der Bus gleich fährt. Entweder bleibt der Hyperfokus dann oder die Konzentration ist durch diese kurze Ablenkung weg, so dass ein weitermachen an der gleichen Sache, danach erst mal nicht mehr möglich ist. Einmal kurz zur Toilette gehen, reicht als Unterbrechung aus, damit die erzeugte Konzentration weg ist. Bleiben alle Ablenkungen weg, kann ich mich auch ohne Medikament konzentrieren (ich habe ADHS)

            Schwierig ist es bei Aufgaben, die ich nicht mag. Da mal ranzugehen und diese konzentriert zu erledigen fällt mir schwer.

            Bsp. Schulunterricht: mündlich gute bis sehr gute Leistung. Mit ADHS durch's Gymnasium. Es ging. Damals ohne Medikamente!
            Aber Hausaufgaben? Nur mit Selbstüberwindung, nur bis zum ersten Geräusch. So alle paar Monate ein paar Sätze vielleicht...
            Freiwillig Matheaufgaben lösen? Super. Täglich. Stundenlang.

            Überdurchschnittliche Begabung kann bei ADS/ADHS einiges kompensieren. Was an Aufmerksamkeit schwierig ist, kann durch schnelle Auffassungsgabe ausgeglichen werden.

            Unterforderung kann auch zu Schwierigkeiten führen. Ebenso wie Überforderung. Dann versucht sich das Hirn auf ein anderes Level einzustellen. In Zeitlupe durch die Wohnung zu gehen, kann ebenfalls anstrengend sein. Alles im Sprint zu erledigen ebenfalls. Bei ADS/ADHS mit überdurchschnittlicher Begabung kann es eine Stop and go Situation sein. Wechsel aus Sprint und Zeitlupe. Im Mittel stimmen die Ergebnisse, die Anstrengung dahinter äußert sich dann in anderer Form.



            Dass Kinder Tics absichtlich entwickeln glaube ich nicht.
            Kann schon sein, dass es eine Form von Aufmerksamkeit ist. Aber dauerhaft und außerhalb und in anderen Situationen auch?

            Dass Tics sich verstärken, wenn andere gestresst darauf reagieren, kenne ich durchaus. Wobei ich mit gestresst reagieren auch das nicht zeigen von Emotionen meine, die Kinder auch dann spüren, wenn Erwachsene sie nicht zeigen wollen.


            Wie gut kennt sich der Psychiater mit ADHS, Tourette, Tics etc. aus?

            Meine Erfahrung mit Ärzten: nicht jeder passt zu jedem Thema. Meine ADHS-Diagnose ist doppelt gesichert. Unabhängig von verschiedenen Ärzten - ausführliche Diagnostik mit Bluttest, Fragebögen, Intelligenztests uvm. Dennoch kamen weitere Ärzte und meinten: könnte nicht sein, das würde ich mir nur einbilden usw.

            Einen Facharzt zu anderem Thema fragte ich mal: warum könne es nicht sein, dass ich das habe (was drei Fachärzte vor ihm unabhängig voneinander diagnostiziert hatten - auf einen Blick erkennbar für Fachleute). Seine Antwort: "Sie können das nicht haben, weil ich mich nicht damit auskenne" :-p

            Wenn du Vertrauen zu dem Arzt hast, gut. Dann gibt er sicher Tipps, wie es weiter geht. Gibt Termine mit Beratung, wenn es nicht so klappt, wie es klappen sollte.

            Falls du unsicher bist oder merkst, da passt was nicht, such dir eine zweite Meinung.

          • Der Arzt, bei dem ihr wart, hat schlichtweg keine Ahnung von Tics! Das ist ja eine Katastrophe, was der von sich gibt :-(
            Dein Kind macht die Tics NICHT mit Absicht und dein Kind kann die Tics nicht einfach so sein lassen. Sie entstehen durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn (Dopamin kann nicht auf normalem Weg abgebaut werden) und können nicht gesteuert werden! Ältere Kinder schaffen es vielleicht, sie für einige Zeit zu unterdrücken, aber irgendwann müssen sie raus. Jedesmal wenn du deine Tochter darauf aufmerksam machst und ihr sagst, dass sie es sein lassen soll, machst du ihr Stress - was die Tics noch verstärkt.

            ""Mami ich kann es nicht lassen. Mein Körper sagt ich muss es tun und es kommt dann einfach. ""

            Deine Tochter kann schon gut in Worte fassen, was sie fühlt. Sie kann es nicht steuern! Bitte geht zum einem Kinder- und Jugendpsychiater, der sich mit der Thematik auskennt.

            Ich habe zwei Töchter (11 und 9), die beide Tics haben. Ich habe mich jahrelang mit dem Thema beschäftigt und es macht mich sehr wütend, wenn ich lese, welchen Blödsinn manche Ärzte verzapfen.

            LG Sandra

      Viele haben Tics in dem Alter. Oft verwächst es sich einfach wieder. Kann auch stressbedingt sein (Schule? Einschulung? Familie?), dass es sich erstmal verschlimmert oder erstmalig auftaucht. Versuche es einzufangen per Video und zeig es eurem Ki-Arzt. VG

      Seid ihr nur beim Hausarzt/Kinderarzt gewesen oder auch bei einem Psychiater? Das wäre meine Anlaufstelle, um eine Diagnose zu erhalten. Über eine mögliche Behandlung kann man sich dann immer noch Gedanken machen, aber gerade auch dir zur Beruhigung sollte man doch genau wissen, was das ist und nicht nur ADHS ausschließen.

      • Wir waren beim Kinderarzt und beim Psychiater. In beiden Fällen sind tics ausgeblieben. Auch beim anderthalb stündigen Intelligenztest keine Anzeichen für tics. Daher sieht der Psychiater die Ursache in mir ( ich sei überfordert, nicht stark genug, muss was für mich tun). Der tic sei nur dazu da um meine Aufmerksamkeit zu kriegen. Die beiden neuen tics kamen im Nachhinein hinzu. Und alle tics existieren auch ohne mein Beisein. Ich hab den Eindruck der Psychiater hat mich direkt abgestempelt ( weil ich mit einem Säugling im Arm unsere Situation geschildert habe und dabei anfing zu weinen- muss auf ihn extrem labil gewirkt haben. Zumal mein Mädchen wie eine Musterschülerin vor ihm stand. Zurückhaltend und schüchtern, ruhig und bei den Aufgaben hochkonzebzriert). Das meine ich damit. Sie kann offenbar vor fremden ihr Verhalten anpassen. Im gewohnten Umfeld bricht es dann aus ihr aus. (Nicht nur zu Hause, auch bei Oma, überall in meinem oder Omas Beisein, Schule, Kirmes, beim Spielen mit Freunden, vorm schlafengehen... die neuen tics sind seit 3 Wochen da, das drücken ist seither auch extremer und öfter. Und vorher gibts immer einen scharfen, kehligen Huster. Jetzt grad guckt sie fernsehen und bis auf das blinzeln kein weiterer tic in Sicht... Tourette ist doch ständig präsent oder?

        Ach so noch was: der Psychiater fragte ob sie sich mit den Fäusten auf die Brust schlägt oder sonst irgendwie selbst verletzt. Das wäre Tourette. Ich solle einfach aufforderndes zu lassen. Das würde sie dann auch können. Kann sie aber nicht. Nach mehrmaligen auffordern es zu lassen ist es trotzdem da und möchte sie nicht dazu bringen dass sie sich unnormal oder „ohnmächtig“ fühlt...

        • Und wieder ein Blödsinn, den dein Arzt dir da erzählt hat....

          ""Ach so noch was: der Psychiater fragte ob sie sich mit den Fäusten auf die Brust schlägt oder sonst irgendwie selbst verletzt. Das wäre Tourette. Ich solle einfach aufforderndes zu lassen. Das würde sie dann auch können. ""

          Tourette hat nichts mit Selbstverletzen zu tun! Tourette ist charakterisiert durch eine Kombinationen von mehreren motorischen und mindestens einem vokalen Tic.

          Diagnose Tourette Syndrom:
          Das Tourette-Syndrom ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von motorischen, vokalen und sensitiven Tics. Es müssen gegenwärtig oder in der Vergangenheit multiple motorische Tics und mindestens ein vokaler Tic vorgekommen sein, die aber nicht zwingend gleichzeitig auftreten müssen.

          Die Erkrankung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter, jedoch vor dem 18. Lebensjahr.

          Die Tics treten mehrmals täglich und länger als ein Jahr auf.
          Betroffene sind nicht mehr als drei aufeinanderfolgende Monate ticfrei. Einige Betroffene können ihre Tics zeitweise unterdrücken, in Folge kommt es jedoch zu heftigen „Ticentladungen“. Tics sind veränderlich, das heisst, manche verschwinden im Laufe der Zeit, neue Tics entstehen.

          Für die Diagnose werden Fluktuationen der Tics im Verlauf gefordert.


          LG Sandra

    Der Psychiater scheint ein Reinfall gewesen zu sein. Das heißt nicht dass deine Tochter krank ist oder irgendwie auffällig, das heißt einfach nur, dass du scheinbar an einen ziemlich schlechten Psychiater geraten bist. Also rate ich dir, dich mal nach guten Kinderpsychiatern umzuhören und einen neuen Anlauf zu starten. Da ja ein Baby dazugekommen ist, kann es auch sein, dass deine Tochter auf den zusätzlichen Stress reagiert, wer weiß das schon. So oder so am besten eine Zweitmeinung einholen und die Vorwürfe an dich bitte nicht ernst nehmen! Alles Liebe!

    (14) 27.03.18 - 14:00

    Hallo, also eines mal vorneweg: euer Psychiater war ein voller Reinfall und hat sowas von keine Ahnung von Tics! Kinder mit Tics sollte man nicht auf ihre Tics hinweisen, da diese sich dadurch mehr manifestieren können. Auch wenns schwer fällt, soll man sie am besten ignorieren. Die kinder können sie nämlich nicht unterdrücken oder damit aufhören bzw. höchstens für kurze zeit "hinauszögern". Dass während des Tests keine auftraten, kann ohne weiteres damit zusammenhängen, dass sie sich voll darauf konzentriert hat. Lt. Meinem kia ( welcher aus eigener familiärer erfahrung sich wirklich gut damit befasst hat) sind die ticsbei focussierung und starker unbewusster konzentration des kindes auf etwas dann währenddessen oft weg. War bei meinem sohn tatsächlich auch so! Mei sohn hatte auch massive tics (augen zwinkern, augrn nach oben wegdrehen, ständig an der nase stupsen, den mund unkontrolliert weit aufreißen und die zunge bis zum anschlag raus plus 2 vokale tics). Teilweise konnten wir ihm nicht ins gesicht sehen so schlimm war es. Nachdem beim gehirn- eeg alles ok war und gröbere erkrankungen ausgeschlossen wurden, haben wir dann auf unseren arzt gehört und nichts gemacht außer die tics zu ignorieren. Er hat inzwischen keine tics mehr (ab und zu alle 3 monate mal kurz aber das würde niemandem auffallen wenn manns nicht weiß.). Solche tics sind leider oft entwicklungstechnisch normal- auch wenns bei manchen kindern verstärkt auftritt. Ich hoffe, ich konnte dir eon bisschen hoffnung machen auch wenns dir zur zeit echt schwer vorkommt. Und euren Psychiater würde ich mal dringend wechseln-selten so unqualifizierten Schwachsinn gehört! Sorry wg. Rechtschreibung- aber hab grad stress und schreib am handy.🤗

    • (15) 29.04.18 - 08:51

      Hallo para,
      Ich antworte etwas spät, ich war in richtiger Panik, wie gelähmt. Darf ich fragen wie alt dein Sohn ist und wie alt er war als die tics so schlimm waren?

Hallo.

Keine Angst, das wächst sich aus... echt...:-D

Sowas hatte mein Sohn (mittlerweile fast 14 und ohne Tics;-)) und meine Tochter (10) hat momentan auch ganz schlimme Tics. Bei ihr kann man es echt am Stress festmachen. Wenn sie schulisch stark eingespannt ist oder sich Zickereien unter den Schulkameradinnen sehr zu Herzen nimmt, dann sind die Tics auch schlimmer.

Läuft alles relaxed ab, dann sind die Tics auch weg oder kaum vorhanden.

Wie gesagt, je älter die Kinder werden, umso weniger werden diese nervigen Angewohnheiten auch. Vielleicht deswegen, weil sie die Situationen, die sie stressen besser verstehen und verarbeiten können.

Alles Gute!

Hey,

ich bin sonst eher stille Leserin und schreibe nicht sooo viel, aber zu diesem Thema mag ich gerne was beitragen.

Unser Sohn (mittlerweile fast 11 Jahre alt) hat seit seinem 3.Lebensjahr auch Tics. Es fing an mit Schulterzucken, danach kamen dann Grimassen, Mund aufreißen, blinzeln und sonstige leichte motorische Tics. Seit ca. seinem 7. Lebensjahr kamen dann leichte vocale Tics hinzu (Hüsteln, räuspern und sogar zwischendurch war es mal summen von Melodien). Es hielt sich alles noch relativ in Grenzen bisher aber seit Dezember sind seine Tics extrem stark geworden. Es sind immer die gleichen Tics. Hände kneten, Grimassieren, blinzeln, Mund aufreißen und räuspern oder hüsteln. Im Moment ist es so ein Höhepunkt, ich kann ihn kaum anschauen. Es tut mir auch so leid für ihn. Zum Arzt gehen möchte er nicht und gehänselt wird er zum Glück auch (noch) nicht. Ich habe soooo viel gelesen und überall steht, dass es sich mit ca. 10,6 Jahren verschlimmern kann (und dann in der Pubertät möglicherweise nochmal). Das passt Alterstechnisch absolut. Dennoch habe ich die Hoffnung, dass es bei ihm irgendwann weggeht. Ich würde es mir so für ihn wünschen. Ich hab nun schon einige Berichte gelesen, bei denen es tatsächlich während oder nach der Pubertät weggegangen ist. Von daher hoffen wir weiter.
Deshalb lese ich hier auch gerne mit. Es scheint ja gar nicht sooo ungewöhnlich zu sein, dass Kinder Tics haben. Mich würde interessieren, wie lange die Tics bei den Kindern hier im Thread so waren. Ob sie durchgehend waren und ob es auch vokale und motorische Tics auf einmal waren.

Lg

Hallo...

Uns ging es mit unserem Sohn auch so...
Er wird im Oktober 6!
Bei ihm hat es mit ca 3 angefangen (ging bis 4)...und such ich hatte Angst!
Bei ihm hing es mit der Müdigkeit zusammeln...Wenn er müde wurde machte er mit dem einen Arm komische Bewegungen...klapperte mit den Zähnen und machte dabei komische laute...

Mein Mann und ich haben ihn dann bewusst angesprochen und angefasst und dann hörte er auf...Er hatte es jeden Tag!
Irgendwann war es weg...

Ich vermute es hing bei ihm mit der Gehirnentwicklung zusammen...Mein Kia fand das recht normal...

Er wurde vor kurzem auch auf Adhs getestet...ist aber alles gut!
Bei ihm kamen die Adhs Symptome vom Schlafmangel (er hatte ne krasse HausstaubAllergie- war nie richtig ausgeschlafen- diese wird jetzt behandelt und ihm geht es wieder gut)!

Wünsche euch alles Gute!
Mach dir nicht zu viele Sorgen, es betrifft einige Kinder...

LG Sina

  • Ich hab meine Tochter mal gefragt ob es sie selbst stört und sie verneinte. Das ist zumindest mal was positives. Und gehänselt wurde sie auch nich nicht. Ich hab ein bisschen Recherche betrieben und herausgefunden dass so einige in unserer Familie tics hatten, sowohl von meiner Seite als auch von meinem Mann. Ist bei allen weg gegangen oder zumindest so eingedämmt dass es niemandem auffällt... sollte es bei meiner Maus schlimmer werden würde ich es ggf. mit tcm versuchen, Akupunktur und Kräuter. Hatte da einen sehr interessanten Artikel zu gefunden wo in einer Studie mit Kindern der größte Teil von Tourette geheilt werden konnte... werde wohl erst irgendwelche Schritte einleiten wenn sie selbst sagt dass es stört. Bis dahin bleibt nur die Hoffnung dass es von allein weggeht!

    • Hallo, manchmal kommen tics auch von hoher Duraspannung...Was zu Verschlimmerung bei stress, Müdigkeit, WachstumsSchübe passen würde. Mal zu nem guten Physiotherapeuten /osteopathen und Atlas, isg, brustwirbelsäule auf Blockierungen checken lassen...Wäre noch meine Idee...Im schlimmsten Fall nützt es nix.
      War ihre babyentwicklung auffällig? Lieblingsseite vom kopf, zb viel Koliken oder schreien, kein/ einseitiges krabbeln oder kein Bauchlage liegen wollen.. Viel spucken, schlecht trinken an der brust, viel überstrecken des Körpers...? Muss nicht alles zutreffen...

      • Nein, sie war als Baby sehr unkompliziert und ich habe keine der von dir genannten Symptome beobachten können. Ab ca. ihrem 3. Lebensjahr wurde sie „anstrengend“. Trotzverhalten über das „normale“ Maß hinaus, einschlafstörungen, ständige überdrehtheit; der erste tic zeigte sich nach einer langen Bronchitis ( es blieb ein räuspertic der abends besonders schlimm war). Verschwand nach ca. einem Jahr und dann fing das drücken der Hände gegen das Kinn an. Zunächst nur bei Freude, wenn sie für irgendwas gelobt wurde, usw. mit der Geburt meines Sohnes im November fiel mir dann auf ,dass dem Drücken nun auch ein kehliger scharfer Huster voraus geht. Dann kam noch das nach oben schielen und Mund grimassieren hinzu. Das alles passiert quasi gleichzeitig. + vocaler tic durchgehend und blinzeln durchgehend. Und dazu noch dieses schubweise extrem hyperaktive, überdrehte Verhalten, ständiges oft sogar unangemessenes lachen ( wenn sie z.b. Ärger bekam oder jemand sich weh tat,...) Was mir noch aufgefallen ist, ist dass sie ständig sagt, dass sie mich lieb hat. Nicht dass mich das stören würde :-) aber es ist an manchen Tagen auffällig viel, manchmal alle 5 Minuten. „Hab dich lieb Mami. ich denke sie will sich rückversichern. Aber warum nur? Wegen dem Kleinen? Wir haben natürlich alles beachtet damit keine Eifersucht auftritt, sie sich nicht vernachlässigt fühlt und geliebt, gewollt, usw... sie liebt ihren kleinen Bruder sehr und freut sich- für sie ist quasi ein Wunsch in Erfüllung gegangen.

        • Okay, na das hört sich dann doch nach anderen Hintergründen an... War nur ne Idee mIT augenkneifen seh ich da oft Zusammenhänge bei meinen Patienten...
          Alles gute euch auf alle Fälle!

Hi,
Bin 34 und lebe seit ich ca 6 bin auch mit so einem Tic. Hat sich überwiegend verwachsen.
Mein Vater und sein Bruder haben den selben Augen Tic. Mein Selbstbewusstsein und Intelligenz haben übrigens nicht darunter gelitten😉
Es nervt, gibt aber Schlimmeres🤗
Gute Nerven und alles Liebe

Top Diskussionen anzeigen