Immer allein *silopo*

    • (1) 28.03.18 - 20:44

      Ich muss mich mal ein bisschen ausheulen.
      Momentan fühl ich mich so allein. Klar, ich hab meine Kinder und das Muttersein an sich erfüllt mich mit Freude, ich liebe es! Aber viel mehr ist da auch nicht. Ich hab (außer den Kindern) genau 4 Personen in meinem Leben. Meine Mama, meinen Papa, meine Schwester und meinen Mann. Also versteht mich nicht falsch, ich war noch nie so der Mensch, der viel unter Leute gegangen ist, Freunde hatte ich auch nie wirklich, weil ich da scheinbar zu anspruchsvoll bin und ich mag es am liebsten in meinen eigenen vier Wänden aber ich liebe es zb Besuch zu haben und zu Backen und zu kochen und alles vorzubereiten aber ich hab fast nie Besuch. Das frustriert mich manchmal. Meine Familie wohnt weit weg, daher kommen meine Eltern etwa einmal im Monat zu besuch. Ich liebe meinen Mann aber wir sind wirklich wie Feuer und Wasser. Wir haben nicht eine gemeinsame Interesse. Ich höre zb gern Musik, er nicht, er liebt Filme, ich guck mir viel lieber Serien an. Also endet jeder Tag so, dass er von der Arbeit kommt, wir zusammen essen, ich die Kinder ins Bett bringe und jeder von uns beiden dann was anderes macht, meist auch in getrennten Räumen. Meine Schwester ist quasi meine Seelenverwandte, normalerweise schreiben wir übers Internet den halben Tag so nebenbei und telefonieren regelmäßig. Jetzt ist sie aber mit ihrem Freund zusammengezogen und hat noch kein Intenet - seit einer Woche. Das fühlt sich bei uns an wie eine Ewigkeit. Ich weiß auch nicht, momentan fühlt sich alles so sinnlos an. Ich würde meine Schwester so gern öfter sehen, am liebsten jeden Tag wenn es ginge. Aber wir sehen uns vielleicht 4 mal im Jahr, da wir beide auf den Zug angewiesen sind, der erstens Teurer ist, ich habe ein Kleinkind und ein Baby, meiner großen wird genau wie mir bei Zug und Autofahrten schlecht und meine Schwester hat einen Hund, für den sie nie länger als ein paar Stunden einen Aufpasser findet und den sie auch nicht mitbringen kann. Diese ganze Sache nervt mich :(

      Danke fürs zuhören, die meiste Zeit mag ich mein Leben ziemlich gern aber manchmal ist so ein bisschen der Wurm drin, wer kennt das nicht...

      • Möchtest du denn andere Kontakte knüpfen?

        Es liest sich so, als wärst du nicht gern so viel allein. Das wird sich aber erst einmal nicht ändern, wenn deine Familie weiter weg wohnt. Auf deine Familie allein kannst du also nicht bauen.

        Wenn dein Mann jeden Tag zu Hause ist, kannst du dann nicht an einem Abend in der Woche DEINEM Hobby nachgehen, bei dem du dann vielleicht auch Leute kennen lernen kannst? Es muss ja etwas geben, das du gerne machst.

        Ansonsten würde ich schon auch mal einen Babysitter nehmen und gemeinsam mit dem Mann etwas unternehmen. Es muss ja keine bestehenden gemeinsamen Interessen geben, man kann auch neue Sachen ausprobieren. Geht doch mal essen, ins Theater, zu einem Krimi-Dinner oder in einen Escape-Room. Sowas eben. Einfach etwas, das Spaß macht, was ihr gemeinsam macht und wo man vielleicht noch Leute kennen lernt.

        Wenn du an dem Zustand wirklich etwas ändern möchtest, dann musst du das in die Hand nehmen, Kontakte kommen selten von alleine.

        • Danke für deien Antwort. Nein es ist wirklich nur ein aktueller Zustand, dass ich mich allein fühle, weil ich die Menschen, die ich gern hab nicht so oft sehen kann.
          Kontakte außerhalb der Familie.. also ich habe schon einige Bekanntschaften, mit denen ich mich auf nen Kaffee oder auf drm Spielplatz treffe aber sowas nervt mich immer mehr als dass ich es toll finde, weil es eben nur Bekanntschaften sind und keine Menschen, mit denen ich über alles reden kann und würde. Von Babysittern halte ich nichts, meine Töchter waren auch noch nie irgendwo ohne mich oder meinen Mann.

          Aber danke für deine Tipps

          • Vielleicht war DIE eine Freundin eben einfach noch nicht dabei. Ist doch klar, dass man in der anfänglichen Kennenlernphase noch nicht so dicke miteinander ist, um sich das ganze Leben zu erzählen. Das braucht Zeit. Eine wirkliche Freundschaft muss sich erst entwickeln.
            Gib den Bekanntschaften eine Chance! Oder suche noch etwas weiter nach jemandem, der Dir richtig sympathisch ist. Erwarte aber nicht gleich eine Seelenverwandtschaft. Wie gesagt, Freundschaften brauchen Zeit und wollen gepflegt werden.

            • Naja Kennlernphase würde ich das nicht nennen, die meisten kenne ich seit 1-2 Jahren, manche sogar länger, ich finde die auch alle ganz nett aber man merkt ja direkt, ob ein Mensch vom Charakter und von der Einstellung her zu einem passt. Ich habe ja meine Menschen, die mir wichtig sind aber die sehe ich viel zu selten, allein das wolmte ich mit meinem Beitrag ausdrücken. Danke trotzdem für deine Antwort

              • Ich glaube, du willst gar keine neuen/engeren Kontakte außerhalb, da die dich nur nerven, du willst nur deine Familie öfter sehen, was nicht geht. Wenn du nicht selbst aktiv wirst, ist dir nicht zu helfen, sorry. Dann musst du wohl oder übel einsam bleiben. Das, was du über deinen Mann schreibst, eure Freizeitgestaltung, das wäre für mich keine Ehe, ganz ehrlich. Was hält dich davon ab, in die Nähe deiner Schwester zu ziehen? VG

            Hallo!
            Ich denke, man muss, wenn man neue Leute kennenlernt, da durch, dass es erstmal etwas steif und gezwungen ist. Es ist ja eher selten so, dass man sofort mit "Fremden" in die Tiefe geht und supereng ist (klar, solche Glücksgriffe gibt's auch). Man muss sich erstmal kennenlernen, sich irgendwie auch etwas abchecken..., um dann feststellen zu können, ob es Richtung Freundschaft gehen kann.
            Ich halte es für eher ungesund, sich nur an seine Familie zu halten und den Kontakt hauptsächlich über Internet zu halten. Letztlich vereinsamt man da dann ja schon. Und Du solltest Dich etwas aufraffen, mehr unter Leute zu kommen. Über die Kinder ist das doch recht leicht. Klar, anfangs dreht es sich in den Gesprächen fast nur um das Thema Kinder, aber dann kommen ja auch andere Themen dazu und bestimmt lernst Du jemanden kennen, der die Lücke, die Du gerade verspürst, etwas füllen kann.
            Viel Glück und Alles Gute!
            Jujo

            • Dein Beitrag war sicher für die TE. 😉

              Aber ja, genauso sehe ich das auch.

              "ungesund, sich nur an seine Familie zu halten" naja das sehe ich ein bisschen anders. Meine Familie hat mich auf die Welt gebracht, großgezogen und wird mich mein ganzes Leben lang begleiten. Freunde und Bekannte nicht, daher kann ich damit auch nicht viel anfangen. Aber den Kontakt hauptsächlich übers Internet zu halten ist ungesund, da pflichte ich dir bei

              • Genau, BEGLEITEN! Nicht ausfüllen!
                Ich finde deine Einstellung dahingehend etwas gewöhnungsbedürftig ehrlich gesagt.

                Auf der einen Seite möchtest du deine Familie/Schwester öfter sehen, kannst es dir aber nicht leisten hinzufahren und fühlst dich jetzt verständlicherweise einsam, weil dein Mann im Grunde auch nicht wirklich für dich da ist.
                (und da wieder meine Meinung, dass das Sprichwort "Gleich und Gleich gesellt sich gern" besser passt, als "Gegensätze ziehen sich an" ;-)).

                Auf der anderen Seite möchtest du aber gar nichts tun, um neue Freunde zu finden, du hast ja deine Familie.
                Freunde zu finden kann manchmal dauern oder es ergibt sich nebenbei.
                Wenn du aber nur daheim hockst, wird das natürlich nichts.
                Und auch gute Bekannte können irgendwann Freunde werden. Wenn man sie lässt.

    Du schreibst du empfängst gerne Besuch, wie wäre es mal eine nette Mutter vom Kindergarten oder irgendein Kurs den ihr besucht einzuladen oder alte Kollegen,nachbarin. Es muss ja nicht gleich eine feste Freundschaft werden aber ein paar nette Gespräche unter Erwachsene außerhalb der Familie tun doch immer gut

    • Hallo. Danke für deine Antwort. Ich lade mir gelegentlich mal die ein oder andere Mutter ein, aber das ist immer eher so ein steifer Smalltalk als wirkliche Konversation, es sind halt nie Menschen, mit denen ich einfach über alles reden kann, sowas nervt mich dann eher und hinterher bin ich froh, wenn es vorbei ist. Aber danke für die Idee :-)

Du solltest daran arbeiten aus deinen 4 Wänden herauszukommen. Wie schaut es mit einer Krabbelgruppe aus? Da findest du Kontakte. Such dir ein schönes Hobby. Engagiere
einen Babysitter und unternehme mit deinem Mann etwas.

Hallo,

Wie alt sind denn deine Kinder?

Ich weiß nicht, ob man das vergleichen kann, aber ich bin normalerweise auch ein Mensch mit wenig Freunden. Bzw auch kaum Interesse daran. Meine beste Freundin wohnt fast 300 km entfernt, wir sehen uns wenige Male im Jahr.

Direkt bei mir auf der Straße gibt es jeden Mittwoch einen Babytreff bis 24 Monate. Ich bin sozial sehr unsicher, ich hab "Angst" vor Menschen. (Ich litt zehn Jahre unter Depressionen und PTBS, aber das spielt ja keine Rolle)
Aber ich hab mich da hin getraut und siehe da - zwei Frauen wohnen auf meiner (sehr kleinen) Straße, eine Bekannte von früher direkt um die Ecke. Wir treffen uns jetzt auch gerne mal so, und sei es nur spazieren gehen und quatschen. Oder Kaffee trinken, waren am Samstag im Hallenspielplatz.

Früher dachte ich, ich vermisse soziale Kontakte nicht. Aber es tut mir sehr gut.

Versuche wirklich, in (lockere) Kontakte zu kommen.
Müttertreffs, wenn endlich Frühling wird Gespräche auf dem Spielplatz anfangen... Es gibt ganz viele Möglichkeiten. :)

Alles Liebe!

  • Hallo, danke dir für deine Antwort. Tut mir leid dass zu hören, ich litt auch Jahrelang unter Depressionen und einer ausgeprägten Sozialphobie, das habe ich zum Glück hinter mir. Meine Kinder sind 3 und 1. Unter den vorherigen Antworten habe ich es auch schon geschrieben: ich habe schon einige Bekanntschaften, mit denen ich mich treffe, sowohl Mütter als auch nicht-Mütter, aber sowas nervt mich immer mehr als dass es mir Spaß macht. Aber danke für deinen Tipp :-)

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