Musik Trauerfeier Beerdigung

    • (1) 29.03.18 - 11:18

      Hallo,

      sonst eine stille Mitleserin habe ich heute eine Frage.

      Mein Schwager ist verstorben, er war 47 Jahre alt. Wir suchen nun Musik, bis zu drei Titel dürfen es sein, für die Trauerfeier in der Kapelle.

      Ich habe schon im Internet Listen mit Musik durchgeforstet, jedoch möchte ich wissen, welche Musik habt ihr vielleicht schon mal selbst ausgewählt für diesen Anlass oder auf einer Trauerfeier gehört?

      Bei verstorbenen Freunden von mir wurden "Der Weg" von Herbert Grönemeyer oder "So wie Du warst" und "Mein Stern" von Unheilig gespielt.

      Vielen Dank schonmal!

      • (2) 29.03.18 - 11:29

        Hallo!

        Ich weiß nicht ob es die Richtung Musik ist die euch gefällt....
        Aber ich finde "Merci" von Udo Jürgens ganz toll und auch passend....
        Ich wollte es damals auf der Beerdigung meiner Mama spielen, aber da ihr Kirchenchor gesungen hatte ging das nicht...Aber ich verbinde dieses Lied immer mit dem Abschied zu meiner Mama...( Mama und ich sind bzw. war aber auch riesige UdoJürgen Fans ;-) )


        Liebe Grüße
        Kirsten

        (3) 29.03.18 - 11:34

        Ich finde es passender, Musikstücke zu nehmen, die dem Verstorbenen etwas bedeutet haben, als im Internet rumzuforschen.

        • (5) 29.03.18 - 12:27

          Danke aber ich habe nicht nach Meinungen und Kommentaren gefragt, sondern nur nach Musik, die schon mal jemand für eine Trauerfeier gewählt hat.

          • (6) 29.03.18 - 13:04

            Wir hatten auch Musik für Schwiegervater, die er gut fand bzw. die man mit ihm verbunden hat. Denke, das wäre auch die bessere Musik, da man dann einen Bezug dazu hat.

          • (7) 29.03.18 - 13:32

            Und ich kenne es eben nur so, dass man Musik wählt, die dem Verstorbenen etwas bedeutet hat und nicht irgendwelche tränentreibende "In-Lieder" aus dem Internet.
            Ein paar mehr Infos in deinem ersten Beitrag wären hilfreich gewesen.

            (8) 29.03.18 - 22:47

            Die brauchen das... Stör dich nicht an diesen dummen Kommentaren. Nimm die unterste Schublade, steck sie rein und mach sie zu😊

            Das nützt doch aber nichts, wenn es mit ihm so gar nichts zu tun hat.
            Für meine Verabschiedung wünsche ich mir "Ich will Gesang, will Spiel und Tanz" von Klaus Hoffmann, für die Beerdigung meiner Schwester hatte ich mir "Abschied muss man üben" von Heinz Rudolf Kunde gewünscht, auf der Trauerfeier eines Mitschülern in der Oberstufe wurde "Stille Livingstone you" von den Skorpions gespielt...Das hat aber immer auch zu den betroffenen Menschen gepasst und niemand musste da lange überlegen oder recherchieren.
            .

      (10) 29.03.18 - 11:39

      Mein herzliches Beileid für deine Familie.

      Wir sind bei der Musikauswahl immer nach den musikalischen Vorlieben des Verstorbenen gegangen. Meine Mama war eine Klassiktante. Also wurde selbstverständlich klassische Musik ausgewählt.

      Mein Papa hingegen hat es geliebt, wenn mein Neffe auf dem Akkordeon gespielt hat. Sein Lieblingslied war dabei: Biscaya

      Es war wunderschön, als mein Neffe das gespielt hat. Alle wußten, dass mein Papa dieses Lied geliebt hat und alle waren sehr bewegt.

      Ich finde, es geht nicht darum irgendwas Trauriges von irgendwem zu spielen. Es wird viel persönlicher, wenn man Musik spielt, die dem verstorbenen zu Lebzeiten Freude gemacht hat. Das muss nicht zwingend irgendwas Trauriges sein, was eigentlich mit dem Verstorbenen gar nichts zu tun hat.

      (11) 29.03.18 - 11:49

      Ich finde es schön Musik zu spielen die dem verstorbenen gefallen würde.

      Bei der beisetzung unseres Sohnes haben wir zb von König der Löwen " er lebt in dir" gespielt. Er mochte diese Musik.

      Alles gut und mein Beileid.

      (12) 29.03.18 - 11:54

      Ich bin 48 und ich wünsche mir für eine Beerdigung diese Lieder:

      Never let me down again (ich bin DM-Fan und "See the stars are shining bright, everthing's allright tonight" darf auch gern auf meinem Schild an meinem Baum im Friedwald stehen)

      Auld lang syne in der Version von Mairi Camobell

      Jerusalem (von Hubert Parry - "And did those feet in ancient time")

      Sollte jemand bei meiner Beerdigung auf die Idee kommen, Sülze von Unheilig oder Grönemeyer zu spielen, werde ich diesen Menschen als böser Geist heimsuchen.

      Meine Vorschläge helfen Dir nicht?

      Stimmt, können sie auch nicht - sind ja auch meine eigenen höchstpersönlichen Wünsche. Lieder, die zu mir passen, mir etwas bedeuten und von denen die Menschen, die mich lieben, WISSEN, was sie mir bedeuten.

      Warum nehmt Ihr also für den Schwager nicht ein bis drei seiner liebsten Lieder?

      • (13) 29.03.18 - 12:35

        Danke, ich werde mir Deine und auch alle anderen Vorschläge auf jeden Fall mal anhören.

        Er hat keine Musik gehört und hatte keine liebsten und auch keine Lieblingslieder. Und keine Lieblingsband, Sänger oder sonstwas. Sonst würde ich hier nicht fragen.

        • (14) 29.03.18 - 12:40

          Ah, ok. Dann ist das natürlich etwas anderes. Wirklich gar keine Musik? Das kann ich mir bei jemandem, der zur gleichen Zeit Teenager war wie ich, kaum vorstellen. Leben denn die Eltern noch, haben die vielleicht einen Wunsch?

          Mein Beileid noch nachträglich, das ging mir vorhin unter.

          Konnte er mit Musik vielleicht gar nichts anfangen?
          Dann würde ich ihn auch an seiner Beerdigung nicht damit malträtieren.

          Hatte er was mit Kirche/Religion am Hut? Dann könnte man ganz klassisch "So nimm denn meine Hände", "Grosser Gott wir loben dich" und "Näher mein Gott zu dir" wählen, zum Mitsingen für alle.

          (16) 29.03.18 - 17:49

          Wäre gut gewesen das im Ausgangsthread gleich zu schreiben statt hier gegenüber der Ersten, die keinen Liedtitel nannte, sondern den Vorschlag mit den Lieblingsliedern machte, anzumachen.

      (17) 29.03.18 - 12:42

      Mairi Campbell war BTW gemeint, aber das ist aus dem Sex and the City Film, besser nicht für einen Mann nehmen, es sei denn er mochte die Serie (mein schwuler Kollege z.B. liebt den Film, das Lied und die Filmszene dazu).

    (20) 29.03.18 - 12:48

    Finde ich übrigens sehr gut, die Idee sich mit dem Thema schon zu Lebzeiten auseinanderzusetzen.

    Wir sind wirklich ratlos und machen uns halt Gedanken, ob unsere Ideen nun so völlig an seinem Geschmack vorbei sind.

    (21) 29.03.18 - 13:05

    Ach, du bist immer so direkt und ehrlich. Weiter so.#pro

(22) 29.03.18 - 11:58

Welche Musik(richtung) mochte er?

Es gibt viele traurige Lieder im Internet, die meisten würden nicht zu den mir Bekannten Verstorbenen passen.

Auch die Texte unterscheiden sich.

Entweder würde ich von der Lieblingsmusikrichtung etwas zu seinem Leben/Sterbensweg auswählen oder Lieder wählen, die den Lebens- oder Sterbensweg beschreiben.

  • (23) 29.03.18 - 12:33

    Das macht es uns ja so schwer, da er keine Musk gehört bzw. nicht wirklich etwas bestimmtes gemocht hat. Keine Lieblingsband, kein Lieblingslied.

    Das wäre einfach und dann würde ich mir hier nicht nach Musik fragen, die schon mal jemand ausgewählt hat bzw. ja vielleicht auch für sich selbst wählen würde.

    Wir haben ein paar Ideen aber jeder in der Familie geht da doch nach seinem Musikgeschmack und deshalb suche ich jetzt nach etwas Input.

    • (24) 29.03.18 - 12:48

      da ist dann die Frage nach seinem Leben.

      Es gibt Trauerliedtexte, die nach einer schweren Krankheit passen, nicht zu einem Unfalltod und umgekehrt.

      Zu jemandem, der an ein Leben nach dem Tod glaubte, als zu jemandem, der so gar nicht daran glaubte.

      Bei manchen Beerdigungen wird in er Musik wert auf das Wiedersehen, nicht gehen für immer gelegt. Bei anderen mehr auf den Abschied. Auch auf wie schwer das Leben war oder auch wie fröhlich das Leben war.

      Tod als Erlösung oder herausgerissen aus dem glücklich sein.

      Wenn er kaum Musik gehört hat, welche Interessen hatte er sonst.

      Was ich bei der einen Beerdigung passend fand (auch wenn mir die Musik selbst nicht gefällt), würden sich mir bei einer anderen die Haare sträuben. Nicht wegen der Musik an sich, sondern weil es nicht zum Leben der Person passen würde.

      Auch Vertrauen, Liebe usw. spielen in Liedern eine Rolle.

      Wo waren seine Stärken?
      Was machte ihn aus?
      Was verbindet ihn mit seiner Familie an Musik? Z.B. Lied, das bei der Hochzeit lief. Lied beim ersten Date.

      Richtung Trost oder Richtung Hoffnung?

      Beim Tod meiner Eltern haben wir dem jeweiligen Pfarrer bzw. dem begleitenden Beerdigungsinstitut wichtige Punkte aus ihrem Leben genannt. Sie haben uns dann passend dazu Vorschläge gemacht, was Blumen, Dekoration, Rede usw. betraf.

      Bei Musik ist es auch so: singt jemand aus der Familie, der Chor oder Verein, von CD. Vllt. gibt es da auch Tipps.

      • (25) 29.03.18 - 13:00

        Vielen Dank, das hilft mir sehr!
        Er war allein, Single, keine eigene Familie, das Sorgenkind seiner Eltern bis zuletzt.
        Er hatte ein schweres Leben. Egal was er angefasst hat, es ist schiefgegangen.
        Deswegen brauchen wir da etwas Fingerspitzengefühl bei der Auswahl.
        Ich werde mit meinem Mann Deinen Post mal durchgehen.

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