Mein Mann kann alles besser!

    • (1) 02.04.18 - 08:14

      Hallo ihr Lieben,
      Erstmal zur Vorgeschichte, wir hatten eine schwere Geburt, nach der Geburt Anpassungsschwierigkeiten. Mein kleiner Mann schrie nur, bis wir herausgefunden haben er hat das Kiss-Syndrom und haben es behandeln lassen. Mit dem stillen hat es nach 4 Wochen schon nicht mehr geklappt. Dennoch ist er mit knapp 5 Monaten noch ziemlich anstrengend, extrem fordernd. Soweit so gut. Ich liebe meinen Engel.

      Mein Mann arbeitet im 3 Schicht System
      Jedesmal wenn er zu Hause ist kümmert er sich rührend um unseren Sohn um mir Entlastung abzunehmen. Doch er lässt mich (unwissend) spüren, dass er es besser kann. Diese Umstellung mit Baby, das Spielen, das Füttern, das wickeln. Ich habe einfach das Gefühl er kann alles besser. Ich habe das Gefühl, mein Sohn lacht bei ihm mehr. Selten das ich Dinge tue, die mein Sohn lustig findet egal wie ich mich bemühe.

      Kann mein Mann alles besser? Gibt es sowas vielleicht, das mein Baby gemerkt hat das ich alles falsch mache? Ich mein, hab es schon nicht geschafft ihn ohne Komplikationen zu gebären, geschweigedem geschafft ihn ordentlich zu stillen.

      Mir bricht es das Herz wenn ich sehe wie toll mein Mann alles kann.

      Bitte helft mir, irgendwie!

      • Dein mann kann nicht alles besser. Er ist nur entspannter als du und genau das überträgt sich auf euer Kind. Jemand, der nicht rund um die Uhr 24/7 über Monate mit dem Baby zusammen ist, ist wesentlich entspannter als jemand, der eben ausschließlich mit dem Baby zusammen ist und diese innere Ruhe überträgt sich auf das Kind. Zudem jemand, der nicht immer da ist für ein Kind etwas besonderes ist und es da meist entspannter abläuft als mit dem Menschen, der den Alltag mit dem Kind managt. Der, der den Alltag macht, ist der sichere Hafen, der Fels in der Brandung, wo das Kind immer so sein kann, wie es ist. Bei dir muss es sich nicht verstellen, da es gebaut weiß, dass es so angenommen wird, wie es ist.

        • (3) 02.04.18 - 11:10

          Na klar, nach der Schichtarbeit ist der Vater bestimmt tootaal entspannt! Und zudem verstellt sich das Kind beim tiefenengechillten Papa, weil der - anders als die Mutter- nicht der sichere Fels in der Beziehung ist. Mit Verlaub: selten so einen Blödsinn gelesen. Die TE hat massive psychische Probleme, die sie dringend angehen sollte. Die ist mitnichten ein Fels für Ihren "kleinen Mann und Engel", sondern offenbar komplett überfordert.

            • (5) 02.04.18 - 13:57

              Dass hier zumindest der Verdacht auf mindestens eine postnatale Depression vorliegt, ist offensichtlich nicht nur für mich offensichtlich. Gerade weil ich den Text der TE gelesen habe, halte ich deine Antwort für gefährlich verharmlosend.

          (6) 02.04.18 - 11:46

          Muss das sein?

Hallo,

für mich liest es sich so,dass Du fast schon dabei bist in eine Depression abzurutschen.
Google Dir Schatten und Licht e.V. dort findest Du Ansprechpartner.

Von Dir geschrieben:" Ich mein, hab es schon nicht geschafft ihn ohne Komplikationen zu gebären, geschweigedem geschafft ihn ordentlich zu stillen. "

Hier würde ich Dir raten Dir sämtliche Unterlagen aus der Klinik zu besorgen (dieses steht Dir zu)und diese mit einer Fachperson (z.B. eine Hebamme)durchzugehen, sehr häufig sind Komplikationen klinikgemacht und haben nichts mit Dir als Frau zu tun.

LG

(11) 02.04.18 - 09:28

Hallo!
Ich denke, Du redest Dir unbewusst ein, alles "falsch zu machen" - das verunsichert Dich sehr.

Ich schließe mich hier meiner Vorrednerin an: besorge Dir die Unterlagen, rede mit Deinem Frauenarzt darüber. Du bist an nichts schuld!!!!!
Geburten verlaufen nun mal nicht immer superklassetoll. Mein Großer war zu schlapp zum Stillen. Also gab es die Flasche. Er ist pumperlgesund, groß, normalgewichtig und hst keine Allergien oder so. Hat mit wenigen Wochen durchgeschlafen. Der Kleine (Notkaiserschnitt) war ein Schreikind mit anfangs vielen Problemen, gesundheitlich, bis heute kann er nicht gut ein - und durchschlafen. Auch gesund, aber als Baby sehr anstrengend.

Rede Dir bitte keine Schuldgefühle ein. Der Alltag mit Baby ist anstrengend. Ich weiß, da ist entspannen schwer.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du ein Hobby anfangen kannst, das zur Schicht Deines Mannes zeitlich passt, Schwimmen, Walking... es würde Dir vielleicht guttun, wenn Du etwas für Dich machst. Oder Du hast eine Oma, Freundin, Nachbarin...

Alles Gute
Tine

(12) 02.04.18 - 09:41

Oh je, Du Arme! Das klingt nicht gut...

Ich schließe mich goldengirl2009 absolut an!!!
wenn bei Schatten u Licht nichts in deiner Nähe angeboten wird, dann google mal EEH - emotionelle erste Hilfe!
Davon bin ich selber begeistert und kenne viele, denen es genauso ging.

Hol dir unbedingt Unterstützung, es geht vielen so wie dir, Hilfe in Anspruch nehmen zeugt von Stärke.

fühl dich gedrückt!

Liebe Mami 112017,
wenn dein Mann zu Hause ist, macht er dann auch den Haushalt? Übernimmt er das kochen, die Wäsche, das einkaufen, und was sonst so alles anfällt? Oder ist er 100 prozentig auf den kleinen konzentriert? Denn dann wäre es ja kein Wunder dass es so aussieht als wenn alles bei ihm besser klappt! Wir Mütter müssen uns leider 5-teilen um alles unter Dach und Fach zu kriegen. Gute Hausfrau, gute Putzfrau, gute Mutter...

Rede dir nicht ein dass du es nicht geschafft ihn gescheit zu gebären denn DU HAST ihn ja schließlich geboren! Er ist in DIR gewachsen. DU hast tapfer durchgehalten bis der kleine Mann auf der Welt war, DU hast die Schmerzen ertragen, vorher, währenddessen und danach!

Dass das stillen nicht geklappt ist nicht deine Schuld, bestimmt ist es auf das küss Syndrom zurück zu führen.

Mach dich nicht verrückt, dein kleiner liebt dich, es gibt nur eine Mami auf der welt.

Und sei froh dass dein Mann eine gute Bindung aufbaut und dir was abnimmt. Konzentriere dich in diesen Momenten nicht darauf was er alles vermeintlich besser macht sondern darauf was dir gut tun würde- ein entspanntes Bad, ein Spaziergang, ein Buch lesen oder was dir sonst so Freude bereitet. Und gönn dem Papa auch mal die Freude am Sohnemann.

(14) 02.04.18 - 09:57

Such dir eine Hebamme, die sich mit schwierigen Geburten auskennt.
Es könnte gut sein, dass du noch nicht alles verarbeitet hast.

Dein Mann kann nicht alles besser. Er ist entweder entspannter oder konnte die Geburt schon verarbeiten, weil er emotional "außen vor war".

Ist dein Hormonspiegel, Eisenwerte und alles in Ordnung? Eine Geburt ist nicht einfach mal zum Bäcker gehen, sondern bringt erst mal vieles durcheinander. Im Guten wie auch im "unerwartenden" worauf man sich auch nicht vorbereiten kann.

Daher mein Tipp: suche dir eine Hebamme, die sich wirklich mit den Gefühlen nach der Geburt auskennt, insbesondere nach welchen mit schwierigem Verlauf. Die dir helfen kann, deine Gefühle zu ordnen. Das kommt häufiger vor, ist nur noch teilweise ein Tabuthema.

Wie es jetzt ist, weiß ich nicht. Aber bei Schwierigkeiten darf eine Hebamme auch bis zum ersten Geburtstag nach der Geburt zuständig sein.

(15) 02.04.18 - 10:28

Ja, dein Mann kann es wirklich besser, er ist entspannt!
Akzeptiere es und nutze es für dich aus, anstatt es schlecht zu reden!
Nutze das für dich aus, drück im das Baby in die Hand und mach mal ein Wochenende was für dich. Fahr in ein Hotel , nimm eine Freundin mit (...) und hole mal Luft!!!

Ihr habt viel durchgemacht und du brauchst mal eine Pause.

lg
lisa

(16) 02.04.18 - 11:48

Vorab: meine Kinder sind mittlerweile etwas älter (10, 8, 3), ich kann dir von meinen Erfahrungen berichten.

Unsere Kinder lachen und kickeln beim Papa auch mehr als bei mir. Er tobt und kitzelt usw. , da werde ich auch manchmal neidisch. Er ist teilweise entspannter als ich. Ich beneide es, wie er mit ihnen kocht oder backt (ich verliere da immer die Geduld). Aber: wenn sie Probleme haben, eine schützende Hand brauchen o.ä. kommen sie zu mir! Ich bin zum kuscheln da, um Ratschläge zu geben, Probleme zu lösen. Ich bin quasi die Vertrauensperson.

Du machst alles richtig, ihr beiden seid nur einfach verschieden. Lerne das zu akzeptieren!

LG rotihex

(17) 02.04.18 - 12:50

Um Gottes willen, mach dich doch nicht so klein!
Du machst das bestimmt super gut und dass es nicht mit dem Stillen geklappt hat....und? Geht davon die Welt unter? Das klappt (entgegen aller Behauptungen) nicht nur bei dir nicht. Beim ersten Kind hab ich mich deswegen auch völlig fertig gemacht,
ganz problematische sehr lange anstrengende Geburt, Stillen klappte nicht, Kind schrie in einer Tour...um mich herum Mütter, die (gefühlt) völlig problemlos alles wuppten, Geburt in Turbozeit, ihnen ging es direkt wieder supergut, die Kinder reinste Wonneproppen..!
Nachdem ich mir die Schuldgefühle vom Bein gebunden hatte wurde alles besser, ich war entspannt, das Kind mit mir, nach Umstellung auf Flaschennahrung (von mir liebevoll gegeben) gab es wesentlich weniger Schreiprobleme und auch meine Tochter "wonneproppte";-).
Klar freut sich dein Sohn wenn der Papa kommt, ist doch schön!!! Und du nutz die Zeit, die die beiden miteinander verbringen, mach was im Haushalt, was mit Baby nicht so gut klappt, leg dich in Ruhe in die Badewanne, lies was oder triff dich mit einer Freundin.
LG und alles, alles Gute für dich!!

  • (18) 02.04.18 - 12:55

    PS: Das "nichtgestillte Schreikind" von damals ist heute eine wunderschöne junge Frau von 18, die ich über alles liebe, wir haben ein supergutes Verhältnis, und auch zu ihrem Papa hat sie ein tolles Verhältnis. Und auch heute ist es noch so, dass sie sich mal mit mir und mal mit ihm austauscht, mit beiden unterschiedlich aber auch mit beiden ist es gut so wie es ist! Dafür ist man ja Mama und Papa....damit beide Anteil nehmen und beide Ansprechpartner sind!

Hey Liebes,

mach dich bitte nicht so fertig!

"Ich mein, hab es schon nicht geschafft ihn ohne Komplikationen zu gebären, geschweigedem geschafft ihn ordentlich zu stillen."

Die Geburt meiner Tochter war für mich auch der blanke Horror und ist der Grund, warum ich kein zweites Kind mehr möchte. Stillen? Vergiss es. 3 Wochen, ab der ersten Woche musste ich schon zufüttern. Ich weiß, wie du dich fühlst. Ich hatte auch schon das Gefühl, dass alle es einfach besser können als ich und jeder kann mit meiner Kleinen besser umgehen. Aber das stimmt einfach nicht. Dein Mann ist entspannter im Umgang mit deinem Zwerg. Er nimmt wahrscheinlich den Tag einfach so wie er kommt, jede Situation so, wie sie gerade eintritt. Und denkt einfach nicht (zu) viel drüber nach. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das mit deinem Kleinen richtig gut machst!

Und hol dir ruhig Hilfe, das wird dich entspannen!

LG und alles Gute ✊🍀

Liebe TE,
Ich würde durchaus auch mal das Gespräch mit einem Arzt oder einer Hebamme über mögliche postnatale Depressionen führen.
Ich kann mir aber ebensogut vorstellen, dass es keine sind, denn das Gefühl 'er kann alles besser' kenne ich auch, ohne jemals postnatale Depressionen gehabt zu haben. Und ich hatte eine unkomplizierte Geburt und habe mein Kind gestillt. Trotzdem... ich war viele Stunden allein mit diesem extrem fordernden Kind, fühlte mich oft hilflos und überfordert mit dem ständig schreienden Baby. War erschöpft, müde, verzweifelt. Und dann kam Papa. Ja. Entspannter als ich nach dem Tag, insgesamt geduldiger, weniger emotional. Nahm das Kind und beruhigte es. Ich war manchmal so traurig darüber. Bis ich aufhörte, es persönlich zu nehmen und es für mich zu nutzen.
Und trotzdem war und bin ich der sichere Hafen unserer Tochter und werde bei Kummer als erstes angesprochen und unsere Tochter ist eher Mama-Kind. Aber eben nicht ausschließlich. Und das genieße ich heute (sie ist 2,5) jeden Tag.
Alles Liebe

(21) 02.04.18 - 20:44

Hey...
Du tust mir sehr leid. Mach dir doch keine Gedanken um Geburt und Stillen. Es ist doch völlig egal, wie alles gelaufen ist, er ist auf der Welt und wird auch ohne Stillen groß. Mach dich doch nicht selbst so schlecht.
Und ich würde behaupten, dass derjenige, der 10-12 Stunden auswärts ist einfach entspannter im Umgang mit dem Baby ist. In eurem Fall: Papi kommt nach Hause, hat den Kleinen den ganzen Tag nicht gesehen und da ist es doch klar, dass das anders läuft als bei Dir.
Niemand macht irgendwas besser, nur anders!
LG

Hallo,

also ich kann deine Gedanken auf jeden Fall nachvollziehen. Meine erste Geburt war für mich ein Alptraum. Stillstart war sehr schwierig. Ich blieb ratlos zurück. Das hat nur ca 8 Wochen angedauert, dann wurde es etwas besser. Die Geburt an sich musste ich aber mit einer Hebamme aufarbeiten, ich hatte zwar keine Depression dadurch, aber große Selbstzweifel. Fühlte mich als Versagerin, da ich einen Kaiserschnitt hatte.

Ich denke wir haben alle ein falsches Bild von dem allem. Wir Frauen werden zu Müttern und es wird irgendwie vorausgesetzt das man alles mit einem Lächeln sofort hinbekommt und superglücklich bei allem ist, denn man ist ja Mama!

Würde ich mir vorstellen ich fange einen neuen Job an, von dem ich bislang null Ahnung hatte, würde ich mir auch Fragen stellen wie: mach ich alles richtig???

Aber als Mutter ist doch auch alles neu was man macht, wenn man da aber Zweifel hat, ist das doch auch irgendwie normal oder?

Bei meinem Mann haben meine Kinder auch oft mehr gelacht wenn er den Raum betreten hat. Ich hab mir das immer so erklärt, weil sie ihn einfach nicht so oft sehen. Und es dann einfach mal überraschend ist wenn jemand anderes da ist, nicht nur die Mama.

Sicherlich machst du es gut. Und dein Kind wird dir es nicht übel nehmen, dass du es nicht komplikationslos geboren hast und nicht gestillt hast. Es liebt dich über alles.

Du selbst nimmst es dir übel, aber nicht dein Kind. Du musst einen Weg finden die Situation zu akzeptieren. Hol dir Hilfe. Könnte mir gut vorstellen, das es auch nicht an dir persönlich lag, dass es Komplikationen gab sondern an der teilweise sonderbaren Geburtshilfe die geleistet wird. Hol dir den Geburtsbericht und sprich ihn zb. mit einer Hebamme durch. Das hat mir sehr geholfen, da ich festgestellt habe das es nicht meine Schuld war. 2,5 Jahre nach der ersten Geburt war ich damals mit mir wieder im Reinen und konnte die erste Geburt annehmen.

Alles gute rockisdead

Hallo,

ihr hattet einen schweren Start und Deine Ängste sind nachvollziehbar. Aber ich an Deiner Stelle würde mich freuen, so einen tollen Mann zu haben, der so gut mit dem Nachwuchs kann und alles so gut funktioniert. Wie oft liest man hier das Gegenteil;-)

LG

(24) 03.04.18 - 18:24

Dein letzter Satz hat mich echt geschockt! Du hast es nicht geschafft ihn ohne Komplikationen zu gebären und mit dem stillen aufgehört?? Wieso redest du dir so einen Schwachsinn ein?

Meine Geburt war auch die Hölle. Ich konnte während den wehen nicht atmen und die Herztöne sind u.a. deswegen abgefallen. Ich hatte Nebenwirkungen von der PDA und konnte mich die ersten 2 Wochen nicht kümmern, weil ich nicht wirklich aufstehen konnte. Mein Mann hatte schon 2 Kinder und hat auch die kinder seiner ex mit aufgezogen. Er ist also voll erfahren und ich hatte vor meinem Schatz 1x ein baby gehalten...

Mir egal ich habe mich der Sache angenommen. Mein Mann hat mir viel erklärt und mich machen lassen. Auch einfach mal für ein paar Stunden alleine gelassen und das war das beste, was er machen konnte. Mach Dir doch keinen Kopf! Ab und zu macht mein Mann auch Bemerkungen, aber mir egal. Und auch wenn mein Mann den Raum betritt macht der kleine IMMER. Aber auch das ist mir egal. Er lacht auch bei mir. Ich denke, dass du sehr verunsichert bist und das musst du ändern. Dein baby merkt das! Und deinem Mann kannst du sagen, dass er seinen Mund halten soll!

Du hast ein Kind zur Welt gebracht und davor so lange unter dein Herzen getragen, du hast großes geleistet! Hab keine Angst, sei nicht verunsichert.

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