Kann mit Geld nicht umgehen uns Lüge dabei

    • (1) 04.04.18 - 13:30

      Hallo Leute...

      ich möchte eigentlich mein Problem schreiben und wünsche mir ein guten Rat oder jemand der mir Hilft...

      Bin 30 Jahre alt seit 8 Jahren verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von ein Jahr
      ( Zwillinge)

      Ich liebe meine Frau über alles wir sind eigentlich sehr glücklich Eigentlich!!!

      Bis auf meine Lügen wenn es um Geld ging ich habe viele Schulden gemacht.. und die Schulden habe ich von ihr immer verheimlicht.. ich wollte nicht das sie es weißt und sie damit nicht belasten..sie sollte glücklich bleiben und sich keine sorgen machen.. aber leider ging es so das nachhause Mahnungen bekomme habe und sie jedesmal was gesehen hat... uns dann gestritten haben.. dann hat sie mich gefragt Ob noch was wäre und ich immer nein gesagt habe immer wieder immer wieder..Und es geht noch so weiter.. ich weiß wenn ich ihr jetzt alles erzähle das mit uns vorbei ist ich möchte sie nicht verlieren!!

      Ich hoffe ich konnte mich richtig ausdrücken..

      • Hallo,

        mach sofort reinen Tisch und wendet Euch gemeinsam an eine Schuldnerberatung.

        LG

        Wofür machst du denn all die Schulden?
        Möchtest du deine Familie in den Ruin treiben?

        Ab zur Beratung und wenn du absolut nicht mit Geld umgehen kannst, weil du evtl süchtig bist (Einkaufen oder Spielen zB), dann würde ich dir auch noch eine Therapie empfehlen.

        (4) 04.04.18 - 15:10

        Geht unbedingt zu einer guten Beratungsstelle, am Besten eine mit Paarberatung und Schuldnerberatung (z.B. Diakonie). Bist Du süchtig? Dann begib Dich unbedingt in Therapie. Diese Lügen zerstören Alles!

      • Hey, ich würde sagen, DU gehst zur Schuldnerberatung und legst dort alles auf den Tisch. Dann, wenn du Durchblick und einen Tilgubgsplan hast, sprichst du an einem neutralen Ort (Park, Café...) ohne Kinder (!) und legst ihr deinen Plan vor! Das zeugt von Einsicht und von Reue. Sag ihr, dass du Angst vor ihrer Reaktion hattest. Alles Gute, das wird schon :-)!

        Hallo.

        Ich würde mal sagen, es kommt drauf an WIE VIELE Schulden du FÜR WAS gemacht hast.#kratz

        Handelt es sich um eine kleinere Summe, dann würde ich versuchen, mir von Eltern/Geschwistern/Freunden was zu borgen und ratenweise zurück zu bezahlen und NATÜRLICH von weiterem Verschulden absehen!!!!

        Bei einer größeren Summe, die nicht möglich ist auszuborgen, würde ich zur Schuldnerberatung gehen!

        LG

      • Als allererstes zum Schuldnerberater und erst einmal einen Überblick verschaffen. Denn das klingt, als hättest Du den nicht mehr.
        Dann der nächste Gang ist zum Therapeuten.
        Und dann bringst du es moderiert (Schuldnerberater und/oder Therapeut) deiner Frau bei. Das solltest du aber wirklich nicht allein machen.
        Ich weiß nicht, um wieviel es sich handelt, aber mach dich drauf gefasst, dass das für die Ehe nicht einfach wird.
        Es ist auf jeden Fall gut, den ersten Schritt gegangen zu sein und jetzt wünsche ich dir viel Kraft für die weiteren Schritte. Aber geh es wirklich deiner Frau und den Kindern zuliebe an, auch wenn es hart wird und viele Tränen fließen werden, bei allen.
        Ich will dir Mut machen. In meinem Umfeld ist das bei 3 Paaren passiert. Zwei haben diese Krise gemeinsam überwunden!
        Geh es an, am besten ist es morgen das erste, was du machst, Telefonhörer in die Hand und den Schuldnerberater anrufen. Und der kann dir dann weiterhelfen mit Therapeuten etc. Nimm die Hilfe aber bitte an und sei ehrlich. Das ist das wichtigste.

        (8) 05.04.18 - 17:09

        Hallo,

        wenn Du sie nicht verlieren möchtest, solltest Du dringend mit den Lügen aufhören.
        Mach reinen Tisch. Bitte sie um ein Gespräch und lege die Schulden offen.
        Mach vielleicht bereits vorher schon mal einen Termin bei einem Schuldnerberater, es gibt da z.B. über die AWO oder CAritas auch kostenfreie Beratungsangebote. Wichtig ist, dass Du es nicht länger vor Dir herschiebst sondern Deine ganzen Geldsachen ordnest. Ich bin nach Deinem Schreiben nicht mal sicher, ob Du selbst überhaupt weißt, wie hoch Deine Schulden sind und wer oder wie viele Gläubiger mit drinstecken...kann mich natürlich auch täuschen. Die Frage ist ja: Gibt es eine realistische Chance, die Schulden selbst abzubauen durch Ratenzahlung o.ä. (viele Gläubiger sind durchaus bereit, auf Ratenangebote einzugehen, wenn der Schuldner Eigeninitiative zeigt) oder sind die Schulden so hoch, dass es evtl. auf eine Privatinsolvenz hinausläuft?

        Es scheint ja so, als hättet ihr weitestgehend getrennte Konten oder warum weiß Deine Frau nach 8 Jahren immer noch nicht von allem? Kann sie denn besser mit Geld umgehen als Du? Vielleicht könnte sie ja auch das Geld verwalten, damit Du gar nicht so viel ausgeben kannst?

        Wie Du hörst, sind da viele Eventualitäten in meiner Antwort enthalten. Eine Klärung kannst Du nur durch Eigeninitiative und Ehrlichkeit herbeiführen. Pack das Problem an und tu was dagegen! Deine Frau wird es Dir danken. Aber wundere Dich auch nicht, wenn sie erstmal sauer und enttäuscht ist - das wäre ich nämlich auch, wenn mein Partner mir nach so langer Zeit immer wieder mit sowas kommt und ich nicht weiß, ob das jetzt wirklich alles/wirklich die ganze Wahrheit ist...verlorenes Vertrauen muss erst langsam wieder aufgebaut werden!

        LG

        a79

        Hallo,

        ich habe gerade kurz überlegt, wie ich mich als Partner dabei fühlen würde. Ich fände die Lügen noch schlimmer als die Schulden, denke ich.
        Ich würde da also reinen Tisch machen. Und in der Situation würde ich es gut finden, wenn wir erstmal die Zuständigkeit "Finanzen" wechseln würden.
        Wenn einer nicht mit Geld umgehen kann, ist es wohl besser, wenn der andere das Familiengeld verwaltet. Zumindest, wenn das einer eher in Eigenregie übernimmt. So scheint es mir bei euch zu sein. Sonst hättest du es wohl eher nicht verbergen können.

        Also ich schließe mich an: 1.Wahrheit, 2. Schuldnerberatung.
        Alles Gute!

        Hallo,

        Dein Post ist ja schon ein paar Tage her, und ich hoffe sehr für dich, dass du bereits die ersten Schritte in die Wege geleitet hast!

        Aus der Sicht einer Betroffenen kann ich sagen: die Lügen sind das Schlimmste! Es wäre mir vermutlich leichter gefallen, wenn mein Mann mich betrogen hätte (als Ausrutscher, natürlich ist das auch kein Zuckerschlecken), als zu erfahren, dass er sich dermaßen in seinem Netz aus Lügen verstrickt und mich systematisch über Jahre belogen hat. Weil er sich nicht eingestehen konnte, ein Problem zu haben, es nicht hinzubekommen blabla. Dieselben Gründe wie bei dir vermutlich. Ich bin der Kinder wegen (!!!) geblieben und habe mir auferlegt, nach einem Jahr, wenn der erste Schock verarbeitet ist, neu zu bewerten. Ohne Kinder wäre ich sofort und postwendend verschwunden gewesen! Denn wo bitte soll da LIEBE sein, wenn ich nicht einmal den Anstand und Respekt besitze, ehrlich zu sein? Er hat damit die Grundlage unserer langjährigen Beziehung zerstört.
        Wir sind zur Schuldnerberatung gegangen, ich habe seine Karten eingezogen und die "Finanzgewalt" an mich gezogen. Ich habe Zugang zu seinem Konto erhalten, um seine Ausgaben zu kontrollieren und er musste anfangs Extraausgaben bei mir absegnen lassen. Und mir beweisen, dass er lernt, mit Geld umzugehen. Wir haben ein Haushaltsbuch geführt bzw führen es immer noch. Es war mehr als verdammt eng. Neben den Raten für seine Schulden war es mir wichtig, GLEICHZEITIG zu sparen. Damit nicht eine kaputte Waschmaschine oder eine Klassenfahrt einen weiteren Schnitt bedeutet. In der Schuldnerberatung hatte er bei einem Therapeuten (?) ein paar Termine, Eheberatung hat er auch vorgeschlagen. Wollte ich nicht. Ich bin zu einer Frauenberatung gegangen, um es wenigstens einmal im Detail erzählen zu können.

        Für unsere Beziehung kann ich sagen: wir sind noch zusammen. Es gab zwischendurch einfach Momente, wo ich merkte, dass ich doch noch etwas für ihn empfinde. Und darauf habe ich aufgebaut. Was für eine harte Arbeit, kann ich dir sagen. Und er hat sich extremst bemüht und tut es immer noch. In jeder Hinsicht. Er weiß aber auch: noch einen Fehler werde ich nicht mitmachen! Ich bemühe Mi ch sehr zu verzeihen, und es klappt eigentlich zu mind. 95%. Für den letzten Rest brauche ich entweder mehr Zeit oder tatsächlich eine Therapie. Das ganze ist jetzt übrigens einige Jahre her, wir sind finanziell saniert (auch dank einer Erbschaft). Ich habe immer noch ein Auge auf sein Konto, kontrolliere aber nicht mehr täglich. Vielmehr sprechen wir nun GEMEINSAM die Finanzen durch und planen auch mittel- und langfristige Anschaffungen etc. Er hat diesbezüglich sehr viel gelernt, den klareren Bezug habe aber nach wie vor ich. Ich bleibe Finanzminister auf Lebenszeit!

        Vielleicht magst du mal schreiben, wie es dir inzwischen ergangen ist. Viel Glück, du wirst es brauchen!

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