Zweites Kind bereut

    • (1) 18.04.18 - 14:11

      Hallo.
      Ich bin im Moment irgendwie sehr durcheinander. Mein Sohn war im Dezember 3 nun bin ich in der 33 des mit meiner Tochter schwanger.
      Aber irgendwie bin ich im Moment voller Angst und Sorge.
      Mein Sohn hat im Moment ein paar Baustellen (nichts schlimmes aber ich mache mir trotzdem sorgen ) und ich bin kn Panik wie ich das mit zwei Kindern schaffen kann. Ich liebe auch meinen Job kann nach einem Jahr auch sicher wieder einsteigen aber ich habe Sorge das mich das die Kinder nicht lassen. Zur Zeit bin ich dauermüde und habe starken Schwindel. Ich hoffe ich fühle mich je wieder fitter. Ich habe Angst vor alldem was kommt und vor der Zukunft. Mein Mann ist dauerhestresst und wenig Hilfe. Ich habe zwar auch eine Mutter und eine Tante die helfen aber trotzdem frage ich mich ob das alles gut war. Werde ich jemals wieder freiräume für mich haben? Ich bin teilweise so verzweifelt und tue damit sicher auch den Kindern unrecht

      Lisette

      • (2) 18.04.18 - 14:16

        Ich kann dir nicht sagen, dass alles gut wird.

        Was ich aber gelernt habe, dass es nie so kommt, wie man dachte.
        Ich wette mit dir, dass die Dinge, die dir jetzt am meisten Sorgen bereiten am Ende gar nicht so problematisch sind.

        Leider kommen dafür andere Dinge, mit denen du nicht gerechnet hast.

        Sei froh, dass du Mutter und Tante hast, die dir helfen werden, Das ist Gold wert.

        Und drei Jahre Abstand fand ich großartig und wenn der erste Trubel vorbei ist, wird es wirklich sehr, sehr schön.

        Mach dir keine Sorgen!

        Ich kann verstehen was du meinst. Ich habe vor kurzem die Pille abgesetzt und eigebtlich haben wir uns für ein zweites Kind entschieden. Nachdem unser Sohn im ersten Jahr genau 5 mal durchgeschlafen hat und erst jetzt besser schläft sind wir hin und hergerissen. Ein Kind kann man auch viel leichter abgeben als zwei. Ich kann deine Sorgen schon gut verstehen.

        (4) 18.04.18 - 14:57

        Ich kann Deine Ängste und Bedenken gut verstehen. Natürlich sind zwei Kinder viel Arbeit und auch der persönliche Freiraum wird weiter eingeschränkt.
        Es zerren eben zwei kleine Wesen an einem herum, rauben einem den Schlaf und werden krank, quengelig, machen Unordnung, Dreck etc. Aber der Normalfall ist ja, dass man sich - kaum ist das Geschwisterkind auf der Welt - gar kein Leben mehr mit nur einem Kind vorstellen kann, denn es verdoppeln sich ja auch die schönen und die lustigen Momente.

        Und: Man wächst mit seinen Aufgaben. Das empfinde ich selbst (Dreifachmama) zumindest so - von kurzen Momenten, in denen ich einfach nur schreiend weglaufen will mal abgesehen. ;-)

      • Mein großer Sohn ist ähnlich alt, er war im Oktober 3. Ich finde das Alter auch gerade heftig, nur dass unsere Nr 2 schon 14 Monate alt ist. Ganz ehrlich, ich dachte anfangs auch, wir hätten uns noch etwas Zeit lassen sollen, vor allem weil wir nicht wussten, wie sich die Autonomiephase auf den großen auswirkt. Aber jetzt ist es so und wir sind zufrieden da die Kinder echt super miteinander klar kommen.

        ich will nicht lügen, es war bzw ist manchmal echt hart. Mein Mann ist zwar 100 pro on board, aber wir haben sonst niemanden da wir im Ausland leben. Aber es geht alles vorbei, auch die anstrengenden Tage. Und eine andere Wahl hast du jetzt eh nicht mehr.

        Versuch es nicht so negativ zu sehen, vllt wird das Baby ganz easy und du weisst doch, es kommt immer alles anders als man denkt.

        Und arbeiten ging ich nach einem Jahr auch wieder, dieses mal 28h/Woche auf 4 Tage verteilt. Min einen Tag die Woche bin ich im home office während die Kinder in der Kita sind. Ich bin ehrlich: diese Tage sind für mich Erholung, auch wenn mein Job nicht stressfrei ist ;-)

        Alles Gute!

        Schau nicht soweit nach vorne und wenn, dann noch weiter und da, ja da wird es auf jeden Fall wieder besser!!!

        Kind Nr.2 ist schon eine Herrausforderung, klar, aber die haben schon so viele Frauen vor dir geschafft. Dann kannst DU das auch. - So habe ich immer versucht zu denken, wenn es an manchen Tagen einfach zu viel war. Mir hat es geholfen.

        Ich bin an viele Dinge auch nicht mehr so "verbissen" rangegangen, sondern lockerer, auch das war gut. Einfach mal 5 grade sein lassen, sich selber nicht vergessen.

        z.B. habe ich mir selber einen "Feierabend" gegeben. Nach 20.00 Uhr keine Haushaltsarbeiten mehr. Da konnte die Waschmaschine hupen wie sie wollte und der Boden krümmelig sein, ich hatte Feierabend. Das war mit einer meiner besten Entscheidungen, die auch dazu führte, dass mein Mann - wenn er da war (Montage)- viel öfter mitgeholfen hat.

      • Ich muss sagen, dass ich es mit zwei Kindern entspannter finde. Meine sind auch drei Jahre auseinander und der Abstand ist einfach perfekt.

        Immer wenn ich den Großen „gesucht“ habe, lag er bei Mini und hat mit ihm gekuschelt. Das war so niedlich. Heute sind sie 6 und 3 und spielen toll miteinander und ich bin froh, das es beide gibt.

        Während der Schwangerschaft hab ich aber ähnlich wie du empfunden. Das geht vorbei:)

        Hallo,

        Das sind ganz normale Ängste sie du hast!
        Aber du wächst auch mit seinen Aufgaben ;)

        Ich bekomme das 3. Kind, dann ist mein Großer 6 Jahre und meine kleine 1,5jahre!
        Ich habe auch große Ängste- aber alles wird gut!
        Beim 2. sieht man vieles entspannter und man macht nicht die gleichen Fehler ;)

        Lg und alles Gute!

        (9) 19.04.18 - 09:31

        Hallo,

        glaub mir, das sind die Hormone, die dich durchdrehen lassen. Ich habe 3 Kinder. Mittlerweile fast 8, 12 u. 14 und kann dir aus Erfahrung sagen, dass du mit deinen Aufgaben wächst. Ich bin und war schon immer mit den Kindern unter der Woche allein weil mein Mann beruflich unterwegs ist und das klappt auch einwandfrei. Sicher, am Anfang ist es erst mal eine Umstellung, aber man gewöhnt sich ganz schnell daran und du wirst froh sein, dass du dich fürs 2. Kind entschieden hast. Und klar hast du auch irgendwann wieder deine Freiheiten. Kinder werden groß und selbständig. Meine brauchen mich größtenteils nur zum kochen, waschen und als Taxi. Du hast mit 2 Kindern nicht weniger Freiheiten als mit einem Kind. Aber ich weiß wie es dir geht. Ich dachte genauso als ich mit dem 2. schwanger war. Spätestens kurz vor der Geburt oder wenn du das Baby am Arm hast, sind die Gedanken verschwunden. Für mich war die schlimmste Umstellung von kein Kind auf ein Kind. Von ein Kind auf zwei Kinder fand ich es nicht so schlimm. Du wirst sehen, alles wird gut und du weißt bald, dass die Entscheidung richtig war.

        LG
        Michaela

        (10) 19.04.18 - 10:09

        Manches kommt vielleicht anders als man es denkt, aber es wird sicherlich alles gut. Deine Ängste kann ich verstehen und nachvollziehen. Dass es dir momentan nicht so gut geht, trägt sicherlich zu deiner Unsicherheit bei. Es ist aber doch normal, dass es einem gerade gegen Ende der Schwangerschaft nicht mehr so besonders gut geht.

        Du musst versuchen, deine Hilfen so gut wie möglich zu organisieren. Wenn es möglich ist, kann man sich Unterstützung bei Einkäufen (liefern lassen), Putzen, Haushalt, Wäsche, etc. holen. Außerdem kannst du deine Mutter und deine Tante einbinden, die in den ersten Wochen vielleicht auch mal das große Kind übernehmen können.

        Dass dein Mann keine Hilfe ist, finde ich kein Argument. Es sind nicht DEINE Kinder, sondern EURE und er kann und darf dir deren Versorgung nicht alleine aufbürden. Auch dein Mann muss dich einbringen und eure Familie stützen, das kannst und musst du nicht alleine leisten. Dein Mann kann sich auch nicht darauf ausruhen, dass er arbeiten geht...

        Freiräume kommen wieder, das dauert aber sicherlich ein bisschen. Dessen muss man sich aber nunmal bewusst sein, wenn man Babys bekommt. Aber wenn du Mutter und Tante hast, kannst du sicherlich auch schnell wieder Freiräume genießen.

        (11) 19.04.18 - 10:36

        Hallo,

        ich denke, das hängt mit der Schwangerschaft zusammen. Da spielen Gefühle irgendwie manchmal verrückt. Mich hat da jedes Verbrechen irgendwo auf der Welt total mitgenommen, und bei der zweiten Schwangerschaft habe ich mich gefragt, wie ich das wohl mit einem Jungen schaffen soll, mit denen ich doch als Kind überhaupt nicht klar kam. #schwitz

        Tja, ich hatte und habe immer ein super Verhältnis zu unserem Sohn (8). Das ist gar kein Problem. ;-)

        Die meisten Dinge mit den Kindern regeln sich. Baustellen haben sie alle. Unser Sohn hat(te) mehr als unsere Tochter, aber da habe ich gelernt gelassen zu bleiben. Er macht das schon. Es dauert nur manchmal ein bisschen länger.

        Wenn Du in einem Jahr nicht wieder in Deinen Job einsteigen kannst, dann eben in zwei Jahren, wenn das Kleine in den Kindergarten gehen kann. Davon geht die Welt nicht unter.

        Ich hatte überhaupt niemanden hier, der mir mit den Kindern helfen konnte. Mein Mann war tagsüber ja arbeiten. Freiräume hatte ich abends, wenn er da war. Zu vielen Aktivitäten kann man die Kinder auch mitnehmen. Das geht alles.

        LG

        Heike

        (12) 19.04.18 - 11:34

        Hallo,

        Ich habe einen ähnlichen Abstand- mein Sohn war drei Jahre und zehn Monate bei der Geburt meiner Tochter.

        Es läuft sehr gut, besser als bei meinem Sohn damals. Ich leide etwas unter Schlafmangel, aber nehme das viel gelassener hin weil ich weiß es wird auch wieder besser. Bei fast allen Dingen ist man viel gelassener -bei meinem Sohn war ich bei den nächtlichen Schreistunden noch völlig fertig und dachte ich hab mir mein Leben ruiniert- bei meiner Tochter kannte ich das schon und wusste es hört auch wieder auf. Schwer zu beschreiben- aber ich denke man ist die Verantwortung einfach schon gewohnt- deshalb ist die Umstellung nicht mehr so groß wie beim ersten.

        Der Große ist ein toller Bruder und liebt die kleine sehr. Er versteht schon sehr viel und nimmt sich zurück- es wird ihm nicht schaden. In dem Alter weiß er das Mutti nur zwei Hände hat und er eben auch mal warten muss. Morgens ist er im Kindergarten, da habe ich "nur " das Baby und mache den Haushalt.

        Ein bisschen Respekt habe ich vor der Zeit wenn ich mit zwei kleinen Kindern wieder arbeite- dass wird sicher anstrengend. Aber nur ein paar Jahre, dann sind die Kinder größer und pflegeleichter- das sehe ich an meinem Sohn. Der ist jetzt mit vier schon wesentlich selbständiger wie mit drei. Vermutlich empfinde ich die Zeit im Büro als Erholung- so war es jedenfalls als mein Sohn in die Kita kam und ich wieder ins Büro "durfte".

        Die Freiräume sind natürlich überschaubar- vor allem mit Stillbaby. Aber das sind ja nur ein paar Monate und dann ist es wieder möglich auch mal was ohne Anhang zu machen- und die Kinder einfach auch mal beim Vater zu lassen.

        Also genieß die erste Zeit, sie ist wertvoll und kommt nie wieder. Für mich fühlt sich gerade alles an wie ein wundervoller Abschluss- mein letztes Baby. Ein zuckersüßer Schatz, wir lieben sie alle wie verrückt.

        Lg

        Du bist schwanger... das ist ne körperlich beschissene Zeit... und die Hormone machen ein auch psychisch nicht gerade fitter. Und ob man das schafft und die Sorgen darum... sind glaub total normal. Das kann sogar sein das dich das noch im Wochenbett verfolgt wenn noch nix so wirklich funktioniert. Aber schwanger sein ist scheiße .... man schafft nix und ist dauerkaputt... ist ja auch ein Knochenjob so ne Schwangerschaft.

        Zeit für sich muss man sich einfach nehmen (insofern man die Möglichkeit von Betreuung über Mann oder Omas hat)...spätestens dann wenn die eigenen Energiereserven am Limit sind. Und wenns ne halbe Stunde allein eingesperrt im Bad in der Badewanne liegen ist. Egal!

        Das wird schon! Es wird auf jedenfall ne Umstellung und es braucht ne Zeit der Anpassung. Klar... aber nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Alles was ungewiss ist, kann Angst machen. Und noch ist deine Tochter nicht so recht greifbar.

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