Wohnsituation - Eltern "zurück lassen", "hier bleiben"?

Für welche Wohnsituation würdet ihr euch entscheiden?

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    • (1) 25.04.18 - 10:42

      Hallo zusammen :)

      Ich habe aktuell ein wenig "Gewissensbisse".
      Und zwar geht es um unsere Wohnsituation und die Zukunft meiner Familie und meiner Eltern.
      Wir leben aktuell in meinem Elternhaus (1 Kind, Mann und ich mit Baby im Bauch)-meine Eltern leben "unten", wir "oben".

      Nun hatten wir die Idee ein Haus (für uns) mit Einliegerwohnung (meine Eltern) zu bauen. Aber der Preis hat uns zu sehr abgeschreckt. Also fällt diese Variante flach.

      Wir können aktuell gut in meinem Elternhaus leben. Uns fehlt allerdings, wenn das Baby da ist, irgendwann ein Zimmer. Dieses könnten wir von meinen Eltern abzwacken-wäre aber dann im Erdgeschoss, Rest im Obergeschoss.

      Wir könnten aber auch neu bauen.
      Meine Eltern würden dann hier bleiben. Das könnten sie aber nicht ewig, da das Grundstück zu groß wird, und es körperlich nicht ewig machbar sein wird...220qm Haus, 2500qm Grundstück.

      Und nun kommt mein wesentliches Problem:
      Ich weiß einfach nicht was wir machen sollen.
      Gehen wir hier weg, sage ich ehrlich:habe ich ein schlechtes Gewissen. Obwohl wir nur im Nachbarort wären, 3km-5min Fahrtweg.
      Meine Eltern, beide im Falle einer stirbt, nicht hier bleiben, sondern in eine Mietwohnung ziehen (wäre dann auch 5-10min entfernt von uns). Aber ich habe so "Angst", dass derjenige dort "vereinsamt".

      Aber realistisch gesehen, wenn meine Eltern nicht mehr leben, würde mich persönlich hier nix mehr halten :(
      Das Grundstück ist sehr groß und kann halt auch zur Belastung werden. Zudem wohnen im Ort so gut wie keine Kinder... Die Hauptstraße vor der Tür ist ok, aber natürliche nerven mich die viel zu schnellen Autos/Geräusche auch mal.

      Wir könnten uns mit beiden Situationen gut anfreunden.
      Hier würden wir halt mit ein paar Einschränkungen gut leben. Wir müssten uns um Geld wenig Sorgen machen...
      Müssten aber noch ein wenig Geld investieren, um es uns etwas schöner zu machen...
      Bauen wir, wäre das Geldthema natürlich etwas anders.
      Kaufen wäre ja auch eine Option. Aber die letzten zwei Jahre hat sich hier leider gar nix angeboten, was in Frage kam.

      Ich habe hier schon öfter über das Thema "Haus/Wohnen" geschrieben. Wir hatten die verschiedensten Varianten. Jedes mal dachte ich anfänglich:DAS ist es!
      Aber letzten Endes mit längerem Nachdenken und dem "Kosten/Nutzen" Faktor kam es zu nix weiterem...
      Mein Mann und ich sind nicht wirklich risikofreundlich und bedenken halt alles genau. Versuchen "Das Beste" raus zu holen.
      Aber wir drehen uns letzten Endes seit 2 Jahren im Kreis und kommen zu keiner Entscheidung.
      Vielleicht habt ihr ja noch Tips zur Entscheidungfindung oder mögt von euch berichten...

      Wie lebt ihr denn mit solchen "Gewissensbissen" die Eltern "zurück zu lassen"?
      Was war euch bei der Entscheidung wichtig?

      Ich mag so langsam auch nicht mehr hier "nerven" und ständig eine andere Idee posten #augen
      Weil ich zu jeder meiner Themen damals schon wirklich tolle und hilfreiche Antworten bekommen habe.
      Aber ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt und noch mal auf die etwas emotionalere Frage meinerseits eingeht...


      Vielen herzlichen Dank!
      Mery

      • (2) 25.04.18 - 10:51

        Du redest von "zurücklassen", wenn es um drei Kilometer geht?

        Du solltest dich dringend mal abnabeln. Es ist doch normal, dass "Kinder" sich irgendwann eine eigene Bleibe suchen.

        Oder habt ihr nur Angst davor, aus dem elterlichen Nest zu gehen und eigenverantwortlich zu leben?

        • (3) 25.04.18 - 10:58

          Du verstehst meinen Beitrag vermutlich falsch.
          Es geht nicht ums abnabeln.
          Es geht mir darum,dass ich meine Eltern gut versorgt haben möchte.
          Mein Vater hat starke körperliche Einschränkungen.
          Und meine Mutter müsste sich dann alleine um Haus und Hof kümmern.
          Ich kann es auch "ihr Problem" sein lassen. Ist mir klar.
          Aber ich habe eben dieses Verantwortungsgefühl ihnen gegenüber.

          Wir leben im Übrigen vollkommen eigenverantwortlich...

          • (4) 25.04.18 - 11:12

            Aber wenn ihr doch nur 3 Km weg seid, dann könnt ihr euch doch gut um deine Eltern kümmern.
            Das ist doch keine Strecke, ihr könntet notfalls ja sogar morgens und abends vorbeischauen, wenn das nötig wäre.
            Deine Mutter muss sich doch nicht um alles alleine kümmern, nur weil ihr nicht mehr direkt im Haus wohnt.

            • (5) 25.04.18 - 11:32

              Danke. Ja. Da hast du mit Sicherheit nicht Unrecht.
              Ich denke nur unter anderem, dass ich dann ja "unser Haus/Garten" habe jnd dann noch zusätzlich "Haus/Garten" meiner Eltern...
              Und die Kinder und Arbeit.
              Habe halt einfach etwas Befürchtungen, dass es vielleicht etwas viel ist...

              Sicher. Möglich ist alles.

          (6) 25.04.18 - 11:21

          Wenn das alles für deine Eltern zu viel ist (Haus und Hof), können sie doch jetzt schon umziehen. Warum sollten sie "warten", bis einer von ihnen stirbt?

          • (7) 25.04.18 - 11:35

            ...weil sie es nicht wollen #augen

            Ich weiß, man muss nicht alles verstehen...
            Es ist ja aktuell irgendwie machbar.
            Mein Vater spricht davon sich einen Gärtner zu nehmen.
            Oder jemanden bei uns oben wohnen zu lassen, der sich um Haus/Hof kümmert.

            Aaaaber. Ich kenne meine Eltern. Und weiß, dass es maximal und im äußersten Notfall vielleicht zum Gärtner kommt.
            Wohnen lassen werden sie hier mit Sicherheit niemanden....

    Ich finde, ihr solltet das tun, was für Euch das Richtige ist.

    Wie altersgerecht die Wohnsituation Deiner Eltern ist, dafür sind sie selbst verantwortlich. Und ihr seid dafür verantwortlich, eine Eurer familiären Situation angemessene Wohnsituation zu schaffen.
    Natürlich finde ich es richtig, dass man sich im Alter um seine Eltern kümmert. Aber das kann man auch aus einer gewissen Distanz, der Nachbarort sollte da kein Problem sein.

    Also 3km ist ja nicht wirklich viel.

    Meine Eltern sind recht pragmatisch was ihr Haus angeht, wenn einer von ihnen nicht mehr sein sollte oder sie es nicht mehr schaffen zu bewirtschaften, würden sie es verkaufen und zu uns ziehen. Wir wohnen fast 3h von ihnen entfernt.
    Ich weiß nicht wie alt deine Eltern sind, oder wie sie es sehen. Wäre es für sie denkbar, ihr Haus zu verkaufen um ggf. die Einliegerwohnung in eurem neuen Haus damit zu finanzieren und hätten dann natürlich lebenslanges Wohnrecht?

    • Wir wohnen aktuell alle zusammen im Elternhaus.
      Sie wollen es ja auch verkaufen, wenn es hier nicht mehr geht.

      Wie haben noch nicht gebaut. Wir wollten alle zusammen bauen. Für uns ein Haus und sie eine Einliegerwohnung nebenan.
      Aber das ist finanziell einfach zu viel Geld!
      Daher ist es nicht möglich.

      Somit würden wir alleine bauen können/müssen.
      Sie bleiben im Elternhaus so lange es geht unf dann zieht der der "übrig" bleibt in eine Mietwohnung.

      Was du gedacht hast, wäre unsere Wunschvorstellung. Aber übersteigt leider die finanziellen Möglichkeiten!

(11) 25.04.18 - 11:10

Ist die Wohnung Deiner Eltern größer als Eure? Käme da ein Tausch in Betracht? Ein Zimmer anbauen wäre ja im EG einfacher, als im 1. OG.

Oder gibt es eine Ausbaureserve unterm Dach und so die Möglichkeit, die obere Wohnung zu vergrößern?

  • (12) 25.04.18 - 11:20

    Ein Tausch käme in Anbetracht der körperlichen Einschränkungen meines Vaters nicht in Frage!
    Dachausbau ist nicht möglich.

    Wir könnten anbauen. Haben auch mit einem Architekten gesprochen.
    Allerdings sind die Ideen nicjt optimal. Meine Eltern müssten dann zimmer abgeben (mehr als eines), was nicht das Hauptproblem wäre.
    Allerdings wären wir dann preislich schon bei mindestens 130.000 Euro.
    Dazu bräuchten wir hier ein weiteres Fenster, ein neues Badezimmer, neue Türen, neuen Zaun, Carport.
    Letzten Endes ist es eben die frage, ob man hier so viel investiert, dass man für das Geld woanders schon fast neu bauen könnte...

    • (13) 25.04.18 - 11:23

      Naja, anscheinend ist der Neubau ja aufgrund des hohen Preises raus. Wie groß ist der Unterschied denn?

      • (14) 25.04.18 - 11:42

        Wenn wir von Zahlen sprechen würden:

        Neubau mit Einliegerwohnung meiner Eltern: ab 600.000 Euro (eher 650.000€)

        Neubau ohne meine Eltern:
        Geschätzt von ca 350.000-370.000€

        Anbau am Haus plus alle "Maßnahmen, die wir im gleichem Atemzug mit machen würden:
        Geschätzt auf 130.000/150.000€ vom Architekten
        Plus, geschätzt von uns: 100.000€ mindestens
        Also rund 250.000 Euro mindestens.
        Dabei sollte man eben nicht vergessen, dass es ein "altes Haus" ist...

        Und die Frage, was und wie wir wohnen, wenn meine Eltern nicht mehr da sind... also, neue Renovierungskosten?!

        Ist für mich schlecht überschaubar...

        • (15) 25.04.18 - 11:54

          Wieviel bei dem Neubau entfällt denn aufs Grundstück? Könntet Ihr auf dem großen Grundstück Deiner Eltern bauen? Und habt Ihr mal mehrere Kostenvoranschläge eingeholt?

          Wir haben einen Altbau saniert, angebaut und das Dach neu machen lassen. Ich weiß, was das für ein Groschengrab sein kann. Bei uns fing es damit an, dass die Kellerwände gar nicht so tief reichten, wie die neue Kellertreppe geplant war. Der alte Kellerboden stieg halt ca 10 cm Richtung alte Treppe an. Das musste von Hand Stück für Stück ausgegraben, abgefangen und untermauert werden. Anbau und Dach haben wir dann von einem Zimmerer machen lassen. Der Maurer, den unser Architekt empfohlen hat, hätte für den Rohbau so viel verlangt, wie wir für den ausbaufertigen Anbau bezahlt haben. Da waren dann aber schon Türen und Fenster drin, es war vernünftig gedämmt, es gab Außenputz und ein Dach.

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