Streit um Erziehung - immer wieder eskaliert es

    • (1) 02.05.18 - 14:22

      Ihr lieben, ich muss euch mal wieder bemühen!

      Hier (https://m.urbia.de/forum/4-kindergartenalter/5067716-wie-wird-es-wieder-harmonisch-meine-tochter-ist-sehr-fordernd-am-ende-mit-dem-latein) habe ich letzte Woche schon einmal um Rat gefragt, alles nixhejsk zu schreiben wäre zu viek!
      Kurz: meine Tochter ist 3 1/2 und sehr fordernd! Schnell gelangweilt, aber auch d Gmelin frustriert! Kognitiv sehr weit, grob motorisch auxh! Leider reagiert sie oft mit heftigen Wutausbrüchen und Gebrüll! Sie ist deswegen in Ergotherapie und soll in ein spz!

      Nun kommt es beim uns Eltern immer öfter zum Streit! Gerade heut wieder: wir Sund auf dem Weg zurück von den Großeltern - 360 km! Irgendwann beginnt sie hinten pixi-Bücher zu zerreißen. Wir Sund beide mächtig sauer! Mein Mann (der gleich arbeiten und bhs heute Abend weh st) sagt ihr, dass der Schwimmklubs für sie ausfällt...ixh Safe ihn, dass er dami eher mich straft als sie (ok, sie bestraft er suxh), aber jch muss den ganzen Tag das Gebrüll ertragen und alle Pläne ändern! Ich finde es evtl auch zu unverhältnismäßig!
      Er sagt eine andere Handhabe hat er nicht, der berüchtigte „Klaps“ ist ja verboten (obwohl ihm das suxh nicht geschadet hätte 😥)
      Ich bin bei dem Thema sehr sensibel, ich habe oft Probleme meine wir, Überforderung und Aggression ihr gegenüber zurück zu halten!

      Ich will nur das beste für meine Kinder, will dass sie glücklich aufwachsen, aber wir Sund am Rande der Verzweiflung und sehr überfordert! Dazu der ständige Streit, was nun richtig und was falsch zst!

      Ich bin ehrlich - die ganzen Texte Ober Bedürfnisorientierung und Beziehung statt Erziehung überfordern mich, haben mein Bauchgefühl getrübt und mich gnadenlos unsicher gemacht mich weis nicht mehr was richtig oder falsch ist!

      Danke fürs lesen, für die tips...

      • Ich würde zu einer Familienberatungsstelle gehen. Erstmal ein Termin ohne Kind machen und mit jemanden sprechen. Nach diesem Termin mußt du sehen, ob dir da geholfen werden kann.
        Hier kannst du dir nur Tipps holen, aber ihr braucht Hilfe.

        • Danke für deine Antwort Wir waren schon da, wegen etwas anderen...es hat uns nichtbwirlöich geholfen, mein Mann wird denen dort suxh nicht glauben oder vertrauen! Ich hoffe sehr aufs spz

          • Bei uns zu Hause gab es auch eine Zeit, in der es nicht gut lief.

            Ich habe mich in der Zeit öfter mit einer Familienberaterin unterhalten, nur ich. Das hat schon gereicht um es zu verbessern. Meinem Mann habe ich davon nichts erzählt, der hätte nie mitgemacht, wenn ich gesagt hätte: "Die von der Erziehungsberatung hat gesagt..."

            Hinter manchen Ergotherapeuten "verstecken" sich auch Familienberaterinnen.

      Liebe TE,
      Ich habe keine Ratschläge. Wirklich nicht. Aber.. du klingst sehr verzweifelt, was mir dolle leid tut. Habt ihr es mal mit einer Erziehungsberatungsstelle versucht? Vielleicht gibt es gute Tipps dort? Familienbegleitung oder so ähnlich gibt es, meine ich, auch. Da kommt jemand in eure Familie und beobachtet den Alltag und versucht darauf hin zu unterstützen.

      Schläge sind sicherlich keine Lösung und da wäre ich auch vehement - das geht nicht - , die ständige Decklung deiner Emotionen ist aber sicherlich auch nicht so toll. Ich denke, du brauchst auch Hilfe, dir wieder zu vertrauen. Und ihr für euch, um euch als Paar nicht zu verlieren.

      Ich wünsche euch alles Liebe

      Hallo

      Dein Kind ist drei befindet sich meiner Meinung nach in einer ganz normalen Trotzphase und wer Bücher auseinander nimmt hat halt dann keine mehr.

      Ach ja und es gibt nicht wirklich richtig oder falsch. Bei mir gab es immer ein paar Regeln und die wurden dann halt an das jeweilige alter der Kinder angepasst.
      Ich versteh auch nicht warum man wegen jedem Pups in ein SPZ gehen soll

      Sie ist schnell gelangweilt? Kommt vor. langeweile muss man aushalten lernen. Am besten mit so wenig Spielmüll wie es nur geht. Mein Sohn hat mal einen Nachmittag mitten in der Pampa verbracht wo es nur ne Wiese, ne Decke, mich und seine Schwester gab. Anfänglich war er kaum auszuhalten aber dann kam auch die natürliche Neugier zum tragen.
      Ich kann da ganz viel ab wenn jemand langweilig ist. Auch der Frust der bei den kleinen Monstern entsteht gehört mit dazu. Dabei muss man sie begleiten aber nicht sofort eine Lösung anbieten. Wie soll man den sonst lernen sich auszuhalten.

      LG
      Corinna

      Mir fällt ja jetzt auch nicht viel anderes als „Bedürfnisorientierung“ ein.
      Ein Kind zerreißt ja normalerweise keine Pixibücher um die Eltern zu ärgern, warum sollte man es dafür sinnlos bestrafen?

      360 Kilometer fahren ist für ein kleines Kind ja auch ganz schön anstrengend. Damals saß immer einer von uns hinten neben dem Kind bzw. zwischen den Kindern und hat vorgelesen (hätte dabei mögliches Bücherzerreißen auch unterbunden) oder erzählt, Ratespiele gemacht etc. Und bei unseren eher bewegungsfreudigen Kindern auch öfter mal Pause an einem Spielplatz gemacht.
      Anscheinend haben die Klapse deinem Mann. doch mehr geschadet als er denkt. Ich könnte mir ja vorstellen! dass die Tochter nach so langem Stillsitzen erst recht Bewegung braucht und ihr (und euch) das Schwimmbad eher gut tut.

      • Ich stimme dir hier total zu! 360km autofahrt ... ich sitze definitiv immer mit meiner tochter hinten und wir beschaeftigen uns ... gerade mit 3 jahren kann man buecher ansehen, malen, spiele spielen ... was auch immer. So eine lange fahrt ist super langweilig und anstrengend fuer ein kind!

    Hallo,

    Ich habe jetzt diesen und auch deinen verlinkten Post gelesen.
    Weshalb man ständig direkt mit SPZ, Erziehungsberatung und Therapien kommt, ist mir teils schleierhaft.
    Viele Probleme sind ja doch eher "hausgemacht" und jede Erziehungsberatung hilft nichts, wenn man zuhause nicht "das Richtige" macht.

    Konsequenzen, wie du sie beschreibst, sind für deine Tochter keine, da sie das noch nicht greifen kann. Alles was nicht direkt passiert, hat für ein so kleines Kind keinen Bezug mehr zum Geschehen und ist somit auch nicht wirkungsvoll.
    "Heute Abend" ist schon viel zu weit weg, geschweige denn etwas, was erst in ein paar Tagen stattfindet. Sie versteht das nicht und empfindet das somit als Konsequenz.
    Wenn diese Art der Konsequenzen - die ja eher Strafen sind - das ist, was ihr bisher gemacht habt, dann hatte eure Tochter praktisch noch keinerlei Konsequenzen.
    Das ist eben das Problem.

    Sie zerreist ihre Bücher? Dann kommen die Bücher weg. Mit 3,5 Jahren sollte ein Kind schon wissen, dass es nicht in Ordnung ist, mutwillig etwas kaputt zu machen.

    Konsequenzen müssen in dem Alter wirklich DIREKT folgen und nicht direkt ausgesprochen, aber erst später durchgezogen werden.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass deine Kleine eventuell einfach mit ihrem Alltag überfordert ist.
    Du schreibst in dem anderen Post, dass sie in die Kita geht, dann schreibst du etwas von Kinderturnen, Schwimmkurs, Therapien. Das empfinde ich als wahnsinnig viel für so ein kleines Kind.
    Sie weiß vielleicht einfach nicht, wohin mit ihren Emotionen und ist bestimmt häufig ziemlich überfordert, was neue Eindrücke etc angeht.

(13) 02.05.18 - 17:09

Moin,

Ich fürchte bei Euch ist es ein wilder Mix aus Überforderung Eurerseits, aber auch auf Seiten des Kindes, Unwissen und Unverständnis was die Bedürfnisse eines Kindes angeht, und ein schwieriges und forderndes Kind.

Warum fährt man vormittags mit einem nicht mal 4 Jahre alten Kind so eine Strecke? Fahren wir auch regelmäßig, wir fahren aber Freitags um 20 Uhr mit einschlafendem Kind los und fahren Sonntag 30 Uhr mit einschlafendem Kind zurück, oder wir fahren nach dem Mittagessen dass mindestens 2 h Mittagsschlaf in die 4 h Fahrt fallen und haben stabiles Spielzeug dabei. Dazu kommt dass sie von den Konsequenzen überfordert ist. Sache beschädigen = Sache weg und nicht Stunden später kein Schwimmkurs! Ja man muss erziehen, Beziehung ersetzt keine Erziehung! Schon gar nicht bei so einem Kind das sich mit Grenzen schwer tut!!! Dein Kind hat das Bedürfnis nach Sicherheit durch klare Grenzen also erziehe es! Setz die Grenzen.

Dass Eure Kind schlau ist mag ja sein aber gerade das Verarbeiten der vielen Reize fordert ungemein und so überfordert man ein intelligentes Kind auch leichter als ein nicht so schlaues Kind. Und deswegen überdrehen die leicht. Das kann alles auch viel Überdrehtheit sein weil es zuviel ist, was dann mit "Fordernd" verwechselt wird.

Ich hoffe dass Ihr im SPZ Antworten und Hilfe bekommt!

Naja, wenn Kinder 3,4 Stunden hinten im Auto alleine sitzen, dann bekommen sie Langeweile, ist doch klar und geht mir nicht anders. Ich würde das buch entweder weg nehmen (wenn es ein Lieblingsbuch ist und das Kind dann eben begleiten) oder das Kind machen lassen. Die Konsequenz ist dann eben das das Buch kaputt ist.

Wir sind auch eher Bedürfnisorientiert unterwegs und haben immer genug Beschäftigung für die Kinder dabei. Oder wir machen entsprechend Pausen dass sie sich austoben können zwischendurch.

Und von solchen strafen halte ich allgemein nicht viel. Welchen Lerneffekt verspricht sich dein Mann? Das buch ist kaputt, damit muss das Kind klar kommen. Das finde ich mit 3 genug Strafe und konsequenz .

Warum muss ein willensstarkes, cleveres Kind in eine Therapie?
Trotzphase kann sehr heftig sein, eine Therapie ist letztendlich immer defizitorientiert. Der Schuss kann sehr nach hinten los gehen! Der Fokus wird (auch in der kindlichen Wahrnehmung) auf die Defizite gerichtet, die Stärken treten in den Hintergrund, eine klassische Abwärtsspirale beginnt.
Kinder welche auffällig anders sind als ihre Eltern, sei es, dass sie mehr Temperament (oder weniger haben), dass sie viel intelligenter (oder weniger) sind, kämpfen mit Kompatibilitätsproblemen. Oder andersrum die Eltern. Meiner Meinung nach müsste man dort ansetzen, die Eltern müssten lernen, den Blickwinkel ihres Kindes einnehmen oder mindestens verstehen zu können, denn umgekehrt funktioniert das (noch) nicht.

Strafen wie Schwimmkurs absagen weil eine stundenlange Autofahrt das Kind überfordert sind unlogisch und sinnbefreit.
Ein Elternteil könnte hinten sitzen, und zwar bevor die Situation eskaliert.
Fahrzeiten wann möglich so wählen, dass ein Teil der Strecke verschlafen wird. Ich erinnere mich an meine Fahrten als Kind auf dem Rücksicht. Ab ca 30 Minuten wurde es unerträglich langweilig, und damals war man noch nicht in einen Kindersitz gepfercht, sondern konnte rumhampeln, auf dem Rücksitz knien, den Autofahrern hintendran Grimassen schneiden... Ich hätte das Pixibüchlein wahrscheinlich auch zerfleddert.

Und schon mal überlegt, dass die Kleine mit ihrem Baby-Bruder konkurrieren muss, und das nicht mal freiwillig, es war ja euer Kinderwunsch, nicht ihrer? Zuerst war sie Prinzessin, jetzt grosse Schwester. Was für einen Schei..-Tausch aus Sicht eines Kindes.

  • (16) 02.05.18 - 20:11

    weil es eben oft keine Willensstärke sondern eine emotionale Schwäche ist. Und das ist nun mal ein Defizit das man fördern kann. Ich komm mit diesen Weltbild weinendes Kind - will seinen Willen durchsetzen nicht klar. Es weint weil es kein Eis bekommt ... weil es eben ein Eis so sehr wollte und traurig ist dass es das nicht bekommt. nicht weil es denkt 'mal schauen wer am längeren Hebel sitzt und heil mal theatralisch rum'

    • (17) 02.05.18 - 20:25

      Willensstark verbinde ich nicht mit einem Beispiel wie deinem.
      Dein Beispiel hat für mich mehr mit Frustrationstoleranz zu tun, ja daran kann man arbeiten. Das kann bei einem Dreijährigen sogar im Rahmen der natürlichen Reifung klappen.... ;-)

      • (18) 03.05.18 - 07:28

        Kann, muss aber nicht.

        Ein Kind das wegen dem Eis weint klar, aber das was die TE beschreibt ist schon sehr extrem,. sie hat Videos der Kinderärztin gezeigt, der Kindergarten ist involviert ... da sollte man schon davon ausgehen dass es eben nicht normal ist und sich verwächst.

        • (19) 03.05.18 - 08:41

          Danke!

          Ja meine Tochter ist "extrem"...in mancher Hinsicht. Sie hat massive Wutattacken und emotionale "Regulierungsproblem" ... unsere Kinderärztin wirft nicht mit "Diagnosen" um sich (ist es ja noch nicht, sondern nur eine Beobachtung erstmal...) und ich vertraue ihr da, wenn sie sagt, man könnte mal gucken, es ist nicht "normal" bzw. in irgendeiner Weise "auffällig"...ich will mein Kind nicht übertherapieren oder sie "krank reden"
          Sie ist ein tolles Mädchen. Ein cleveres, schlaues, süßes, sehr liebes, einfühlsames, führsorgliches Mädchen. Sie ist eine wundervolle große Schwester, von der Beziehung der Beiden hätte ich vorher nicht träumen können.
          Und doch treibt sie uns oft an den Rand der überforderung. Ich weiß nicht, ob man es sich vorstellen kann, welches Gefühl es ist, wenn der Vertretungskinderarzt zur Schwester sagt "Notieren Sie bitte Bissverletzungen am linken Arm!" und dich mit dieser Mischung aus Zweifel, Besorgnis, "Verachtung" (mir fällt gerade kein anderes Wort ein) und Sorge anschaut. Du fühlst dich wie der letzte Versager, weil du deiner Tochter nicht helfen kannst!
          Unsere "Probelem" fingen mit einem Jahr an. Diese "Willensstärke" kannte ich so nicht und mein Sohn zeigt davon auch noch gar nix.

          Sie hat z.B. überhaupt kein Gefahrenbewusstsein/Respekt/Angst gehabt. Mit einem Jahr sprang sie von Klettergerüsten in 2 Metern Höhe. Sie zuckte nicht mal.

          Ich möchte nicht in 10 Jahren da stehen und mich fragen was ich hätte tun können, sondern ich möchte jetzt gucken, wie wir ihr helfen können.

          Sie geht gern zur Ergo, bald vllt. "noch lieber", da wir überlegen auf eine Reittherapie umzusteigen, da ihr der Umgang mit den Tieren vllt. das nötige Empfinden beibringt auf andere einzugehen, sich etwas zurück zu nehmen.

          Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Tochter "nur Willensstark" ist. Sie kann definitiv nicht mit "Nein", "Enttäuschungen", "Rückschlägen" umgehen. Und sicherlich ist dabei die fehlende Konsequenz, die hier oft geboten ist, "schuld", aber doch sicher nicht nur - das glaube ich einfach nicht.

          Wir arbeiten eng mit der Kinderärztin zusammen, haben zuvor eng mit der Kita zusammengearbeitet und werden nach dem SPZ-Termin das Gespräch im Kindergarten suchen - obwohl ich da auch immer wieder nachfrage, da sie sich auch jetzt nach einem halben Jahr noch schwer tut "Freunde" zu finden...

          • (20) 03.05.18 - 14:35

            Die Idee mit der Reittherapie finde ich toll, sie hat zweierlei Vorteile, zum einen den von Dir erhofften Aspekt den ich nur bestätigen kann (Mein Pflegepferd war Therapiepferd für verhaltensauffällige Kinder, da hatten wir viel Kontakt), und zum anderen verschwindet da der Therapiecharakter noch mehr, man geht halt zum Reiten.

            LG
            WuschElke

das seh ich nicht so. Ich finde eine Therapie ist nicht defizitorientiert, vor allem nicht für die Wahrnehmung des Kindes.
Therapie mit Kindern läuft doch ganz anders, eben über Spielen und malen.

Meine Tochter hat gar nicht wirklich verstanden damals warum ihre "Therapie" ihr geholfen hat, sie ist 1x die Woche zu jemandem gegangen und hat dort erzählt, gelacht, gespielt und gemalt.
Niemand hat gesagt "erzähl mal von deinen Ängsten" oder dass die weg müssen und sie deswegen da ist...

Ich muss mich nicht rechtfertigen, aber erklären möchte ich es doch.

Ich habe in dem andern Thread gute Anregungen bekommen.

Mir selbst ist klar, dass diese Art der "Strafe/Konsequenz" nicht sinnführend ist - meinem Mann allerdings nicht. Er überschätzt sie oft, was viele tun und taten (nicht zuletzt in der Kita wurde viel zu früh viel zu viel von ihr verlangt).
Ich sage ja, ich will es richtig machen, verbringe viel Zeit mit ihr und habe mir nun auch schon viel zu Herzen genommen, was in dem anderen Thread angesprochen wurde und versuche unser "Programm" herunter zu fahren.

Sie geht zur Ergotherapie (Neurofeedback), weil unsere Kinderärztin das empfohlen/angeordnet hat. Ich habe kein blindes Vertrauen in Ärzte, merkte aber selbst, dass es so nicht weiter geht und ich mit dem Selbstverletzenden Verhalten in der Wut nicht umgehen kann bzw. ihr einen anderen Weg zeigen kann - es hat einfach nichts anderes gefruchtet. Unserer Kinderärztin traue ich. Sehr. Sie hat sich lange Zeit für mich genommen - ohne Kind. Ich habe ihr Videoaufnahmen gezeigt von den Wutanfällen und ihr viele Situationen beschrieben, sodass sie zu dem Schluss kam es zu versuchen.
Die Überweisung zum SPZ hat sie auch von der Ärztin, nicht mit dem Hintergrund des "Therapierens" sondern im Hinblick auf einen IQ-Test.

Ich weiß, dass das jetzt auch falsch ausgelegt werden könnte, aber mein Mann ist auch sehr intelligent, er wurde nicht "genug gefördert", wie er selbst sagt, es wurde nicht erkannt sondern auf andere "schwierige Zeiten" geschoben - im Endeffekt war er genauso udn fühle wohl genauso. Daher unser Wunsch, einfach zu wissen was Sache ist und mit ihr umgehen zu können.

Sicher waren wir sehr oft - aus bequemlichkeit, aus falsch verstandener Bedürfnisorientierung, aus Überforderung - inkonsequent. Das muss sich ändern, sie ist vllt. kein Kind für "antiautoritär" und "Beziehung statt Erziehung". Vllt habe ich zu oft meien Bedürfnisse hinter ihre gestellt - was Frust erzeugt hat.

Mir ging es hier auch gar nicht so sehr darum etwas zu beurteilen, mir ist klar, dass ihr langweilig ist, dass sie unterfordert und oft überfordert ist, sie ist sicher oft frustriert und missverstanden.
Mir ging es vorallem um den Streit mit meinem Mann. Wie kommen wir aus der Spirale raus, dass wir so unterschiedliche Ansichten habe, dass wir nicht auf einen Zweig kommen. Das ist unser Hauptproblem, dass wir oft nicht an einem Strang ziehen.

Ja unsere Lebenssituation (viel Arbeit meines Mannes, Unzufriedenheit, wenig Zeit) ist schwierig, aber irgendwie müssen wir es klären können.

Ps: Ja sie hat sich den Bruder nicht ausgesucht, das tut kein Geschwisterkind. Aber nur Einzelkinder auf der Welt mag auch nicht geheen - ich bin selbst eins und fand es furchtbar! Ja ich möchte mehrere Kinder, nicht sie mehr Geschwister, aber ich finde dennoc, dass ich mein Kind trotz allem gut einschätzen kann und nicht sagen kann, dass es mit der Geburt schlimmer wurde - eher sogar besser!!! Ich mag diese "Geschwister-Bashing" hier bei urbia so gar nicht.

  • Was ich herauslese ist, dass dein Mann gerne strenger wäre und mehr Anforderungen an sie stellt/stellen möchte und du eher in Richtung "Beziehung statf Erziehung" denkst. Dazu bist du diejenige die von euch beiden mehr Zeit mit ihr verbringt. Ist das so?

    Es kann sich nur etwas ändern, wenn ihr an einem Strang zieht und euch einig seid.

    Ihr möchtet ein Kind, das auf euch hört und sich benimmt? Dann fangt an sie zu erziehen.
    Ihr möchtet ein ausgeglichenes Kind?
    Dann schafft ihr ein Lebensumfeld, das ihren Bedürfnissen entspricht.

    Dass dein Mann frustriert ist kann ich gut verstehen. Seine Art von Strafen bringt ganz offensichtlich nichts, das ist leider auch klar.

    Aber Konsequenzen, direkte Konsequenzen und mal durchhalten, das müsst ihr leisten.

    (25) 03.05.18 - 07:41

    Und das kann auch ein Problem für Deine Tochter sein, ihr könnt ihr ja auch nicht vorleben wie man einen Konflikt "einer will was anderes als der andere" ordentlich auslebt.
    Ich kann Dir nur den Tipp geben dich da zu belesen, Konfliktmanagement in Beziehungen, irgendwas in der Richtung.

    Deinem Mann bist Du zu extrem, Dir ist er zu extrem ... da hilft es nur sich ruhig zusammensetzen ohne Kind und mal in Ruhe sachlich reden. Moderier das Gespräch, in dem du so "mir hat das auch nicht geschadet" vielleicht unterbindest mit "wollen wir es nicht besser machen als "nicht schaden": Du hast ja selber eingesehen dass Du zu wenig erziehst, dann rede mit ihm dass du eben jetzt auch konsequenter sein willst, dass du dich damit befasst hast wie Konsequenzen richtig aussehen und erklär es ihm dass ihr es beide durchzieht, du fährst hoch und nimmst das Pixie Buch weg, er fährt runter und ist damit zufrieden.Und nimm für Dich an dass auch Grenzen zu haben ein Grundbedürfnis von Kindern ist.

    Und: Du schriebst irgendwo was von Wut Deinerseits: Du hast doch das selbe Problem wie Deine Tochter, kann das sein? Kauft Euch einen kleinen Boxsack und zeig ihr wie Du da Wut abbauen kannst, das kann auch ihr helfen. Gerade wenn Du schreibst sie verletzt sich schon teils selber wenn sie so einen Anfall hat. Du hast doch auch starke Emotionen und weißt nicht wohin damit, leb sie kanalisiert aus, davon kann sie denke ich auch profitieren. Vielleicht hilft dir ja auch mal ein Coaching in der Richtung wie Du mit Deinen Gefühlen besser umgehen kannst!

    Und Bedürfnisorientierung könnt ihr ja leben, ich finde das sehr wichtig gerade bei solch überforderten Kindern, aber "am Anfang". Das heißt die Autofahrt an ihre Bedürfnisse anpassen damit gar nix eskaliert. Klar muss man Konflikte haben um das zu lösen und einzutrainieren, aber nicht zuviel. Versuch doch auch das Konfliktpotential erst man durch Bedürfnisorientierung runterzufahren dass es auf ein Level kommt das Euch beide nicht überfordert und lebt lieber weniger Konflikte, die aber besser.

    Alles Gute Euch,
    WuschElke

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