3 Kinder-Job-Haushalt-wie schafft ihr das?

    • (1) 06.05.18 - 20:49

      Ihr Lieben,
      momentan stecke ich mal wieder in einer Krise.
      Ich habe 3 Kinder (9,6,4), arbeite 25 Stunden (täglich 5) und es liegt alles brach, habe ich zumindest das Gefühl..
      Wir wohnen in einem umgebauten Haus, in dem aber ordnungs-ausmist-sortiertechnisch noch SO viel zu tun ist..es gibt gefühlt kein Zimmer, in dem ich fertig bin.
      Streichen ist auch nach 6 Jahren in mehr oder weniger allen Räumen wieder dran.
      Und der normale Haushalt.
      Die Kinder haben Hobbies etc etc
      Ich kann leider meine Arbeitsstunden nicht reduzieren.
      Und für eine Fee fehlt das Geld.
      Wie schafft ihr das?
      Oft bin ich in der knapp bemessenen Zeit SO erschöpft und antriebslos, dass ich mich dann nicht mal mehr aufraffen kann..

      Danke schon mal 💗

      nuf214

      • (2) 06.05.18 - 20:59

        Wenn man so erschöpft ist, dann liegt es oft an einer zu hohen Erwartungshaltung.

        Na und, dann sind Deine Räume eben 6 Jahre nicht gestrichen, ist doch nicht schlimm.

        Ich kenne viele Mütter, aber wenige mit einem perfekten Haushalt. Und bei denen mit dem perfekten Haushalt kommt oft die Zeit mit den Kindern zu kurz. Man muss halt Prioritäten setzen.

        Meine Prioritäten sind klar: Die Basics müssen stimmen (Schlaf, Essen, Kuschelzeit, die Kinder täglich zum Lachen gebracht haben), der Rest ist nur Beiwerk. Klar freue ich mich, wenn ich es mal geschafft habe, die Fenster zu putzen, aber wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter. Wenn meine Kinder erwachsen sind und auf ihre Kindheit zurückschauen, dann sollen sie doch nicht sagen "Bei uns war es immer blitzeblank". Ich möchte, dass sie sich geliebt und geborgen fühlen.

        Wichtig ist mir, dass ich die Zeit ausgekostet habe, sie werden so verdammt schnell groß.

        Bei uns sind die Hobbys auch ein großer Zeitfresser, aber ich freue mich, dass ich meinen Kindern das ermöglichen kann. Auch wenns für mich nicht so bequem ist, für sie ist es einfach toll. Und dafür nehme ich gerne in Kauf, dass der Geschirrspüler dann erst um 21 Uhr läuft.

        • (3) 06.05.18 - 21:08

          Selten so viel Mist gelesen...

          • *kopfschüttel* dann geh schnell die Fenster putzen, bevor die Nachbarn was sagen.

            ich habe die gleichen Prioritäten. Eine schöne Kindheit bei der Mama und Papa auch mal 5 gerade sein lassen können finde ich Auch wichtiger.
            Aber abgesehen vom Perspektivwechsel wäre für mich folgendes denkbar: Plan aufstellen wer was wann. ich hake erledigte Sachen gern ab. und: Kindern Aufgaben übertragen. Müll raus, spüler ausräumen, Tisch decken. Spielsachen weg. Ist nicht die Welt aber ein Anfang. Und Malern nach 6 Jahren? was macht ihr mit den Wänden, rauchen? anmalen? Also nur weil 6 Jahre um sind ist das doch nicht automatisch nötig. Nur wenn es dreckig ist oder gar nicht mehr gefällt

              • (7) 07.05.18 - 18:41

                Du könntest ja deine Fenster am Montag putzen lassen, wenn deine Abtreibung erledigt ist.

                Sorry an die TE leider kein sinnvoller Beitrag aber das musste mal sein.

                Alles gute für die TE

          (8) 07.05.18 - 06:51

          War das jetzt ein Selbstgespräch?

          Deine Antwort war dagegen wirklich hilfreich für die TE! #pro

          (9) 07.05.18 - 09:01

          Da ist er ja wieder, der Stänker-Frischling... #huepf

          Ein Schelm, der böses dabei denkt... #schein

          (10) 07.05.18 - 13:02

          Dein Leben ist natürlich das Nonplusultra:

          "Weil.ich mich kenne, ich bin sehr egoistisch, möchte sicher nachts nicht aufstehen, und schon mal gar nicht auf irgend etwas verzichten wegen eines Kindes.
          Eher würde ich es allein zu Hause lassen, als drauf auf zu passen.
          Hier gehen viele Männer ein und aus ich trinke regelmäßig und viel, bin oft tagelang nicht zu Hause.
          Was meinst du, wie das einem Baby bekommt wenn die eigene Mutter sich nen Scheiss drum schert?"

      (11) 07.05.18 - 08:42

      Genau so sieht es hier auch aus... #pro

      Davon abgesehen haben unsere Kinder gesehen, dass wir deutlich mehr qualitative Zeit miteinander haben, wenn sie schnell mithelfen und auch was tun... Und sei es nur, dass sie den Staubwedel schwingen oder schnell mal die Spülmaschine mit ausräumen...

      LG

      • (12) 07.05.18 - 08:50

        Das stimmt. Spätestens ab Grundschulalter muss man ja nicht mehr alles allein machen.

        Vieles geht jetzt schon deutlich leichter, weil ich die Kinderzimmer nicht aufräumen muss (höchstens 2x im Jahr beim sortieren helfen), die Große kocht gerne und hat auch Spaß daran, das Bad zu putzen, ich brauche nicht mehr neben ihnen liegen bleiben bis sie einschlafen usw. Meine Kleine ist grad 7 geworden und noch nicht so aktiv im Haushalt, aber sie muss halt auch nicht mehr angezogen oder permanent beaufsichtigt werden oder so etwas, was man beim Kleinkind zusätzlich hat.

    (13) 07.05.18 - 10:38

    Großartige Antwort! #pro

    Wir hetzen durch unser Leben und versuchen dabei allen gerecht zu werden und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen. Am Ende unseres Lebens schauen wir auf unsere Kinder, die unsere Muster übernommen haben und nun selbst durchs Leben hetzen.

    One day baby, we'll be old
    Oh baby, we'll be old
    And think of all the stories that we could have told

    (Songtext von Asaf Avidan)

    In erster Linie musst du selbst zufrieden sein. Nur dann kannst du deinen Kindern gerecht werden. Wenn du nicht zufrieden bist, weil du die Arbeiten im Haus nicht schaffst, dann ist das dein persönlicher Anspruch und du solltest daran arbeiten, ihn runter zu schrauben. Was deine Kinder brauchen ist Liebe, nicht wie viele heutzutage fatalerweise denken, materielle Dinge.

    Nimm das : "Ich muss" aus deinem Leben und mach: "Ich kann" draus. Du kannst streichen, aber du musst nicht.

    Ein weiterer Ratschlag ist, dass du bewusst Termine für alles ausmachst. Gibt es Tage, an denen du ein Zeitfenster für Erledigungen hast? Ich fahre zb jeden Mittwoch Vormittag zum Streichen zu meiner Mutter. Würde ich das nicht bewusst auf diese Zeit festlegen, dann würde ich permanent daran denken und es trotzdem ständig vor mir her schieben. Das löst Druck aus. Mache ich einen Termin dafür aus, dann beschäftigt mich das nicht mehr, denn ich weiß, es ist geregelt. Es geht in den zwei Std nur langsam vorwärts mit dem Streichen, aber ich komme doch meinem Ziel näher.
    Und mache bewusst Dates mit dir selbst aus. Vielleicht auch einmal ab Tag für eine halbe Std zurück ziehen. Je nach Alter der Kinder sind sie in der Lage das zu verstehen und sich zu beschäftigen. Du bist dir selbst am nächsten und solltest auf dich acht geben.

    Integriere ausserdem die Kinder im Alltag. Sie können helfen, meistens stehen wir uns dabei nur selbst im Weg. Jedoch wollen wir Eltern alle, dass unsere Kinder irgendwann selbstständig und alleine in diese Welt hinaus ziehen. Wie sollen sie das können, wenn wir es ihnen nicht auch beibringen.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

    Tini mit 3 Kids

    Ich finde deine Antwort ganz toll, du hast es für mich perfekt auf den Punkt gebracht und mir damit auch ein bisschen die Augen geöffnet.
    Ich bin vor 3 Monaten zum 1. Mal Mama geworden und mache mir auch viel zu viel Stress mit dem Haushalt. Meine Erwartungen sind so groß an mich selbst. Ich verlange eigentlich von mir, dass ich genau so viel schaffe wie früher und mich nebenbei auch noch zu 100 % um mein Baby kümmere. Das funktioniert einfach nicht.

    Du hast so recht, was zählt ist das Kind / die Kinder und nicht, dass man einen 1a Haushalt hat. Schmutzig ist es ja noch lange nicht, nur weil man nicht jeden Tag stundenlang schrubbt.

    Danke für deine Worte :-)

(15) 06.05.18 - 21:20

Vorab: ich hab nur ein Kind und geh erst ab Herbst wieder 5 Vormittage arbeiten. Also nicht wirklich vergleichbar.
Aber mir fallen ein paar Tipps einer Freundin ein, die vor ein paar Jahren an einem ähnlichem Punkt war.

Ihr hat es geholfen, sich wirklich Zeit dafür zu nehmen. Klingt erst mal doof.
Aber sie hat 2 Dinge ausprobiert:
Erstens:
Auf FB gibt es eine Gruppe"Minimalismus". Von dem System ist sie grundsätzlich nicht überzeugt, aber dort werden manchmal tolle Tipps gegeben, wie man trotz arbeitsstress etc ausmisten kann.
EIN Beispiel: nur so viel ausmisten wie der Kalender es sagt. Also am 01.05.: 1 Teil wegwerfen/verschenken/ auf den Sperrmüll bringen.
Am 02 05. Dann 2 Teile.
Am 25.05. Klingt es erstmal nach vielen Teilen. Aber damit kann auch die Stifte-schublade gemeint sein.
Oder der zeitschriftenstapel.

Zweitens: 1 Woche Urlaub nehmen.
Oder 3 Tage wenigstens. Nachmittags dafür Sorgen, dass die Kiddies mal vom Papa/von der Oma chauffiert werden oder die Kinder mal den ganzen Nachmittag nach dem Kindergarten/der Schule mit Freunden spielen.
Und dann anfangen. Nur 1 Raum.
Manchmal muss man "Zeit haben" und wenn man einmal im Fluss ist, geht es plötzlich viel schneller und man hat ruckzuck 2-3 Räume geschafft.
Damit ist vielleicht noch nicht alles erledigt, aber ein gewisser Balast fällt schon mal von einem ab.

Es stimmt schon, das ein ausmisten der Räume manchmal auch die Seele erleichtert. Klingt etwas kitschig. Aber ich zumindest fühle mich etwas befreiter, wenn ich mal ne ausräumaktion gestartet habe.

Vielleicht wäre das ein Anfang?

(16) 06.05.18 - 22:32

Hey,

wir haben auch 3 Mäuse und aktuell ist für uns vor 22 Uhr nicht Feierabend 😅 Und die Kinder sind um 19:30 im Bett!
Und dennoch hätten wir noch genügend Dinge im Haus zu erledigen um locker 2 Urlaubswochen zu füllen.
Es ist immer sauber und ordentlich bei uns, wir kochen täglich frisch. Aber selbst wenn ich eine Putzfrau hätte wäre das ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ich muss täglich saugen, alle zwei Tage wischen. Die Bäder putze ich einmal die Woche sowie Staub aber das ist zeitmäßig echt das geringste Problem 😅🤣
Allein diese Wäscheberge 😱
Aber so ist es eben mit Kindern 🤷‍♀️
Solche Projekte wie Streichen muss man sich einfach mal vornehmen, planen, durchziehen. Genauso ausmisten. Darüber jammern, dass es nicht fertig wird bringt einen ja nicht weiter.
Ich philosophiere nicht täglich darüber, was ich nicht geschafft habe sondern sehe immer das, was ich so den Tag über leiste. Und wenn ich dann mal schaffe, alle Küchrnschränke zu putzen oder ein paar Blümchen zu pflanzen bin ich einfach stolz 🤷‍♀️
Ich versuche aber auch, regelmäßig mal schöne Dinge mit den Mädels zu unternehmen. Das ist mir sehr wichtig und dann wird halt mal Wäsche abends um 22 Uhr zusammengelegt weil wir den Tag über am Strand waren.
Du solltest Prioritäten setzen und aufhören, nur zu sehen was du alles NICHT schaffst. Das macht dich nur depressiv 😅

Liebe Grüße

(17) 07.05.18 - 06:57

Hallo,

Was macht dein Mann im Haushalt? Wenn du nachmittags die Kinder von Anfang nach B fährst solltest du diese Zeit zu deiner Arbeitszeit dazu rechnen. Arbeitest du denn immer noch weniger als dein Mann?
Wenn man in keinem Raum fertig wird, hüpft man von Raum zu Raum und wieder zurück. Ja die anderen Räume rufen auch aber versuche in einem Raum zu bleiben bis dadrin mindestens 90 % geschafft sind.
Die Grundreinigung solltet ihr Sa Vormittag alle zusammen machen. Wenn du die Listen schreibst, schreibe sie in der Vergangenheitsform; Küche gewischt, dadurch siehst du was du geschafft hast und nicht was du noch machen musst. Schreibe realistische Listen mit Zeitfenster nach denen du aufhören solltest. Auch wenn du im Arbeitsfluss bist, hör nach einer gewissen Zeit auf, sonst gehst du an deine Kraftreserven. Dann ist eben nicht alles picobello. Aber du hast so genug Energie um deine Kinder zum lachen zu bringen.

Mein Mann und ich arbeiten zeitversetzt so das es gar nicht in Frage steht, dass er auch im Haushalt mit anpacken muss.

Gruß Sol

(18) 07.05.18 - 08:13

Ich würde in der Woche nur das Nötigste machen und am Wochenende dann putzen u.ä.
Wände streichen würde ich im Urlaub oder wenn halt mal Zeit ist.
Oder Dein Mann übernimmt das.

(19) 07.05.18 - 09:06

Hallo,

es ist schwierig, aber nimm es Dir Schritt für Schritt vor.
Und nimm es auch nicht zu genau. Das Leben mit 3 Kids ist eben oft etwas hektisch und chaotisch.

Natürlich will keiner in einem Schweinestall wohnen.
Aber dauernd alles "wie geleckt" haben zu wollen, ist auch utopisch.
Ich kenne eine, die auf Instagram immer Bilder ihrer anscheinend "tadellosen" Wohnung postet. Alles dekoriert, alles sauber, ordentlich, minimalistisch.
Aber wenn man zu ihr kommt, tobt da auch nal das Chaos (2 Kids, 2 Katzen, 1 Hund).
Und sie grinst und meint, dass sie oft eine Ecke richtig hindekoriert, dass es gut aussieht, einen Satz Fotos macht, aber keiner weiß, dass hinter ihr auf dem Sofa zwei Körbe Bügelwäsche stehen, dass der Tisch noch nicht abgeräumt ist oder dass auf dem Boden hinter ihr Lego ausgekippt ist. Es ist also nur eine optische Täuschung.

Bei der Wäsche mache ich es inzwischen so, dass ich nur noch Hemden und Blusen bügel.
Alles andere (Shirts, usw.) wird etwas in Form gezogen, gefaltet und dann eingeräumt.
Und ich mache das im Idealfall immer direkt vom Wäscheständer. Ich sammle das Zeug gar nicht erst in Wannen.

Dann: immer alles sofort aufräumen, saubermachen, ordnen, usw.
Soll heißen: morgens gleich die Betten machen. Noch während dem Kochen die Küche anfangen aufzuräumen. Gefaltete Wäsche sofort verräumen. Kinderzimmer grob aufräumen.

Ausmisten hilft auch, hier plane Dir am besten mal pro Tag ein Zimmer ein.
Mach Kartons oder Tüten mit:
- wegschmeißen
- verschenken/spenden
- verkaufen/Flohmarkt
Ich habe es kürzlich so gemacht. Jeden Tag ein Zimmer, da kam was zusammen.

Streichen: plant Euch dafür ein WE ein. Vielleicht kann man die Kids bei den Großeltern oder Freunden parken und Ihr könnt dann das Wochenende durchstarten. Wir haben die Kids bei Freunden geparkt und dann ging es los. Ein Kumpel von meinem Mann hat auch noch geholfen. Und es ging ratzfatz. Mittags haben wir für alle was vom Imbiss geholt, abends Pizza bestellt.

Und was Fensterputzen etc betrifft. Ich hasse das auch, manchmal kommt man aber nicht drumherum. Ich habe mir den Fenstersauger vn Kärcher geholt, das Ding ist Gold wert und Fenster sind im Nu wieder sauber.
Und fürs Saugen habe ich einen Staubsaugerroboter (den schalte ich an, wenn ich die Kids abhole und der kurvt währenddessen seine Runden)-
Vielleicht wären solche "Helferlein" auch was für Dich - inzwischen gibt es die ja in allen Preisklassen.

LG

(20) 07.05.18 - 09:10

Ich habe zwei Kinder im Alter Deiner älteren und bin allein mit ihnen - also vielleicht nicht ganz, aber ein bisschen vergleichbar.

Mir hilft es, einfach "Zeug" zu reduzieren. Bei uns gibt es von allem nur wenig. Ich bin zum Beispiel keine Deko-Tante, bei uns ist es gemütlich, aber es steht nicht viel Zeug rum, das abgestaubt werden müsste oder so. Meine Kinder haben ausreichend Kleidung, aber eben auch nicht mehr, so dass sich der Aufwand bei Wäsche und auch beim Aus- und Umsortieren in Grenzen hält. In der Küche habe ich alles, was ich an Geschirr und Geräten brauche, aber eben auch nicht mehr. So hält sich eigentlich überall der Aufwand beim Aufräumen etc. in überschaubaren Grenzen. Ich sehe das oft bei Freundinnen, dass einfach das Zeug, was sie mehr haben als wir, ihnen Zeit raubt, weil sie so viel mehr Zeit mit Aufräumen und Organisieren verbringen. Im Hof stehen da zum Beispiel viel mehr Fahrzeuge, als sie Kinder haben - klar, das ist dann auch mehr Arbeit, das alles in Schach zu halten.

Ansonsten sollte doch neben Deinen Arbeitszeiten auch ein bisschen Puffer bleiben. Deine Kinder gehen doch sicher in die Schule und/oder Betreuung? So habe ich eigentlich jeden Tag nach der Arbeit zum Beispiel Zeit für Einkäufe oder Arbeiten im Haushalt, bevor meine Kinder nachmittags dazustoßen. So läuft es bei mir eigentlich ganz gut, auch wenn natürlich auch bei mir mal was liegenbleibt.

(21) 07.05.18 - 09:11

Hallo,

kannst Du Deine Arbeitszeit umschichten?

Ich arbeite 20 Stunden verteilt auf drei Tage. Das heißt, ich habe zwei Vormittag, an denen ich in Ruhe Haushalt machen kann. An meinen beiden langen Tagen holt mein Mann die Kinder aus der Betreuung ab. Wir haben zwei Kinder.

Bei den Hobbies würde ich gucken, ob man sich mit anderen Eltern beim Bringen und Abholen abwechseln kann.

Renovierungsarbeiten ziehen sich bei uns auch immer wie Kaugummi. Hier sind viele Räume nach 10 Jahren noch nicht wieder gestrichen, aber wir können eben nicht hexen und möchten mehr vom Leben haben, als Arbeit.

Ich würde an Deiner Stelle Raum nach Raum abarbeiten und nicht mal hier ein bisschen räumen und mal da etwas streichen. Dann hat man mehr das Gefühl, etwas geschafft zu haben. ;-)

LG

Heike

(22) 07.05.18 - 09:15

Hallo!

Unsere Kids sind 4, 5 und 11, mein Mann arbeitet Vollzeit und ich 33 Stunden.

Zum Glück fängt mein Mann schon um 6 an zu arbeiten und ist dementsprechend oft relativ früh fertig (allerdings schwer planbar, mal kommt er schon um 2, oder um 4 oder um 6...).

Ich fang erst um 7:30 an, dafür hängt die Kinder- Sache morgens an mir.
Arbeite meist einen langen Tag in der Woche bis 5 oder 6 (kann mir meine Zeiten relativ frei einteilen zum Glück) und mein Mann holt die Kids.

Dafür kann ich die anderen Tage dann schon irgendwas zwischen halb 1 und halb 3 aufhören.

Nachmittags dann Zeit mit den Kids / Hobbys.

So richtig gekocht wird unter der Woche selten. Gibt oft Salat, Brot, was aus dem Gefrierschrank oder halt was ganz schnelles.

Und auch die Hausarbeit beschränkt sich unter der Woche aufs Nötigste.
Waschmaschine / Trockner werden so getimt, dass sie fertig sind, wenn wir heimkommen. Wäsche muss dann nur noch zusammengelegt und weggeräumt werden.
Mal kurz durchsaugen, Klo putzen,.. dauert nicht lang und geht zwischendurch mal.

Die Kids werden streng gedrillt, was eigenes Zeug wegräumen betrifft. Geschirr in die Küche, Spielzeug ins Zimmer, etc. Klappt inzwischen weitgehend von selbst bzw. auf Zuruf.

Am Wochenende machen wir dann ein, zwei Stunden Großputz. Wenn alle zusammenhelfen, ist das keine große Sache.

Die extra Dinge wie ausmisten, renovieren etc. passieren peu a peu. Haben zum Beispiel grad eine zweite Toilette im EG gebaut, das hat halt schon 3 Monate gedauert.. aber jetzt ist sie fertig. :)

Nächstes Projekt: Klamotten von allen ausmisten. Mir graut, aber es wird Zeit...

Was völlig unerlässlich ist im alltäglichen Chaos ist die Teamarbeit von meinem Mann und mir. Das geht völlig Hand in Hand, jeder sieht, was grade anfällt und erledigt es sofort, keine Diskussionen, kein Gefühl von "der/die macht aber weniger als ich".

Denn unser Abend ist uns heilig, nach 20 Uhr wird gar nichts mehr gemacht.. zumindest nicht im Haushalt.. ;)

LG Claudi

(23) 07.05.18 - 09:22

Ich habe zwei Kinder (4 und Baby) und gehe demnächst auch wieder 25 Stunden arbeiten, bisher habe ich nur mit einem Kind gearbeitet.

Meine persönliche Beobachtung- ich war jetzt in so vielen Häusern mit kleinen Kindern- entweder war es etwas schmuddelig und unordentlich oder die Mutter wirkte sehr gestresst. In einem Haus (Kinder 6 und 1) gibt es "klare Regeln " , der sechsjährige hat sich nachmittags im Zimmer oder draußen aufzuhalten damit Mutti ungestört putzen kann. Die Mutter wirkt auch immer barsch und meinte mal vor 22 Uhr ist sie nicht fertig mit dem Haushalt. Dafür ist es dort wirklich sauber und aufgeräumt. Eine andere Familie- drei Kinder (7,5,2) - da klebt der Boden wenn man zu Besuch kommt. Aufergeräumt wird auch nicht extra, dazwischen toben die drei Kinder vergnügt und die Mutter trinkt entspannt Kaffee.

Ich bin ein Mittelding- aber bevor ich total erschöpft bin lebe ich auch lieber mit einem dreckigen Fußboden. Spann deine Kinder und den Mann mehr ein und lerne Prioritäten zu setzen (Küche, Wäsche, gesundes Essen im Haus). Dann wird eben erstmal nicht gestrichen, in ein paar Jahren können deine Kinder mithelfen. ;-)

Ab 20 Uhr rühre ich keinen Finger mehr, ich brauche auch mal meine Pausen.

LG

(24) 07.05.18 - 14:26

Na kümmerst du dich denn um alles alleine? Was macht dein Mann?

Wir haben zwei Kinder (1 und 3) in einem ziemlich intensiven Alter. Ich arbeite 28h auf 4 Tage verteilt, habe die Kinder aber an meinem freien Tag hier.

Der Haushalt ist so ziemlich das letzte auf unserer to-do Liste. Wir putzen meist am WE, mein Mann saugt zb durch während ich mit den Kindern koche, und einiges erledige ich in der Mittagspause wenn ich donnerstags im home office arbeite. Wäsche wird morgens angestellt, abends kommt es in der Trockner, zusammen legen machen wir gemeinsam vorm TV am abend wenn die Kinder schlafen. Das dauert dann gemeinsam nur 10 Minute. Ich mache mir einen Wochenplan fürs kochen, kaufe online ein (in de Mittagspause auf der Arbeit) und lasse liefern. Solange wir was einigermassen gesundes auf dem Tisch haben, saubere Kleidung anhaben und nicht im Dreck eingehen bin ich zufrieden.

Meine Mutter war schon immer ein perfekter Putzteufel, wenn ich an meine Kindheit zurückdenke war sie meistens am putzen. Nein, dafür ist mir meine Zeit (mit den Kindern) zu kostbar.

(25) 07.05.18 - 20:33

Nimm mal den unüberschaubaren Stress raus...in der Ruhe liegt die Kraft. Denke nicht stets an alle Zimmerbaustellen, denn der Gedanke allein, überfordert schon .. Nimm dir erstmal ein Zimmer vor , ist dieses Zimmer mal erledigt...dann erstmal einige Tage Pause und dann ein weiteres Zimmer. Packt es als Familie an.....Kinder können schon etwas aussortieren helfen, der Papa (oder ein guter Freund/in oder Bruder /Schwester) evtl. Streichen

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