3 Kinder-Job-Haushalt-wie schafft ihr das?

    • (1) 06.05.18 - 20:49

      Ihr Lieben,
      momentan stecke ich mal wieder in einer Krise.
      Ich habe 3 Kinder (9,6,4), arbeite 25 Stunden (täglich 5) und es liegt alles brach, habe ich zumindest das Gefühl..
      Wir wohnen in einem umgebauten Haus, in dem aber ordnungs-ausmist-sortiertechnisch noch SO viel zu tun ist..es gibt gefühlt kein Zimmer, in dem ich fertig bin.
      Streichen ist auch nach 6 Jahren in mehr oder weniger allen Räumen wieder dran.
      Und der normale Haushalt.
      Die Kinder haben Hobbies etc etc
      Ich kann leider meine Arbeitsstunden nicht reduzieren.
      Und für eine Fee fehlt das Geld.
      Wie schafft ihr das?
      Oft bin ich in der knapp bemessenen Zeit SO erschöpft und antriebslos, dass ich mich dann nicht mal mehr aufraffen kann..

      Danke schon mal 💗

      nuf214

      • Wenn man so erschöpft ist, dann liegt es oft an einer zu hohen Erwartungshaltung.

        Na und, dann sind Deine Räume eben 6 Jahre nicht gestrichen, ist doch nicht schlimm.

        Ich kenne viele Mütter, aber wenige mit einem perfekten Haushalt. Und bei denen mit dem perfekten Haushalt kommt oft die Zeit mit den Kindern zu kurz. Man muss halt Prioritäten setzen.

        Meine Prioritäten sind klar: Die Basics müssen stimmen (Schlaf, Essen, Kuschelzeit, die Kinder täglich zum Lachen gebracht haben), der Rest ist nur Beiwerk. Klar freue ich mich, wenn ich es mal geschafft habe, die Fenster zu putzen, aber wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter. Wenn meine Kinder erwachsen sind und auf ihre Kindheit zurückschauen, dann sollen sie doch nicht sagen "Bei uns war es immer blitzeblank". Ich möchte, dass sie sich geliebt und geborgen fühlen.

        Wichtig ist mir, dass ich die Zeit ausgekostet habe, sie werden so verdammt schnell groß.

        Bei uns sind die Hobbys auch ein großer Zeitfresser, aber ich freue mich, dass ich meinen Kindern das ermöglichen kann. Auch wenns für mich nicht so bequem ist, für sie ist es einfach toll. Und dafür nehme ich gerne in Kauf, dass der Geschirrspüler dann erst um 21 Uhr läuft.

        • Selten so viel Mist gelesen...

          • *kopfschüttel* dann geh schnell die Fenster putzen, bevor die Nachbarn was sagen.

            ich habe die gleichen Prioritäten. Eine schöne Kindheit bei der Mama und Papa auch mal 5 gerade sein lassen können finde ich Auch wichtiger.
            Aber abgesehen vom Perspektivwechsel wäre für mich folgendes denkbar: Plan aufstellen wer was wann. ich hake erledigte Sachen gern ab. und: Kindern Aufgaben übertragen. Müll raus, spüler ausräumen, Tisch decken. Spielsachen weg. Ist nicht die Welt aber ein Anfang. Und Malern nach 6 Jahren? was macht ihr mit den Wänden, rauchen? anmalen? Also nur weil 6 Jahre um sind ist das doch nicht automatisch nötig. Nur wenn es dreckig ist oder gar nicht mehr gefällt

              • Du könntest ja deine Fenster am Montag putzen lassen, wenn deine Abtreibung erledigt ist.

                Sorry an die TE leider kein sinnvoller Beitrag aber das musste mal sein.

                Alles gute für die TE

          War das jetzt ein Selbstgespräch?

          Deine Antwort war dagegen wirklich hilfreich für die TE! #pro

          (9) 07.05.18 - 09:01

          Da ist er ja wieder, der Stänker-Frischling... #huepf

          Ein Schelm, der böses dabei denkt... #schein

          Dein Leben ist natürlich das Nonplusultra:

          "Weil.ich mich kenne, ich bin sehr egoistisch, möchte sicher nachts nicht aufstehen, und schon mal gar nicht auf irgend etwas verzichten wegen eines Kindes.
          Eher würde ich es allein zu Hause lassen, als drauf auf zu passen.
          Hier gehen viele Männer ein und aus ich trinke regelmäßig und viel, bin oft tagelang nicht zu Hause.
          Was meinst du, wie das einem Baby bekommt wenn die eigene Mutter sich nen Scheiss drum schert?"

      Genau so sieht es hier auch aus... #pro

      Davon abgesehen haben unsere Kinder gesehen, dass wir deutlich mehr qualitative Zeit miteinander haben, wenn sie schnell mithelfen und auch was tun... Und sei es nur, dass sie den Staubwedel schwingen oder schnell mal die Spülmaschine mit ausräumen...

      LG

      • Das stimmt. Spätestens ab Grundschulalter muss man ja nicht mehr alles allein machen.

        Vieles geht jetzt schon deutlich leichter, weil ich die Kinderzimmer nicht aufräumen muss (höchstens 2x im Jahr beim sortieren helfen), die Große kocht gerne und hat auch Spaß daran, das Bad zu putzen, ich brauche nicht mehr neben ihnen liegen bleiben bis sie einschlafen usw. Meine Kleine ist grad 7 geworden und noch nicht so aktiv im Haushalt, aber sie muss halt auch nicht mehr angezogen oder permanent beaufsichtigt werden oder so etwas, was man beim Kleinkind zusätzlich hat.

    Großartige Antwort! #pro

    Wir hetzen durch unser Leben und versuchen dabei allen gerecht zu werden und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen. Am Ende unseres Lebens schauen wir auf unsere Kinder, die unsere Muster übernommen haben und nun selbst durchs Leben hetzen.

    One day baby, we'll be old
    Oh baby, we'll be old
    And think of all the stories that we could have told

    (Songtext von Asaf Avidan)

    In erster Linie musst du selbst zufrieden sein. Nur dann kannst du deinen Kindern gerecht werden. Wenn du nicht zufrieden bist, weil du die Arbeiten im Haus nicht schaffst, dann ist das dein persönlicher Anspruch und du solltest daran arbeiten, ihn runter zu schrauben. Was deine Kinder brauchen ist Liebe, nicht wie viele heutzutage fatalerweise denken, materielle Dinge.

    Nimm das : "Ich muss" aus deinem Leben und mach: "Ich kann" draus. Du kannst streichen, aber du musst nicht.

    Ein weiterer Ratschlag ist, dass du bewusst Termine für alles ausmachst. Gibt es Tage, an denen du ein Zeitfenster für Erledigungen hast? Ich fahre zb jeden Mittwoch Vormittag zum Streichen zu meiner Mutter. Würde ich das nicht bewusst auf diese Zeit festlegen, dann würde ich permanent daran denken und es trotzdem ständig vor mir her schieben. Das löst Druck aus. Mache ich einen Termin dafür aus, dann beschäftigt mich das nicht mehr, denn ich weiß, es ist geregelt. Es geht in den zwei Std nur langsam vorwärts mit dem Streichen, aber ich komme doch meinem Ziel näher.
    Und mache bewusst Dates mit dir selbst aus. Vielleicht auch einmal ab Tag für eine halbe Std zurück ziehen. Je nach Alter der Kinder sind sie in der Lage das zu verstehen und sich zu beschäftigen. Du bist dir selbst am nächsten und solltest auf dich acht geben.

    Integriere ausserdem die Kinder im Alltag. Sie können helfen, meistens stehen wir uns dabei nur selbst im Weg. Jedoch wollen wir Eltern alle, dass unsere Kinder irgendwann selbstständig und alleine in diese Welt hinaus ziehen. Wie sollen sie das können, wenn wir es ihnen nicht auch beibringen.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

    Tini mit 3 Kids

    Ich finde deine Antwort ganz toll, du hast es für mich perfekt auf den Punkt gebracht und mir damit auch ein bisschen die Augen geöffnet.
    Ich bin vor 3 Monaten zum 1. Mal Mama geworden und mache mir auch viel zu viel Stress mit dem Haushalt. Meine Erwartungen sind so groß an mich selbst. Ich verlange eigentlich von mir, dass ich genau so viel schaffe wie früher und mich nebenbei auch noch zu 100 % um mein Baby kümmere. Das funktioniert einfach nicht.

    Du hast so recht, was zählt ist das Kind / die Kinder und nicht, dass man einen 1a Haushalt hat. Schmutzig ist es ja noch lange nicht, nur weil man nicht jeden Tag stundenlang schrubbt.

    Danke für deine Worte :-)

(15) 06.05.18 - 21:20

Vorab: ich hab nur ein Kind und geh erst ab Herbst wieder 5 Vormittage arbeiten. Also nicht wirklich vergleichbar.
Aber mir fallen ein paar Tipps einer Freundin ein, die vor ein paar Jahren an einem ähnlichem Punkt war.

Ihr hat es geholfen, sich wirklich Zeit dafür zu nehmen. Klingt erst mal doof.
Aber sie hat 2 Dinge ausprobiert:
Erstens:
Auf FB gibt es eine Gruppe"Minimalismus". Von dem System ist sie grundsätzlich nicht überzeugt, aber dort werden manchmal tolle Tipps gegeben, wie man trotz arbeitsstress etc ausmisten kann.
EIN Beispiel: nur so viel ausmisten wie der Kalender es sagt. Also am 01.05.: 1 Teil wegwerfen/verschenken/ auf den Sperrmüll bringen.
Am 02 05. Dann 2 Teile.
Am 25.05. Klingt es erstmal nach vielen Teilen. Aber damit kann auch die Stifte-schublade gemeint sein.
Oder der zeitschriftenstapel.

Zweitens: 1 Woche Urlaub nehmen.
Oder 3 Tage wenigstens. Nachmittags dafür Sorgen, dass die Kiddies mal vom Papa/von der Oma chauffiert werden oder die Kinder mal den ganzen Nachmittag nach dem Kindergarten/der Schule mit Freunden spielen.
Und dann anfangen. Nur 1 Raum.
Manchmal muss man "Zeit haben" und wenn man einmal im Fluss ist, geht es plötzlich viel schneller und man hat ruckzuck 2-3 Räume geschafft.
Damit ist vielleicht noch nicht alles erledigt, aber ein gewisser Balast fällt schon mal von einem ab.

Es stimmt schon, das ein ausmisten der Räume manchmal auch die Seele erleichtert. Klingt etwas kitschig. Aber ich zumindest fühle mich etwas befreiter, wenn ich mal ne ausräumaktion gestartet habe.

Vielleicht wäre das ein Anfang?

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