Schwiegermutter Syndrom

    • (1) 11.05.18 - 07:33

      Keine Angst, meine Schwiegermutter und ich verstehen uns Bombe 😆

      Heutzutage wird doch alles mit der Steinzeit und Evolution argumentiert: Babys sind so anhÀnglich weil sie in der Steinzeit sonst gestorben werden usw. Ihr kennt den Ansatz!

      Gibt es da auch eine ErklĂ€rung, warum wir MÜTTER so sind wie wir sind? đŸ€Ł

      Warum (evolutionĂ€r) hasst jede zweite Frau ihre Schwiegermutter ab dem Zeitpunkt der Geburt? Und sieht in Lappalien das totale Problem? Weiß das jemand? Das muss doch auch irgendeinen steinzeitlichen Ursprung haben!

      Jemand Ideen?

      • Also ich habe nicht das GefĂŒhl, dass jede 2. Frau ihre SM ab der Geburt hasst. Man könnte es auch umdrehen, warum hasst jede 2. SM ab der Geburt ihre Schwiegertochter, keine wĂ€re fĂŒr den Sohn gut genug#schein

        Ich finde es beidseitige Charaktersache....gegenseitigen Respekt, Akzeptanz und arrangieren.
        Es gibt SchwiegermĂŒtter, die sich ĂŒberall einmischen und nur ihre Ansichten sind richtig und es gibt Schwiegertöchter bei denen jede harmlose Bemerkung/Rat gleich als Angriff gesehen wird.

        Ob Schwiegereltern oder Kinder, sollte jeder sein Leben so leben, wie er ist fĂŒr richtig hĂ€lt, sofern sich die Partner unter sich einig sind.

        Ich kenne genĂŒgend SchwiegermĂŒtter, deren Alltag daraus besteht, den ganzen Tag , den Ablauf des jungen Paare zu beĂ€ugeln und zu kritisieren, aber ich kenne auch genĂŒgend Schwiegertöchter, die zwecks 1-2 Kinder Zuhause sind, den Alltag mit Freizeitgestaltung ausschmĂŒcken (Kinder in der KiGa oder Schule) Ehefrau vormittags reiten, shoppen oder anderweitig unterwegs ist und der Haushalt liegen bleibt und die KĂŒche kalt bleibt. Wo abends oftmals der Mann nach der Arbeit noch kocht und an den WE der Mann zum Haushalt mit rangezogen wird. Da wĂŒrde ich mich als Schwiegermutter zwar raushalten, wenn es der Sohn so hin nimmt, aber Respekt hĂ€tte die Schwiegertochter auf keinen Fall verdient.

        Das Leben besteht aus Rechte und Pflichten und Geben und Nehmen. Solange es beidseitig einiger Maßen ausbalanciert ist, dĂŒrfte es keine Probleme geben, sofern beidseitiger Charakter vorhanden ist.

        • <<<<<Wo abends oftmals der Mann nach der Arbeit noch kocht und an den WE der Mann zum Haushalt mit rangezogen wird. Da wĂŒrde ich mich als Schwiegermutter zwar raushalten, wenn es der Sohn so hin nimmt, aber Respekt hĂ€tte die Schwiegertochter auf keinen Fall verdient.<<<<

          Hier widersprichst du dir selbst und bist selbst auf dem besten Weg zum Schwiegerdrachen.
          Ich finde es geht weder Mutter noch Schwiegermutter etwas an, wie die Jungen ihr Leben gestalten.
          Meine zukĂŒnftige Schwiegertochter muss sich keinen Respekt verdienen.
          Das ist die Frau, die mein Sohn sich ausgesucht hat und ich kann nur hoffen, dass sie gut zu ihm ist.Falls dies nicht der Fall sein sollte, muss er das selbst regeln.

          • Da widerspreche ich mich nicht, wenn man sich raushĂ€lt und sich nicht einmischt, als Schwiegerdrache zĂ€hlen wĂŒrde.
            Es muss sich auch keiner Respekt verdienen, sondern es kann jemand den Respekt verlieren. Wenn ein Mensch von Anderen nur fordert , aber selbst nichts dazu beitragen möchte , der erhÀlt von mir auch keinen Respekt (=Hochachtung).

      Hallo.

      Ich liebe meine schwiegermutter auch noch nach 4 kindern 😁 aber ich glaube es liegt da dran, dass sie sich nirgendswo einmischt. Viele haben ja die angewohntheit sich ĂŒberall einzumischen und alles besser zu wissen.
      Leider geht es ihr momentan sehr sehr schlecht. 😔 wir beten alle, dass sie wieder ganz schnell gesund wird.

      Weil ich selbst mal arge Probleme mit meiner SM hatte, hab ich darĂŒber viel gegooglet und ein paar Artikel in die Richtung gefunden, dass das ganze tatsĂ€chlich teilweise evolutionĂ€r veranlagt sein soll.
      Es gibt wohl nicht zu Unrecht die MĂ€rchen mit der bösen Stief/Schwiegermutter und es ist frĂŒher wohl nicht selten passiert, dass den neugeborenen Schaden zugefĂŒgt wurde, wenn SM sich nicht 100% sicher war, dass es tatsĂ€chlich das Kind des Sohnes und somit wirklich ihr Leib und Blut war.
      Letztendlich sind die Frauen frĂŒher auf den Hof des Mannes gezogen und waren halt auf "Gedeih und Verderb" ausgeliefert.
      Und letztendlich kann ja nur die Mutter mit Sicherheit sagen, dass sie wirklich die Mutter ist, wohingegen die SM lauter Kuckuckskinder vermutet. Deshalb sollen SĂ€uglinge in den ersten Lebenswochen wohl auch sehr ausgeprĂ€gt die GesichtszĂŒge des Vaters aufweisen, damit der sich ein bisschen sicherer sein kann.

      Heutzutage ist glaube ich das Problem, dass a) viele Frauen Egomanen sind und glauben sie wĂ€ren der Nabel der Welt und b) dass die SM teilweise das GefĂŒhl haben, sich zu ihrem "Recht" verhelfen zu mĂŒssen.
      Wo vorher sporadischer Kontakt alle paar Wochen gereicht haben, muss mit der VerkĂŒndung der SS plötzlich ein ganz enger Kontakt her. Hat die ST da nicht so Bock drauf, wird noch forscher vorgegangen. Vor allem wenn das Baby dann da ist.
      Dazu kommen die Hormone auf beiden Seit et voila.

      Wenn jede Partei ein bisschen mehr seine eigenen Befindlichkeiten in den Schatten stellen wĂŒrde, wĂ€re vielen geholfen.

      • Interessant mit den GesichtszĂŒgen... mein Sohn sieht wirklich 1:1 aus wie mein Mann. Schon als er mir auf die Brust gelegt wurde, sagte die Hebamme "ooh, er sieht aus wie der Papa". Auch heute 9 Monate spĂ€ter, sieht er so aus wie Papa. JEDER den wir treffen sagt, er sieht aus wie mein Mann.
        Nur die Schwiegermama sagt "neee... der sieht einfach aus wie ein Baby." đŸ€ŠđŸŒâ€â™€ïžđŸ˜„

    Ich denke, dass die SM als Konkurrenz gesehen wird (unabhĂ€ngig vom Alter und Aussehen). Sie kennt den Ehemann besser und lĂ€nger, kocht vielleicht besser whatever...vielleicht hat der Mann auch zu viel Positives ĂŒber seine Mutter berichtet, keine Ahnung.
    Die SM sieht die ST ebenfalls als Konkurrenz, sie hat ihr den Sohn geklaut, ist jĂŒnger, sieht vielleicht besser aus...
    Streng genommen, kann das ja nicht gut gehen ;-) Es sei denn, man macht sich diese Punkte bewusst, lÀsst mal 5 gerade sein und macht sich generell locker--beide Seiten.

    Hallo,

    es gibt zumindest eine Theorie, warum SchwiegermĂŒtter mit Schwiegertöchtern Probleme haben: Weil sie nicht sicher sein können, dass die Enkelkinder wirklich vom Sohn sind. Zumindest frĂŒher war sogar die Kindersterblichkeit erhöht, wenn die Schwiegermutter noch lebte, je nĂ€her sie wohnte umso höher.

    Man könnte also vermuten, dass viele Schwiegertöchter ihre Schwiegermutter nicht mögen, weil sie - aus evolutionĂ€rer Sicht - ein Risiko fĂŒr ihre Kinder darstellt. Sie vermuten hinter den Handlungen der Schwiegermutter instinktiv eine Gefahr fĂŒr ihr Kind. Die eigene Mutter war, auch aus evolutionĂ€rer Sicht, ein Segen fĂŒr die Kinder und stellt daher kein Risiko dar. Ihre Handlungen werden daher weniger argwöhnisch betrachtet.

    FĂŒr mich persönlich macht es allerdings keinen Unterschied, ob nun Mutter oder Schwiegermutter. Wobei ich denke, dass die Vorstellungen von Mutter und Tochter sich hĂ€ufig Ă€hnlich(er) sind, weil die Mutter die Tochter nunmal erzogen und geprĂ€gt hat.

    LG

Interessante Frage.

Ich denke, es hat einiges damit zu tun, dass wir nicht mehr in mehrgenerationigen Großfamilien aufwachsen. Ich habe sogar mal eine Studie dazu gelesen: warum sterben Frauen nicht einfach nach der Menopause - Kinder können sie ja keine mehr bekommen, sind fortpflanzungstechnisch also nutzlos. Und da wurde erklĂ€rt, dass sie eben bei der Aufzucht des Nachwuchses anderer Frauen hilfreich sind. FrĂŒher gab es die Kindheit und die ging automatisch ĂŒber ins selbst Kinder bekommen. Und dann so jedes Jahr ein Baby. Da hatte die Frau bald so viel zu tun, dass sie tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung und Rat (gab ja noch kein Urbia 😉) von allen verfĂŒgbaren Frauen brauchte: Mutter, SM, Tanten...

Heute sind Frauen viel selbstĂ€ndiger, wohnen alleine, gebildeter, bekommen in Dtld im Schnitt 1,5 Kinder... Da haben sie natĂŒrlich eigene Ideen. Und auch die Zeit, individuell ihr Kind zu umsorgen. Und dementsprechend die Ă€lteren Frauen zu kritisieren, wenn etwas nicht so lĂ€uft wie sie das dachten. Im Gegenzug möchten Ă€ltere Frauen ihre Erfahrungen einbringen, schließlich haben sie ja mindestens ein Kind erfolgreich aufgezogen.

Also, zusammengefasst: UnterstĂŒtzung durch Ă€ltere Frauen gibt es schon seit der Steinzeit. JĂŒngere Frauen haben aber ihr Verhalten geĂ€ndert - und deswegen kommt es zum Clash. đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž

Ein paar interessante AnsÀtze:

"Evolutionspsychologen beispielsweise gehen davon aus, dass speziell zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter sozusagen von Natur aus ein problematisches VerhĂ€ltnis deshalb besteht, weil erstere eher daran interessiert ist, dass ihr Sohn mit möglichst vielen verschiedenen Frauen Kinder bekommt und so auch ihre eigenen Gene vielfĂ€ltig weitergegeben werden (das verschafft ihr nĂ€mlich einen evolutionĂ€ren Vorteil). Die Schwiegertochter dagegen möchte den Vater ihrer Kinder dagegen natĂŒrlich dauerhaft an sich binden, damit er ihr hilft, den gemeinsamen Nachwuchs aufzuziehen. FĂŒr sie ist es nĂ€mlich wichtig, dass möglichst viele ihrer (vergleichsweise wenigen) potenziellen Kinder das Erwachsenenalter erreichen und sich wiederum fortpflanzen können - und die besten Chancen haben die Kleinen natĂŒrlich, wenn sich Vater und Mutter gemeinsam um sie kĂŒmmern. Inwieweit solche evolutionĂ€ren Mechanismen, die in Jahrtausenden menschlicher Entwicklung genetisch festgeschrieben worden sind, tatsĂ€chlich auch heute noch unser Verhalten beeinflussen, ist umstritten (regelmĂ€ĂŸige Leser von Egoload erinnern sich sicher auch noch an die Debatte diesbezĂŒglich beim Thema Seitensprung!) - interessant sind sie aber auf jeden Fall.

Psychologen fĂŒhren als Ursache eher das in vielen FĂ€llen sehr enge VerhĂ€ltnis an, das MĂŒtter gerade zu ihren Söhnen haben. „Mutter(s)Sohn“ / „Vater(s)Tochter“ - bei aller berechtigten Kritik an mancher von Sigmund Freuds Theorien stellen Familientherapeuten doch immer wieder fest, dass dieser Beziehung zwischen dem Kind und dem gegengeschlechtlichen Elternteil oft irgendetwas ganz Besonderes anhaftet. Besonders schwierig ist es, wenn die MĂŒtter den Sohn - vor allem dann, wenn er der Erstgeborene oder gar der einzige ist - als eine Art „Partnerersatz“ fĂŒr einen Ehemann betrachten, der nicht alle ihre BedĂŒrfnisse nach Anerkennung und Zuwendung erfĂŒllt. Oder wenn sie ihn einfach extrem verwöhnen. Studien belegen weltweit immer wieder: MĂŒtter von Töchtern lassen frĂŒher und leichter los (zumindest meistens, wenn die Tochter nicht gerade das NesthĂ€kchen oder das einzige Kind ist). MĂ€dchen werden schneller selbstĂ€ndig und ziehen auch frĂŒher aus als Jungs. NatĂŒrlich tun sich Sohnes-MĂŒtter mit einer so engen Bindung an den Kronprinzen dann schwer damit, wenn eine andere Frau mit einem Mal den ersten Platz im Herzen des Sohnes einnehmen will. Manchmal entsteht dadurch einfach eine sehr ungute Konkurrenzsituation.

Fragt man einen Soziologen nach den möglichen Ursachen der gespannten Lage, wird er wahrscheinlich antworten, dass es zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter nun mal die Möglichkeit zum direkten Vergleich gibt: Wie erfĂŒllt die Schwiegertochter ihre Rolle/n als Frau, Ehefrau, Mutter, und wie habe ich es selbst gemacht? Macht sie es genauso wie ich, besser, schlechter? Und dass daraus automatisch mehr Konfliktpotenzial resultiert als mit dem Schwiegersohn."

Vielleicht, weil die sogenannte "ich-bin-schwanger-huldigt-mir-gebĂŒhrend" -Einstellung mancher junger Frauen in den letzten Jahren immer mehr kultiviert wird? Liest man ja auch hier stĂ€ndig, dass fĂŒr jede Laune und UnverschĂ€mtheit einer Schwangeren "die Hormone" als Entschuldigung gelten. Meine Generation kennt sowas nicht. Kinder kriegen war normal, aber kein Sonderstatus. Ich glaube, das ist kein Problem der Steinzeit oder spĂ€ter;-) denn bis vor wenigen Jahren lebten ja auch noch Generationen unter einem Dach - ohne Mord und Totschlag. Soll ja in EinzelfĂ€llen sogar heute noch klappen #cool
Meine Schwiegertochter war 13 Jahre normal und unser VerhĂ€ltnis gut - bis sie schwanger wurde und das Kind kam. Rrrrums, war ich der Drache. Nein, ich wollte meinen Sohn ganz sicher nicht zurĂŒck und nein, ich wollte ihr auch das Kind nicht entreißen oder Ă€hnliches. Ich wa ja selber noch voll berufstĂ€tig. Ich habe mich mit den beiden so sehr ĂŒbers Baby gefreut und wollte so gerne auch Ausstattung schenken, aber das war schon Einmischung und sie betonte stĂ€ndig, sie könne das alleine. Gut, zog ich mich zurĂŒck, war dann aber auch falsch.
Alle Friedensversuche waren umsonst; wenige Wochen nach dem Tod meines Mannes, als es mir am dreckigsten ging, brach mein Sohn den Kontakt zu seiner gesamten Herkunftsfamilie ab. Wem wir das zu verdanken haben, wissen wir. Das ist nun schon ĂŒber 3 Jahre her und wird auch so bleiben, dafĂŒr sorgt sie schon. SupergefĂŒhl, seinen Sohn nie wieder zu sehen im Leben.:-(
Das einzig Tröstliche ist, dass es auch anderen Bekannten so geht mit ihren Schwiegertöchtern, sobald sie schwanger werden. Traurig, aber wahr. LG Moni

  • Oh man... kein schöner Schachzug.. sehr dreist, bei dem was du fĂŒr die beiden machen wolltest. Aber auch sehr respektlos von deinem Sohn, grad wo du ihn gebraucht hĂ€ttest.
    Da habe ich glatt ein paar TrĂ€nen in den Augen, wenn ich so darĂŒber nachdenke..
    Trotzdem alles Liebe â˜ș

    Ich hab das aus der anderen Seite in meinem Freundeskreis oft erlebt, sobald es fest wurde (Zusammenzug, Hochzeit, Schwangerschaft) versuchten die SchwiegermĂŒtter auf Teufel komm raus, ihre Vorstellungen durchzusetzen. Da wurde erklĂ€rt, dass es diese und jene Tradition auf einer Hochzeit geben muss, egal ob das Paar (ja, tatsĂ€chlich beide)diese blöd finden, dass eventuelle Kinder nicht die Muttersprache der Schwiegertochter sprechen DÜRFE, das Mobiliar der Schwiegertochter doch hoffentlich nicht in die gemeinsame Wohnung kommt oder es wird dem Sohn nach der Verlobung nahe gelegt, diese zu lösen, da er doch noch etwas Besseres finden könnte... All diese SchwiegermĂŒtter sind der festen Überzeugung, dass sie nie etwas Gemeines gesagt hĂ€tten. Gerade bei der Sache mit der Muttersprache wĂŒrde ich zum Hulk werden.
    Es gibt halt immer doofe Menschen, egal ob alt oder jung.

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