Haus Dilemma

    • (1) 14.05.18 - 11:11

      Mein Partner und ich möchten heiraten und in naher Zukunft sollen wir durch die Schwiegis eine Immobilie bekommen. Die Frage wie wir das Abkaufen oder dergleichen sind bisher unbeantwortet und prinzipiell ist mir die Immobilie relativ egal.
      Nur jetzt werden Töne laut a la "Gütertrennung, Ehevertrag, Verzichtserklärung" - da ich aber vor habe im Falle eines Kaufes mit zu investieren und die Erwartungshaltung von der anderen Seite auch so ist, da ich ein ebensohohes Einkommen wie mein Partner habe, frage ich mich gerade was für Konsequenzen das für mich hat, sollte ich so etwas unterschreiben wollen. Ich bin prinzipiell ein sehr fairer Mensch und ich habe kein Interesse ohne meinem Partner in der Immobilie zu leben und fühle mich alleine durch die regelmäßige Ansprache dieser Themen schon schwer beleidigt, weil ich mich immer wieder frage, wen zum Teufel mein Gegenüber in mir zu sehen erwartet.
      Es geht wenn ich alles so richtig verstehe meinen Schwiegis darum, dass ich während des Zusammenseins darin leben darf, dafür aufkommen darf, aber kein Anrecht darauf habe. Oder ist das im Falle oder oben gefallenen Wörter anders?
      Mein Partner hält sich dazu sehr bedeckt, da wir nicht weit von seinen Ellis entfernt wohnen und deshalb kommuniziert er mir nur immer diese wahnwitzigen Ideen - für den Fall dass ich momentan wirklich nur eine Position als Zahlknecht zugeschrieben bekomme. Anderenfalls habe ich nicht die Empfindung dass mein Verhältnis zu seinen Eltern so schlecht ist. Es macht mich etwas fertig und ich bin drauf und dran zu sagen "ich mach den Mist nicht mit". Würde aber dennoch gern eine friedliche Lösung haben.

      Bitte sagt mir mal was dazu. Es kotzt mich so sehr an.

      • Wenn ich eine Immobilie mitfinanziere, dann gehört sie auch zum Teil mir.
        Deshalb würde ich da überhaupt nichts anderes unterschreiben!

        lg

        Ich würde nichts abkaufen.

        Wenn sie deinem Mann ihre Immobilie vermachen wollen, können sie das gerne (auch zu ihren Konditionen) tun. Aber ich würde mich da komplett raushalten.

        Wenn das Haus deinem Mann gehört... Wenn ich in der Situation wäre, würde ich vielleicht Möbel und dergleichen auch mit kaufen, aber alle weiteren Kosten, die das Haus betreffen (Grundsteuer, Reparaturen und Instandhaltung, Anschlußgebühren etc...) wären nicht mein Problem, sondern das des Eigentümers. Wie und ob ich mich an den Kosten in Form einer "Nutzungsentschädigung" beteilige oder ob ich nur Naturalien (in Form von Wäsche waschen, Essen kochen....) einbringe, muss mit dem Partner verhandelt werden.

        Im Falle einer Trennung steht nur er im Grundbuch und darf das natürlich auch behalten. Wenn ich dann ausziehen muss, nehme ich zumindest meine Möbel mit. Kinder aus dieser Beziehung werden das ganze sowieso erben.

        All das würde ich in einem solchen Vertrag festhalten und auch nur dann unterschreiben, wenn meine Bedingungen dort mit festgeschrieben sind. Mich einfach nur als Zahlmeister missbrauchen lassen, der dann aber keinerlei Rechte hat, würde ich nicht machen. Und außerdem würde ich jeden Vertrag in dieser Richtung mit meiner Rechtsanwältin durchsprechen bevor ich ihn unterschreibe.

        Und ganz ehrlich: Ich würde wohl auch die Beziehung ein wenig in Frage stellen, wenn man mir so unfair kommt, dass ich zahlen, aber nichts besitzen soll.

              • Ist es das?

                Sehe ich nicht so. Sie wird so oder so ihren Teil zum Leben beitragen. Sich an Zahlungen nicht zu beteiligen, da einem nichts gehört, dafür aber Essen zu kochen, Wäsche zu waschen und wegen mir auch noch etwas Ordnung halten, finde ich legitim. Das sind Dinge, die sie wahrscheinlich sowieso getan hätte oder tun würde, auch wenn sie sich an Zahlungen beteiligt. Also wo ist das zum Scheitern verurteilt?

                • Für mich sieht eine Partnerschaft anders aus. Entweder, man mietet gemeinsam, steht zusammen im Mietvertrag, jeder bringt sich ein, oder man kauft gemeinsam, dann ebenso. Aber "ich mach dir von jetzt ab vertraglich festgelegt die Wäsche, räume hinter dir auf und wenn du keinen Bock mehr hast, fliege ich raus aus deinem Haus"? Das hat etwas von Haushälterin für mich, nicht von Partnerin.
                  Aber ich muss in so einer Situation auch nicht leben :-). Schönen Tag für dich!

                  • Naja, wenn du mit der Haushälterin das Bett teilst und in den Urlaub fährst, Kinder zeugst und auch sonst alles gemeinsam tust....

                    Ganz ehrlich ich sehe dein Problem nicht!

                    Das hat nichts mit Partnerschaft oder nicht zu tun., Jeder bringt sich in irgendeiner Form ein. Natürlich wäre es schöner, wenn die Immobilie beiden gehört, wenn das aber nicht geht (aus welchen Gründen auch immer), muss man ja nun die Partnerschaft nicht direkt aufgeben. Da kann man durchaus Wege finden, diese aufrecht zu erhalten. Und sei es nur in dem man einfach die Dinge weiter tut, die man bisher getan hat.... Lediglich neu ist, dass man sich an bestimmten Kosten nicht beteiligt (musste man bisher aber auch nicht, weil es keine Immobilie gab). Am Status der TE ändert sich also absolut gar nichts. Sie hat bisher kein Haus und soll auch keines haben, verrichtet diese Dinge aber trotzdem schon. Ist sie jetzt Haushälterin?

                    • (10) 14.05.18 - 12:19

                      "Ganz ehrlich ich sehe dein Problem nicht!"

                      Von welchem Problem sprichst du #rofl #rofl #rofl?

                      Nochmal: Ich bin NICHT die TE, würde SO nicht leben wollen und tue es daher auch nicht. Für wen das völlig i.O. ist, der soll das doch tun #freu!

                  (13) 14.05.18 - 12:12

                  Man kann das übrigens auch ganz ohne Vertrag ganz stillschweigend so machen.

                  Und was über den Tod hinaus damit geschehen soll, lässt sich ebenso vertraglich regeln bzw. es gibt für solche Fälle Testamente.

                  • Ok, bei dem Wort Haushällterin wird mir dezent übel #klatsch
                    Also das wäre keine Option in meinem Fall.
                    Und wenn die Haushälterin nicht mehr ordentlich putzt wird eine neue angestellt? Siehst du das Problem? Und Haushälterin wäre nur wenn die Frau weniger arbeiten geht als der Mann- ist bei uns eher nicht der Fall und droht ebenso nicht einzutreten

                    • Das liegt immer im Auge des Betrachters. Wenn du dich als Haushälterin sehen willst...

                      Diese Konstellation (von mir beschrieben) funktioniert durchaus. Und wie soll er eine neue anstellen, wenn ihr doch verheiratet seid? Ich sehe ganz klar den Vorteil, dass du dein Geld weiter wie bisher verwenden kannst und nicht für irgendwelche Schulden an einem Haus aufkommen musst, was dir nicht gehört.

                      Aber noch etwas (was ich immer tun würde, ob Mann nun Haus hat oder nicht), auch im Falle einer Hochzeit, würde ich immer mein eigenes Konto behalten und weiterhin meine eigenen Verträge abschließen....

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