Hilfe vater meldet sich neun jahren

    • (1) 11.06.18 - 21:02

      Hallo ich habe einen 14 und 9 jährigen Sohn beide bei mir aufgewachsen und seit Jahren kein Kontakt zum Vater. Dieser zog 200 km weit weg. Meldet sich nur wenn der große Geburtstag hat per sms .
      Von dem kleinen will er nichts wissen.
      Vor ein paar Tagen hat er den großen eingeladen zum schulanfang seiner jetzigen Tochter dabei zu sein.
      Er wurde ihn holen.
      Ich habe es verboten.
      Nun stehe ich etwas doof da vor meinem Kind weil er schon Lust hätte.
      Ich würde es ja erlauben wenn er mal was mit ihnen macht in der Nähe aber so nicht.
      Mein Kind hat Asthma und tierhaar Allergie. Er ist Raucher und bei ihm leben 3 Hunde in der Wohnung.
      Wie würdet ihr Verfahren.

      • Hallo tina,
        wenn ich dich richtig versteht, gab es in den letzten Jahren überhaput keinen perönlichen Kontakt zwischen Kindern und Vater. Er ist faktisch ein fremder Mann, oder? ich würde es genau so ablehnen wie du, das Kind einfach mitzugeben. Vermutlich kennst du seine neue Familie auch nicht und kannst überhaupt nicht abschätzen, was da läuft oder nicht läuft.
        Kinder sind keine Dekoration, die man sich zu einem Fest mal "umhängt". Wenn der Vater tatsächlich Abitionen hat, für seine Kinder ein solcher zu sein, stehst du dem ja offensichtlich nicht im Weg. Dann soll er regelmäßig Zeit mit ihnen verbringen, planbar für euch alle, nicht nach Lust und Laune. Wenn das in kleinen Schritten funktioniert, kann man mal über Wochenenden oder Urlaube reden. Falls der Vater das überhaupt will. Aber so Knall auf Fall - nee, das machst du schon richtig. Du hast die Verantwortung, du entscheidest. Punkt.
        Viel Kraft dir, bleib stark und laß dich nicht beirren!

        (3) 12.06.18 - 05:21

        Was ist das denn für eine bescheuerte Aktion vom Erzeuger?

        Hat der Große denn da keine Schule oder blöderweise noch Ferien, weil anderes Bundesland?

        Also ich würde da deutliche Worte gegenüber einem 14jährigen finden, warum ich das verbiete. "Doof" stehst du nur da, wenn du mit seinen "Schwächen" (Erkrankung, Allergie, "Zustände" dort, weite Fahrt) argumentierst. Und wenn ich dann trotzdem die "Doofe" sein sollte, dann kann ich da auch gut mit leben.

        Aber interessieren würde mich schon, woher du so viel über den Vater weißt, wenn ihr doch überhaupt keinen Kontakt habt?

      Hallo,

      ich hätte es nicht einfach verboten, sondern erst mit dem Kind durchgesprochen. Meine Tochter ist auch 14 und schon sehr selbstständig. Wenn sie unbedingt gewollt hätte, würde ich sie lassen. Sie besucht ja auch Freundinnen, wo ich nicht bei allen weiß, ob es sauber ist, ob die Eltern rauchen, ob Haustiere da sind... (meine Tochter ist auch allergisch gegen Hausstaubmilben und bestimmte Tierhaare).

      Viele Grüße
      H.

      • Hallo,
        Aber das kann man doch nicht vergleichen. Er würde nicht zu einem Freund fahren, sondern zum Vater, der ihn seit 9 Jahren im Stich lässt, sich überhaupt nicht interessiert und dann soll sich der 14 jährige, der mitten in der Pubertät steckt, die neue tolle Familie seines Vaters ansehen? Was das neue Kind alles bekommt?
        Das was er nicht von seinem Vater bekommen hat?
        Das würde ich ganz sicher ebenfalls verbieten. Das kann ganz schön was hoch holen bei den Kindern.

        An die TE:
        Wenn der Erzeuger tatsächlich Interesse an seinem Sohn hat, würde ich das Jugendamt mit einbeziehen. Wenn beide den Kontakt wollen, dann kann man da natürlich nichts gegen sagen. Aber die Unterstützung vom Jugendamt wäre da vielleicht sinnvoll, weil dann geregelt wird, wie oft und wann sie sich sehen. Dann bist du quasi "raus" aus den Entscheidungen und nicht die doofe.

        Alles gute für euch.
        LG Julia

        • Wie gesagt, ich hätte die Bedenken mit dem Sohn besprochen.

          Meiner 14jährigen verbiete ich nicht einfach etwas... Wir besprechen solche Sachen, ich lege meine Sichtweise dar und höre mir aber auch ihre Gegenargumente an. Ich hätte ggf angeboten, selbst frei zu nehmen, hinzufahren, mir in der Stadt einen schönen Tag zu machen und abends mein Kind wieder mit heim zu nehmen, Kind könnte mich also auch anrufen und vorzeitig abgeholt werden, wenn's gar nicht klappt...

          Ich hoffe, dass das "Kind" dann in 3 - 4 Jahren nicht, gerade volljährig, aber vielleicht auch noch nicht ganz aus der Pubertät raus, dann ebenfalls Entscheidungen abwägt und nicht einfach nachholt, was die doofe Mami vorher verboten hat. Oder sogar vor der Volljährigkeit, 200 km sind auch nicht so irre weit. So manch ein Jugendlicher käme auch auf die Idee, an einem schulfreien Tag mal alleine mit dem Zug hinzufahren und den Vater zu besuchen - ohne das mit der Mama abzusprechen, besonders wenn die eh immer alles verbietet... Mit 14 hätte ich das vielleicht noch nicht gemacht, mit 16 hätte mich keiner gehindert...

          • Das ist richtig, mit einem 14 jährigen kann man darüber sprechen und vernünftige Argumente auf den Tisch bringen. Dass der Junge sauer ist, ist klar und nachvollziehbar.
            Nur würde ich es nicht richtig finden, dahin zu gehen. 9 Jahre ohne Kontakt, außer mal Glückwünsche. Dann sollten die beiden sich zumindest vorher ein zwei mal gesehen haben. Der Mann ist ja komplett fremd für ihn.
            Wer weiß was das in ihm auslöst. Also wie gesagt, das ist meine Meinung. Ich arbeite aber auch in der stationären Jugendhilfe und habe schon so einige misslungene Familienzusammenführungen wegen solcher Feierlichkeiten mitbekommen.

            • Ja, aber wir haben doch erst Mitte Juni und das alte Schuljahr läuft noch, die Einschulung dürfte ja erst nach den Sommerferien sein. Also wären noch 2 Monate oder sogar etwas mehr Zeit, dass Vater und Sohn sich vorher treffen. Das könnte man ja z.B. auch vorschlagen.

              • (10) 12.06.18 - 14:41

                Vorher treffen wird nichts da wir 6 Wochen im Urlaub sind .

                • (11) 13.06.18 - 10:30

                  Oh, wow, davon war ich nicht ausgegangen, kenne keine Familie, die so lange wegfahren kann - in unserem Unternehmen bekommen auch Eltern immer nur die Hälfte der Sommerferien Urlaub.

                  Nun ja, Du hast Dich ja schon entschieden.

                  Allerdings, da der Sohn ja anscheinend Interesse hat, wieder Kontakt zum Vater herzustellen, würde ich dem nicht im Wege stehen und ihm anbieten, entweder jetzt noch vor den Ferien (bei uns in NRW fangen die erst in einem Monat an...) das Thema anzugehen. Ggf. mit Unterstützung des Jugendamtes, des Kinderschutzbundes oder so, falls Du das für nötig hälst. Oder über die Oma, die ja wohl noch im Dorf lebt.

                  Wie schon geschrieben Wunsch eines 14jährigen würde ich nicht einfach mit einem Verbot übergehen. Verbotenes übt meist erst recht einen Reiz aus. Ich als Jugendliche hätte mich u.U. einfach über das Verbot hinweg gesetzt und hätte auf eigene Faust den Vater besucht (Zug, oder einfach einen anderen Tag und Abholort mit dem Vater ausgemacht und der Mutter was vom Tag im Freibad mit Schulfreunden erzählt)...

            Da kommt ja jetzt noch dazu das nicht der Vater ihn eingeladen hat sondern die Freundin von im .
            Von dem Vater selbst kam nichts.
            Was soll man davon halten

Du musst deinem Sohn klar machen welche Bedenken du hast und warum du es nicht möchtest. Schieb nicht seine Allergie etc. vor dann ist klar das er sauer ist.

Erkläre ihm das der Vater die ganzen Jahre nichts von ihm wissen wollte und das es dir jetzt falsch vorkommt wenn er ihn zur Einschulung einlädt.
Ehrliches Interesse sieht anders aus!
Biete deinem Sohn gleichzeitig an das sein Vater jederzeit vorbeikommen und ihn mal auf ein Eis oder Ähnliches abholen kann und das man dann weitersehen kann. Dann wird sich zeigen ob der Vater den Kontakt wirklich will oder nicht und dein Sohn hat dann auch schon einen ersten Eindruck.

Und was ist eigentlich mit dem jüngeren Sohn? Oder hat der einen anderen Vater? Sonst wäre es ja ganz schön fies einen einzuladen und den anderen Außen vor zu lassen! Das wäre etwas was ich definitiv beim Vater ansprechen würde.

Zur Einschulung würde ich ihn auch nicht gleich lassen. Dann zumindest erst mal ein „normaler“ Besuch am Wochenende oder so.

  • Der kleine ist anders der will nichts vom Vater wissen und würde auch nicht eingeladen und bei ihm wird auch nicht zum Geburtstag oder weihnachten geschrieben ich kann es mir nicht erklären warum

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