Wieviel Alkohol ist ok? Übertreibe ich?

    • (1) 12.06.18 - 15:19

      Hallo Zusammen,

      ich bräuchte da mal ein paar Meinungen.
      Mein Mann hat schon immer gern und viel Alkohol getrunken und hat es nach mehreren Hinweisen von mir auch schon eingeschränkt.

      In unregelmäßigen Abständen schaue ich dann mal wieder genauer hin, oder werde von Freunden auf die Alkoholmenge angesprochen.

      Aktuell sieht es wie folgt aus. Er trinkt, wenn ich nix sagen, jeden Tag Alkohol. Sei es pfälzer Schorle oder mal ne Flasche Sekt am Abend. Da geht pro Tag meist ne 3/4 Flasche Wein oder eine Flasche Sekt drauf. Früher jedes Wochenende noch eine Flasche Rum. Das macht er jetzt nicht mehr oder nur gelegentlich, da ich das echt zu heftig finde.

      Für mich eindeutig zu viel Alkohol! Spreche ich ihn darauf an, ist er genervt und sieht das natürlich gar nicht so. Ich würde total übertreiben. Ok, wir kommen aus der Pfalz, da trinkt man schon mal fröhlich viel und auch dickere Schorle. Aber ich finde das grenzt schon an Abhängigkeit. Mir zuliebe verzichtet er dann mal 2 Tage auf Alkohol um es mir zu beweisen. Sobald ich aber nix mehr sage, trinkt er wieder jeden Tag. Es ist nicht so, dass er vom Wesen her alkoholisiert wäre, man merkt ihm nix an.

      Wir haben 2 kleine Kinder 1 und 3..... und ich finde das schwierig.

      Übertreibe ich?

      • „Es ist nicht so, dass er vom Wesen her alkoholisiert wäre, man merkt ihm nix an“

        Das ist schon sehr bedenklich, bei der Menge müsste oder sollte man es ihm anmerken.

        Die ehemalige Frau meines Onkels war Alkoholinerin und auch ihr merkte man eine hohe Dosis Alkohol nicht an.
        Man merkte eigentlich nie, dass sie getrunken hatte. Ihr Arzt hat meinem Onkel mal gesagt, dass wäre bei Alkoholinern so.

        Sie war übrigens auch immer der Meinung, sie sei keine Alkoholikerin und trank mal ein/zwei Tage gar nichts, um es meinem Onkel zu beweisen.

        Gestorben ist sie am Alkohol !! Die Organe haben versagt.

        Nein, das ist zu viel. Ich spucke ja wirklich nicht rein, aber jeden Tag 1 Flasche Sekt oder Wein? 1 Flasche Rum am WE?
        Mein Mann und ich bremsen uns gegenseitig aus, wenn wir merken, dass es zuviel wird--schwierig, wenn man immer derjenige ist, der bremst und der andere wartet nur, bis keiner was merkt und trinkt weiter...da fehlt offenbar die Einsicht.

      • (7) 12.06.18 - 16:08

        Ich habe eine Bekannte, die jeden Tag eine Flasche Wein trinkt. Und ab und zu noch Gin Tonic, etc. Sie empfindet das als "normal" und wundert sich, wenn jemand nichts alkoholisches am Abend trinkt. Für sie angeblich nur Genuss.

        Mir ist noch nie aufgefallen, dass sie betrunken wirkt.

        Aber ich merke, dass ihre Hände oft zittern und das nicht gerade wenig. Und ab und zu hat man das Gefühl, dass ihre Zunge zu groß für ihren Mund ist....... da redet sie etwas seltsam ...... verwaschen..........., schwer zu beschreiben.

        Wenn man ab und zu mal ein Bier oder Sekt oder so trinkt, finde ich das nicht schlimm, aber jeden Tag?

        • "Ich habe eine Bekannte, die jeden Tag eine Flasche Wein trinkt. Und ab und zu noch Gin Tonic, etc. Sie empfindet das als "normal" und wundert sich, wenn jemand nichts alkoholisches am Abend trinkt. Für sie angeblich nur Genuss."

          Das ist bei meinem Schwiegervater auch so. Ob er eine Flasche Wein täglich trinkt, weiß ich nicht. Dafür sehen wir uns zu selten.

          Wenn wir aber da sind, wird den ganzen lieben Tag getrunken. Und das echt ohne Pause. Auch für ihn ist undenkbar, dass es nichts Alkoholisches angeboten wird.

          Er ist der Meinung, er hat kein Alkoholproblem, weil er nie alleine trinkt, sondern immer in Gesellschaft #augen Dass er aber oft "in Gesellschaft" ist, ist ihm egal. Das er dann kein Ende findet und eine Flasche nach der nächsten trinkt, auch.

          Ich habe sogar überlegt bei seinem nächsten Besuch keine alkoholische Getränke anzubieten und schauen, wie er reagiert...

          LG

      Täglicher Konsum, alleiniger Konsum, gereiztes Verhalten, nichts anmerken sind eigentlich 4 Warnsignale die jedes für sich alleine schon für Alkoholismus sprechen, zusammmen gibt es in meinen Augen da keinen Zweifel. Ich kenne niemanden der kein Alkoholiker ist der einfach mal ne dreiviertels Flasche Wein oder Sekt abends alleine killt.

      Woher man kommt hat überhaupt NICHTS damit zu tun wieviel Alkohol man trinkt, in JEDER Gegend trinkt man gerne mal was, an Main und Mosel und in der Pfalz ist es Wein, woanders Bier und woanders Kurzer. Das sind Ausreden!

      Bei Alkoholismus einem Angehörigen was raten ist schwer, am besten suche Dir Hilfe, belese Dich es gibt dazu gute Bücher, such ne Gruppe von Angehörigen. Alles was einem der "gesunde Menschenverstand" sagt und vermutlich 90 % der Tipps die man in Allgemeinforen oder so findet (also jetzt hier, nicht in spezialisierten Foren) sind kontraproduktiv. Co-Alkoholismus heißt das Verhalten.

      Bei Alkohol hilft eigentlich nur Messer auf die Brust setzen, der Alkohol oder ich, und ob das was bringt kann Dir keiner sagen, je nachdem wie weit es schon ist. Aber je länger du wartest umso schwieriger wird es. Und es wird immer schlimmer, jeder Mensch hat immer wieder Stresssituationen, bei einem "Normalen" hat man Stress und wenn der weg ist ist er weg ... bei einem Alkoholiker erhöht sich die Alkoholmenge, und ist der Pegel erst mal gestiegen bleibt er oft da.

      Denk vor allem an Deine Kinder, es ist erwiesen dass gerade Kinder von Alkoholikern oft selber später Suchtkrank werden oder psychische Probleme haben. Kinder lassen sich nicht so leicht blenden wie erwachsene Partner und merken oft viel eher dass etwas nicht stimmt.

      Ich wünsche Dir viel Kraft,
      WuschElke

    Schau mal hier http://www.sueddeutsche.de/thema/Alkoholismus

    Alles Liebe

    Hallo,

    ich finde es bedenklich, wenn jemand jeden Tag Alkohol trinkt - egal ob es sich um Wein, Sekt oder das sogenannte "Feierabendbier" handelt.

    In meinen Augen übertreibst du nicht. Würde mein Mann so viel trinken, würde ich ihm ins Gewissen reden und auch ganz klar die Konsequenzen aufzeigen, sollte sich sein Alkoholkonsum nicht drastisch ändern. Dein Mann braucht ggf. Hilfe, unterstütze ihn, zieht euren Arzt zu Rate.

    LG

    Nein, du übertreibst nicht, Dein Mann ist Alkoholkrank.

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