Gelassener werden/Innere Mitte finden

    • (1) 16.06.18 - 19:57

      Guten Abend zusammen,
      Ich weiß gar nicht ob ich hier richtig bin. Ich versuch’s mal:

      Ich hab das Gefühl grundsätzlich ein ehr temperamentvoller Mensch zu sein. Vor allem hab ich ein ungemeinen Gerechtigkeitssinn und bin GANZ empfindlich was lügen etc. angeht. Vor allem bei sowas reagier ich schnell sehr gereizt und übertrieben (ist mir alles selbst bewusst 😏) auch wenn ich mich kritisiert fühle.

      Nun zu meine Frage an euch: Wie schafft man es, gelassener zu werden. Wie schafft ihr gelassen auf siatiationnen zu reagieren die euch fuchsen.
      Es zu schaffen das einen öfter mal was am Allerwertesten vorbei geht ohne sich direkt tierisch aufzuregen und somit mir und meiner Familie den halben Tag zu vermiesen?

      Ich würde mich über eine angemessene Diskussionsrundw freuen

      • Man muss ja nicht immer alles in sich hineinfressen. Mir hilft es, da mal kurz drüber zu meckern und dann ist es auch meistens gut.
        Bei manchen Themen frag ich mich auch, ob ich sie so schlimm finden würde , wenn sie
        a) mich nicht betreffen würden, sondern eine Freundin, oder sonst jemanden(um vielleicht eine gewisse Betriebsblindheit auszuschließen)
        B) ob sie es wert sind mir den Tag zu vermiesen(oder durch meine Laune meinen Mitmenschen den Tag zu vermiesen)
        C) und ganz klischeehaft: es gibt oftmals schlimmeres.
        Ich habe im engen Freundeskreis schon viele schlimme Krankheiten miterlebt. Das hilft tatsächlich gelassener zu bleiben.

        Ja auch ich rege mich auf, wenn mich jemand auf der arbeit oder im privaten ärgert, mache mir Sorgen über die verschiedensten Dinge und ärgere mich abends vorm einschlafen über bestimmte Situationen.

        Aber nachdem mir eine gute Freundin vor Jahren mal geraten hat, mir immer vor Augen zu führen was ich habe und Dankbar dafür zu sein, wen ich noch an meiner Seite habe....seitdem sehe ich die Dinge tatsächlich anders. Auch wenn es sehr abgedroschen klingt.

        Aber irgendwann verraucht der Ärger. Und dann kann ich meistens auch klarer denken und Probleme besser angehen.

        • Danke.
          Das man sich ärgert schließe ich nicht aus. Das gehört zum Leben wohl dazu. Je nach Tagesform ärgert einen das eine auch sicher mal mehr oder mal weniger..
          Aber wie du schon sehr treffend geschrieben hast: Betriebsblindheit ausschließen.
          Das Ist ein guter Tip! Herzlichen Dank

      Hallo
      Ich denke viel nach. Zu viel, wenn auch mittlerweile nur noch in meinem Kopf. Meine Tochter ist nochmal ein ganzes Stück extremer als ich und wir haben mal ein paar Denkansätze wie zB. erarbeitet:
      - Wird es mich in 1/4/... Woche(n) stören,beeinflussen,beeinflussen,...?
      - Man kann nicht die Zukunft vorher sehen oder die Vergangenheit ändern.Gedanklich zu sehr in der Vergangenheit und Zukunft,nicht im Hier und Jetzt, zu hängen ist nicht unbedingt hilfreich.
      - Den Fokus erst mal auf das positive legen und nicht auf alles was potentiell schief gehen könnte.
      - Sich täglich die Zeit nehmen mal darüber nachzudenken wofür man dankbar ist.
      Unsere Ausgangslage ist wohl etwas anders, aber ich denke vielleicht kannst du davon auch etwas mitnehmen.

      LG

    • Am Allerwertesten geht es nicht vorbei, außer dieser Mensch wäre einem Schnuppeegal.
      Da es einen, bei gewissen Personen verletzt und bei anderen eher nur ärgert, würde ich meine Enttäuschung kundtun, deshalb muss man nicht in Rage und Streit ausbrechen.
      In der Familie und Freundekreis , die einen nahe legen, redet man halt darüber . Aber es kommt auch auf den Menschen an, ich hab mein Motto Rechte und Pflichten, Geben und Nehmen und wenn einer nur seine Rechte und Nehmen herausnimmt, Pflichten und Geben nicht für nötig hält, dem gegenüber schraub ich meine Gutmüdigkeit auf Sparflamme (wie du mir, so ich dir) runter.Im Laufe des Lebens wird man durch gewisse Erfahrungen an Menschen geprägt, wo man dann unterscheidet, wer einen gut tut und wer nicht. Ein ruhiges, kurzes und bestimmtes Kundtun deines Empfinden bringt dich weiter , als hysterisches , endloses Gemeckere oder Herumdiskutiererei. Du musst halt, deine Erwartungen an Andere , auch selbst anwenden. Denn die meisten erwarten alles nur von andere und selbst machen sie das Gegenteil.

      Ich sage mir dann : die Lage ist einfach so und wir können sie nicht ändern. Müssen es so hinnehmen. Es geht auch wieder vorbei. Es ist wie es ist..Uns geht es gut wir alle sind gesund und das ist das wichtigste

      Natürlich kommt es an aber beim normalen alltagswahnsinn, was ja überwiegend der Grund ist, hilft es mir :-)

    • Wenn dir das alles bewußt ist, dann "zähle" innerlich 21,22 und ÜBERLEGE dann wie du reagieren kannst, ohne dich selbst zu verraten, aber trotzdem angemessen auf die Situation zu reagieren.

      Ich denke mal dein persönliches Umfeld kennen dich ja so wie du bist. Das ist immer eine gute Gelegenheit zum üben. Sicherlich wissen deine Freundinnen auch, dass es dich oft ärgert so heftig zu reagieren.

      Und vielleicht hilft es auch, die Sache mal objektiv zu betrachten: Unsere Gesellschaft ist auf: Immer die Wahrheit sagen garnicht vorbereitet: "Guten Morgen. Geht es dir nicht gut? Du siehst heute morgen so schlecht aus." Oder: "Ist das Kleid neu? Die Farbe steht dir garnicht, die macht dich so blass. Und ob man die Länge mit den Knien tragen sollte, weiß ich auch nicht." Oder : " Ich glaube sie sollten ihrem Kind mal die Windeln wechseln, es stinkt hier ganz unangenehm."
      Sicherlich alles wahr, aber deshalb auch ein Grund es zu sagen????

      Du sprichst mir aus der seele! Ich bin ebenfalls ein sehr impulsiver mensch und ballere raus, was ich mir grad denke - es fällt mir schwer, den mund zu halten, wenn ich mich über was ärgere. Manchmal denke ich mir noch, dass ich einfach mal die klappe halte, weil von diesem oder jenem ja keiner stirbt und dann wenn mir der mensch gegenüber steht, muss es trotzdem raus! Keine besonders gute charaktereigenschaft aber ich bin eben so. Immerhin hab ich es geschafft, z.b. unseren grosseltern dinge, auf die ich normalerweise reagieren würde, nicht mehr unter die nase zu reiben.

      Eigenartigerweise kann ich auch mit extremsituationen sehr gut umgehen, bleibe ruhig, wenn eins von den kindern sich den arm bricht, aus mund und nase blutet, das ganze auto vollkotzt, mit karacho gegen ein parkendes auto fährt, die treppe runterfällt, weil es wieder keine schuhe anziehen wollte, der mann wegen sekundenschlaf nen unfall gebaut hat... in alle situationen wo ruhe und besonnenheit gefragt ist, kann ich das auch. Aber wenn ein glas mit traubensaft runterfällt, nach 5 minuten flecken auf frischen klamotten sind, die spülmaschine nicht ausgeräumt wurde, täglich leere klopapierrollen rumstehen... da krieg ich nen vogel! Natürlich nicht jeden tag aber je nach tagesform...

      Einen tipp hab ich nicht wirklich aber ich bin gespannt auf die diskussion.

      LG Bianca

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