Wieviel unternehmen Oma/Opa mit den Kindern?

    • (1) 18.06.18 - 15:49

      Huhu ihr Lieben.

      Meine Frage steht ja eigentlich schon oben.

      Bei uns ist es so, dass weder meiner Mutter (mein Vater ist schon verstorben) noch meine Schwiegereltern irgend etwas mit unseren Kindern unternehmen.
      Wir haben sie auch schon oft eingeladen mit uns gemeinsam etwas zu unternehmen (Zoo, Schwimmbad, Eis essen, Spielplatz usw.....) aber auch hier wurde immer abgelehnt.
      Grundsätzlich ist es für uns auch in Ordnung, wenn die Großeltern andere Pläne haben, aber man merkt es unseren Kindern an, wenn sie Freunde mit Oma und Opa sehen, dass auch sie gerne mehr Zeit mit ihren Großeltern verbringen würden.

      Ich habe meine Mutter und auch meine Schwiegereltern schon darauf angesprochen, dass die Kinder sich wünschen würden mal wieder von ihnen abgeholt zu werden und den Nachmittag mit ihnen zu verbringen oder am Wochenende einmal etwas zu unternehmen.
      Meistens höre ich dann "Ja das machen wir mal" aber es kommt nie dazu.

      Sie laden uns ein, wir können alle gemeinsam am Wochenende zu ihnen kommen, aber es ist doch irgendwie nicht das gleiche 3 Stunden einfach nur am Tisch zu sitzen als aktiv mal etwas zu machen.

      Vielleicht sehe ich das auch falsch, aber ich persönlich würde mich freuen, wenn wir entweder gemeinsam oder zumindest die Großeltern mit den Enkeln etwas unternehmen würden.

      Wie ist es bei euch?

      Liebe Grüße Christina

      • Schwiegereltern machen mit den Kindern exakt gar nichts.

        Wir haben letztens den Geburtstag der Kleinen nachgefeiert. Ich weiß nicht mal, ob sie ihr überhaupt ordentlich "Hallo!" gesagt haben.

        Wenn die Uroma kommt, hat sie schon Interesse an den Kindern, ist aber natürlich körperlich nicht mehr so fit. Aber sie unterhält sich mit ihnen, sie spielen Uno... Früher waren wir auch öfter mal zusammen im Zoo, aber das lässt auch immer mehr nach, sie fühlt sich nicht mehr fit genug.

        lg

        • Ja, die Uroma ist hier auch sehr präsent. Für Unternehmungen ist sie auch nicht mehr fit, aber sie bemüht sich so sehr um ihre Urenkel, das ist wirklich rührend
          Und meine Kinder schätzen das sehr.

          Zum Geburtstag meiner Großen waren sie nur kurz am Tag selbst hier an der eigentlichen Feier selbst dann leider auch abwesend. Ich finde das sehr schade, vor allem eben für die Kinder.

          Liebe Grüße Christina

          • Schade ist es - keine Frage.

            Am schmerzhaftesten daran ist für mich, dass ich einen wundervollen Opa hatte, der immer Zeit für mich hatte. Große Ausflüge oder teure Geschenke gab es nie, aber er hat mir die Welt erklärt, ich durfte immer dabei sein, mithelfen, er hat jede Frage beantwortet... und das war echt eine schöne Zeit.

            Das hätte ich mir für meine Kinder auch gewünscht, leider ist er sehr früh gestorben.

            Natürlich kann ich niemanden zwingen, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, oder sie gar zu lieben. Aber es macht traurig, wenn ich sehe, wie meine Kleine - ein echter Sonnenschein - allen älteren Menschen in der Stadt oder beim Einkaufen ein Lächeln auf's Gesicht zaubert, dass mich ständig fremde "Omas und Opas" in ein Gespräch verwickeln und die eigenen Großeltern so gar kein Interesse an ihr (oder ihren Geschwistern haben, meine Kinder sich aber im gleichen Atemzug anhören dürfen, was Oma und Opa doch so alles mit den Kindern meiner Schwägerin machen...

            Aber als ich das erste Mal von Schwiegereltern so richtig enttäuscht war, nahm mich ein guter Freund in den Arm und meinte nur "Denk dran, man sieht sich immer zwei mal im Leben!" und daran halte ich mich inzwischen. Ich kann niemanden zu seinem Glück zwingen, aber auch wenn ich normalerweise kein sonderlich nachtragender Mensch bin, bin ich es in diesem Falle doch. Eines Tages wird sich das Blatt gewendet haben und dann ist es eben zu spät.

      Meine Eltern haben nie was mit den Kindern unternommen--doch, einmal waren sie für 1,5 Stunden auf dem Weihnachtsmarkt. Reife Leistung in 15 Jahren.
      Sie selber haben dagegen die O+O Dienste oft und gerne in Anspruch genommen....

      • Hier ist es das gleich.
        Ich selbst bin viel bei meiner Oma aufgewachsen. Durch Arbeit meiner Mutter natürlich auch, was ja auch in Ordnung war. Ich habe ein tolles Verhältnis zu meiner Oma, etwas was meine Kinder leider gar nicht haben.

        Mein Mann hat auch viel Zeit bei seinen Großeltern verbracht.

        Wie gehen deine Kinder damit um?
        Meine kleine fragt oft, aber natürlich ist es für sie alles noch in Ordnung.
        Meine Große mit 10 allerdings versteht schon viel und sieht selbst, dass andere mehr von ihren Großeltern haben und ist immer so unglaublich enttäuscht, wenn Oma mal wieder abgesagt hat.
        Sie tut mir so leid 😢

        • Hier auch ein super Verhältnis zu meinen Großeltern--meine Oma stand mir näher als meine Mutter.
          Meine Mutter war Hausfrau und ich war die ersten 10 Jahre ein Einzelkind--weiß der Geier, was meine Mutter in ihrer freien Zeit getrieben hat.
          Ich habe seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, als mein Jüngster im Kindergarten war und er immer gesehen hat, dass O+O die Freunde abholen, da war er schon traurig, dass er keine O+O hat (Eltern von meinem Mann sind schon lange tot). Da fragte er natürlich auch nach dem warum...so richtig konnte ich das auch nicht beantworten...

      Das finde ich nun sehr unverschämt, was du hier schreibst! Du masst dich hier an - wie viele andere auch-, den Lebenstil von Erachsnene, die auch noch deine Eltern sind, zu kritisieren.

      Man, man. nur weil man selber Mutter ist, hat man doch plötzlich keinen Freibrief, die eigenen Eltern zu erziehen. Unmöglich!

      • Unverschämt ist, was du hier von dir gibst...wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser schweigen.
        Meine Eltern haben sich einen Scheiß um ihre Enkel gekümmert, selbst als ich halbtot im Krankenhaus lag, haben sie es nicht für nötig gehalten, sich mal zu kümmern. Wenn du das 'OK findest, bitteschön.

(10) 18.06.18 - 16:25

Hallo,
ich glaube, man kann niemanden dazu zwingen. Manche unternehmen gerne was, andere haben lieber ihre Ruhe. Manche finden Kinder total entzückend, andere sind froh, dass sie die Zeit mit kleinen Kindern hinter sich haben. Ist einfach auch eine Typfrage.

Meine Eltern machen sehr viel mit unserer Tochter. Spielplätze, Feste, Biergarten oder Café, spazieren, Eis essen, im Garten arbeiten... Sie macht auch regelmäßig Ferien dort, seit sie eineinhalb Jahre alt ist (mal ein langes Wochenende oder auch mal eine Woche). Wir sind dann nicht dabei und sowohl meine Eltern als auch unsere Tochter genießen diese Zeit sehr.
Manchmal fahren wir auch zusammen in Urlaub.

Die Eltern meines Mannes hingegen sind ganz anders. Sie beschäftigen sich eher nebenher mit unserer Tochter und haben sie selten mal für ein, zwei Stunden alleine. Besondere Unternehmungen finden nicht statt, Spielzeug gibt's das, was von früher noch da ist und meist bleiben sie im Haus mit ihr oder drehen nur mal eine kleine Runde um den Block, sofern es ihnen nicht zu anstrengend ist. Sie lassen sich eher bitten, während meine Eltern sich richtig freuen, wenn sie mal etwas alleine mit ihr machen dürfen.
Trotzdem lieben sie sie auf ihre Art, sie sind halt nur nicht so offenherzig und engagiert wie meine Eltern.

Mein Mann leidet darunter, dass seine Eltern so sind. Ich akzeptiere es so und denke, dass nicht jeder gleich ist und jeder das Recht hat zu sagen, dass er nicht so gerne möchte oder nicht so viel mit Kindern anfangen kann. Das ist okay. Manche haben es auch selbst nicht anders (kennen)gelernt in ihrer Kindheit.
Für unsere Tochter finde ich es auch gut, dass sie direkt verschiedene Charaktere kennenlernt und sich darauf einstellen kann. Sie ist übrigens bei beiden Großeltern gerne und hat beide lieb, auch wenn sie sich bei meinen Eltern etwas geborgener fühlt.

Hast du die Großeltern mal gefragt, warum sie nicht so gerne was unternehmen möchten?

  • Danke für deine ausführliche Antwort.

    Ich würde sie auch niemals zwingen. Aber wenn die Kinder etwas unternehmen möchten, frage ich natürlich immer oder sogar die Kinder selbst.

    Meine Mutter sagt immer, sie kann nicht mehr so. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht genau was sie meint, denn gesundheitlich ist sie fit. Aber selbstverständlich respektiere ich das und würde da nie etwas einwenden. Wenn das ihre Einschätzung ist, dann würde ich ihr das nicht absprechen.

    Meine Schwiegereltern geben immer vor, sie müssen sich doch um den Garten kümmern.
    Sie haben einen Schrebergarten der natürlich Arbeit macht und viel Pflege benötigt, aber es geht ja nicht um lange Zeiten, sondern gemeinsame Stunden, egal ob allein mit unseren Kindern oder gemeinsam mit uns.

    Es ist auch nicht so, dass sie keinen Kontakt zu uns wollen. Sie freuen sich wenn wir kommen. Aber wir müssen eben zu ihnen kommen und da ist den Kindern leider schnell langweilig, denn wirklich beschäftigen tun sie sich auch nicht mit ihnen.
    Sie sagen dann immer, wir wollen uns mit euren Eltern unterhalten, wir sehen uns doch so selten.

    Ich selbst habe mich mit dem ganzen einfach arrangiert. Aber die Kinder und auch meinen Mann belastet das etwas und dadurch belastet es auch mich indirekt.

    Ändern kann ich hier leider wenig und ich würde auch niemanden zu so etwas zwingen. Aber mich interessierte, wie das bei anderen ist.

    Liebe Grüße Christina

oma und opa unternehmen so viel mit den kindern wie oma und opa wollen.

es bringt dir nicht viel wenn andere dir erzählen wie gern/viel/häufig die großeltern die kinder umsorgen. wenn deine/eure eltern das nicht wollen dann ist das zwar traurig aber zu akzepzieren.

ich würde mich mal nach leihomas umsehen. ich kenne 2 familien die eine leihoma haben, es gibt wirklich viele kinderlos gebliebene ältere menschen die sich freuen mit kindern (und familien generell) in kontakt zu kommen. da kann mit etwas glück für alle etwas schönes wachsen.

  • Das mit den Leihomas ist ein netter Gedanke, danke für den Tipp.
    An so etwas hatte ich überhaupt nicht gedacht.

    Natürlich bringt es mir nichts, wenn ich hier von 50% höre wie toll es ist mit Oma und Opa und die anderen 50%, dass es wie bei uns ist.
    Dennoch interessierte mich, wie es bei anderen läuft.
    Letztendlich kann meine Frage hier zu Tage bringen was sie möchte, dass sich an unserer situation nichts ändern wird ist mir bewusst.

    Liebe Grüße Christina

Hallo

Ich selbst war oft bei meinen Grosseltern väterlicherseits und sie waren wie Eltern für mich. Ich ging oft mit ihnen in den Urlaub etc., hatte mein eigenes Zimmer bei ihnen und konnte inmer kommen. Auch jetzt kümmern sich die Grosseltern viel um unsere Kleine, egal ob mit uns oder alleine. Gut wir arbeiten auch beide im Schichtdienst, da braucht es das manchmal. Ich finde es toll, wie die Kleine ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Eltern hat.
Dass sich nicht jede Oma/jeder Opa um die Enkel kümmert finde ich hart, aber akzeptiere das. Dass das Kind leidet deswegen finde ich sehr schlimm.

Einen Tipp für dich habe ich nicht, da die Grosseltern anscheinend nicht wollen, was sehr schade ist...

lg nic.ole. mit Martina

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