Meine Mutter wird immer schlimmer

    • (1) 19.06.18 - 05:52

      Hallo wieder zusammen. Meine Mutter ist mittlerweile 86 Jahre alt und es ganzen jetzt die körperlichen Probleme sehr sehr stark an. Ich habe letztes Jahr meinen Vater verloren und meine mom 86 erträgt es immer weniger. Sie waren 48 Jahre verheiratet und sie hat auch keinen lebenswillen mehr. Alles was ich tue und mache, wird abgelehnt. Sie hatte jetzt am Wochenende wo ich bei meiner Partnerin war einen notarztbesuch weil sie vor lauter Schmerzen im Rücken nicht mehr gehen konnte. Ich habe es zu spät mitbekommen und bin dann am Abend mit meiner Partnerin zu ihr gefahren und haben dort übernachtet. Sie wollte laut Notarzt vehement nicht ins Krankenhaus. Sie lehnt alles ab, was ich ihr Vorschläge. Wir haben jetzt im August 1 Woche Urlaub geplant und ich brauche diesen tapetenwechsel sonst drehe ich noch durch. Ich bin psychisch und körperlich völlig am Ende. Bekomme von allen Seiten zu hören welch schlechter Mensch und welch ein Vollidiot ich bin das ich nicht permanent bei meiner Mum bin. Was soll ich tun ...Ich kann nicht mehr. Bald geht es nicht mehr. LG Tom.

      • Wie sieht es denn mit einer Betreuung für die aus? Oder betreuten Wohnen etc?

        • Habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Wird aber alles abgelehnt von ihr. Habe heute och ein Gespräch mit ihrer Hausäztin. Vielleicht ergibt sich dort etwas. Sie macht mir nur noch Vorwürfe und will am liebsten das ich mit meiner Partnerin Schluss mache das ich bei ihr sein kann. Mögen tut sie sie absolut nicht. Hat an alles was sie sagt etwas auszusetzen. Es ist schrecklich im Moment.

      (4) 19.06.18 - 07:15

      Oh Gott, wie furchtbar.
      Grenz dich ab. Du bist auch ein Mensch mit einem eigenen Leben. Wenn sie alles ablehnt ist es ihr Problem, nicht Deins. Du bist nicht ihr Partner, nicht Ihr Pfleger oder sonst was. Sie terrorisiert dich, sonst würde sie die Hilfen annehmen, die du vorschlägst.
      Und lass dir von niemandem Vorwürfe machen. Du gehst an der Frau kaputt.

      • Widerlich! Es ist eine betagte alte Dame. Die wahrscheinlich nicht mehr lange lebt. Einem so alten kranken Menschen, der einen geboren und groß gezogen hat (sicher auch unter Strapazen) Vorsatz vorzuwerfen, ist unfassbar.

        • (6) 20.06.18 - 10:38

          Ok, dann bin ich gern widerlich.
          So würde ich mich jedoch nicht behandeln lassen. Mich nicht und auch nicht meinen Mann bzw hier Lebensgefährtin.
          Und dass sie ihn bekommen hat war ihre Entscheidung. Nicht seine. Das gibt ihr jedoch nicht das Recht ihn derart zu vereinnahmen und vor allem jegliche Hilfen abzulehnen, nur damit er keine Zeit für seine grau hat.

    (7) 19.06.18 - 08:14

    Hallo,

    Ich glaube dir, dass es dir in der derzeitigen Situation mit deiner Mutter sehr schlecht geht. Eine Pflegekraft wird vermutlich nichts bringen, ich würde davon ausgehen, dass sie alle vergrault.

    Um auf ein Betreuteswohnen hinzuarbeiten könntest du sie in so einen SeniorenKindergarten bringen. Du gibst sie Morgens ab und holst sie abends wieder. Dort sind andere Senioren mit denen sie dann Tag verbringen kann und sie wird professionell betreut.

    Ansonsten hilft vielleicht auch ein bisschen Verständnis für deine Mama. Nach 48 Jahren den Partner zu verlieren haut einen mit Sicherheit komplett aus Latschen.

    Liebe Grüße

    • :-D Den "Seniorenkindergarten" nennt man Tagespflege und seine Mutter muss dort erstmal freiwillig hingehen. Zudem ist es nicht gratis. Ich habe nicht alles nachgelesen, ob die Mutter einen Pflegegrad hat und man es somit größtenteils vom Pflegegeld bezahlen könnte, aber auch da muss die Mutter mitmachen. Ohne Pflegegrad kostet die Tagespflege mal locker 60 Euro...pro Tag! LG Moni

      (9) 19.06.18 - 11:30

      Ich finde die Bezeichnung Seniorenkindergarten total respektlos den Senioren gegenüber.

Lass dir bitte nicht einreden, dass du schlecht bist oder dich zu wenig kümmerst. Wer so redet ist unverschämt und übergriffig. Wehr dich oder spann die Leute ein.

Mein Vater ist früh erkrankt, mit Mitte vierzig. Seit einigen Jahren ist er auch pflegebedürftig und meine Mutter wuppt alles alleine. Beide sind mittlerweile 71 Jahre alt.

Meine Mutter will keine Hilfe. Eine Pflegerin würde morgens nur Unruhe rein bringen, das Bad nicht aufräumen, sie hätte weniger Arbeit, wenn sie Papa alleine duscht (er duscht jeden Tag). Das kann ich zwar nachvollziehen, aber ich sehe, dass es ihr schwer fällt. Meine Hilfe würde sie übrigens ohne mit der Wimper zu zucken nehmen. Aber das halte ich nicht aus. Eine Putzhilfe hat sie zum Glück seit zehn Jahren.

Als meine Mutter zuletzt ins Krankenhaus kam, ungeplant und eigentlich harmlos und trotzdem war sie vier Wochen im Krankenhaus, habe ich mich zunächst um Papa gekümmert. Nach zehn Tagen war ich durch, richtig durch. Da hab ich dann nicht mehr gefragt, ob es recht ist, ich habe gehandelt. Kurzzeitpflege habe ich nicht gefunden so spontan, aber der lokale Pflegedienst ist drei Tage später gekommen! Bis dahin hat mein Mann die Pflege übernommen, morgens vor der Arbeit, um 6 Uhr...

Meine Mutter guckte sehr erstaunt und fand die Lösung dann gut. Als sie wieder zu Hause war, hat sie nach drei Tagen dem Pflegedienst die Wochenenden gekündigt und kurz darauf die Wochentage bis auf einen Tag (an dem hat sie einen festen Termin). Ich war reichlich irritiert, dass meine intensiven Bemühungen so schnell für die Katz waren. Aber zwingen kann ich sie nicht. Und ich bzw. wir sind auch nicht bereit, unser Leben aufzugeben.

Deine Mutter kann von dir zwar Hilfe erwarten, aber nicht die Aufgabe deines Lebens oder eine Trennung. Hilfe ist auch, fremde Hilfe zu organisieren. Wenn ein Leben alleine nicht möglich ist, muss man überlegen, was möglich ist. Hast du Geschwister? Ich nämlich nicht. Ich bin für meine Eltern das einzige Kind.

Was hat der Hausarzt gesagt?

Ich glaube, da muss man mehrere Dinge berücksichtigen.

Alte Menschen werden immer eigener. Manche Charaktereigenschaften werden stärker. Hat deine Mutter früher auch ein bisschen zum klammern geneigt?

Sie hat ihren Partner verloren. Das muss man auch erst mal verkraften.

Und: grade bei alten Menschen kann es manchmal passieren, dass man diese ganzen Launen und Befindlichkeiten dem Alter zuschreibt "wird halt eigen und stürmer", und dabei liegt dem ganz einfach eine Depression zu Grunde...
Hast du ihre Ärztin schon mal auf sowas angesprochen?

Und nun zu dir:
Auch deine Verantwortlichkeit hat ihre Grenzen. Und Dinge wie die Beziehung beenden, bei Mama wieder einziehen, nur mehr für sie da sein liegen eindeutig jenseits dieser Grenzen!

Fahr in den Urlaub. Du brauchst den gerade dringend.

LG

Du hattest doch bereits im April hier zu diesem Thema geschrieben.

Damals haste doch schon so "wertvolle" Tipps bekommen, wie "geh nicht ans Telefon" oder "schaff dir eiin Kind an" etc.

Damals hast du geschrieben: "Aber irgend eine Lösung muss jetzt her... Nicht morgen nicht nächste Woche.... Heute.."

Was genau hast du denn seit damals alles zur Lösungsfindung getan?

Du hast damals geschrieben, dass du 2 mal pro Woche bei ihr bist und ihr den Papierkram erledigst. Daher kann es schon sein, dass Menschen, die dich und deine Mutter kennen, finden, dass dies viel zu wenig ist, um sich um eine fast 90 jährige zu kümmern.

Was genau tust du denn, was dich so dermaßen fertig macht? Ich meine, du hast nicht mal so engen Kontakt, dass du den Notfall vom Wochenende überhaupt rechtzeitig mitbekommen hast.

Du pflegst sie nicht und hast sie nicht ständig um dich. Was genau macht dich denn körperlich und psychisch so fertig?

Für mich ist das alles bissel viel dramatisches Gejammer und "ich" Gerede. Interessieren dich die Bedürfnisse deiner Mutter überhaupt oder willst du sie möglichst nur schnell irgendwie ruhigstellen, damit du in den Urlaub fahren kannst?

  • Man merkt, dass du dich noch nie um einen nahen Angehörigen kümmern musstest. Du ahnst gar nicht, wie das an die Substanz gehen kann. Wenn man zum Lebensinhalt seiner Eltern wird, wenn das Glück der Eltern davon abhängt, ob man seine Freizeit mit ihnen verbringt, wenn Eltern so klammern und bestimmen, dass man Durchfall bekommt, wenn man dort ist, wenn Eltern sich überall einmischen und übergriffig sind.

    Je nach psychischer Konstitution kann das dann zu einer absoluten Überlastung führen, bis hin zur Depression, weil man überfordert ist, auch wenn von außen betrachtet man ja kaum etwas für die Eltern tut. Jeder hat da absolut persönliche Grenzen, die auch von den Eltern zu beachten sind.

    • (15) 19.06.18 - 10:58

      Gut geschrieben. Bin genau deiner Meinung. #pro

      Danke! Wenn ich sehe, wie fertig es meine Mutter macht, sich um meinen 91 jährigen, sogar noch recht rüstigen Opa zu kümmern (nicht pflegen wohl gemerkt!). Das kann jemand, der das noch nie so erlebt hat, echt nicht verstehen.

      Lehn dich unbekannter Weise nicht zu weit aus dem Fenster, wenn du einen Menschen nicht kennst. Wir haben unsere Eltern beide durch schwere Erkrankungen begleitet. Sie leben beide leider nicht mehr. Also...was genau willst du merken bei mir. Du merkst gar nichts.

      Und weil ich eben nicht weiß, was der TE für seine Mutter tut, hab ich gefragt was er macht.

      Laut seiner hier veröffentlichten Infos, ist seine Situation für mich eben nicht nachvollziehbar. Da gibt es ganz andere Betreuungssituationen, die wirklich an die Substanz gehen. Aber das kann ich hier nicht erkennen. Bisher jedenfalls. Aber vielleicht kommen da ja noch Infos.

      • Da gebe ich dir recht und es tut mir leid, wenn ich dich angegangen habe. Entschuldige.

        Dennoch kann ich nicht verstehen, dass du dem TE kein Verständnis entgegenbringst, dass er noch nichts geregelt hat. Das Funktionieren in solchen anstrengenden Ausnahmesituationen, wie es die schwere Erkrankung der Eltern ist, reagiert nun mal jeder höchst individuell.

        Wie gesagt, ich wollte dich nicht angreifen, fühlte mich allerdings von dir auf den Schlips getreten, weil ich den TE nachempfinden kann.

Winterfee, vielen dank für deinen Beitrag. Was sich seither geändert hat ? Eigentlich nicht viel. Nur ich habe die ganze Zeit über versucht, für meine Mutter da zu sein. Nur sehe ich auch das sie sich nicht helfen lassen will. Alles was ich tue und vorschlage wird mit vehemenz zunichte gemacht. Ein Beispiel... wir haben, die Hausäztin ich und meine mom uns darauf geeinigt das sie für ein paar Tage ins Krankenhaus geht damit sie ihre Schmerzen von Rücken lokalisieren können. 2 tage bevor sie ins Krankenhaus sollte, sagte sie bei davon weiß ich nicht das stimmt nicht uns. Alles wieder abgeblasen...und so was ist kein Einzelfall. Ich versuche alles möglich zu machen aber sehe auch das es ein Kampf gegen das immer schlechter werden. Und ja ich bin mittlerweile fast täglich bei ihr schaue wie es ihr geht und fahre mittlerweile nur noch Vollgas. Dieses erledigen das noch das auch noch und nirgendwo kommt Hilfe her. Von meiner Verwandschaft kommen nur Beleidigungen und dumme Kommentare , wie würdest du da reagieren da drauf ? Ja und ich nenne das wenn sich eltern überall einmischen und es dir den Magen umdreht weil du wieder ach Hause fahren "musst"....

  • Hier muss ich auch nochmal meinen Senf dazugeben. Du machst nun wirklich sehr viel für deine Mutter wenn ich das so lese. Sie will sich nicht helfen lassen-gut ihre Sache, gezwungen werden kann sie ja nicht. Ich lese aber auch das sie häufig behauptet das gewisse Sachen nicht gesagt oder ausgemacht worden sind. Hmmm also das war jemand erwähnte von wegen Demenz finde ich durchaus ein Thema das durchdacht werden sollte.

    Wenn die liebe Verwandtschaft meint du seist böse, klar die haben leicht reden, die machen wohl eher nichts, oder? Die schwätzen nur von außen und haben keine Ahnung. Biete Ihnen doch an alles zu übernehmen wenn es für sie so einfach und leicht zu sein scheint! Tja dann wette ich machen die schnell einen Rückzieher!

    Ela

    Na da hat sich ja schon mal einiges zu April geändert, wenn du jetzt fast täglich dort bist.

    Das das anstregend ist, kann ich verstehen. Ich weiß auch, dass es nervenaufreibend ist, wenn man helfen will, aber der Betroffene sich nicht helfen lassen will. Wir haben aktuell ein ähnliches Problem mit unserer 80-jährigen Schwiegermutter. Mein Vater war nach dem Tod meiner Mama ähnlich "strörrisch".

    Das hat viel Zeit, gutes Zureden und viele Versuche und Angebote gekostet, ehe man sich auf einen Kompromiss und etwaige Unterstützung eingen konnte.

    Nachfolgend wurde das von den älteren Herrschaften immer sehr gut angenommen. Meine Schwiegermutter ist aktuell sehr glücklich mit ihrer Putzfrau, gegen welche sie sich monatelang vehement gewehrt hatte.

    Meine Eltern waren auch 45 Jahre miteinander verheiratet, als meine Mama verstarb. Mein Vater ist aus der Trauer nie rausgekommen. Weder Enkel noch wir Kinder noch sein gutes soziales Umfeld haben ihn auffangen können.

    Dann wurde er selber krank. Verlor ein Bein und war extremst hilfebedürftig, weil er nie wieder richtig mobil wurde. Heiim oder Pflege wäre nie in Frage gekommen für ihn.

    Man muss sich auch bewußt machen, dass solange sie geistig voll fit sind, man sie nicht einfach entmündigen kann. So nervig und bitter das manchmal ist. Es kostet so viel Fingersptzengefühl und Nerven im Umgang,

    Ich hab jahrelang keinen Urlaub gemacht und hab jede freie Minute bei ihm verbracht. Meine Schwester hatte damals ein Kleinkind und konnte natürlich auch nicht ständig vor Ort sein. Mein Kind war zum Glück schon älter und hat für den Opa auch paar Handlangerdienste mit übernommen.

    Alles war Kampf. Beantragung Pflegestufe... Beauftragung eine Essensdienstes, Beantragung von Hilfsmitteln wie hydraulischer Duschsitz...und als dieser endlich da war, wurde um die Nutzung gekämpft und sich mit aller Gewalt gegen einen Pflegedienst zum wöchentlichen Baden gewehrt. ... Fachmann zum Anpassen der Prothese aufsuchen. Er hat beispielsweise monatelang nicht zugeben wollen, dass er deshalb nicht mehr laufen kann, weil die Beinprothese nicht korrekt sitzt.

    Alles in allem haben wir mindestens 3,5 Jahre Kampf gehabt, bis wir sein Leben so eingerichtet haben, dass unser Leben auch wieder halbwegs normal laufen konnte.

    Nach dem letzten Schlaganfall stand dann allerdings tatsächlich die Überlegung Heimunterbringung im Raum. Das hat er jedoch nicht mehr erlebt.

    Meine persönliche Überzeugung ist, trotz aller Anstrenung, dass es falsch ist, sich jetzt zu distanzieren und seinen Ego-Trip durchzuziehen. Mir ist klar, dass andere Menschen das anders sehen. Aber ich finde solche Ratschläge wie "grenz dich ab"...etc. in dieser Situation ganz schlimm.

    Du wirst deine ziemlich alte Mutter nicht mehr ändern können. Mach dir vielleicht auch mal bewußt, dass es ein großes Geschenk ist, sie überhaupt noch zu haben. Viele haben nicht das Glück, ihre Eltern so lange in ihrem Leben haben zu dürfen.

    Viele Menschn in unserem Alter (ich denke, wir sind bestimmt die gleiche Generation) kennen dein Problem und kennen daher durchaus deine Lage als Sohn einer Mama die jeden Lebensmut verloren hat und an erheblichem Altersstarrsinn leidet.

    Eventuell ist es auch nicht verkehrt, sich selber psychogische Hilfe zu holen, wo man seine Hilflosigkeit und seine Wut auch mal rauslassen kann. Das hat meine Schwester auch gemacht, als ihr die Doppelbelastung Pflege und Kleinkind eine zeitlang zu viel wurde. Dort konnte man dann auch mal kräftig Frust über manche Situation ablassen.

    Ich würde dir wünschen, dass du weiter am Ball bleibst und dich nicht zurückziehst, wie es dir teilweise geraten wird.

    Viel Kraft für dich.

Hallo.

Ich finde du musst dich nicht schlecht fühlen! Kinder sind auch nur Menschen, haben irgendwann ein eigenes Leben und wenn die eigenen Eltern / deiner Mutter zur Belastung wird....Sollte man die Notbremse ziehen um sich selbst auch zu schützen.

Wäre ein betreutes Wohnen etwas?
Versuch für sie da zu sein und versuche hilfe/ Unterstützung zu organisieren.

Die Leute reden immer dumm daher!

Meine Mama ist 2014 verstorben und 2016 bin ich aus meinen Elternhaus ausgezogen (hatte da eine Wohnung im haus) weil ich mit meinen mann ein haus gekauft habe.

Die Reaktion der Leute "waaas jetzt lässt du deinen Papa alleine!???"
"Der arme...."
Das habe ich oft gehört.

Vergessen hat man aber das ich da fast 30 war, seit 8 Jahre verheiratet und 2 Kinder da sind. Ich bin 8 km weg gezogen und keine 800. Ich habe ja auch ein eigenes Leben. Mein Papa hatte zu dem Zeitpunkt übrigens schon eine neue Partnerin

Also, gib nichts auf das geschwätz der Leute!

Alles Gute

(23) 19.06.18 - 10:53

Hallo.

Du hat auch noch dein eigenes Leben. Das musst du ihr klarmachen. Nicht nur sie hat ihren Mann verloren, auch du hast deinen Vater verloren.

<<<Alles was ich tue und mache, wird abgelehnt.>>>

Dann zieh dich zurück. Mach deinen Urlaub. Wenn sie den Notarzt ruft, dann soll sie auch von diesem behandelt bzw. mitgenommen werden. Von wo kommen denn die Vorwürfe, dass du dich zu wenig kümmerst. Von Leuten, mit denen deine Mutter Kontakt hat? Bis du das einzige Kind oder hast du noch Geschwister. Oder sie soll ins betreute Wohnen, wo sie nicht alleine ist. Wäre das eine Möglichkeit?

Alles Gute und starke Nerven.

LG

Hallo meine liebe,

vielleicht wäre abzuklären ob deine Mutter eine Demenz entwickelt hat und sich deshalb so verhält. Ein anderer Grund wäre banal gesagt... sie möchte einfach ihr Leben noch selbst bestimmen, ihren Willen zeigen ... sie merkt dass ihr Körper und Geist nicht mehr so kann wie früher, jetzt möchte sie erst recht demonstrieren dass sie auch mit 86 ein selbstbestimmter Mensch mit eigenem Willen ist. Das solltest du auch so akzeptieren. Wenn sie etwas nicht möchte von dem du denkst es sei besser für sie, dann akzeptiere es. Sie ist vielleicht mit ihrem Leben auch im reinen und bereitet sich geistig auf die letzte Phase vor.
Geh vielmehr auf sie ein, wenn sie etwas nicht möchte, dann sag, ok, du bist erwachsen , es ist deine Entscheidung. Ich bin Anästhesieschwester, habe auch in der Heimbeatmung gearbeitet mit älteren Menschen und ich weiß warum die Leute nicht ins Krankenhaus möchten! Fühle dich nicht schlecht und lasse blöde Kommentare nicht an dich heran! Du bist kein schlechter Mensch nur weil du etwas anders machst, als die Gesellschaft oder deine Nachbarn von dir erwarten. Es gibt in Kliniken einen sozialen Dienst und einen Seelsorger. Vielleicht könnten diese Menschen ganz unverbindlich mit deiner Mutter sprechen, vielleicht würde es dir gut tun dich dort auszusprechen und Ratschläge zu bekommen... Oft ist es auch einfach die Wut darüber, dass der Körper nicht mehr kann wie man es will, da der Geist noch viel jünger ist !! Zu altern ist ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr schön und stürzt viele Menschen in altersdepressionen, die sich nicht unbedingt so äußern wie man es klassisch kennt...
Wünsche dir viel Kraft und alles gute 🍀

Also ganz ehrlich ich finde du machst schon was du kannst. Und auch wenn ich versuche Verständnis für deine Mutter aufzubringen von wegen Alter und jetzt Mann tot, aber sie geht schon mehr als Rücksichtslos mit dir um. Trotzdem bist du für sie da. Aber dir vorzuwerfen du bist ein schlechter Mensch NENENE das geht gar nicht. Sollst du ständig um sie rum sein? Du hast auch noch eine Arbeit, eine Partnerin oder Familie und ein eignes Leben. Wie soll das gehen?

Ela

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