Streit mit Schwiegermutter - wie reagieren?

    • (1) 23.06.18 - 20:43

      Guten Abend,

      Ich hatte gerade Eben eine sehr unschöne Auseinandersetzung mit meiner Schwiegermutter und bin gerade sehr verärgert und weiß nicht so recht wie ich die nächsten Tage weiter machen soll.
      Wir wohnen mit den Schwiegereltern im gleichen Haus und sie hilft uns aich sehr oft, deswegen "Schlucke" ich auch sehr viel. Sie hat zum verwöhnen und zur Erziehung eine völlig andere Meinung als ich, aber ok sie ist auch die Oma.
      wir waren ohne meinen Mann auf einem Familienfest (vermutlich wäre es mit ihm nicht so eskaliert) und ich bin mit meinem Sohn nach Hause weil mir die Schlafenszeiten heilig sind (mit wenigen Ausnahmen und genau auf diesen Ausnahmen hat sie gepocht). Es waren noch jüngere Kinder anwesend und sie konnte nicht verstehen warum mein Sohn nach Hause "muss". Sie hat mich dabei vor allen Leuten sehr persönlich angegriffen und das ist was mich eigentlich wurmt.
      Nun ist meine Schwiegermutter eine sehr "einfache" Frau, also Gespräche über die Gründe im Nachhinein sind mit ihr nicht möglich.
      Einerseits würde ich jetzt einfach gerne den Kontakt für einige Zeit reduzieren(wohlwissend dass das aufgrund der räumlichen Nähe sehr schwierig ist) um ihr damit zu verdeutlichen das ich ihr Verhalten so nicht akzeptiere, andererseits denke ich mir ist es die ganze Sache nicht wert, aber es fehlt mir an "Stärke" die Sache einfach so auf sich beruhen zu lassen.
      Wie würdet ihr handeln?

      Danke Euch.

      • Der Drops ist gelutscht, was soll es jetzt noch zu handeln geben?

        Kommt Drauf an was sie genau zu mir gesagt hätte...

        Nun ja dir sind Schlafenszeiten wichtig. Du hast es durchgezogen und gezeigt wer entscheidet was läuft. Also würde ich es auf mir beruhen lassen. Insbesondere wenn du sagst man kann nicht mit diskutieren.

        Andererseits würde ich mir aber schon überlegen, ob du dir da mit den Schlafenszeiten nicht mehr Stress als nötig machst. Ich hatte nie Kinder die immer nach Uhrzeit geschlafen haben und ich wäre nur nach Hause, wenn mein Kind müde gewesen wäre.

        • Danke Dir.
          Ja vielleicht hätte er es noch 30 Minuten ausgehalten, aber auch so war er später als üblich im Bett.

          • Ich kann dich verstehen. Meine Tochter muss auch immer relativ zur gleichen Zeit ins Bett, sonst is sie oft am nächsten Tag nur schlecht gelaunt oder das zu Bett bringen wird eine Katastrophe. Die Schwiegermutter würde ich auf sich beruhen lassen. Lg

        (7) 24.06.18 - 06:49

        Naja, mag ja sein, dass deine Kinder sowas gut wegsteckten. Du weißt aber nicht, wie das bei dem Sohn der TE ist! Unser Großer hat es z. B. überhaupt nicht vertraut, wenn er nicht seine gewohnte Zeit + Ablauf hatte! Er war/ist ein Schreibaby, welcher über viele Jahre kaum schlief. Schlagen war bei uns bis vor ca. 3Jahren ein RIESEN Problem u. er ist morgens bzw. nachts auch nicht aufgestanden weil er ausgeschlafen hatte, sondern weil sein Rhythmus durcheinander geraten ist u. er sich nicht regulieren konnte.

        Also nicht immer von den eigenen, ach so unkompliziert schlafenden, Kindern auf andere schließen! Während Freundinnen mit ihren Kindern die Nächte auf Partys, Hochzeiten erc. durchgemacht haben musste meiner ab 17:00 seinen gewohnten Ablauf haben.

        Auch DAS hat was mit bedürfnisorientierter Erziehung zu tun.

    (8) 23.06.18 - 21:31

    Sie hätte dich nicht anmachen dürfen, keine Frage.

    Aber ich finde es total albern wenn Schlafzeiten "heilig" sind.
    Als ob das einem Kind schadet, wenn er mal später ins Bett geht.

    • (9) 23.06.18 - 21:38

      Nein, es schadet dem Kind nicht.
      Aber geht mein Sohn um 19 Uhr ins Bett schläft er bis 6:45, geht er dagegen erst um 20 Uhr oder noch später ins Bett ist er um 6 Uhr wach - für mich ist das ein Unterschied :-(

      • (10) 23.06.18 - 21:39

        Aber wenn dein Kind ausgeschlafen hat, dann ist er halt wach.

        Wir sind nie gefahren, solange er noch fit und fröhlich war. Es ist Wochenende, Kinder können Mittagsschlaf machen etc.

      Kurzfristig ja. ABER egal ob Kind oder Erwachsener. Nicht jeder Mensch benötigt zu jeder Tages und Nachtzeit identisch viel schlaf. Wenn dein Kind trotz 20 Uhr Bettzeit ohne Animation von Außen um 6 Uhr wach wird. Dann wird er für sich in dem Moment genügend schlaf bekommen haben, sonst würde er nicht selbständig wach werden. Zumal die Kleinen in der Regel ja noch den Mittagsschlaf haben.

      Es macht hier vor allem einen Unterschied für DICH selbst, weniger fürs Kind, denn dass ist ja dann munter. Aber dein Schlaf dauert dann mal eben eine knappe Stunde weniger. Und das wäre mir persönlich heilig. Das ich selbst so viel schlaf als möglich erhalte. Für meinen Sohn wäre es mir nur dann heilig, wenn ich merken würde, dass ihm diese knapp 2 Stunden (wie bei dir beschrieben) weniger Schlaf auch bedeuten würden, dass er den kompletten Tag wie ein Zombi herumlaufen würde. ;-)

(14) 23.06.18 - 21:46

Also wenn sie dich persönlich angegriffen hat würde ich ganz klar das Gespräch suchen evtl auch mit deinen Mann damit es ggf nicht wieder eskaliert. Ihr solltet ihr auch höflich vermitteln, dass ihr entscheidet was ihr macht. Wenn du sagst du fährst nach Hause weil er ins Bett muss dann ist das so. Punkt.
Ihr wohnt zusammen, mach dir nicht zu viel Stress.

Du bist die Mutter , es ist dein Kind wenn dir feste Schlafenszeiten "heilig " sind , dann ist das so wenn deine Schwiergermutter das nicht versteht will ist das nicht ihre Sorge . Kinder sind unterschiedlich es gibt welche die kommen gut damit klar wenn sie mal länger wach sind aber es gibt auch Kinder die damit nicht gut klar kommen und dann völlig überdreht oder quatschig werden und obwohl sie hundemüde sind dann nachher nur schwer den Dreh kriegen , da hätte ich als Mutter auch keine Lust drauf . Mir würde das sonstwo vorbei gehen ich hätte ihr gesagt das es deine Sache ist ,sie muss das Kind schließlich nachher nicht zum schlafen bringen . Vielleicht kommt sie irgendwann mal in die Situation dann versteht sie es vielleicht besser

(16) 24.06.18 - 07:45

Hi,
sie behandelt dich wie ein Kind und nicht wie eine Erwachsene, das ist das Problem. Du wolltest das Familienfest verlassen - hier wegen des Schlafes deines Sohns - und sie maßt sich an, darüber entscheiden zu dürfen, ob du das darfst oder nicht. Geht gar nicht!
Du bist schon selber groß und darfst darüber bestimmen wo du wie lange bleiben möchtest (dein Sohn darf natürlich auch noch mitbestimmen😉). Du brauchst dich jetzt gar nicht darüber zu grämen, denn so räumst du ein, dass sie doch ein Recht dazu hat - hat sie aber nicht!
Solltest du im Streit verbal über irgendwelche Grenzen gegangen sein, würde ich mich genau dafür entschuldigen, wenn nicht, würde ich noch nichtmal das Gespräch wegen des Vorfalls suchen. Du hast ja deinen Standpunkt schon vertreten und dein Ding durchgezogen.

vlg tina

(17) 24.06.18 - 07:52

Ich gehe ja auch schnell mal an die Decke, wenn mir jemand rein redet.
Aber ganz ehrlich, dass ist doch eine Lappalie. Du bist gegangen, die Schwiegermutter hat es nicht verstanden, fertig.
Über den Sinn und Unsinn der festen Schlafenszeiten kann man aber auch einfach sehr unterschiedlicher Meinung sein... Die einen nehmen es komplett locker, bei anderen gibt es keine Ausnahme, bei den meisten gibt es eben feste Schlafenszeiten mit Ausnahme.
Wenn du sonst auch "so viel" schluckst, dann weiß ich nicht so genau, ob es schlau war mit den Schwiegereltern zusammen zu wohnen.

Natürlich ist das nicht in Ordnung. Dennoch denkt man selten situationsbedingt immer an alle Begebenheiten. Oder das es unpassend ist, jemanden vor 3. damit bloßstellen zu können indem man das öffentlich anspricht. Sie hat es in dem Moment nicht verstanden und hat ihr Unverständnis Ausdruck verleiht. Leider in der Öffentlichkeit. Gerade wenn man fast schon erbost ist über etwas interessiert es einen schnell nicht, dass um einen herum andere Menschen stehen. Wenn mein Mann, meine Schwiegermutter oder mich was stört, sprechen wir das in den allermeisten Fällen umgehend an. Meist findet das auch vernünftig statt. Aber ich hatte es auch EINMAL da fand ich es nicht nur maßlos übertrieben wie allgemein reagiert wird. Sondern da hat die Tatsach in der Öffentlichkeit gewesen zu sein, dem ganzen für mich noch die Krone aufgesetzt.

Wir waren im Schwimmbad und mein Sohn ist neben mir auf den Fließen ausgerutscht. Da ich ihm am nächsten Stand war ich ergo die Verantwortliche! Mein Mann war sauer, hat mir das aber in sich grummelnd in ner normalen Lautstärke deutlich mitgeteilt. Das war noch vertretbar. Meine Schwiegermutter hingegen ist maßlos ausgerastet deswegen und hat die komplette Therme Erding zusammengeschriehen, das mein Kind bei mir keine 5 Minuten sicher aufgehoben wäre ohne das ein Unfall passiert. Wo selbst ihre Nichte (und Patentante von unserem Sohn) sofort meinte. "Beruhig dich mal, meine Güte, andere Kinder fallen ständig auf nassen Fließen hin, sowas passiert halt." Bei meiner Schwiegermutter passiert sowas nicht "mal halt" sondern ist immer und zu 100% vermeidbar, würde man permanent am Kind dran sein. (Vergisst aber selbst, dass sie ihn aus Unachtsamkeit bereits umgekegelt hat während der Lauflernphase.)

Irgendwann wächst Gras drüber. Klar diese Situation und eine zweite (innerhalb der eigenen vier Wände) die eskaliert ist, nagen bis heute etwas an mir. Ich habe bis heute auch nie eine Entschuldigung dafür erhalten. Mein Mann und sie sind beide mega impulsiv. Nur mit dem Unterschied, mein Mann rudert schnell zurück und entschuldigt sich aufrichtig. Meine Schwiegermutter hat sich hingegen weder bei mir noch bei anderen jemals für eigenes Fehlverhalten entschuldigt (außer sie rempelt einen unbeabsichtigt mal an) und es ist auch nicht absehbar das das je passieren könnte. So ist sie halt. Und das Los wenn man mit "einfach gestrickten" Personen zusammenlebt. Man muss lernen damit klar zu kommen oder man bricht den Kontakt ab. Und dafür das es in über 2 Jahren mit Kind und in über 4 Jahren seit ich sie kenne lediglich 2 mal richtig megamäßig geknallt hat - ist das noch ein vergleichsweise niedriger Wert. Da erleb ich es bei manch anderen weit häufiger das permanent gestichelt wird von der älteren Generation. Das muss ich z.b. sagen hab ich absolut nicht! Sie reagiert nur so ungehalten wenn ihr armer kleiner Enkel sich weh tut. Die hat auch ihren Sohn fertig gemacht, als sie erfahren hat, das Junior bei ihm 2 Treppenstufen runtergepurzelt ist. Dafür ist sie im Alltag total handzahm. Und mein Mann und ich reagieren auch nicht immer politisch korrekt und perfekt wenn wir sauer sind.

Ich kann im übrigen beide Seiten von euch verstehen. Sowohl du, als Mama die die Routine fürs Kind sucht und der das wichtig ist (auch wenn ich selbst gar nicht der Typ dafür bin) und andererseits deine SM die dafür 0,0 Verständnis zeigt. Ich wäre persönlich auch niemand der mein Kind von was "wegnimmt" solange er keine Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Mein Mann wäre da auch jemand der dann sofort laut rufen würde "hör auf und lass ihn (das Kind) doch einfach mal machen." ;-)

Top Diskussionen anzeigen