An alle mit 3 oder mehr Kindern: Findet ihr den Sprung von 2 auf 3 Kinder extrem?

    • (1) 25.06.18 - 09:00

      Guten Morgen,
      Ich weiß nicht so recht, wie ich die Frage formulieren soll.
      Wir haben 2 Kinder, 9 und 12 Jahre alt.
      Der Wunsch nach einem 3. Kind ist groß, andererseits aber auch die Zweifel und Sorgen. Mit dem Altersabstand fängt man ja auch wieder „von vorne an“, wie es immer so schön heißt.
      Dass es mit gemeinsamen Interessen, Unternehmungen usw. schwieriger wird ist mir klar. Auch dass mein Mann und ich uns dann vermutlich öfters aufteilen müssen wegen des Babys.
      Mir geht es mit meiner Frage eher um den „Mehraufwand“. Ist es viel mehr Arbeit, wenn man 3 statt 2 Kinder hat? Die Wäsche, die Streits, die Schule, das Alltagsleben usw. ist man ja schon gewöhnt.
      Aber das Baby stellt natürlich alles wieder auf den Kopf. Die Entscheidung ist so schwierig! Viele Fragen in meinem Kopf. An manchen Tagen denke ich, ich lasse die Vernunft siegen, der Wunsch wird schon irgendwann vergehen. Und dann kommt wieder dieser grosse Herzenswunsch.
      Mein Mann wünscht sich das 3. Kind auch, überlässt aber die endgültige Entscheidung mir, da wir ja schon 2 haben, sagt er.

      Bin über Erfahrungsberichte und Denkanstöße dankbar.

      Viele Grüße

      • Hallo.
        Also der Mehraufwand bei dem altersabstand finde ich nicht schlimm. Deine zwei großen sind ja schon so pflegeleicht. Und wie man do schön sagt aus dem gröbsten raus. Mein großer war damals neun als ich mit dem zweiten schwanger wurde. War auch nicht geplant. Und von mir aus hätte ich glaub nicht nochmal von vorne angefangen.
        Aber ich bereue es null. Unternehmungen haben wir trotzdem alles gemacht. Wenn es in den Freizeitpark ging ist halt immer nur einer mitgefahren. Der andere blieb beim Baby.
        Klar ist eh wieder ne Umstellung von den neu gewonnenen Freiheiten zurück zum Windel wechseln, füttern und nachts aufstehen. Aber bei uns hat es sich gelohnt.
        Mittlerweile lieg ich hier mit Nummer 5 auf dem arm. Und es ist einfach nur schön. Auch wenn es manchmal sehr stressig ist.
        Lg lillifee

        Guten Morgen,
        wir sind seit acht Wochen zu fünft. Meine Großen sind 5,5 und 3. Ja, ich fand den Sprung von 2 auf 3 heftiger als von 1 auf 2. Das könnte aber auch daran liegen, dass wir eine echte Pechsträhne hatten, weil Nummer 2 zehn Tage nach der Entbindung eine Lungenentzündung hatte und Nummer 3 angesteckt hat, die dann acht Tage auf Intensiv lag. Es war alles enorm stressig und belastend und es hat bis jetzt gedauert, bis sich nach dem Schock alles einigermaßen eingespielt hat.
        Aber ich kenne auch mehrere Familien mit drei Kindern, bei denen alles glatt gelaufen ist, und jeder sagt, dass es ihnen genauso ging - von 1 auf 2 war okay, von 2 auf 3 war heftig.
        Aber ich muss sagen, das sind alles Familien, die ungefähr den gleichen Altersabstand haben wie wir. Deine Kinder sind ja schon größer und können dementsprechend mehr alleine machen oder sogar mithelfen.
        Lg

        Mit diesem alterabstand wirst du natürlich mehr Aufwand haben als früher, aber das ist ja klar. Aber es wird definitiv einfacher als mt einem kleinen. Ich fand von 2 auf 3 nicht so extrem obwohl nur 2 Jahre dazwischen liegen. Ich bin noch mitten drin und muss nicht so viel zurück stecken, als vorher wo der altersabstand vom 1 zum 2 bei 5 Jahre lag. Das war natürlich ne andere Hausnummer. Klar es war stressfreier, aber es fing halt von vorne an. So kann ich sagen, das es zur Zeit mit drei Kindern echt entspannt ist. Mal sehen wie es in zwei Jahren aussieht 😊

      • Jedes Baby stellt die Familie zunächst einmal von Grund auf auf den Kopf. Mehr Personen bedeuten auch immer mehr Aufwand als bisher.
        Die Frage ist, traut ihr euch das zu? Passt es finanziell? Wenn das hinkommt und es ein Herzenswunsch von euch beiden ist, dann los! Zweifel wirst du immer wieder haben. Es ist halt doch immer wieder eine Umstellung, egal wie viele Kinder es sind. Aber könntest du damit leben, eurem Wunsch nicht nachgegeben zu haben?

        Alles Gute

        • Danke für deine Antwort.
          Es ist ein Herzenswunsch, es passt finanziell und eigentlich trauen wir es uns auch zu. Aber immer wieder fragt man sich dann schon, ob man dann den Bedürfnissen aller 3 Kinder gerecht werden könnte? Ich glaube, wir haben aber eher auch hohe Ansprüche und deshalb mache ich mir die Entscheidung noch schwerer.

          Dir auch alles Gute.

          • Hallo!

            Ich bin erst mit dem dritten Kind erst so richtig entspannt geworden. Vielleicht, weil ich weiß, dass ich nur zwei Arme habe und eh einer mindestens warten muss :-D
            Die ersten zwei Jahre waren anstrengend, aber das war auch bei den ersten beiden so. Inzwischen sind sie 9, fast 6 und 4 und es läuft super. Sie verstehen sich alle untereinander und spielen in allen Konstellationen miteinander. Unternehmungen machen wir alle zusammen, aber auch einzeln mit den Kindern, je nachdem.
            Bei dir wäre der Abstand zum Nachzügler ja doch etwas größer, aber ich denke, es ist auch
            ein Stück weit Charaktersache, ob sich Geschwister verstehen und etwas miteinander anfangen können...

            Lg mrscoco

            Also davon muss man sich ja schon beim 2. Kind verabschieden ,allen Bedürfnissen gerecht zu werden‘. Klar kümmere ich mich um meine Kinder aber ich habe auch nur 2 Hände. Da muss ein Kind mal seine Bedürfnisse kurz oder auch mal länger zurückstecken und warten. Da muss man selbst seine Erwartungen an sich sehr herunterschrauben, sonst hat man permanent ein schlechtes Gewissen.

      Hallo,
      was heißt "extrem"? Es kommt eben noch 1 Person dazu, die auch wieder eigene Bedürfnisse hat, genau wie jedes andere Familienmitglied. Ich bin überhaupt kein Freund von dem Spruch "Das 2te/3te/4te... Kind läuft einfach so mit". Niemand läuft einfach so mit!!! Wir haben uns immer am schwächsten Mitglied dee Familie orientiert, aber immer so, dass alle anderen auch zu ihrem Recht kommen. Unsere Großen waren 6 und 8 als der Kleine kam. Natürlich sind wir dann erstmal nicht als Familie ins Kino oder zu einer Radtour - aber es gab und gibt (13, 11 & 4 sind sie jetzt) 100 andere tolle Dinge, die allen Gefallen. Wir müssen uns auch höchst selten aufteilen oder so, alle kommen gerne mit :-), sei es spazieren mit Picknick, zum Skaterplatz, an einen Bach mit angrenzendem Café, ins Schwimmbad, zum Stadtbummel, in einen Freizeitpark, auf eine Radtour, Fahrt ins Blaue uvm.
      Natürlich fängt man von vorne an - aber wir wollten das sehr gerne nochmal erleben :-).
      VG

      • Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin auch kein Freund von "läuft einfach mit". Mir ist es auch wichtig, dass die Bedürfnisse und Wünsche jedes einzelnen hier berücksichtigt werden, u.a. deshalb mache ich mir die Entscheidung auch so schwer.
        Können wir 3 Kindern noch gut gerecht werden? Ohne dass die beiden "Großen" zu viel zurückstecken müssten?
        Wir haben ein Haus, es ist finanziell machbar und der Wunsch ist bei beiden da.
        Und trotzdem beschleichen mich immer wieder diese leisen Zweifel.
        Deine Antwort klingt toll und es stimmt: Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen wird man finden, wenn man will. Dachte mit aufteilen eher an so Situationen wie wenn der Große ein Turnier hat z.B. Da würde dann wohl mein Mann mit ihm fahren und ich mit dem Baby und dem dann Mittleren zuhause bleiben oder was anderes machen. Aber das lässt sich ja alles einrichten.
        An manchen Tagen überwiegt mein Verstand, der mir sagt, dass doch so alles wieder viel einfacher ist und wir die wieder gewonnenen Freiheiten dann erstmal wieder aufgeben würden. Aber das Herz will einfach was anderes...

        Viele Grüße

    Hallo,
    was heißt "extrem"? Es kommt eben noch 1 Person dazu, die auch wieder eigene Bedürfnisse hat, genau wie jedes andere Familienmitglied. Ich bin überhaupt kein Freund von dem Spruch "Das 2te/3te/4te... Kind läuft einfach so mit". Niemand läuft einfach so mit!!! Wir haben uns immer am schwächsten Mitglied dee Familie orientiert, aber immer so, dass alle anderen auch zu ihrem Recht kommen. Unsere Großen waren 6 und 8 als der Kleine kam. Natürlich sind wir dann erstmal nicht als Familie ins Kino oder zu einer Radtour - aber es gab und gibt (13, 11 & 4 sind sie jetzt) 100 andere tolle Dinge, die allen Gefallen. Wir müssen uns auch höchst selten aufteilen oder so, alle kommen gerne mit :-), sei es spazieren mit Picknick, zum Skaterplatz, an einen Bach mit angrenzendem Café, ins Schwimmbad, zum Stadtbummel, in einen Freizeitpark, auf eine Radtour, Fahrt ins Blaue uvm.
    Natürlich fängt man von vorne an - aber wir wollten das sehr gerne nochmal erleben :-).
    VG

    Ich sehe keine Probleme. Eigentlich nur Vorteile--in den ersten Jahren kannst du das Baby überall hin mitnehmen, wo die Großen hinwollen und muss auf die Wünsche des Babys nicht eingehen.
    Dann wollen die Großen eh ihr eigenes Ding machen und dann kannst du dich voll auf die Wünsche des Kleinen konzentrieren.
    Du wirst keine 3 Schulkinder gleichzeitig haben! Alleine das raubt mir grade echt die Nerven (2. Klasse, 7. Klasse und 9. Klasse). Diese ganzen Termine, man müsste sich echt zerteilen können.
    Du wirst keine 3 Kinder zu Hobbys oder Sportgeschichten begleiten müssen..
    etc.
    Wahrscheinlich bleiben dir auch Streitereien unter den 3en erspart...hier wurde die ersten 4 Jahre der rote Teppich für den kleinen Bruder ausgerollt, aber dann war der Welpenschutz vorbei und momentan fliegen die Fetzen zwischen 2 und 3.

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