Beerdigung

    • (1) 25.06.18 - 13:18

      Hallo,

      Bei uns in der erweiterten Familie ist ein Familienvater auf ziemlich tragische Art und Weise gestorben und am Donnerstag ist die Beerdigung.
      Jetzt überlegen mein Mann, mein Schwager und ich, was jetzt eigentlich in die Trauerkarte gehört.
      Ich selbst war bisher nur zwei Beerdigungen, bei einer war ich 10 und bei der anderen war ich die Kuckuckstochter und habe keine Karte geschrieben und auch keine bekommen. Auch mein Mann und mein Schwager sind extrem unsicher.
      Wir brauchen da mal Hilfe, gehört jetzt da Geld mit rein oder nicht?
      Danke schon mal für eure Meinungen.

      • Diese Frage gab es hier schon oft und es scheint so zu sein, dass das regional sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Die einen schreiben " Nein, das ist geschmacklos." Für andere ist es üblich (kenne ich auch so), Geld z.B. für die Grabpflege in den Umschlag zu legen.

        Allerdings halte ich es innerhalb der Familie nicht für angebracht, Geld zu geben.

        Die Familie wird dankbar über eine "Spende zur Grabpflege"sein !

        Mein herzliches Beileid.

        Ob Geld in die Karte reinkommt oder nicht ist regional sehr unterschiedlich. Bei uns ist es üblich. Bekannte geben bei uns meist so 10-20€, engere Freunde und Familie 50-100€. Hab auch schon Gutscheine von Blumenläden oder der Friedhofsgärtnerrei gesehen, die man ja auch im weiteren Verlauf gut brauchen kann.

        Was an Blumen (Kränze, Gestecke, Blumen) so üblich ist, kannst du ja ggf. bei der hiesigen Gärtnerei erfragen.

      • Das ist regional sehr unterschiedlich. Bei den einen ist es fast schon eine Art Beleidigung, bei anderen gehört es dazu. Bei manchen wird um eine Spende an Verein/Hospiz/sonstiges xy gebeten. Bei anderen legen Verwandte zusammen zu einem großen Gesteck. Woanders bringt jeder ein kleines Gesteck (dafür kein Geld) und achtet darauf, dass das der Familie am Größten ist. Auch gibt es Regionen, wo jeder Verein etc. ein Gesteck macht, je Größer, desto mehr Ehre usw.

        Ich war schon auf vielen Beerdigungen in div. Regionen und Trauerfeiern und überall ist es anders.

        Im Zweifel jemanden nicht Betroffenen fragen, der dort wohnt, besser noch aufgewachsen ist.

        Hallo,
        Geld #schock?
        Ich würde herzliche Worte wählen, Bezug nehmen auf sein Leben, was er so gemacht hat und was für eine tolle Familie er hat. Trost spenden.
        Aber Geld finde ich wirklich völlig daneben - vielleicht ist das regional auch verschieden.
        VG

        • Hier wäre es eher "völlig daneben" kein Geld in die Karte zu tun. Also wirklich regional sehr unterschiedlich.

          Hallo,

          Geschmacklos findest du erstens nur, wenn es bei 3uch regional nicht gängig ist und zweitens du noch nicht in de finanziellenr Notlage einer Beerdigung warst. Und darüber hinaus die finanzielle Unsicherheit, die entstehen kann, wenn ein hauptverdiener plötzlich wegfällt.
          Weisst du, was eine Beerdigung kostet?

          Zum thema: ich würde Ei paar persönliche Worte wählen, keine Blumen, dafür Geld. Je nachdem, wie du die finanzielle Situation der Familie einschätzen kannst, würde ich den Betrag bemessen. Wenn du weisst, dass da jetzt wirklich Not am Mann ist, dann würde ich wenn es dir möglich ist sogar 50 Euro beilegen. Ansonsten 20 Euro.

          Nein, Geld heilt gar nichts. Aber es kann in so einer Lage wenigstens die äusserten Umstände erträglicher machen.

          Als mein Vater starb war ich Kind und ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich mitbekam, dass meine Mama zukunftsängste hätte. Sie wusste nicht, wie viel witwenrente und halbwaisenrente wir bekommen würden. Beschäftigt man sich ja im Normalfall mit Mitte 30 nicht mit, und ich empfand das als beängstigend. Traumatisiert com Verlust und dann auch noch finanzielle Nöte....

          Bei uns hat sich das gsd alle gegeben, aber bei vielen eben nicht.

          Und Liebe Worte etc.kann man ja trotzdem schreiben.

          Vg

          Hallo,

          hier ist es üblich Geld in die Trauerkarten zu legen. Als Unterstützung für Grabschmuck, die Beerdigung etc.

          LG

      Das mit der Region ist ja schon mehrfach geschrieben worden...

      Ich persönlich würde da kein Geld reintun, sondern wirklich einen Gutschein für einen kleine Betrag von einer Gärtnerei besorgen... Das hilft den Hinterbliebenen genauso, aber niemand muss sich auf den Schlips getreten fühlen...

      LG

      Ich kenne es so, dass man innerhalb der Familie oft eher auf Blumen/Kränze Wert legt und dann aber kein Geld mehr in die Karte kommt. Das wäre sonst doppelt gemoppelt. Falls die erweiterte Familie keine Blumen mitbringt oder besorgt, kann man sich finanziell natürlich beteiligen.

      Wir haben jetzt auch einen Grabstein bestellt, der kostet alleine ein paar Tausender, da ist beim Tod eines Hauptverdieners jede finanzielle Unterstützung der Familie von Vorteil.

      Mein herzliches Beileid!

      Bei uns wird auf jeden Fall Geld bei gelegt. Und tröstende Worte in die Karte geschrieben.
      Das eine schließt das andere ja nicht aus.
      Mir war nicht bewusst das es Regionen gibt wo Geld in einer Trauekarte als Beleidigung gesehen wird.

      • Hallo Uschi ich bin ganz anderer Meinung. Ich würde Geld in den Umschlag tun. Blumen sind vielleicht die kleinste Sorge der Familie. Meinem Bruder seine Frau ist vor 1.5jahren bei einem Unfall verstorben. Sie wurde auf einem Friedwald beerdigt dort dürfen sie zb keine Blumen ablegen. Sie haben jetzt das Geld auf die seite getan um Rechnungen für die Beerdigung zu bezahlen mit den Kindern eine Auszeit zu nehmen und mein Bruder konnte damit einfach geschäftlich etwas kürzer treten. Ich hoffe ich konnte dir helfen

    Mein Beileid.

    Bei uns ist es typisch, dass man Geld in die Karte legt. Auch in der Familie.

    Als jemand, der leider schon Empfänger von Trauerkarten sein "durfte", muss ich sagen, dass ich einen Gutschein von einer Gärtnerei o.ä. total unnütz gefunden hätte.

    So unsensibel es klingt, aber eine Beerdigung ist unheimlich teuer und Geld kann man immer gebrauchen!

    Nur weil Geld in der Karte ist, schließt das ja keinen persönlichen Text aus.
    Nur weil man Geld schenkt, heißt es nicht, dass es nicht persönlich ist.

    Als Empfänger solcher Karten ist es einem meist egal, was darin ist (ob nun Worte oder Geld).
    Ich denke nicht, dass sich irgendjemand auf den Schlips getreten fühlt, wenn der Geldbetrag "zu niedrig" ist.

    Ich bekam damals eine Karte, die mir wirklich so unheimlich nah ging (dabei war sie von jemandem, den ich 10+ Jahre nicht gesehen hatte und die Bindung nie sehr fest war), dass ich diese Person angerufen und ihr persönlich gedankt habe.

    Trotzdem wäre es ohne die vielen anderen Karten "nur" mit Geld weitaus schwieriger gewesen.

    Bei uns ( ba-wü, schwäbische alb), kommt geld rein, wenn man weiter entfernt verwandt, verschwägert oder bekannt ist. Also so weit weg, das man kein gesteck bringt. Blumen ist das privileg der nahen familie und der vereine.
    Die karten werden dann bei dem handgeschüttel nach der trauerfeier einem der nächsten angehörigen ausgehändigt. War immer mein vater bisher, der sich dann um die rechnungen und spenden gekümmert hat.
    Wenn keine beileidsbekundigungen gewünscht sind, karte in den briefkasten werfen. Grade wenn jüngere leute unverhofft sterben, sind tausend beileidsbekundungen oft zu viel für die nahen hinterbliebenen.

    Bei der grosstante meines mannes aus berlin macht man das nicht. Das gilt als ungehörig.
    Da ihr ja verwandt seid, würde ich einen geldbetrag reintun.

    Bei so grosser unsicherheit frag doch in der verwandschaft rum, wie es üblich ist.

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