Immer das gleiche Thema: blöde Geschenke der Verwandtschaft

    • (1) 04.07.18 - 12:47

      Hallo,

      die Situation ist folgende: Wir haben schon vor 2 Jahren, nach der Geburt, der Verwandtschaft gesagt, dass sie Geschenke bitte immer mit uns abstimmen sollen, damit unser Kind nicht sinnlos viel Spielzeug hat oder Dinge dann doppelt bekommt bzw. diese auch einfach nicht benötigt.
      An diese Regel halten sich auch fast alle. Auf der Seite meines Mannes sind es die Urgroßeltern, die sich nur mit Mühe und Not daran halten und bei mir ist es mein Vater, der partout nicht vorher abspricht was unser Sohn bekommt. Bei den Urgroßeltern ist es kein riesen Drama, weil es nur Kleinigkeiten sind. Bei meinem Vater regt es mich nur noch auf. Wir bekommen sinnlose Sachen, die wir für uns oder unseren Sohn nicht wollen. Das fängt bei komischen singenden Spielsachen an und geht über Spielzeug, was wir wegen der Größe der Wohnung eh nicht nutzen können und endet bei bspw. einem Dampfsterilisator, den wir schon hatten. Ich habe ihm das jedes Mal freundlich gesagt, dass es lieb von ihm ist, es aber schön wäre, wenn er es vorher mit uns abspricht aus oben genannten Gründen.

      Was kann ich eurer Meinung nach noch tun, um endlich zu erreichen, dass er aufhört uns Dinge zu schenken, die wir nicht wollen bzw. brauchen?

      P.S.: Der Kontakt zu meinem Vater ist selten und das Verhältnis auch so lala. Meine Eltern sind geschieden.

      Vielen Dank für eure Ideen!

      • Hey,

        sagt der ihm doch früh genug konkret was das Kind gebrauchen kann...
        Und wenn er nicht drauf eingeht, spielen sie halt einmal damit und falls die Kinder möchten, wird das Teil zu Geld gemacht 😉

        Kommt er zu Besuch am Geburtstag?
        Falls nicht, könnte er auch Geld auf das Konto des jeweiligen Kindes überweisen... da hat es später mehr von.

      Hi,

      wie wäre es denn mit Wohlwollen und Gelassenheit. Er schenkt was er möchte, ihr behaltet, was gut passt und funktioniert und macht den Rest zu Geld, von dem ihr Euch etwas kauft, dass Euch vorschwebt.

      Viele Grüße
      die Landmaus

          • Ich bin keine Großmutter und kann deshalb nicht sagen, wie ich das später empfinden würde. Sicherlich würde sie auch lieber einfach was schenken was sie eben gerade toll findet ohne mich zu fragen. Ich finde daran nichts kindisch. Es ist ja nun nicht so, dass sich einige Verwandten am Anfang nicht aufgeregt hätten über unseren Wunsch, Absprachen zu treffen. Das waren viele Diskussionen mit auch viel Unverständnis.

            • >>>Ich finde daran nichts kindisch.<<<

              Logisch, dass du das anders siehst... :-)

              "Sicherlich würde sie auch lieber einfach was schenken was sie eben gerade toll findet ohne mich zu fragen."

              Dann lass sie doch einfach schenken, was sie will! DU bist doch diejenige, die es ihr verbietet!

              Ich verstehe einfach nicht dieses Tamtam um die Geschenke. Warum muss jedes Geschenk mit den Eltern abgesprochen werden, und warum muss es zu großem Ärger kommen, wenn was nicht abgesprochenes verschenkt wird? Meine Güte, behalt was du möchtest, verschenk oder verkauf weiter, was du nicht möchtest und jeder ist glücklich!

              "Ich finde daran nichts kindisch."

              Doch, es ist kindisch und zwar sehr!

        (10) 04.07.18 - 14:08

        Da liegt doch der Hund begraben. Schenken ist etwas was man aus Freude tun sollte, "sie hält sich strikt daran" in Zusammenhang mit "jemandem was schenken" ist total pervers.

        Das Problem ist nicht Dein Vater sondern Du die so unfaire Regeln aufstellt!

        Ich muss ehrlich sagen wir haben ein Patenkind und ich neige da auch dazu mal was einfach ungefragt zu schenken. Ich schenke es dem Kind weil ich ihm damit eine Freude bereiten will und nicht den Eltern weil ich ihnen die Ausgaben für etwas sparen will was sie für pädagogisch richtig erachten.


        Außerdem: Kinder brauchen Diversität zum Entwickeln. Je strikter die Eltern da sind, je genauer die Vorstellung mit was ein Kind spielen darf und mit was nicht, umso mehr verhindern sie eine gesunde selbstständige Entwicklung des Kindes. Wir müssen uns ein wenig mit der Sache frühkindliche Förderung auseinandersetzen, glaub mir, je mehr du ablehnst egal was und wieso umso eher habt ihr später mal Probleme. Auch ein supernerviges singendes Spielzeug fördert die Bildung gewisser Symapsen im Hirn. Weil genau der Wunsch nur pädagogisch korrekt zu handeln meist ins Gegenteil verfällt.

        Und Dein Kind ist ein Kind, was spricht denn dagegen dass es einfach ein singendes Spielzeug hat das ihm Spaß macht? Muss denn alles irgendwelchen Vorstellungen entsprechen? Muss man im Kleinkindalter schon als Spaßbremse für Verwandte und Kind gleichermaßen fungieren, wegen eines singenden Spielzeuges???

        LG
        WuschElke

        • Ich möchte hier vllt mal sagen, dass ich selbst Sozialpädagogin bin. Und ja es ist wichtig, dass ein Spielzeug pädagogisch sinnvoll ist. Es geht auch nicht um Spielzeug, das Geräusche macht. Er hat solche Dinge ebenfalls. Mein Kind hat zudem in der Kita eine Fülle an Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten. Er muss nicht alles bei uns haben, was er dort oder bei seiner Oma hat. Meine Mutter kann für unseren Sohn alles kaufen was sie mag, auch ohne Absprache, wenn es denn bei ihr bleibt. Wir haben einfach nicht die Möglichkeit alles in unserer Wohnung zu haben, weshalb wir gezielt nach Spielzeug schauen, was vielseitig die Entwicklung unseres Kindes fördert.
          Ich weiß nicht, ob dir Montessori-Pädagogik bekannt ist. Montessori hatte besondere Anforderungen an ein Spielzeug. Die heutige Spielzeugindustrie interessiert sich dafür aber fast gar nicht. Was auch wichtig für mein Kind ist: Es darf mit Reizen nicht überflutet werden.

          Ich rede vor allem nicht davon MAL etwas ungefragt zu schenken. Er tut es zu jedem Anlass und fragt nicht mal, ob wir das vllt schon haben. Sie sollen eben einfach fragen. Das heißt wenn jemand einen Vorschlag macht und das passt einigermaßen (wir haben es noch nicht und es ist altersgerecht) geht das klar. Oft fragen die Verwandten einfach ob es etwas gibt, das er braucht.

          Ich muss sagen, dass ich mich angegriffen fühle von dir, dass du mir hier eine Schuld gibst.

          • (12) 04.07.18 - 14:48

            Äh, also wenn dann bei Deiner Mutter "das falsche" Spielzeug herumliegt ist es ok???

            Ja ich kenne die Montessori-Pädagogik, ich habe mich auch intensiver damit auseinandergesetzt. Wir haben viele Dinge daraus selber übernommen und sind damit auch sehr gut gefahren. Allerdings haben wir auch ein Extremfrühchen mit gewissem Förderbedarf, und arbeiten daher auch mit dem Frühdiagnosezentrum und Therapeuten zusammen. Sie finden vieles was wir tun gut, empfehlen aber auch viele Dinge die nicht mit Montessori in Einklang zu bringen sind. Und von den Kinderärzten da kommt eben auch die Empfehlung dass ein Spielzeug auch einfach nur Spaß machen darf und man nicht alles mit dem Kopf erfassen muss. Ich bin der Meinung dass ein "100% iges" Leben nach Montessori einfach nicht praktikabel ist und an einigen Stellen nicht in unsere Gesellschaft passt. Und das muss man dann auch akzeptieren. Daher resultieren ja auch Eure Probleme. Das geht allen so die neue Wege gehen wollen, versuch mal Zero Waste zu leben und Deiner Verwandtschaft beizubringen dass Du Bücher lieber leihst als von Amazon schön in Plastik UND Karton UND mit nem ökologischen Rucksack von nem Sack Reis bekommst.


            Ich finde es schade dass Du Dich angegriffen fühlst, versuche dich aber doch mal in die Lage Deiner Verwandten zu versetzen! Überlege mal Du hast ein Patenkind, das entgegen Deiner Überzeugung erzogen wird, und sie verbieten Dir ne Sinnesbox zu schenken. Bei jeder zweiten tollen Idee kommt "ach ne du, finden wir jetzt nich sooo prickelnd". Das frustet wie Sau! Und dass da die einen sauer auf die anderen sind und welche sich nich an Regeln halten ist einfach so wenn man so strikte Regeln einführt. Leb damit oder ändere die Regeln.

            • An einer anderen Stelle schrieb ich, dass sie eigentlich immer sehr tolle Sachen da hat. Wir halten uns auch nicht ausschließlich an Montessori. Aber es hilft ungemein im Spielzeugüberfluss der Industrie wenigstens einen Überblick zu behalten. Montessori ist ja nicht nur für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

              Ich habe jede Entscheidung der Eltern bezüglich Spielsachen und Erziehung (so lange mit den deutschen Gesetzen vereinbar) zu akzeptieren. Denn jeder darf das für sich und sein Kind entscheiden. So ist das. Ich bin auch kein Fan von geschlechterspezifischer Erziehung. Wenn aber jemand der Meinung ist der vermeindliche Junge dürfe nie eine Puppe besitzen, weil das ein Spielzeug für Mädchen sei. Dann werde ich auch keine Puppe schenken. Ganz einfach. Nennt man eben Akzeptanz.

          >>>Ich rede vor allem nicht davon MAL etwas ungefragt zu schenken. Er tut es zu jedem Anlass und fragt nicht mal, ob wir das vllt schon haben.<<<

          Wie viele Anlässe gab es denn schon in dem gerade mal zweijährigen Leben deines Kindes?

          Du kommst total überheblich und anmaßend rüber.

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