Sind wir noch eine Familie?

    • (1) 06.07.18 - 23:58

      Hallo zusammen
      Vorsicht es wird lang.

      Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit 3Jahren verheiratet. Bei uns leben seine drei Kinder(5 j. 11j. Und 15 j.) aus erster ehe und unsere gemeinsame Tochter 9 Monate.
      Während der Schwangerschaft hat mein Mann sich seinen Traum erfüllt und sein Hobby zum Beruf gemacht. Seitdem ist es alles doof. Er überlässt mir die alleinige Verantwortung für alles (ja auch für seine Kinder. Ich organisiere dort alles alleine). Er interessiert sich nur noch für die Arbeit (wodurch er 6 Tage die Woche kaum Zuhause ist) und wenn er Zuhause ist, dann braucht er seine Ruhe,da er so kaputt vom Job ist. Er vergisst sogar die Abschlussfeier seiner jüngsten im Kindergarten uvm. Jetzt habe ich ihn heute daraufhin angesprochen und gesagt, dass ich nicht mehr kann und seine Unterstützung ganz dringend benötige. Habe ihm auch gesagt, das ich in letzter Zeit viel über eine Trennung nachgedacht habe und wenn es sich nicht bessert ich die Scheidung möchte da ich bald auch wieder anfange zu arbeiten und nicht alles alleine schaffen kann. Die einzige Reaktion von ihm : " mir ist auch schon aufgefallen, dass ich vergesslicher geworden bin. Ich versuche es zu ändern"
      Das war das einzige was ich als Antwort bekommen habe. Sehe ich das jetzt zu eng? Das die Antwort eigentlich ok ist, nur ich erwarte zu viel? Oder ist es wirklich eine ziemlich "blöde" Antwort auf mein Anliegen ihm gegenüber?

      Lg Jenni

      • Was er sagt, ist nicht wichtig. Was zählt, sind die Taten. Also warte erst nal ab und sieh, ob sich etwas verändert.

        Wenn er jetzt selbständig ist, muss er natürlich mehr Zeit reinstecken, das finde ich normal. Was allerdings nicht normal ist, ist dass du seine 3! Kinder alleine versorgen sollst. Neben eurem gemeinsamen.....

        (3) 07.07.18 - 06:59

        Hä, ihr seid seit 7 Jahren zusammen und sein Kind aus erster Ehe ist 5.

        Wie läuft die Ehe denn sonst? Auf Paarebene?

        Ist er Witwer oder kümmert sich die Mutter gar nicht. Erstmal finde ich es toll dass du dich um die Kids kümmerst. Die Armen wenn er sogar Feiern die wichtig sind vergisst.

        Also ich finde du solltest dringend mit ihm ein richtiges Gespräch führen. Und ich würde natürlich mehr als einen Satz als Antwort erwarten. Vor allem wenn das Wort Scheidung schon gefallen ist. Sag du kannst nicht mehr, die 3 Großen sind seine Kinder und er muss sich eine Lösung mit dir einfallen lassen. Du unterstützt ihn gerne aber er muss sich hier mehr einbringen.

        Wie ist dein Gefühl bei den Kindern? Leiden die schon sehr darunter?

        • (4) 07.07.18 - 07:27

          Ähm ja sorry. Die kleine ist 6 Jahre alt (wird bald 7) und damals wo wir zusammen gekommen sind war seine Ex im 5. Monat Schwanger. Eigentlich haben die Kinder bei ihr gewohnt, bis sie sich in einer Nacht und Nebelaktion abgesetzt hat als unser Kinderwochenende war.
          Zur Mutter besteht mittlerweile wieder Kontakt und die Kinder (bis auf die älteste, sie hat den Kontakt zur Mutter ganz abgebrochen) gehen alle 2 Wochen zu ihr. Wenn ich was von ihr brauche oder sie was organisieren muss klappt das zum Glück super.
          Die Kinder selbersind auch oft traurig, die große hat ihm auch schon gesagt er ist nie zuhause. Manchmal interessiert es ihn und manchmal müssen wir einfach dadurch.

          Unsere eigene Beziehung als Paar läuft teilweise gefühlt eher freundschaftlich, dann wieder ehegerecht. Es ist ein auf und ab. Aber alles seit der Selbstsändigkeit. Zumal er könnte es sich alles selber ganz anderd einteilen.....

      Wie kann er ein -jähriges Kind aus erster Ehe haben, wenn ihr seit 7 Jahren zusammen seid?

    (7) 07.07.18 - 07:35

    Ja, „selbst und ständig“.
    Was ich in der Vergangenheit gelernt habe. Stell konkrete Forderungen: was soll er machen. Du siehst ja was bei ihm nach „langer“ Predigt ankam.

    Ich seh aber eure Ehe nicht als gefärdet - jetzt so rein aus dem Text.

    (8) 07.07.18 - 07:47

    Sorry, aber was erwartest du von einem Mann, der seine langjährige Partnerin und Mutter seiner Kindern im 5. schwangershcfatsmonat für eine andere verlässt.

    Ich weiß, das hört sich jetzt gemein an, aber da würde ich echt die Erwartungen nicht so hoch hängen.

    Was ich aber auch nicht Maschenware, wäre die Erziehung seiner Kinder zu übernehmen. Das ist seine Aufgabe und er muss sich um Schule, Aktivitäten etc. Selber kümmern. Natürlich hilft man aus, aber die kidner haben Mutter und Vater und die beiden müssen eine Regelung finden.

    • (9) 07.07.18 - 07:53

      Die beiden haben sich getrennt bevor beide wussten das sie Schwanger ist. Er hat sich nicht für mich getrennt.

      • (10) 07.07.18 - 13:38

        Okay. Wilde Geschichte. Finde ich aber ähnlich schräg, wenn zwischen Zeugung des dritten Kindes und neuer Partnerin 5 Monate liegen.

(11) 07.07.18 - 08:59

Die Antwort klingt für mich eher so, als hätte er überhaupt nicht verstanden, um was es geht. Sprich nochmal mit ihm und mach mit ihm Zeiten aus, an denen er zuverlässig früher heimkommt. Bspw. Dienstag, Donnerstag, Samstag oder andere Tage, die besser passen. Und sag ihm auch, er muss sich mehr um seine Kinder kümmern, sag ihm konkret, wie er sich da mehr einbringen soll.

Es geht nicht darum, dass er versuchen soll, etwas zu ändern. Er muss etwas ändern. Mach ihm das nochmal klar.

(13) 07.07.18 - 09:30

Hallo,

Wenn ich eines lernen musste, dann das es bei den meisten Männern nur mit klaren Ansagen und Aufforderungen funktioniert.

Sag ihm, was du von ihm möchtest und dann warte ab, ob er dem nachkommt.

Wenn nicht, würde ich ihn nochmal sagen, dass es für dich so nicht weitergeht und ihn fragen, was er denkt, wie es weitergehen soll.

LG Nadine

(14) 07.07.18 - 11:02

Ich würde ihn fragen, was er glaubt, wie seine Selbständigkeit laufen wird, wenn du dich trennst und mit eutem gemeinsamen Kind ausziehst. Dann ist er alleinerziehender Vater von drei Kindern. Dann kann er sich auch nicht so einfach drücken.

Er hat also die Wahl, seine Selbständigkeit so zu organisieren, dass er Zeit für seine Familie einplant oder seine Selbständigkeit im Trennungsfall nicht mehr ausüben zu können oder seine Selbständigkeit im Trennungsfall weiter durchzuziehen und seine Kinder ins Heim zu geben.

Da soll er mal drüber nachdenken.

LG

(15) 07.07.18 - 12:44

Warte ab, ob er sich ändert (ich vermute nicht) und sonst trennt Ihr Euch.
Immerhin hast Du dann nur Deine Kleine Tochter zu versorgen, um seine Kinder hat er sich selbst zu kümmern.
Tut ihm sicher mal gut!

  • (16) 07.07.18 - 16:07

    aha, ihm tut es gut und was ist mit den Kindern??? ?

    OK, sind ja nicht ihre, somit ist es ja wuscht, das sie jahrelang die erste Bezugsperson war, oder?

    Mensch, die Probleme die sie in ihrer Ehe hat, haben viele Mamas auch ohne angenommene Kinder. Die lassen sichauch nicht einfach scheiden, nur weil der Mann beruflich recht wenig Zeit hat.

    lg
    lisa

(17) 07.07.18 - 14:17

Also in meine Beziehung hab ich auch lernen müssen, dass es nicht gut und richtig ist, wenn ich Erwartungen habe, die nicht erfüllt werden und ich ärger und ärger mich tagtäglich, bis ich irgendwann platze und im Kopf schon so weit bin, dass ich die ganze Beziehung infrage stelle (jetzt mal auf deine Situation projiziert). Kleine Kommentare und genervte Blicke versteht Mann ja oft nicht, gerade wenn er selbst viel um die Ohren hat.
Du wirst ihn auch nicht ändern können von heute auf morgen. Du weißt ja, wie er vor der Selbstständigkeit war. Versuch dir mal zu überlegen, was er leisten KANN. Was denkst du ganz realistisch gesehen, wieviel er dich unterstützen kann? Und ist das genug für dich?
Dass es dir schlecht geht, hast du ihm ja schon gesagt. Sag es ihm ruhig im normalen Gespräch weiterhin, wenn du überfordert bist, sonst denkt er noch weil er einmal den Abwasch gemacht hat ist alles wieder gut.
Sag ihm, was er tun kann. Und wenn du denkst, das reicht dir trotzdem nicht, hol die anderweitig Unterstützung. Eine Haushaltshilfe/Kindermädchen zB wenn ihr euch das leisten könnt.

Dass du dich um seine Kinder kümmerst... tja also ich denke seit ihr zusammen seid, sind die eben auch Teil deiner Familie bzw ihr eben eine große Patchworkfamilie, wo es doch eigentlich schon ist, wenn alle füreinander da sein. Es kann aber eben auch nicht in totaler Selbstaufopferung deinerseits enden, das tut langfristig niemandem gut.

Gerade die ersten Jahre einer Selbständigkeit sind hart und sehr zeitintensiv. Habt ihr vorher darüber gesprochen?

Schau was er fix tun kann und setzt dich mit ihm zusammen. Plant gemeinsam zum Beispiel fixe Tage ein wo Familie dran ist (soweit möglich, da muss er dir aber genau sagen was beruflich grade an Zeit wofür draufgeht damit ihr einen Kompromiss finden könnt).

Ich war selbständig auch Mal selbständig. Das ist kein Zuckerschlecken und es dauert bis alles auf festen Beinen steht. Da müssen leider auch mal Kompromisse gemacht werden die sonst nicht sind.

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