Schwiegerbrocken

    • (1) 08.07.18 - 08:45

      Sei über sechs Jahren bin ich mit meiner Frau zusammen, verheiratet, meine Frau hat einen Sohn mit in die Ehe gebracht, nun bekamen wir Anfang der Woche unser erstes gemeinsames Kind. Meine Frau fährt seit hochschwanger und nach der Schwangerschaft kein Auto, fühlt sich von allem überfordert, ist aber der Meinung sie müsse sich jetzt um alles kümmern (1 Tag nach der Geburt hat sie aus dem nichts die Küche aufgeräumt, was normal IMMER ich tue - und das ist nur ein Beispiel). Da ist es nun also praktisch, und wurde von meiner Frau so angeleiert, dass die Schwiegermutter von 600 km entfernt kommt und hier 1-2 Wochen bleibt, sich ein eigenes Zimmer mietet und ab und zu mit dem Auto mal auftaucht wenn es was zu tun gibt oder mit dem Auto einkaufen fahren hilft. Eine Unterstützung im Hintergrund hieß es. Die Realität sieht jetzt ganz anders aus. Leider hatte ich mir den Fuß gebrochen, war zur OP - ein Tag später komm ich aus dem KKh heim - werd erstmal von meiner Frau angemacht (wie soooooooooooo oft seit den späten Schwangerschaftswochen). Ich wollte ihr eigentlich nur erzählen wie chaotisch die Umstände im Krankenhaus sind - da ging das Gemecker schon los, ich solle die Klappe halten. Mach ich sag ich ihr, Zeig ihr meine Liste mit Dingen um die ich mich jetzt kümmern will um sie mit ihr zu besprechen (putzen, waschen, wickeln, Formalitäten im Amt, kochen...) Streit gabs trotzdem. Und da hat es geklingelt. Die Schwiegermutter muss hier auftauchen. Ein Punkt auf meiner Liste war: Ruhe für meine Frau schaffen, Schwiegermutter ruhig stellen, nachdem sie sich darüber ausgeheult hat, dass die Schwiegermutter, als ich nicht da war hier gekocht und geputzt hat und ständig meine Frau nach allem möglichen gefragt hat. Ich sag zu meiner Frau dass ich mit der Schwiegermutter in die Küche gehe und zusammen was koche - und sie solle Ruhe im Wohnzimmer haben, sie muss eh jede Stunde stillen.
      In der Küche erzähl ich der Schwiegermutter vom Krankenhaus - ich fand es eher lustig dort - aber sie glotzt nur aggressiv - so wie ich sie eigentlich immer kenne. Auf einmal schreit aus dem Wohnzimmer meine Frau, dass das alles zum Kotzen sei was ich erzähle, nicht lustig, ich laufe ins Wohnzimmer - klatscht sie wie irre in die Hände und schreit wie eine irre, wie toll ich wohl sei. Ich versuche sie zu beruhigen und geh wieder in die Küche. Kommt die Schwiegermutter an, und es geht: „sag mal merkst du eigentlich wie du dich verhältst..?“ ich war in der Küche und hab IHR was erzählt. Seit sie hier ist bin das erste mal mit meiner Frau zusammen und im Streit, aber die Schwiegermutter fängt an: ja ich würde die Gefühle meiner Frau nicht respektieren, ich würde mich um nichts kümmern (sie hat mich EINEN Abend gesehen seit sie hier ist). Ich müsse mit meiner Frau reden, was ich tun soll. Ich zeig ihr die Liste mit den Tätigkeiten die ich machen werde (die hatte ich mir rausgeschrieben, nachdem von meiner Frau kam: ich würde mich nur um das kümmern was gemacht werden muss, sie aber nicht verwöhnen). Meine Frau fand die Hälfte der Liste s.o. scheisse, hat mich dazu nur angemotzt (die Website von der die Sachen kamen hat SIE mir geschickt). Das sag ich der Schwiegermutter - kommt von ihr: ich darf halt nicht über die Sachen die ich mache mit meiner Frau reden. Langsam komme ich mir echt verarscht vor, von dieser klugscheisserischen aggressiven Art meiner Schwiegermutter. So geht das immer weiter, lauter besserwisserische Vorwürfe und was ich zu tun hätte und ich würde nie darauf achten was meine Frau will, sie, die Schwiegermutter hätte aber auch ihre Fehler - zb würde sie immer alle zu sehr verteidigen (langsam muss ich lachen). Verteidigt wurde ich noch nie von dem kotzbrocken. Sie mischt sich wenn sie bei uns ist in unsere Beziehung ein und immer ist meine Frau die gute und ich der böse
      Später wird gekocht - das heißt ich koche, kümmere mich um Kaffee, tu alles, meine Schwiegermutter sitzt hier nur rum, labert meine Frau voll oder meint sie muss an unserem Tisch ihren eigenen Kram erledigen. Ich hab keinen Bock auf die, verzieh mich ins Nebenzimmer, auch wenn ich gern mal meinen Sohn sehen würde. Auch um meiner Frau zu zeigen, dass ich traurig bin, dass ich mir hier immer nur aggressive Vorwürfe anhören muss, egal was ich tue, während die Schiegermutter scheinbar alles darf und richtig macht. Gottseidank haut der alte Kotzbrocken irgendwann ab, ich geh zu meiner Frau, sag ihr, dass ich es nicht so doll finde, dass die Schwiegermutter jetzt scheinbar hier Stundenlang in der Wohnung hausen muss, und ich nur von ihr angegriffen werde. Es war ausgemacht, dass sie sich im Hintergrund hält, mal ne Stunde vorbei kommt, aber nicht jeden Tag bis abends um halb zehn hier ist. Daraufhin geht das Geschrei mit meiner Frau los, jetzt aber erst richtig. Am Schluss schlägt mich meine Frau, wirft mir wieder Sachen vor so nach der Art: du bist selber schuld, dass dich keiner liebt. Und ich bin mehrere Male kurz davor wieder etwas klein zu schlagen, wieder meinen Zeh zu zertrümmern, kann mich aber zusammenreißen, meine Gefühle unterdrücken, bis es zu viel wird: ich rufe dass ich jetzt raus hier muss, renne zur Haustür, raus und schlage sie zu. Eine Stunde draußen. Dann komm ich zurück, meine Frau heult, aus dem Bösen Drachen ist wieder das ganz ganz kleine Mädchen geworden, ich muss auch bisserl weinen, dass ich eigentlich nur mal gedrückt werden wolllte, das vielleicht nicht gut vermittelt hab. Wir vertragen uns wieder, es wird ausgeglichener, gefühlvoller. Dann, eine halbe Stunde später klingelt es, und die Schwiegermutter kommt wieder...
      Ich weiß ehrlich nicht, wie ich so naiv sein konnte, mich darauf einzulassen, dass dieser alte Kotzbrocken hier zu uns kommt. Meine Frau und ich streiten uns sehr viel seit den späten Schwangerschaftswochen, und wenn wir uns streiten steht die Schwiegermutter immer völlig auf der Seite meiner Frau und versucht mich nieder zu machen (was dann „helfen“ und „gute Ratschläge“ genannt wird). Sie war schon bei unserer Reise nach Amerika dabei, auch da wurde sie von meiner Frau mitgezerrt, und auch da hat sie wieder zu beigetragen, dass die Streiterei schlimmer wurde.
      Ich frage mich ernsthaft, ob ich einfach mal direkt meiner Frau sagen soll, dass ich die Schwiegermutter nicht mag und in diesem Leben auch nicht mehr mögen werde, und Sie bitten nach Möglichkeit nicht ihr zu sagen sie könne kommen (denn das entscheidet ja meine Frau..). Einfach mal ansprechen, dass ich möchte, dass wir gemeinsam nach absprechen entscheiden, wann die Schwiegermutter an dem jeweiligen Tag kommt?
      Zuletzt noch der Fairness halber: ins Krankenhaus hat die Schwiegermutter mir Tabletten gebracht, die ich nicht mit hatte.

      (4) 08.07.18 - 08:57

      Deine Frau finde ich weitaus schlimmer als deine Schwiegermutter - und die hast du geheiratet.
      In so asozialen Verhältnissen ohne jeglichen Respekt könnte ich keinen Tag leben.

    • Du schreibst "wieder etwas zerschlagen" und "deinen Zeh wieder zertrümmern"
      ? Wieder?

      Oh man, muss dir langsweilig sein!

      Anstatt hier so einen Müll zu verfassen solltest du deiner Frau (falls die Geschichte stimmt und es nicht eine "Ferienaktivität" ist) deinen Sohn mal abnehmen, wer mit gebrochenen Fuß in der Küche rumlaufen kann kann auch mal mit dem Kiwa rausgehen damit deine Frau mal duschen kann oder so.

    • (7) 08.07.18 - 09:26

      Die armen Kinder.

      Vielleicht wäre es einfacher gewesen,
      sich eine Haushaltshilfe ( fragen ob in
      dem Fall die Krankenkasse die Kosten übernimmt) zu holen. Vielleicht wäre es dann für euch einfacher. Der Haushalt ist gemacht.
      Lebensmittel, die schwer sind, kann
      man online bestellen.

      Also erstmal finde ich solche Kommentare wie „die armen Kinder“ unverschämt und unangemessen.
      Der TE hat hier um Hilfe gebeten. Die Hilfe muss man ihm nicht geben, aber solche Kommentare kann man sich auch schenken.

      Lieber TE, glückwunsch zur Geburt. Du hast da ein ganz schönes Chaos zu Hause, über das ich nicht urteilen möchte, weil Du gerade emotional überfordert scheinst.
      Aber eine Sache: schlagen geht gar nicht. Wenn Deine Frau das tut, dann übertritt sie ganz klar eine Grenze. alle Belastung und alles Hormonchaos in Ehren, aber das ist ein no-go und das musst Du ganz klar kommunizieren.

      Zum Rest: es ist wichtig, dass ihr im ersten Schritt diesem Chaos entkommt. Grundsatzdiskusdionen helfen hier m.E. wenig. Erstmal muss Ruhe reinkommen. Wie lange ist die Schwiegermutter noch da? Gibt es einen festen Abreisetermin, weil sie z.b. ein Zugticket hat oder wieder abreisen muss? Falls ja, sitz es erstmal aus, auch wenns schwer ist.
      Sonst helfen klare Abmachungen. Bitte die SM zu einem Gespräch und sprich ab wer was macht, so dass ihr gut funktioniert und Euch nicht in die Quere kommt. Bitte sie immer wieder um einen höflichen, respektlosen Umgang und versuch Dich erwachsen zu verhalten, auch wenn sie es nicht tut. Lass Dich nicht in eine Rechtfertigungsposition drängen, sondern steuere Deine Rolle aktiv.
      Kannst Du evtl mit dem großen Kind Dinge unternehmen? Das entlastet Deine Frau und Du bist aus der Schusslinie.
      Du bist leider im Moment in der schwächeren Position, das wirst Du kurzfristig auch nicht ändern kônnen.
      Langfristig solltet ihr mal über Euren Umgang, Erwartungshaltung und Aufgabenteilung sprechen, aber nicht mit der Schwiegermutter. Das hat auch noch ein paar Tage Zeit und wäre m.E. jetzt kontraproduktiv.
      Dir alles Gute.

      • Der einzige Kommentar der was gebracht hat. Ich hab mich angestrengt, was für die Famlie getan, versucht Ansprachen die als Angriff verstanden werden könnten zu vermeiden, Streit ist abgeklungen und wir sind alle wieder gefühlvoller zueinander

    Es gibt eben auch die Männer, die sich von Ihrer Frau heraum kommandieren lassen.
    Ich würde hier mal ordentlich auf den Tisch hauen und fragen, was das soll.
    Es ist respektlos, wie Deine Frau mit Dir umgeht, das würde ich mir von meinem Mann nicht bieten lassen. Es ist nicht die Schwiegermutter, es ist Deine Frau!

Top Diskussionen anzeigen