Taufen lassen ja oder nein?

    • (1) 09.07.18 - 22:33

      Hallöchen,
      Mich beschäftigt seit einiger Zeit das Thema ,,Taufe".
      Ich selbst bin katholisch aber nicht gläubig, meine ganze Familie ist evangelisch und katholisch, mein Freund und seine Familie sind alle nicht getauft und nicht gläubig (ist wohl im Osten häufiger der fall).
      Ich konnte mit diesem Thema nie so viel anfangen, hatte katholischen Unterricht und die Kommunion aber es hat mich nie wirklich interessiert, gehe bis heute nur an bestimmten Anlässen in die Kirche... Als ich zu meinem Freund gezogen bin und wir nun einige Zeit zusammen wohnen ist mir aufgefallen wie schade ich das finde, das es hier erst ab der 5 Klasse einmal die Woche ein Fach gibt wo etwas über Religionen gesprochen wird (er hat eine Tochter), hier werden natürlich trotzdem alle Feste gefeiert, aber nicht aus den Gründen wieso man sie feiert, sondern einfach so. Damit kann ich irgendwie schlecht umgehen. Ich wollte immer das mein eigenes Kind irgendwann selbst entscheidet ob es getauft werden möchte oder eben nicht, seitdem ich aber Mama bin habe ich doch das Gefühl das es schöner wäre wenn mein Kind getauft ist, ich mit ihm ab und an in die Kirche gehe, er einen Paten hat, er einfach etwas damit aufwächst und spöter selbst entscheidet ob er in der Kirche bleiben möchte, ob ihm das katholische zu ,,streng" ist und er lieber zu dem evangelischen Gottesdienst möchte oder oder.
      Mein Freund ist davon überhaupt nicht überzeugt, würde aber zustimmen wenn ich es will.
      Vielleicht ist ja jemand von euch in einer ähnlichen Situation und könnte mir einen Tipp geben was ich tun soll.

      Dankeee

      • Wir lassen Taufen.
        Ich finds einfach schön und es gibt mir ein gutes Gefühl.

        Wenn sie 18 ist und kein Bock drauf hat kann sie ja austreten! ;)

        • So sehe ich es eigentlich auch

          • So ist es auch einfach einfacher.
            Austreten=Standesamt +35. Schwupps,draus.

            Später mal, sagen wir mt Mitte 20, eintreten (egal aus welchem grund) bedeutet mit mitte 20 taufen lassen usw.
            Wer will so einen Umstand denn machen?

            Ich geh auch nie in die kirche.
            Aber taufen finde ich schön und wichtig.
            Und finde paten schön!
            Klar, man kann auvh so paten erkennen..aber das ist dann ja auch irgendwie unsinnig.

      Wir lassen nicht taufen. Mein Mann ist katholisch, aber ausgetreten. Ich bin evangelisch, hab damit aber nix am Hut. Ich gehe auch nie in die Kirche, kirchlich geheiratet haben wir auch nicht, kam uns in der Konstellation heuchlerisch vor.
      Da bei uns (und in beiden Familien) Religion absolut keine Rolle spielt, sehe ich die Taufe nicht ein. Dann soll er wirklich später selbst entscheiden.

        • Weihnachten und Ostern sind traditionelle Familienfeste. Und so wahnsinnig christlich sind der Baum und die Eier ja auch nicht. Dass Christen heidnische Feste übernommen und umgedeutet haben, ist nichts Neues. Da dürfen das die Heiden mit christlichen Festen auch;-)

      (9) 10.07.18 - 11:29

      Der Text hätte eins zu eins von mir sein können nur das ich gar nicht getauft bin.
      Und mit dem Zusatz,dass meine Tochter natürlich den Religionsunterricht mitmachen darf und wenn sie selber Interesse hat,sie sich natürlich auch taufen lassen darf. Da unterstüze ich natürlich, aber wie gesagt,das darf sie selber entscheiden ☺

Hey,
Ja das Thema ist schwierig. Wir sind auch nicht sooo gläubig aufgewachsen, wollten den Kleinen aber schön taufen lassen. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt zu warten bis er es selbst entscheiden kann. Dann waren wir beim Taufgespräch und der Pfarrer hat es uns sehr schön erklärt worum es im eigentlichen Sinne geht und damit war es dann ganz klar. Er meinte die Paten sind dafür da das Kind auf seinem Lebensweg zu begleiten und ihm dabei zu helfen ein "guter" Erwachsener zu werden der sich seine eigene Meinung bilden kann und nicht ohne nachzudenken dem schlechten folgt. Und heutzutage geht es auch in der katholischen Kirche viel mehr um die Werte die vermittelt werden und schon lang nicht mehr um das was schwarz auf weiß in der Bibel steht. Damit konnte ich schon immer gut mitgehn.
Aber hier im katholischen Bayern ist das wahrscheinlich auch alles etwas anders ;-)
Alles Liebe

  • Ich komme aus Baden Württemberg und da ist auch fast jeder getauft, vllt wäre so ein Gespräch wirklich hilfreich. Mein Freund müsste ja auch noch überzeugt werden. Konntet ihr das unverbindlich ausmachen das Gespräch?

    • Frag doch einfach mal bei eurer Gemeinde an. In der Regel sind die da ja sehr offen. Natürlich sollte man dann wenn man taufen lässt auch voll dahinter stehen. Kannst ja sagen, dass du/Ihr euch gerade nicht sicher seid und deshalb Unterstützung bei der Entscheidung braucht und deshalb gerne zum Gespräch kommen würdet.

Ich bin Atheist aber katholisch getauft. Austreten geht aus beruflichen Gründen nicht.
Meinem Sohn werde ich daher nicht taufen, ich möchte ihm nicht einfach irgendeinen Glauben aufzwingen. Wenn er dass irgendwann von sich aus möchte, kann man es immer noch abholen.

Wir sind auch aus Baden-Württemberg 😊wir sind beide getauft und alle Leute die wir kennen sind ebenfalls getauft 😊

Mein Mann ist katholisch, ich evangelisch. Wir haben in einer katholischen Kirche geheiratet. Der Kompromiss war schon immer, dass unser Kind dann evangelisch getauft wird 😊
Am 11. November wird unsere Kleine getauft.

Wir sind auch keine Kirchengänger, aber Taufen, Konfirmationen / Kommunion, Firmungen, Hochzeiten etc sind in beiden Familien eine Tradition, die wir gerne fortführen möchten. Und hin und wieder schicken wir auch mal ein Gebet in den Himmel 😄

Liebe Grüße
Modernwife mit Stella (7 Wochen alt)💗

Ich finde das Thema auch sehr spannend und lese deshalb mit 😉.
Ich selbst bin nicht getauft...meine Eltern sind unterschiedlicher Konfession und wollten weder mir noch meinem Bruder etwas aufzwängen. Manchmal bereue ich es, dass ich mich dann nicht durchringen konnte.
Mein Mann ist katholisch und auch wenn er als Arzt sehr wissenschaftlich denkt, sieht er im Glauben eine große Gemeinschaft und das ist ihm wichtig. Daher werden unsere Kinder höchst wahrscheinlich auch katholisch getauft werden.

"habe ich doch das Gefühl das es schöner wäre wenn mein Kind getauft ist, ich mit ihm ab und an in die Kirche gehe, er einen Paten hat, er einfach etwas damit aufwächst und spöter selbst entscheidet ob er in der Kirche bleiben möchte"

Du kannst auch ein ungetauftes Kind so groß werden lassen...außer dass es keine "offiziell" eingetragenen Paten irgendwo hat, kannst du mit einem ungetauften Kind problemlos in die Kirche gehen. Man kann an allen kirchlichen Aktivitäten und Gruppen teilnehmen ohne jemals ein Taufbecken aus der Nähe gesehen zu haben. Auch am Religionsunterricht kann es teilnehmen.

Und mit diesem Wissen kann dein Kind die Entscheidung irgendwann selbst treffen und sie wird nicht getroffen "weil es einfach schöner ist".

Unsere Kinder werden nicht getauft, diese Entscheidung überlassen wir ihnen.
Bei allen Eltern, die nicht selbst gläubig sind/regelmäßige Kirchgänger o.ä. empfinde ich das Taufen lassen der Kinder meist als heuchlerisch. Es scheint mehr um die schöne Feier und das hübsche Kleidchen zu gehen, als um alles andere.

VG Isa

Huhu,

wir lassen unseren Sohn auch nicht taufen. Mein Partner wurde nicht getauft, ich wurde getauft und auch Konfirmiert bin allerdings aus der Kirche ausgetreten, weil ich einfach nicht daran glaube. Es würde sich für uns falsch anfühlen den Kleinen taufen zu lassen. Trotzdem wird er mal in der Schule am Religionsunterricht teilnehmen und wenn er dann sagt, dass er getauft werden möchte, sind wir die letzten, die nein sagen würden.
Im August bekommt er ein "Willkommensfest", weil wir nicht wollen, dass er auf ein Fest verzichten muss, nur weil wir nicht wollen das er getauft wird.

Liebe Grüße

Wir lassen unsren Sohn auch nicht taufen.
Ich evangelisch, mit Kirche null am Hut und mein Partner, nicht getauft, wollen, dass unser Kleiner selbst entscheiden kann, ob er sich taufen lässt und für welche Religion.

Wir lassen auch nicht taufen. Wir sind beide aus der Kirche ausgetreten. Zum einen da wir nicht dran glauben, zum anderen finden wir es unverschämt, das Kinder inkl ihre Eltern in einem katholischen Kindergarten nur angenommen werden wenn sie der Religion angehören, wir Kirchensteuer und dann noch saftig für den Kindergarten bezahlen müssen.

  • Meine ungetauften Kinder waren in einem katholischen Kindergarten.

    (22) 10.07.18 - 11:24

    Meine katholisch getaufte Tochter war in einem evangelischen Kindergarten, ebenso wie der (natürlich ungetaufte) Sohn meiner muslimischen Freundin :-)... und das vor 35 Jahren.

    Huhu.
    Mal off topic gefragt : ihr seit beide ausgetreten. Also weder rk noch ev. Ist es da überhaupt möglich taufen "zu lassen"? Ich meine, dass man zb eh nicht katholisch taufen könnte, wenn man keiner Kirche angehört. Weißt du was ich meine? Bei der Taufe bestätigt man ja als Eltern, dass das Kind im jeweiligen Glauben heranwächst und "erzogen" wird. Extra in ".
    Die Katholiken sind ja in Einigem "Extremer" als die Protestanten. Bsp: Paten. Wer nicht katholisch ist, ist "Taufzeuge" bei den Katholiken und nicht "Pate". Und 1 Pate sollte katholisch sein, sonst wird's schon schwierig (jedenfalls hier bei uns). Mein ev Mann musste noch einen "Ledigeneid" unterschreiben vor der kirchlichen Trauung. Manchmal sind die Katholiken unverschämt.. es hat mich echt geärgert. Nur weil er evangelisch ist?
    Allgemein bin ich der persönlichen Meinung, dass die Kirche einfach froh sein soll, dass noch getauft wird. Negative Schlagzeilen gibt's genug.

    Zum Thema: ich bin rk und mein Mann ev. Wir haben rk geheiratet und beide Kinder rk taufen lassen. Sie können gerne austreten wenn sie erwachsen sind. Besser als sich erwachsen taufen lassen müssen, um Traummann oder Traumfrau kirchlich heiraten zu können.
    Wir sind keine militanten Kirchengänger. Eigentlich nur Heiligabend ;). Meine Große (6) kann sich aber segnen und das Jesu Kindchen Klein beten. Völlig freiwillig ;).
    Städtische Kita und kath. GS.
    Der Kleine kommt diesmal in den kath. Kindergarten. Zufall. Dort gefällt uns das Konzept und nur 2 Gruppen klein besser.

    • Wir sind erst nach der Geburt ausgetreten,aber es stand vorher schon fest das es keine Taufe geben wird. Wenn er später gerne einer Religion angehören möchte, werden wir ihn nicht abhalten.
      Es ist im Endeffekt egal aus welcher Perspektive du es siehst.
      Hier im ländlichen ist es was Kindergarten etc betrifft schon extrem. Deswegen haben wir gesagt... machen wir nicht, weil wir uns bzw unserem Kind keinen Glauben " aufzwingen" lassen ,nur das er in den Kindergarten darf ( wenn er kirchlich unterstützt wird)

Wenns tatsächlich so gewesen wäre dass Dein Kind nur wegen fehlender Religionszugehörigkeit vom Kindergarten abgelehnt worden ist: Den Gerichtprozess hättest Du gewonnen!

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