KV meldet sich urplötzlich nach 7 Jahren

    • (1) 11.07.18 - 13:18

      Hallo ihr Lieben,
      ich suche einfach mal hier einen Rat bzw. „Mitleidende“. Der Erzeuger meines Sohnes (9 Jahre) hat sich jetzt 7 Jahre nicht bei ihm blicken lassen. Ich habe 2015 geheiratet und mein Sohn sieht ihn auch mittlerweile als Papa an.

      Da mein Sohn bei der Eheanmeldung dort saß und sagte „ich möchte auch so heissen, wie ihr“, kam dann die Idee, das Kind einbennen zu lassen. Das Problem: Ich habe zwar die alleinige Sorge, aber das Kind trägt den Nachnamen des KVs (ja... früher war man jung und ...). Der KV schmettert also jedesmal (es läuft mittlerweile alles über Rechtsanwälte) die Einwilligung hierzu ab.

      Jetzt die Krönung:
      Seit zwei Jahren sitze ich an der Einbennenung ohne Erfolg. Jetzt geht der KV zum Rechtsanwalt und sagt „ich will mein Kind sehen!“ und schnips, liegt in meiner Post eine Ladung vom Gericht bzgl. Umgang.

      Und als wenn das nicht alles schon schlimm genug ist, war ich vor ein paar Wochen noch glücklich und schwanger und habe auch nun mein Kind per OP verlieren müssen. :(

      Ich weiß momentan einfach nicht weiter. Es ist sehr schade, dass die staatliche Waage auf der einen Seite schwerer als die andere ist. Ist sowas alles noch heutzutage gerechtfertigt?!

      Also... ich lasse an euch mal liebe Grüße da.

      • Ich verstehe das nicht alles. Warum darf der Vater seinen Sohn nicht sehen? Er möchte ja auch, dass das Kind weiter seinen Namen trägt, vielleicht vermisst er ihn?

        Dass das alles etwas viel für Dich ist im Moment kann ich verstehen. Aber selbst ohne den Nachnamen des Vaters hätten sowohl dieser als auch das Kind ein Recht darauf, sich regelmäßig zu sehen. Das macht der Staat schon richtig. :-)

        • Was macht der Staat hier richtig??? Keinerlei kontakt zum Kindesvater und schnipp, plötzlich fällt dem Herrn erzeuger ein, das da ja noch was war.
          Vielleicht trifft er das kind und bringt es völlig durcheinander und dann schnipp...Hat Herr erzeuger doch keine Lust mehr. Das Seelenleben des Kindes interessiert den Staat nicht im geringsten

          • Wieso sollte das Kind denn durcheinander kommen, es weiss doch, dass es einen Vater hat? Wenn Du Sorge um das Seelenheil Deines Kindes hast, dann wende Dich doch an Jugendamt oder Kinderschutzbund. Niemand ist daran interessiert, Deinem Kind zu schaden. Auch nicht der Staat. Dafür gibt es vom Staat Unterstützung z.B. in Form von begleitetem Umgang.

            • Sowas kommt nur von Leuten die keine ahnung haben....!

              Daa kind ist 9 Jahre, kennt seinen leiblichen Vater nicht! Auch wenn es darum weiß!
              Der deutsche Staat schadet vielen Kindern sehr wohl ganz bewusst! Einfach weil Elternrechte ganz hoch angesiedelt sind, völlig unabhängig wie es den Kindern dabei geht.
              Diese Einblicke hat man aber nur wenn man die Materie kennt und erlebt.

              • Erstens habe ich genau von diesem Thema jede Menge Ahnung, falls Du mit dem ersten Satz mich gemeint hast. Der Angriff trifft also ins Leere.

                Zweitens kann der deutsche Staat nichts dafür, wenn Dein Ex ein Hohlkopf ist. Den hast Du Dir als Vater ausgesucht. Und Kindeswohl bedeutet nicht, dass man seinen Vater nicht kennenlernen darf. Sondern eben genau das Gegenteil.

                Du klingst irgendwie nach Aluhut. #kratz

            • Du bringst wohl etwas durcheinander mit deinen antworten.

              Nur soviel....Nur weil man einen kind gezeugt hat, ist man noch lange kein Vater! Und ob es dem kindeswohl dient nach Jahren kontakt zum erzeuger zu haben weil es MUSS (genau das ist das schlimme an der Sache ) steht auf einem ganz anderen Platz! Kinder MÜSSEN kontakt haben wenn erzeuger (oder Mütter) dies wünschen, völlig unabhängig ob es dem wohle des Kindes dient.

              • Hallo. Es ist nicht nur ein Recht der Eltern sondern vor allem ein Recht des Kindes.

                Sonst kommt es oft in der Pubertät zu großen Identitätsproblemen bei den Jugendlichen, wenn ein Elternteil unbekannt geblieben ist. Der Elternteil wird dann auf deutsch gesagt in den Himmel gehoben und dann kannst du erstmal einpacken.

                Vielleicht ist der Kindsvater ja in der Lage, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. falls nicht ist man durch begleitete und seltene aber regelmäßige Kontakte zumindest in der Lage, dem Kind ein realistisches Bild vom Vater zu verschaffen... Die Frage nach dem Vater wird auch das Kind irgendwann stellen, glaube es mir.

                Das ist alles eine riesen Umstellung, und dir geht es gerade schlecht, das tut mir sehr leid -aber der Staat hat das genau richtig geregelt. Können sich die Eltern nicht über den Umgang einigen, wird eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt.

                Dir viele Grüße

      So ein Quatsch. Das Seelenheil des Kindes wäre hier nur in Frage wenn ihm die Wahrheit über seinen Ursprung verschwiegen wurde. Dann ist der Fehler aber bei der Mutter und ihrem neuen. Das Kind sollte wissen, dass der leibliche Vater existiert. Von daher gibt es da auch keine Verwirrung. Die einzige Verwirrung hier käme von Druck von Mutter und Stiefvater, durch den sich das Kind in einem Loyalitätskonflikt finden würde. Das wäre sehr bedauerlich.

      • Ebenfalls käse!

        Kinder sollen von anfang an mit der Wahrheit aufwachsen, völlig richtig. Dennoch macht es selbstverständlich sehr viel mit einem kind wenn einem Kindesvater nach 9 Jahren einfällt das er plötzlich kontakt will. Das kind HAT einen papa und ob das kind seinen erzeuger (mehr ist es nun wirklich nicht) sehen will oder was es bei dem Kind durcheinander bringt, interessiert doch nun wirklich niemanden außer seine Mama und P Papa.

        • Ich hab meine Erzeugerin nach 18 Jahren erst wieder getroffen. War trotzdem unglaublich wichtig. Und das obwohl sie keine Offenbarung in Sachen Personalität oder Mütterlichkeit ist. Ob das Kind nen Stiefvater hat oder nicht ist hier völlig irrelevant.

          • Sehe ich anders.... Es kann eine Bereicherung sein, aber nicht muss! Fakt ist und bleibt aber nunmal dass das kind keine Wahl haben wird!

            Das ist für mich das einzig schlimme an der Sache. Nicht ohne Grund sind und werden viele Pflegekinder so derart "kaputte Kinder"!
            gezwungen zu Kontakten die einfach nicht gut tun. Genau so geht es vielen Kindern. Hauptsache Eltern haben große Rechte. Und Kinder?

    Der Kindesvater hat ein Anrecht darauf, von einem zuständigen Gericht mit seinem Angliegen gehört zu werden.

(22) 11.07.18 - 13:28

Vielleicht war er selber Jung um Vater zu sein und bemerkt jetzt seinen Fehler?
Du wirst ihm den Umgang wohl schwer verbieten können.


lg
lisa

(23) 11.07.18 - 15:47

Das sind doch gute Nachrichten! Freu dich für deinen Sohn, dass sein Vater endlich Kontakt will!

(24) 11.07.18 - 18:33

Hi,

beides ist eben gesetzlich so geregelt.

Die Einwilligung kann man ggf. einklagen, dein Sohn ist ja schon etwas größer und darf ja auch seine Sicht vor Gericht sagen.

Dass du gleich vom Gericht was bekommst ist auch normal. Da will er einfach sein Recht einklagen und das Gericht entscheidet dann. Zur Einladung kommt es daher immer, egal was vorher war, das kommt dann erst in der Verhandlung zum Tragen.
Und wenn er jetzt eben plötzlich Umgang will ist das ok und vielleicht auch schön für deinen Sohn. Vielleicht könnt ihr euch ja noch außergerichtlich einigen. Denn er wird hier höchstwahrscheinlich Recht bekommen.

(25) 11.07.18 - 19:12

Hallo,

Ich fühle mit dir. Das einem Vater nach so langer Zeit einfällt, das er doch nen Sohn hat ist echt das letzte. Ich hätte auch Sorge um die psychische Stabilität meines Kindes. Denn wer sich 7 Jahre nicht gekümmert hat verliert evtl. wieder das Interesse wenn die Beziehung nicht so funktioniert. Auf so einen "Vater" kann man echt verzichten!
Such dir einen guten Anwalt. Viel Glück!

LG Marci

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